Der Computer als Festplattenrecorder
Artikel - Artikel 2006

Fernsehen am PC, die eingebaute Festplatte als TV-Recorder (PVR) einsetzen und alles ohne Anstrengung? Dann noch die Aufnahmen bearbeiten und archivieren? PCDjoe hat drei Varianten ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und schildert seine Eindrücke.

Überblick

Der Computer als Medienzentrale im Wohnzimmer? Diese Vorstellung ist nicht jedermanns Sache, hat aber durchaus ihren Reiz. Üblicherweise haben moderne Computer einen DVD-Brenner, eine große Festplatte und eine Menge Leistung. Kombiniert mit einer TV-Karte könnte man doch den PC zu einem Festplattenrecorder ausbauen, jede Menge Spielfilme aufnehmen, die Werbung herausschneiden, DVDs brennen und so ein Spielfilmarchiv anlegen. Was sich so einfach anhört, besteht bei genauer Betrachtung aus einer Reihe von Problemen und Tücken. Völlig ausgeklammert aus der weiteren Betrachtung werden Hardwarelösungen, die nicht zusammen mit einem Computer betrieben werden. Das wären also Tuner mit eingebauten Festplatten und angeschlossenen DVD-Recordern für direkte Aufnahmen. Das ist ein Thema für sich.

Die erste Antwort benötigt schon die Frage nach der Art der TV-Karte. Knapp dargestellt hat der Anwender die Wahl zwischen den digitalen Varianten DVB-T, dem so genannten "Überall-Fernsehen", DVB-C, dem digitalen Kabelfernsehen, und DVB-S, dem digitalen Satellitenfernsehen, sowie dem analogen Fernsehen über Antenne oder Kabel. Ohne weiter ins Detail gehen zu wollen, fallen DVB-T wegen der Qualität und analoges Fernsehen wegen der Art der Daten für eine sinnvolle Archivierung von Spielfilmen aus. Bei DVB-T teilen sich oft mehrere Sender einen Datenstrom, was häufig zu pixeligen Ansichten und Artefakten führt. Egal, in welchem Format die Videos aufgenommen werden, die Zahl der Aufnahmefehler ist einfach zu hoch, um wirklich Freude daran zu haben. Bei analogem TV sind erheblich größere Computerressourcen als bei DVB nötig, weil der analoge Datenstrom zunächst in Echtzeit in digitale Daten umgewandelt werden muss, wobei Informationen verloren gehen. Außerdem ist das analoge Empfangssignal über Antenne ungleichmäßiger als bei digitalem Empfang, der entweder gut ist oder ganz ausfällt. Im weiteren Verlauf wird eine Karte für DVB-S zugrunde gelegt, eine terratec Cinergy 1200 DVB-S. Die ist gut, relativ preiswert und liefert alles, was an Daten nötig ist – aber nur mit der richtigen Software, was im Weiteren noch Thema sein wird.

Eine zweite Entscheidung erfordert die Frage nach den zu verwendenden Treibern für die TV-Karte. Es gibt für diesen Fall WDM-Treiber und BDA-Treiber. Die ersteren sind immer dann erforderlich, wenn die mit der Karte gelieferte Software benutzt werden soll. Mit Hilfe der BDA-Treiber werden die Kartenfunktionen für andere Programme geöffnet. Hier gibt es nur ein "Entweder-Oder". Im Klartext heißt das, dass nur eine der Varianten installiert sein kann. Bevor also die Software eines Drittanbieters genutzt werden kann, müssen Kartentreiber und Kartensoftware deinstalliert werden und die alternativen BDA-Treiber (auf der Herstellerseite der TV-Karte zum Download verfügbar) installiert sein.

Nach diesen Vorbereitungen sollte die Karte laufen und auf dem PC die Möglichkeit bestehen, einen Festplattenrecorder (PVR) zu starten. Zum Thema Festplatte sei an dieser Stelle nur eine Größenschätzung für einen ca. 90-minütigen Spielfilm gegeben: bei geringer Qualität (z.B. Vox) fallen dafür etwa 2 Gigabyte an, bei normaler Qualität (z.B. PRO7 in Dolby Digital) etwa 4 Gigabyte und in bester Qualität (z.B. ZDF) etwa 6 Gigabyte und mehr. An dieser Stelle sei kurz daran erinnert, dass die Platte im Dateiformat NTFS formatiert sein muss, um diese Dateigrößen zu unterstützen. Abhängig ist die spätere Größe vom Datenstrom und der Qualität, mit der dieser über den Sender geht. Das ist von Sender zu Sender und von Sendung zu Sendung unterschiedlich und kann sogar in der Sendung selbst noch variieren. Wer eine Weile mit Filmen dieser und jener Sender experimentiert, der wird sich mit seinen Aktivitäten irgendwann aus Qualitätsgründen auf ARD, ZDF, die Dritten, Arte, BR Alpha, Pro7, RTL und SAT1 beschränken und dann im Weiteren auch irgendwann nur noch Filme aufnehmen, die nicht ständig wiederholt werden. Premiere fällt in dieser Betrachtung ebenfalls aus, da gelten eigene Gesetze.

Und wann lohnt es sich, Filme auf DVD zu brennen? Nach meiner Erfahrung nur dann, wenn die Filme in guter Qualität inklusive Breitbild, 5.1 Ton laufen und, wenn die entsprechenden Informationen vorliegen, eventuell eine zweite Sprache und Untertitel enthalten. Aber das ist Geschmacksache. Wer an dieser Stelle stutzt, sollte sich mal die Frage stellen, ob er einen auf Arte aufgezeichneten Film noch in den französischen Ton umschalten kann oder ob er die Sendung schon in französischer Sprache hätte aufnehmen müssen. Ähnliches würde für Untertitel gelten (nicht solche, die bereits im Film sind, sondern die, die per Teletext zugeschaltet werden können).

Damit sind wir dann also bei der Frage nach dem Aufnahmeformat. Was für ein Format sollte es sein? Es gibt eine ganz einfache Antwort auf diese Frage: Das Programm sollte den Datenstrom, der über die Sender ankommt, einfach vollständig aufnehmen. Dieser Datenstrom enthält dann, um beim Beispiel zu bleiben, einfach alles: Bild, alle Tonspuren und Teletext. Was davon dann archiviert wird, bleibt dem Anwender überlassen, der die aufgezeichneten Daten nachbearbeitet. Üblicherweise landen bei einer Aufzeichnung in diesem Format Dateien mit der Dateierweiterung .ts auf der Festplatte, ein MPEG-Transportstream. Dieser lässt sich mit der Software wieder abspielen, die ihn aufgenommen hat oder z.B. mit dem Media Player Classic. Die Weiterbearbeitung des Streams erfordert das Aufsplitten in die verfügbaren Tonspuren, das Herausfiltern der Untertitel und eine eventuell notwendige Fehlerkorrektur. Zusammen mit einer Schnittmöglichkeit zum Abschneiden von Anfang und Ende (Filme beginnen und enden selten genau zu der Zeit, die ausgewiesen ist) und zum Herausschneiden der Werbung ist ProjectX die allererste Wahl. Die Endbearbeitung für eine DVD wird am Besten mit GUI for DVD-Author erledigt.

Bleibt abschließend die Frage nach der Auswahl der Sendungen für die Aufnahme. Das Internet bietet eine Reihe elektronischer Programmzeitschriften. Hervorzuheben ist dabei im Moment die Seite www.tvtv.de, die eine Merkliste und Makros für die Suche nach Stichwörtern (z.B. Namen von Schauspielern) bietet. Stichwort für die bequeme Aufnahme ist EPG, der elektronische Programm-Guide aus dem Datenstrom. Die Sender, die diese Funktion unterstützen, senden also quasi neben den eigentlichen Informationen noch Programminformationen. Am Computer sollte es also reichen, eine Sendung anzuklicken und dem Festplattenrecorder zu übergeben. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass das auch komplizierter ist, als hier aufgeschrieben. Eine Aufzeichnung sollte immer vor dem geplanten Termin beginnen (Faustregel 5 Minuten) und nach dem ausgewiesenen Termin enden (Faustregel: 15 Minuten). Bei Filmen, die Sie unbedingt haben möchten und die nach üblichen Überziehern liegen wie z.B. Sportschau, Wetten, dass..? u.a.) lohnt es sich, noch längere Zeiten für die Aufnahme danach zu planen. Interessant wird es nun, wenn Sie mit einem Programm zwei Sendungen auf einem Sender nacheinander aufnehmen möchten. Meist wird so etwas abgelehnt (Zwei Aufnahmen überschneiden sich) und erfordert die Aufnahme eines großen Blocks. Andere Programme (DVBViewer, siehe unten) meistern das problemlos. Dort werden halt zwei Dateien gleichzeitig geschrieben. Außerdem ist in diesem Zusammenhang interessant, ob in einen Sender umgeschaltet werden muss, um die EPG-Informationen zu erhalten.

Nach dieser etwas längeren Einführung nun zu den Programmen. Im Vergleich werden behandelt das Programm, das mit der Karte geliefert wurde, die "Freeware" Sceneo Bonavista und DVBViewer als preiswerte Lösung. Vorweg: Mein klarer Favorit zum unschlagbaren Preis von nur 15 Euro ist der DVBViewer. Außerdem muss angemerkt werden, dass der gleichzeitige Betrieb zweier Programme, die auf die Karte zugreifen, zu Fehlern führt. Andererseits ist DVBViewer in der Lage, mehr als eine Karte gleichzeitig zu verwalten.

Cinergy Digital

Das Programm wird gemeinsam mit der Karte ausgeliefert. Es erfordert einen installierten Software-DVD-Player, damit die Daten angezeigt werden können. Ohne läuft gar nichts, deshalb ist bei der Installation auch Cyberlink-PowerDVD (OEM) verfügbar. Die Handhabung ist einfach, nach der Installation der Karte mit den zugehörigen Treiben (WDM, siehe oben) kann es schon losgehen. Interessieren soll uns die Aufnahme. Es stehen mehrere Aufnahmeformate zur Verfügung, die aber alle eine gewisse Vorauswahl bieten und damit Informationen aus dem Datenstrom herausfiltern (siehe Abbildung 1). Videotext öffnet in einem eigenen Fenster.

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Abbildung 1: Aufnahmen mit dem EPG programmieren
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Die Aufnahme des vollständigen Datenstroms ist nicht möglich. Zum Auswählen der EPG-Informationen muss in den Sender umgeschaltet werden, erst dann erfolgt die Anzeige. Das Aufnehmen zweier Sendungen, die nacheinander auf einem Sender laufen, ist nur möglich, wenn eine einzige Aufnahme mit der Gesamtdauer beider Sendungen programmiert wird. Ein integrierter Recorder bietet die Möglichkeit, Aufnahmen manuell auszulösen und zu betrachten (siehe Abbildung 2).

Alles in allem bietet das Programm für den Einstieg zwar die wichtigsten Funktionen. Die Wiedergabe am Computerbildschirm ist OK, die verwendeten Ressourcen bieten noch genügend Freiraum für "Arbeiten nebenbei". Der engagierte PVR-Nutzer wird aber bald die Grenzen des Programms erkennen. Außerdem verhindern die verwendeten Treiber die Nutzung von Alternativ-Programmen anderer Hersteller. Deshalb ist das Programm von meinem Rechner verschwunden – ohne weiteres Bedauern.

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Abbildung 2: Aufnahme/Wiedergabefenster Cinergy Digital
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Bonavista Media Center

Die Seite www.tvtv.de wirbt mit dem Download des kostenlosen Tools Bonavista von Sceneo in der Beta-Version. Das Tool hilft dabei, den Computer in ein Mediacenter zu verwandeln. Voraussetzung sind also eine installierte TV-Karte mit den richtigen Treibern und ein Fernseher, der an den PC angeschlossen ist. Mit diesen Voraussetzungen lässt sich das Programm gut bedienen und erfüllt einfache Ansprüche. Falls bei der Installation erforderlich, gibt das Programm den Link zu den Treibern von Microsoft an. Danach geht es los.

Das Programm besteht aus zwei Teilen: Bonavista TV ist der Teil von Bonavista, der das Fernsehen ermöglicht. Das kann am Computer erfolgen oder auf einem speziellen Wohnzimmer-PC (HTPC = Home Theater PC). Diese Variante ist vorzuziehen, da Bonavista TV mit einer Fernbedienung gesteuert wird – genau so, wie Sie es von Ihrem Fernseher gewohnt sind. Alternativ sind Maus oder Tastatur möglich. Der beim Download mit geladene und im Programmmenü verfügbare Quick-Start enthält die notwendigen Informationen, ohne die es für den Einsteiger schwer ist, das Programm ohne Fernbedienung zu steuern (siehe Abbildung 3).

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Abbildung 3: Bonavista im Fenstermodus, üblicherweise ist Vollbildmodus aktiviert
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Durch diese Optimierung auf den Fernsehmodus ist es nicht einfach, die Einstellungen zu finden oder gar zu verändern. Außerdem verbirgt sich eine Falle, die erst nach einiger Zeit sichtbar wird. Bei jedem Start nervt das Programm mit der Mitteilung, dass nach dreißig Tagen eine Probe für den von TVTV optimierten Programmführer abgelaufen wäre, den man für 30 Euro um ein weiteres Jahr verlängern könnte. Nach einem Klick auf OK arbeitet das Programm aber ohne Einschränkungen weiter.

Bonavista Desktop ist der Teil von Bonavista, den Sie zum Planen Ihrer Aufnahmen sowie zum Verwalten Ihrer Medien-Daten (TV-Aufnahmen, MP3s, Videos usw.) nutzen. Dieser Teil ist nicht für die Fernbedienung ausgelegt ist und lässt sich nur mit Maus und Tastatur steuern (siehe Abbildung 4).

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Abbildung 4: Bonavista Desktop
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Ein kurzer Check der Funktionen liefert Erfreuliches: Zwei Sendungen nacheinander programmieren geht, bei Konflikten zu anderen Aufnahmen (zweiter Sender zur gleichen Zeit) erfolgt eine Warnung. In der Praxis wurde aber die zweite Sendung nach der ersten nicht aufgenommen. Bequem ist die Möglichkeit, bei Serien auf das Register "Weitere Folgen" zu wechseln und dort den Rest einer Serie planmäßig aufzunehmen. Noch netter ist das Feature "Get it all", wo sofort Wiederholungen geplant oder sogar ein Mitschnitt aller Filme vom gleichen Regisseur aktiviert werden können.

Die Aufnahme erfolgt automatisch in den Standardordner Eigene Videos, eine Änderung ist aber möglich. Als Aufnahmenformat wird automatisch der Transport Stream verwendet, damit genügt das Programm allen Anforderungen, auch, weil es diesen Stream erfolgreich selbst abspielt. Ein Test mit ProjectX ergab, dass auch die Videotextinformationen vorhanden sind.

Fazit dieses Programms: Besonders geeignet für Benutzung an einem speziellen Computer mit Fernbedienung und direktem Zugriff auf ein Fernsehgerät oder bei Verwendung der (kostenpflichtigen) Angebote von Sceneo oder TVTV.de. Dann kann sogar die Merkliste von TVTV direkt in das Programm übernommen oder für die Aufnahmen verwendet werden. Zu beachten ist aber unbedingt, ob das Programm (Beta) die eigene TV-Karte auch unterstützt, bei der von mir verwendeten gab es keinerlei Probleme.

DVBViever

Ich gebe vorab zu, dass es sich beim nachfolgenden Programm um meinen erklärten Favoriten handelt. DVB-Viewer hat alles, was notwendig ist, um ein komplettes Filmarchiv zu erstellen. Auch wenn sich der Ton auf der Webseite mit dem Zitat von der „eierlegenden Wollmilchsau" etwas reißerisch anhört, das Programm bietet wirklich eine Menge. Zitate von der Webseite: „Der DVBViewer ermöglicht den Empfang und die Verarbeitung von Digitalem Fernsehen am Computer. In Kombination mit einer geeigneten DVB Karte kommt man somit in den Genuss von gestochen scharfem Fernsehen und Radio in nahezu CD Qualität! Es werden alle grundlegenden Funktionen angeboten, die für den digitalen Empfang von Radio und TV notwendig sind. Zusätzlich dazu bietet der DVBViewer eine große Anzahl von Funktionen an, wie unter anderem die komfortable Präsentation von Videotext, den elektronischen Programmführer und die vielseitigen Aufnahmemöglichkeiten. Diese ermöglichen es sogar, mehrere Sendungen gleichzeitig auf der Festplatte zu speichern. Der DVBViewer beinhaltet Funktionen, die als wegweisend gelten: So ist er das erste Programm, das einen so genannten DesktopTV Modus beinhaltet, und er ist auch eine der ersten Applikationen mit vollständiger Timeshift und AC-3 Unterstützung. Auch können mittlerweile mehrere DVB Geräte zeitgleich benutzt werden und in punkto Mediacenter-Fähigkeit steht der DVBViewer keinem derzeit erhältlichen Konkurrenzprodukt nach!" Das lässt sich tatsächlich im Programm selbst beweisen.

Zur Installation ist es aber bei der verwendeten Karte zunächst erforderlich, die BDA-Treiber zu installieren. Sofort danach ist das Programm aber einsatzbereit. Das Programm ist skinfähig, bietet Unterstützung für OSD-Menüs und ist variabel anpassbar. Allerdings greift das Programm tief ins System ein: Ein Screenshot des Programms war mir z.B. nicht möglich, selbst SnagIT konnte nur Fenster schießen, in denen die Wiedergabe weiter lief. Eine Reihe von Bildern ist aber auf der Seite des Herstellers zu finden und zeigt die Vielfalt des Programms. Unzählige Plug-Ins, die im Mitgliederbereich der Seite verfügbar sind, erweitern die Fähigkeiten. So liefert z.B. das Plug-In EPG-Plus einen Komfort wie eine Fernsehzeitung: Das Umschalten in einen anderen Sender, um dessen EPG-Informationen zu sehen, ist nicht nötig.

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Abbildung 5: EPG Plus
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Ähnlichen Komfort bietet aber auch das integrierte EPG-Fenster. Mit nur einem Klick kann ein gewähltes Programm an den PVR geschickt werden. Der Timer zeichnet sich nun wieder damit aus, dass die Handlungen des Programms nach der Aufnahme gesteuert werden können. Falls die Aufnahme also z.B. in der Nacht geplant war, kann der Rechner danach ausgeschaltet werden. Das Herunterfahren des Rechners bei laufendem DVB-Viewer ist nicht möglich, ist aber eher ein Feature, weil es den Verlust geplanter Aufnahmen verhindert. Das Deaktivieren der Anzeige samt Ton während der Aufnahmen ist möglich, so dass eine Aufnahme selbst neben der Arbeit am Rechner erfolgen kann. Die benötigten Ressourcen sind erfreulich gering, selbst bei laufender Time-Shift-Aufnahme (zeitversetztes Fernsehen, mit einem Klick auf Pause gestartet) kann zügig weitergearbeitet werden. Die Einstellungsvarianten für eine Aufnahme sind vorbildlich: Video/Audio TS mit wahlweise Teletext und allen Audiokanälen, einstellbarer Vor- bzw. Nachlauf bei einer Aufnahme, Standardaktionen vor oder nach der Aufnahme, automatische Dateinamen für die Aufnahmen, individuelle Verzeichnisse, alles kein Problem. Die Nachbereitung der Aufnahmen mit ProjectX zeigt auch, dass alle gewählten Informationen (Tonspuren, Videotext-Untertitel) tatsächlich vorhanden sind. Krönung des Tests war eine DVD, bei der wahlweise entweder 5.1. Ton oder Stereoton, akustische Bildbeschreibung und Untertitel zugeschaltet werden konnten – natürlich nur, weil der Sender alle diese Informationen im Datenstrom zur Verfügung stellte.

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Abbildung 6: PVR-Programmierung
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Der DVBViewer erlaubt die Aufnahme von mehreren Sendern zeitgleich, sofern sich diese auf ein und demselben Transponder/Multiplex befinden. Sollten sich Aufnahmen überlappen und nicht aufgezeichnet werden können, wird die spätere in roter Schrift kenntlich gemacht.

Fazit dieses Programms: Das Programm ist in zwei Varianten erhältlich: Die voll funktionsfähige TechniSat-Edition ist im Lieferumfang der SkyStar2-Karte von TechniSat enthalten. Sie bietet alle erforderlichen Grundfunktionen für die Aufnahme und Wiedergabe von frei empfangbaren digitalen Radio- und Fernsehprogrammen. Die für 15 € via Internet von http://www.dvbviewer.com erhältliche Vollversion bietet zahlreiche zusätzliche und erweiterte Funktionen mit erhöhtem Bedienungskomfort. Der Kauf beinhaltet ein unbeschränktes Update-Recht. Eine neue Version können Sie gegebenenfalls über http://www.dvbviewer.com downloaden. Wesentlicher Unterschied zwischen der TechniSat- und der Vollversion sind die unterstützten Karten. Ein Blick in die Featureliste gibt Auskunft, ob das Programm die eigene Karte unterstützt. In der Pro-Version lässt das Programm kaum Wünsche offen, lediglich das Abspielen von DVD-Verzeichnissen auf Festplatten gelang nicht. Die Hauptaufgabe – das Aufzeichnen von Programmen für die spätere Weiterbearbeitung – erfüllt das Programm seit Wochen tadellos und fehlerfrei.

Fazit

Die vorgestellte Lösung deckt sicher nur einen kleinen Teil der möglichen Varianten für das Anlegen eines Video-Archivs ab. Trotz dieser Einschränkung ist die Kombination aus erwähnter Karte (terratec Cinergy 1200 DVB-S) für digitalen SAT-Empfang und DVB-Viewer ein solides Team für brillante Aufnahmen in DVD-naher Qualität mit ausgezeichnetem Ton und einer Reihe von Features, die natürlich vom empfangenen Datenstrom des Senders abhängen. Ergänzt durch die Fähigkeiten von ProjectX und GUI for DVD-Author entsteht schnell ein Videoarchiv in hervorragender Qualität. Einzige Mankos: der Festplattenhunger der Aufnahmen und die Zeit, die für die Nachbereitung der aufgenommenen Streifen nötig ist. Da hilft letztlich nur die Beschränkung auf ausgewählte Filme.

PCDJoe, 11.09.2006

 

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