| Windows Server 2003 - Konfiguration als Domänencontroller und weitere Möglichkeiten - Teil 6 |
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| Artikel - Artikel 2005 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Teil 6 - Installation und Konfiguration der Software Update Services (SUS)Im Rahmen des Patchmanagements hat Microsoft die Software Update Services entwickelt, die kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können. Sinn und Zweck von SUS ist es, einen lokalen Update-Server zu betreiben, der zentral die von Microsoft bereitgestellten Updates aus dem Internet lädt und an die im LAN vorhandenen Clients verteilt. Als Administrator bekommt man so die volle Kontrolle darüber, wann welche Clients welche Updates installieren (sollen), denn die Verteilung erfolgt via Gruppenrichtlinie. Aber der Reihe nach:
Nach der Installation des IIS kontrollieren wir, ob er korrekt ausgeführt wird. Dazu einfach den Browser öffnen und http://localhost in der Adresszeile eingeben. Das sollte dann so aussehen:
Nun können wir mit der Installation des SUS-Servers beginnen, dazu einfach die Datei SUS10SP1.exe doppelklicken, dadurch wird das Paket extrahiert und die Installation gestartet.
Im Installations-Dialog bitte "Typical" auswählen und auf NEXT klicken, der Rest geht dann von alleine, der SUS-Server wird auf Laufwerk C: im Verzeichnis \SUS installiert und speichert auch dort die Updates, die Administrations-Oberfläche unter /wwwroot.
Nach dem Klick auf „Finish“ startet automatisch die Administrationsoberfläche des SUS-Servers:
Klickt nun auf "Set Options", um den Server für euer Netz zu konfigurieren. Der Dialog ist recht lang, daher zwei Bilder, wie es aussehen könnte/sollte:
Die Einstellungen im Einzelnen:
Weiterhin lassen sich hier die Sprachversionen der herunterzuladenden Updates festlegen - da ich von deutschen Systemen ausgehe, genügt hier der Haken bei "German" (wobei z.B. das .NET-Framework ungeachtet dieser Einstellung in allen Sprachen heruntergeladen wird).
"Synchronize Now" startet einen sofortigen Synchronisierungsvorgang mit Microsoft, "Synchronization Schedule" erlaubt das Planen der Synchronisierung. Wir stellen nun erstmal einen Plan auf, wann unser SUS-Server Updates aus dem Netz laden soll. Da Microsoft einmal im Monat, nämlich immer am zweiten Dienstag eines Monats, "Patchday" hat, wählen wir "Weekly" und "Wednesday".
Da unser Server ja rund um die Uhr läuft und wir uns mit dem Download von Updates nicht die Internet-Leitung zuballern wollen, ist 03.00 Uhr nachts eine gute Uhrzeit für diese Downloads. Die Einstellung von drei Neu-Versuchen bei Synchronisations-Fehlern sollte ebenfalls so bleiben.
Nachdem alle Updates heruntergeladen wurden, gibt der SUS-Server eine entsprechende Meldung aus:
Nach einem Klick auf OK gelangen wir auf die "Approve Updates"-Seite; hier können wir nun entscheiden, welche Updates für die Installation freigegeben (approved) werden.
In unserem Fall sollten wir erstmal alle vorhandenen Updates markieren, angesichts der Masse an Updates, die nach dem ersten Synchronisieren zur Verfügung steht, wäre es müßig, alle Updates einzeln anzuklicken, wir behelfen uns also daher mit einem kleinen Tool:
Nach dem Ausführen des Skripts sieht die "Approve Updates"-Seite unseres SUS-Servers dann in etwa so aus:
Alle Updates sind somit freigegeben, nun kümmern wir uns darum, dass die Clients im Netz diese Updates auch von unserem SUS-Server herunterladen. Dazu nutzen wir die Gruppenrichtlinien-Funktionalität, die uns in Form der Vorlage wuau.adm zur Verfügung steht.
Wir navigieren nun im linken Baum zu Computerkonfiguration => Administrative Vorlagen => Windows Komponenten => Windows Update und doppelklicken den obersten Eintrag "Automatische Updates konfigurieren". Die Konfigurationsmöglichkeiten sind im Reiter "Erklärung" erläutert, daher spare ich mir das an dieser Stelle.
Nach Klick auf "Übernehmen" und "Nächste Einstellung" gelangen wir zum nächsten Konfigurationspunkt, hier wird der Name des zu verwendenden SUS-Servers festgelegt. Beachtet bitte, das SUS entweder mit dem NetBIOS-Namen oder mit der IP-Adresse funktioniert, nicht aber mit einem FQDN.
Der nächste Konfigurations-Dialog sieht dann so aus:
Und der vierte und letzte dann so:
Bei diesem hier ist wichtig zu wissen, dass das Deaktivieren zu Datenverlusten führen kann, da ein User, der nur über "Benutzer"-Rechte an einem Rechner verfügt, den automatischen Neustart NICHT aufhalten kann. Wir beenden die Konfiguration mit Klick auf OK und schließen den GPO-Editor. Da momentan die Standard-Delegierung für dieses GPO gilt, würden nur die Benutzer, nicht aber die Domänen-Admins diese Richtlinie übernehmen, was zur Folge hat, dass der Server selbst nicht geupdatet wird.
Ein Klick auf "Erweitert" liefert uns die Einstellungen, wer dieses GPO übernimmt und wer nicht, hier setzen wir bei der Gruppe "Domänen-Admins" den Haken bei "Gruppenrichtlinie übernehmen".
Damit ist die Konfiguration für das automatische Installieren von Updates abgeschlossen, sowohl die Clients als auch der Server sollten nun nach einem Neustart diese neuen Einstellungen laden und dann die Updates installieren. Die Website http://www.susserver.com bietet einige nette Tools zur Verwaltung und Überwachung eines SUS-Servers an, u.a. lässt sich mit deren Tools nachvollziehen, welcher Client wann welches Update vom SUS-Server geladen und installiert hat usw. Da hier die Systemvoraussetzungen so unterschiedlich sind wie die Wünsche der Benutzer, was denn nun überwacht werden soll, verzichte ich an dieser Stelle darauf, die Tools alle vorzustellen - das würde auch den Rahmen des Artikels deutlich sprengen. Noch 2 Tipps zum Abschluss aus dem Tipparchiv von WinTotal. J.A. Ott, 11.02.2005
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