| Adobe Reader 7 per Gruppenrichtlinie verteilen |
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| Artikel - Artikel 2006 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Adobe stellt ein Tool namens InstallShield Tuner 7.0 for Adobe Acrobat zur Verfügung, mit dem Administratoren eine benutzerdefinierte Adobe Reader- oder Adobe Acrobat-Installation erstellen können, welche anschließend per Gruppenrichtlinie verteilt werden kann. Wie dieses Tool mit dem Adobe Reader 7 funktioniert und wie die Verteilung realisiert wird, soll dieser Artikel zeigen. VorbereitungLaden Sie sich zunächst den InstallShield Tuner 7.0 for Adobe Acrobat . Außerdem benötigen Sie eine aktuelle Distributable-Version des Adobe Reader. Diesen bekommen Sie beispielsweise hier: Adobe Reader 7 auf WinTotal. Eine Adobe Reader-Download-Übersicht finden Sie hier. Die Distributable-Version muss zunächst entpackt werden. Am einfachsten funktioniert dies mit einem Packer wie WinRar oder 7-Zip Starten Sie den InstallShield Tuner 7.0 for Adobe Acrobat. Zunächst werden Sie nach einer Datei vom Typ ITW gefragt, welche Sie im entpackten Installer der Distributable-Version des Adobe Reader finden.
Anschließend öffnet die Programm-Oberfläche.
Für eine neue angepasste Installation erstellen Sie zunächst eine neue Transformation (Create a new transform). Sie werden nach der Basis-MSI-Datei gefragt, welche Sie wieder im Verzeichnis des entpackten Installers der Distributable-Version des Adobe Reader finden.
Änderungen in der Installation des Adobe Reader werden dabei in einer MST-Datei gespeichert. Diese kann einer MSI-Datei als Parameter übergeben werden. Dadurch wird eine Installation ohne Rückfragen möglich - eine "Unattended Installation". AnpassungenJetzt können Sie frei durch die linke Menüstruktur navigieren und die Änderungen in der Installation vornehmen. Am einfachsten klicken Sie sich Schritt für Schritt in der Button-Leiste mit den grünen senkrechten Pfeilen durch die einzelnen Bereiche.
Auf einzelne interessante Optionen werde ich im Folgenden eingehen. Unter "Installation Options" können Sie den Installations-Pfad ändern und beispielsweise die zeitraubende FEAD-Optimierung deaktivieren.
Im Bereich "Application Configuration" unter "Preferences" in der Karteikarte "EULA and Online Features" können Sie die Lizenz-Abfrage und weitere Features wie Verknüpfungen zum PrintMe-Service im Startmenü deaktivieren.
Alle Optionen werden in dieser PDF-Datei erläutert: http://partners.adobe.com/public/developer/en/acrobat/InstallShieldTuner7.pdf Installations-Dateien generierenWenn alle Änderungen definiert wurden, kann das neue Installations-Paket erstellt werden. Im Bereich "Package Preparation" finden Sie im Punkt "Package" entsprechende Optionen. Stellen Sie unter "Location" ein, wo die neuen Installations-Dateien abgelegt werden sollen, beispielsweise die Netzwerk-Freigabe mit den Software-Paketen zur Verteilung per Gruppenrichtlinie (Schreibrechte nötig).
Unter "Setup" können Sie angeben, ob eine setup.exe samt setup.ini generiert werden soll, welche Betriebssystem-abhängig die richtige MSI-Engine aufruft. Durch die gute Trennung der Betriebssysteme im Zusammenhang mit Adobe Reader 6 und 7 ist dies nicht unbedingt nötig. Speichern Sie zunächst Ihre Einstellungen. Dabei wird die MST-Datei geschrieben. Nun können Sie Ihr Projekt kompilieren. Klicken Sie dazu in der Button-Leiste auf das CD-Symbol mit grünem Pfeil.
Das Ausgabe-Fenster gibt Auskunft über Vorgänge und Abschluss der Aktion.
Nun liegt das neue modifizierte Installations-Paket im definierten Ordner vor. Sie können den InstallShield Tuner schließen. Adobe Acrobat 6 und 7Die Setup-Modifizierung mittels InstallShield Tuner 7 funktioniert analog auch mit Adobe Acrobat 7 Standard, Professional und Elements. Dabei werden weitere InstallShield-Tuner-Modifizierungs-Optionen anwählbar, die bei der Modifizierung des Adobe Reader 7 ausgegraut sind. Die Modifizierung des Adobe Reader 6 ist weitgehend identisch. Weniger Optionen gegenüber Version 7 finden Sie hier beispielsweise bei den Online-Features. Lesen Sie dazu den Artikel "Adobe Acrobat 6 Reader unbeaufsichtigt installieren" Installation per GruppenrichtlinieRufen Sie über "Verwaltung" die Management-Konsole "Active Directory-Benutzer und -Computer" auf, öffnen per Rechtsklick die Eigenschaften der Organisationseinheit (OU), welche Computer beinhaltet, auf denen der Adobe Reader installiert werden soll. Wechseln Sie dort zur Karteikarte Gruppenrichtlinie. Erstellen Sie eine neue Gruppenrichtlinienobjekt-Verknüpfung ("Neu"), vergeben einen sinnvollen Namen (bspw. "Adobe Reader") und öffnen diese anschließend per Klick auf "Bearbeiten".
Einschub: Bei installierter GPMC (Group Policy Management Console) erstellen Sie eine neue Richtlinie per Rechtsklick - "Gruppenrichtlinienobjekt hier erstellen und verknüpfen…" auf die gewünschte OU.
Es öffnet sich der Gruppenrichtlinienobjekt-Editor. Wechseln Sie in den Zweig Computerkonfiguration - Softwareeinstellungen - Softwareinstallation. Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste in den rechten freien Bereich und wählen Neu - Paket.
Es wird nach einer MSI-Datei gefragt. Wählen Sie das gerade erstellte Kompilat, in meinem Fall "Adobe Reader 7.0.7 - Deutsch.msi". Nun wird noch die Bereitstellungsmethode erfragt. Wählen Sie hier "Erweitert".
Es öffnet sich der Eigenschaften-Dialog des Verteilungsobjekts. Wechseln Sie hier in die Karteikarte "Änderungen" und wählen die zugehörige MST-Datei aus.
Tipp: Aktivieren Sie zusätzlich unter Computerkonfiguration - Administrative Vorlagen - System - Anmeldung den Punkt "Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten". Windows XP bootet unter anderem deswegen schneller als Windows 2000, weil der Anmeldedienst die Anmeldung eher zur Verfügung stellt. Bestimmte Dienste und Prozesse können auch nach einer Anmeldung noch starten. Nun können Sie die offenen Dialoge bestätigen und schließen. Alle Computer in der entsprechenden OU bekommen nun den Adobe Reader beim Hochfahren ausgeliefert.
Deinstallation per GruppenrichtlinieDie Deinstallation per Gruppenrichtlinie funktioniert prinzipiell genauso wie die Installation. Per Rechtsklick auf den Eintrag im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor - Alle Tasks - Entfernen wird zunächst die Software aus der Verteilung entfernt.
Wie mit vorhandenen Installationen verfahren werden soll, kann man anschließend entscheiden.
Wählt man hier ersteres, wird die Software beim nächsten Rechnerstart entfernt.
Upgrade per GruppenrichtlinieAngenommen, man hat den Adobe Reader in Version 7.0.5 bereits per Gruppenrichtlinie verteilt und nun ist das Update auf Version 7.0.7 erschienen. In diesem Fall braucht man lediglich die neue modifizierte Version der Richtlinie hinzufügen.
Die Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst.
Alle Rechner der entsprechenden OU werden nun auf die aktuelle Version aktualisiert. Upgrade von manuellen InstallationenWas ist aber, wenn man den Adobe Reader bisher von Hand auf Rechnern installiert hat? Dies stört die Gruppenrichtlinien-Installation beim Adobe Reader 6 und 7 nicht. Vorhandene Versionen werden einfach vollständig ersetzt. Ein Upgrade vom Adobe Acrobat Reader 5 ist ebenfalls möglich, allerdings bleibt Version 5 als eigenständige Installation vorhanden. Administrative InstallationSie können außerdem eine administrative Installation durchführen, um eine Netzwerk-Installations-Quelle zu erstellen. Benutzen Sie dafür folgenden Befehl: Der entstehende Administration Point kann ebenfalls als Installations-Quelle genutzt werden. Im Falle des Adobe Reader merkt man den Unterschied zwischen den beiden Installationsvarianten beispielsweise durch die Abfrage der Lizenz-Bestimmungen beim ersten Start des Programms bei der Nutzung einer administrativen Installation, welche bei der MST-Variante deaktiviert werden kann. Der Vorteil einer administrativen Installation ist die Möglichkeit zur Integrierung von Patches in den Administration Point. Die Patches müssen in Form von MSP-Dateien vom Software-Anbieter bereitgestellt werden. Microsoft bietet das beispielsweise bei seiner Office-Produktlinie an. Diese Form von Patches wird aber von Adobe nicht angeboten. Ich empfehle deswegen die Verteilung per MST-Datei, zumal Sie mehr Möglichkeiten zur Anpassung haben. Installation per BatchIn einer Batch-Datei können Sie nun die MSI-Datei mit MST-Datei-Parameter folgendermaßen aufrufen: Über einen weiteren Parameter „/L*v X:\areader707.log“ können Sie eine Logdatei zur Fehlersuche schreiben lassen. X steht hier als Platzhalter für einen Laufwerksbuchstaben/Pfad. Vom Adobe Reader 6 gibt es in Version 6.0.1 ebenfalls eine Distributions-Variante (auch wenn die Datei „AdbeRdr602_distrib_deu.exe“ heißt, der Inhalt ist Version 6.0.1), allerdings gilt dies nicht für die nachfolgenden Updates 6.0.2, 6.0.3 und 6.0.4. Adobe zufolge unterstützen die Upgrades der Acrobat 6.x-Produkte nicht die Verteilung per Gruppenrichtlinie. Eine exemplarische Batch-Datei zur stillen Installation könnte so aussehen: echo Installiere Adobe Reader 6.0.1 echo. echo. echo. echo. SchlusswortFalls noch Fragen offen sind, können Sie diese in unserem Forum im entsprechenden Board „Netzwerk-Software und –Benutzerverwaltung“ stellen. Viel Erfolg bei der Verteilung oder Aktualisierung des Adobe Reader in Ihrem Netzwerk. PCDSmartie, 28.02.2006
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