| Normal.Dot und Co. - Dokumentvorlagen in Word (Teil 2) |
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| Artikel - Artikel 2006 | |||||||||||
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Es ist sehr effektiv, für wiederkehrende Dokumente spezielle Dokumentvorlagen anzulegen. Dies könnte jeweils eine Dokumentvorlage für normale Briefe (z.B. BRIEF.DOT), für Faxe (FAX.DOT) und für längere Dokumente mit Berichtscharakter (KONZEPT.DOT) sein. Jede Vorlage wird mit typischen Strukturen versehen und beschleunigt so den Arbeitsprozess. Dieser zweite Teil des Artikels rund um die Dokumentvorlagen in Word gibt einen Ausblick auf Möglichkeiten zur Arbeit mit speziellen Dokumentvorlagen. Teil 1 des Artikels finden Sie hier. Hinweis: Für Word 2007 beachten Sie unseren gesonderten Artikel Normal.dot(x) und Co. – Word 2007 für Umsteiger. AllgemeinesDokumentvorlagen sind Muster für wiederkehrende Dokumente, die für einen speziellen Zweck geeignete Texte und Funktionen bereitstellt. Eine solche Dokumentvorlage enthält z.B. Zeichen- und Absatzformate, AutoTexte und spezifische Makros. In ihr können aber auch Texte gespeichert sein, die ein neues Dokument bereits enthalten soll: ein Briefkopf mit Adresse, eine Grafik mit dem Firmenlogo, ein vorgefertigtes Anschriftenfeld, ein Formulartext oder ein Vertrag mit vorgeschriebenen Textpassagen. Die Dokumentvorlagen sind bestens geeignet, für bestimmte Arbeiten eigene, spezifische Formatvorlagen bereitzuhalten. Eine Dokumentvorlage unterscheidet sich äußerlich von einer normalen Textdatei in Word zunächst durch die Dateierweiterung. Die Dokumentvorlage hat die Erweiterung DOT, das normale Dokument die Erweiterung DOC. Auch der Speicherort ist verschieden. Während Sie Dokumente in beliebigen Ordnern speichern, sollten Sie alle Dokumentvorlagen so speichern, dass sie beim Aufruf des Befehls Datei -> Neu sofort zur Verfügung stehen. Wenn Sie eine Dokumentvorlage erzeugen, sorgt Word automatisch für den richtigen Speicherort. Mit der Zuweisung des Dokumenttyps Vorlage erhält das Dokument eine interne Kennzeichnung, die es als Vorlage ausweist. Auf die mit Word gelieferten Vorlagen haben Sie schnell Zugriff. Beim Erstellen einer Datei mit dem Befehl Datei -> Neu erwartet Word im Aufgabenbereich Neues Dokument von Ihnen die Auswahl eines Musters im Bereich Mit Vorlage beginnen (bzw. Vorlagen auf meinem Computer). Üblicherweise finden Sie dort die installierten Dokumentvorlagen (s. Abb. 6).
Wenn Sie aber zusätzlich mit dem Befehl Extras -> Optionen im Register Speicherort für Datei einen Dokumentordner z.B. als Ordner für Arbeitsgruppen definieren, behandelt Word darin enthaltene "normale" Dokumente in der Dialogbox Neu wie Dokumentvorlagen - unabhängig von der Dateierweiterung. Nach dem Klick auf OK kommt die Besonderheit der definierten Vorlagen aus diesem Ordner zum Tragen: Word öffnet nicht die Datei selbst, sondern stellt eine Kopie als neues Dokument für die Bearbeitung bereit. Dokumente und Vorlagen haben in Word also viele Gemeinsamkeiten. Bis auf eine Ausnahme können Sie mit Dokumenten prinzipiell so arbeiten wie mit den Vorlagen. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass Sie die verborgene Funktionalität einer Dokumentvorlage an eine andere Vorlage anhängen können. So machen Sie z.B. eine Vorlage mit speziellen Makros oder Tastenkombinationen für andere Bereiche verfügbar (Details siehe Artikel "Dokumentvorlagen und Autotexte in Word"). Beachten Sie auch ein vorteilhaftes Verfahren in den neueren Word-Versionen (ab 2002): Mit dem Befehl Neu aus vorhandenem Dokument greifen Sie ebenfalls auf ein "normales" Dokument zu: Es wird aber wie eine Dokumentvorlage als Kopie geöffnet. Der Inhalt von DokumentvorlagenIn vielen Dialogboxen von Word - z.B. bei der Festlegung von AutoText-Einträgen oder nach dem Befehl Extras -> Anpassen - haben Sie die Wahl, den Ort für Ihre Festlegungen zu bestimmen. Das wurde im ersten Teil des Artikels bereits erläutert. Wenn Sie also gezielt entscheiden, welche Aktion Sie auf welche Dokumentvorlage anwenden, dann gestalten Sie Dokumentvorlagen mit der Zeit zu Arbeitsumgebungen für spezielle Zwecke oder die globale Dokumentvorlage Normal.Dot zu einem umfassenden individuellen Werkzeug. Dabei nimmt jede Dokumentvorlage für spezielle Zwecke alles das auf, was für die Erledigung der speziellen Aufgabe nötig ist: Fügen Sie Text in die Dokumentvorlage ein, der nach Zuweisung der Dokumentvorlage zu einem neuen Dokument als Grundlage für eine Überarbeitung dient.
Dokumentvorlagen erstellenWord stellt Ihnen zwei Varianten zum Anlegen von Dokumentvorlagen zur Verfügung. Sie erstellen eine Vorlage von Beginn an neu oder wandeln ein "normales" Dokument in eine Vorlage um. So erstellen Sie eine komplett neue Dokumentvorlage:
Häufiger werden Sie jedoch die andere Variante wählen und ein bereits bestehendes Dokument in eine Dokumentvorlage umwandeln. In der täglichen Arbeit entsteht zumeist über einen längeren Zeitraum ein ausgereiftes Dokument, das Sie dann in den Rang einer Dokumentvorlage erheben, um es vor unbeabsichtigten Änderungen zu schützen. Um ein Dokument in eine Vorlage umzuwandeln, brauchen Sie es nur speziell zu speichern:
Danach steht das bisheriges Dokument in der Dialogbox Neu in der Liste der Dokumentvorlagen mit zur Auswahl. Änderungen in Dokumentvorlagen speichernMit einem Dokument zusammen wird immer die zugehörige Dokumentvorlage geöffnet. Änderungen, die Sie an Vorlagen vornehmen, sind bis zu einem Speichervorgang nicht gesichert. Erst wenn Sie die Arbeit an einem Dokument beenden oder mit dem Befehl (Shift)+ Datei -> Alles speichern Änderungen mit einem Schlag speichern, werden Änderungen an der Dokumentvorlage gesichert. Aber spätestens wenn Sie die Arbeit mit Word beenden, werden auf Nachfrage alle Änderungen gespeichert - auch die an Dokumentvorlagen. Nur bei der globalen Dokumentvorlage Normal.dot ist die Sachlage eine andere. Änderungen an dieser Dokumentvorlage speichert Word so lange automatisch beim Beenden von Word, bis Sie mit dem Befehl Extras -> Optionen im Register Speichern das Kontrollkästchen Automatische Anfrage für Speicherung von Normal.Dot aktivieren. Dann blendet Word bei jedem Beenden eine Meldung mit der Frage ein, ob Sie die an den Standardeinstellungen vorgenommenen Änderungen speichern möchten. So könnten Sie auch diese Dokumentvorlage überwachen. Dokumentvorlagen wechselnNormalerweise entscheiden Sie schon beim Erstellen eines Dokuments über die zugeordnete Dokumentvorlage. Dokumentvorlagen können aber spezielle Formatvorlagen oder AutoText-Einträge enthalten, über die Sie in der zugewiesenen Dokumentvorlage nicht verfügen. Um also eine andere Dokumentvorlage zu verwenden, öffnen Sie mit dem Befehl Extras -> Vorlagen und Add-Ins die Dialogbox Dokumentvorlagen und Add-ins. Mit dem Kontrollkästchen "Dokumentformatvorlagen automatisch aktualisieren" stellen Sie übrigens sicher, dass Dokumente die jeweils aktuellen, in der Dokumentvorlage möglicherweise zwischenzeitlich geänderten Formatvorlagen aufweisen. Ein aktiviertes Kontrollkästchen sorgt dafür, dass die Formatvorlagen im aktiven Dokument bei jedem Öffnen des Dokuments so aktualisiert werden, dass sie mit den Formatvorlagen der verbundenen Dokumentvorlage übereinstimmen (s. Abb. 8).
Wenn Sie die Schaltfläche Anfügen wählen, gelangen Sie in die Dialogbox Vorlage verbinden. In dieser Dialogbox, die genau wie die Dialogbox Datei öffnen zu handhaben ist, wählen Sie die gewünschte Dokumentvorlage aus. Danach bestätigen Sie noch die Dialogboxen und haben das Dokument mit einer anderen Dokumentvorlage verbunden. Mit diesem Verfahren wird der in der neuen Dokumentvorlage vielleicht enthaltene Standardtext natürlich nicht in den Text eingefügt. Um den Text zu verwenden, müssen Sie ein neues Dokument auf der Basis dieser Dokumentvorlage erstellen oder den Text aus einem anderen Dokument kopieren. Weitere Vorlagen – allgemein zugänglichEs ist aber nicht nötig, die dem Dokument zugeordnete Dokumentvorlage nur deswegen auszutauschen, weil eine andere z.B. besondere AutoText-Einträge hat. Sie können auch andere als die Dokumentvorlage Normal.dot zusätzlich zu globalen Vorlagen erheben. Üblicherweise passiert das automatisch mit Vorlagen von bestimmten Programmen, die mit Word zusammenarbeiten müssen (z.B. PDFMaker). Aber auch Vorlagen, die Sie selbst in das mit Extras -> Optionen im Register Speicherort für Dateien festgelegte Startverzeichnis kopieren, werden beim Word-Start automatisch als globale Vorlagen geladen. So aber greifen Sie z.B. zeitweilig auf AutoTexte oder Makros einer anderen Dokumentvorlage zu:
Der Unterschied zwischen der "normalen" globalen Dokumentvorlage Normal.dot und anderen globalen Dokumentvorlagen besteht darin, dass Sie als global deklarierte Dokumentvorlagen nur noch per Hand ändern können (durch Öffnen zur Bearbeitung), während Sie alle Änderungen - z.B. an Tastenkombinationen - sofort in die "normale" globale Dokumentvorlage übernehmen. Elemente in Dokumentvorlagen verwaltenWenn Sie regelmäßig neue Dokumentvorlagen für bestimmte Arbeitsaufgaben erstellen, brauchen Sie ein Werkzeug, um die in anderen Dokumentvorlagen bereits enthaltenen Elemente neuen Dokumentvorlagen zuzuordnen. Dieses Werkzeug stellt Word mit der Schaltfläche Organisieren in Dialogboxen zur Verfügung - z.B. in der mit dem Befehl Extras -> Vorlagen und Add-Ins aufgerufenen Dialogbox.
Dabei haben Sie in der Dialogbox Organisieren die Möglichkeit, Formatvorlagen, AutoText-Einträge, veränderte Symbolleisten oder Makros in anderen Vorlagen verfügbar zu machen.
Neben den Zeichen- und Absatzformaten und den Tastenkombinationen speichert Word auch AutoText-Einträge in der Dokumentvorlage. Das ist hier nicht Thema, weil dazu auf WinTotal bereits ein Artikel vorliegt: "Dokumentvorlagen und Autotexte in Word".
PCDJoe, 04.05.2006
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