Datum: | Tests 2015

Box Ashampoo Burning Studio 16

Wie schon den Vorjahren hat Ashampoo auch in diesem Jahr sein Burning Studio überarbeitet und präsentiert die Version 16 mit einigen neuen Features. Dazu gibt es 500 Detailverbesserungen, welche wir uns nicht alle näher angeschaut haben.

Brennprogramm wozu?

Nach dem Abgang in Raten, den der alte „Kaiser“ vollzieht, brechen wir seit Jahren eine Lanze für das Burning Studio und haben erstmals die Version 11 zum Nachfolger des in die Jahre gekommenen Nero Burning ROM erkoren. Seither bringt Ashampoo jährlich eine überarbeitete Fassung des Burning Studios auf den Markt, bot aber nicht immer so viel Neues, dass sich ein Upgrade aufzwang.

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Der geneigte Leser wird sich fragen, warum wir kostenpflichtige „Brennprogramme“ besprechen, wo es mit ImgBurn, InfraRecorder, AnyBurn oder CDBurnerXP doch viele kostenlose Alternativen gibt. Der Grund liegt in der Tatsache, dass Ashampoo Burning Studio mehr als nur ein einfaches Brennprogramm darstellt – es bietet auch Video-Authoring, Audio-Rippen oder einfache Backupaufgaben, ohne dabei besonders überladen zu wirken. Wer nur ab und zu eine Daten-CD/DVD brennt, braucht sicher kein kostenpflichtiges Brennprogramm, und wer sich auf Videoschnitt spezialisiert hat, braucht nicht die Authoring-Funktion des Gesamtpakets. Man könnte Ashampoo Burning Studio mit einem Multifunktionsmesser vergleichen: Von allem ein wenig, handlich und wohldosiert.

Neuerungen

Kommen wir aber zu den Neuerungen. Fast schon obligatorisch ist von Jahr zu Jahr das leicht überarbeitete Erscheinungsbild – nun wieder etwas sachlicher und „dunkel“.

Neue Oberfläche

Neue Oberfläche

Weitere Skins können bequem heruntergeladen werden.

Weitere Skins

Weitere Skins

Für Dezember hat Ashampoo zudem eine Skin zum Film des Jahres angekündigt, da sind wir „machtlos“. J

Was viel wichtiger als eine neue Optik ist: Die Bedienoberfläche wurde für hochauflösende Displays angepasst, so dass Texte, Buttons und Schaltflächen sauber skaliert und scharf dargestellt werden.

Auffällig ist direkt, dass Ashampoo auf die User gehört hat und basierend auf deren Feedback die Menüs etwas entschlackte und doppelte Funktionen in mehreren Menüs verteilt entfernte. Auch die neuen Sprunglisten in der Taskleiste verbessern die Bedienung, fassen sie doch wesentliche Funktionen übersichtlich zusammen.

Taskleiste

Taskleiste

Am Hauptmodul zum Brennen von Daten hat sich im Grunde wenig geändert. Einfach, aber funktionell ist hier die Devise.

Brennen von Dateien

Brennen von Dateien

Das „Disc Spanning“, also das Brennen von größeren Datenmengen auf mehrere Datenträger, wurde vereinfacht. Tritt bei einem der Datenträger beim Brennen ein Fehler auf, kann nun an dieser Stelle wiederholt werden. Bisher musste der ganze Vorgang neu gestartet werden.

Verbessert wurde die Unterstützung von M-DISC-Medien, deren anorganische Datenschicht bis zu 1.000 Jahre haltbar sein soll. Hoffentlich gibt es bis dahin noch passende Abspielgeräte. Um die Fehlerquote beim Brennen der wertvollen Datenträger zu minimieren, wurde die Erkennung dieser Medien verbessert – obendrein nimmt das Programm sämtliche Einstellungen zum Brennen von M-DISCS nun automatisch vor. Auch für „normale“ Rohlinge wurde die Erkennung verbessert, um ideale Brennergebnisse zu erzielen.

Schwerpunkt Multimedia

Version 16 von Burning Studio hat vor allem im Bereich Multimedia einige Neuerungen erfahren. Allem voran die neue Coversuche, welche auch bei unbekannten Tracks Ergebnisse erzielen soll, indem man online nach passenden Covern suchen kann.

Coversuche

Coversuche

Als neues Ausgabeformat unterstützt das Burning Studio nun auch APE (Monkey Audio) und bietet endlich auch die Möglichkeit, auf Syntax der Dateinamen über „Anpassen“ in der unteren Zeile direkt Einfluss zu nehmen.

Rippen

Rippen von Audio

Für Datenträger mit Musik bietet der Covereditor nun die Möglichkeit, die Cover aus den ID-Tags der Audiodateien auslesen.

Cover auslesen

Cover auslesen

Die Cover werden dann für die neuen Mosaik-Cover übernommen.

Mosaik Cover

Mosaik Cover

Mosaik Cover

Mosaik Cover

Der Hersteller führt als weitere Neuerungen das Erstellen von Playlisten direkt beim Extrahieren einer Audio-CD, das Einstellen von individuellen Pausenlängen und eine Shuffle-Funktion an.

Im Bereich Video unterstützt Burning Studio nun Untertitel im SRT-Format und bietet den kostenlosen Download von weiteren Themes.

Videothemes

Videothemes

Ausbaufähig bleibt weiterhin die Unterstützung von Videocodecs, da Burning Studio auf die Codecs vom Betriebssystem zurückgreift und keine eigenen (wie z.B. VLC) mitbringt.

Fehlende Codecs

Hier hilft nur das Nachinstallieren von Codec-Packs wie Standard Codecs oder ADVANCED Codecs.

Fazit

Ein paar überarbeitete Details hier und ein paar neue Funktionen da machen aus der Version 16 kein neues, aber ein runderes Burning Studio. Die verbesserte Oberfläche und Detailänderungen in der Bedienung überzeugen, die Audio-Funktionen sind nett und der Rest fällt den meisten Anwendern sicher nicht auf. Ob sich ein Upgrade für Besitzer der Vorversion 15 lohnt, können diese in der Trailphase selbst entscheiden. Wer noch ein gutes Brennprogramm für verschiedene Aufgaben sucht, ist bei Burning Studio 16 aber auf jeden Fall richtig.

Ashampoo Burning Studio 16

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Hersteller: Ashampoo
Preis ca. 50 Euro
System: Windows Vista, 7, 8, 10
Positiv: Einfache Bedienung, gutes Komplettpaket
Negativ: Fehlende Codes für Videokodierung

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