Datum: | Tests 2014

Die Oldenburger Softwareschmiede hat wieder zugeschlagen und präsentiert Ashampoo WinOptimizer in Version 11 – eine Rundumlösung für das Betriebssystem. Wir hatten schon die Vorversion 10 vorgestellt und wollen in diesem Artikel die Neuerungen und Änderungen ansprechen, aber auch die Benutzeroberfläche mit den Hauptmodulen.

Die Installation

Die Drittanbieter-Software „Pricemeter“ ist schon abgewählt (Nein, danke), sodass Sie nur noch auf „Weiter“ klicken müssen.

Anzeige
02.WinOptimizer

Pricemeter – Nein, danke

Sie können dann zwischen 2 Skins, „Modern Skin“ und „Classic Skin“, wählen (in früheren Versionen waren es 4 Skins).

03.WinOptimizer

Modern oder Classic Skin

Danach meldet sich auch gleich der Taskplaner und fragt, ob der One-Click-Optimizer wöchentlich auf Freitag eingestellt werden darf. Da das auch später in den „Optionen“ unter „Taskplaner“ selbst konfiguriert werden kann und wir uns das Programm erst einmal ansehen wollen, beantworten wir die Frage mit „Nein“. Der Taskplaner erlaubt es, „One-Click-Optimizer“ (Drive Cleaner, Registry Optimizer, Internet Cleaner) und „Defragmentierung“ zu planen, die zu einem späteren Zeitpunkt automatisch ausgeführt werden, ohne dass WinOptimizer gestartet werden muss. Weitere Module können leider immer noch nicht hinzugefügt werden.

04.WinOptimizer

Taskplaner

Nun öffnet sich die Ashampoo-Webseite und bietet eine kostenlose Verlängerung der Testphase an.
Statt 10 Tagen werden zusätzlich noch 30 Tage angeboten. Insgesamt sind es dann 40 Tage, wenn man sich registriert. Sie erhalten während der Registrierung UND per E-Mail einen Lizenzschlüssel für die Verlängerung.

05.WinOptimizer

Testschlüssel anfordern

06.WinOptimizer

Noch 10 Tage bis zur Deaktivierung ohne Registrierung

Da ist sich Ashampoo treu geblieben, denn die 40-Tage-Testversion ist nicht neu, sondern schon bei vielen Versionen vorhanden gewesen

Die Benutzeroberfläche

Wir schauen uns zuerst WinOptimizer mit dem neuen Modern-Skin an und entscheiden uns dann doch für den neuen Classic-Skin.

08.WinOptimizer

Oberfläche – Modern Skin

09.WinOptimizer

Oberfläche – Classic Skin

Auf den ersten Blick sehen wir gegenüber der Version 10 keine großen Unterschiede.

10.WinOptimizer-v10

Oberfläche Version 10

Wie schon die Vorversionen bietet der WinOptimizer 11 einen Startscreen mit 3 Schnellbereichen und ersten Systeminfos im unterem Bereich sowie ein Hauptmenü, in dem die altbekannten Module thematisch aufgelistet sind.

11.WinOptimizer

Hauptmenü

Die 3 Hauptmodule auf dem Startscreen

Die 3 Icons „Aufräumen“, „Optimieren“ und „Schützen“ gehören zu „One-Click-Optimizer “ und starten die Module „Drive Cleaner“, „Registry Optimizer“ und „Internet Cleaner“. In den Optionen können Sie ein oder auch zwei Module deaktivieren. Module hinzuzufügen ist leider immer noch nicht vorgesehen.

Drive Cleaner

Nach der ersten Analyse von „Aufräumen“ bekommen wir fast einen Herzinfarkt, vor dem standen wir aber auch in Version 10 schon.

12.WinOptimizer

Aufräumen gestartet

Bei den „Problemen“ handelt es sich in aller Regel um Cookies, überflüssige Dateien etc. – und so ist es auch: alte Update-Sicherungen, 65 Objekte von Adobe Flash Player, Temp, Cache, Recent usw.
Es werden zu jedem Objekt eine Kurzbeschreibung und ein Vorschlag angezeigt. Ist Ihnen das angezeigte „Problem“ bekannt und ist es sogar gewollt, können Sie es mit der Schaltfläche „Problem ausblenden“ ausgrenzen und es wird beim nächsten Mal nicht wieder angezeigt.

13.WinOptimizer

65 Objekte von Adobe Flash Player

Möchten Sie sich die ausgeblendeten Probleme wieder anzeigen lassen, klicken Sie im Startscreen neben „Suche starten“ auf das Zahnrad-Symbol – ganz unten ist die Schaltfläche „Ausgeblendete Probleme wieder anzeigen“.

Was alles aufgeräumt wird, sehen Sie unter der Zusammenfassung von Drive Cleaner.

14.WinOptimizer

Zusammenfassung von Drive Cleaner

Registry Optimizer

Beim „Optimieren“ wird auch speziell auf die SSD-Festplatte eingegangen und auf möglicherweise falsche Einstellungen hingewiesen, dazu gibt es auch passende Vorschläge.

15.WinOptimizer

Ruhezustand auf SSD-Festplatte ist aktiviert

Was alles optimiert wird, sehen Sie unter der Zusammenfassung von Registry Optimizer.

16.WinOptimizer

Zusammenfassung von Registry Optimizer

Internet Cleaner

Beim „Schützen“ werden die Browser Internet Explorer, Firefox, Opera, Google Chrome und Apple Safari, sofern sie auf Ihrem System vorhanden sind, unter die Lupe genommen.

Was alles geschützt wird, sehen Sie unter der Zusammenfassung von Internet Cleaner.

17.WinOptimizer

Zusammenfassung von Internet Cleaner

Was gibt’s Neues?

Game-Booster

18.WinOptimizer

Game-Booster

Für aufwändige Spiele kappt der Game-Booster, wenn er aktiviert wird, alle unnötigen Anwendungen und Prozesse, um Speicher freizugeben. Wird der Game-Booster beendet, werden die Prozesse und Dienste wieder aktiviert.

Welche Windows-Prozesse und Anwendungen werden vorübergehend deaktiviert?

Audio- und Video-Software-Dienste, Hintergrund-Updater, Synchronisierungsdienste z.B. für mobile Geräte, Kommunikationsdienste wie Chatprogramme, Voice-over-IP oder auch Remote-Anbindung,
Internet-Browser, Office-Anwendungen und auch Drucker- und Faxgeräte.

Sie sollten offene Anwendungen vorher unbedingt beenden bzw. Dokumente speichern, da sonst wie in  unserem Fall Word ohne Speichern-Dialog geschlossen wird.

19.WinOptimizer

Word-Dokumentenwiederherstellung

Die Einstellungen

Der Game-Booster wird im Startscreen am unteren Rand aktiviert. Über die Systrayleiste mit dem Gampad-Symbol kommen Sie zum Game-Booster-Profil, wo Sie verschiedene Einstellungen vornehmen können.

20.WinOptimizer

Systrayleiste

21.WinOptimizer

Game-Booster-Profil

Unter der Registerkarte „Prozesse und Dienste“ sind die Dienste und Anwendungen aufgelistet, die Game-Booster deaktivieren wird, wenn diese Prozesse und Dienste bei Ihnen vorhanden sind. Hier können Sie Einträge hinzufügen oder auch entfernen.

22.WinOptimizer

Prozesse und Dienste von Game-Booster

Der Live-Tuner

Der Live-Tuner beschleunigt den Start von Anwendungen und passt die Priorität von Hintergrundprogrammen und Prozessen an. Er liegt gleich neben Game-Booster im Startscreen. In der Systrayleiste (Zahnräder-Symbol) unter „Optionen“ können Sie definieren, wie lange (in Sekunden) die Priorität des neu startenden Programms festgelegt sein soll. Ebenso kann eingestellt werden, ob der Live-Tuner nur unter gewisser CPU-Last aktiviert werden soll und wie hoch diese Prozessor-Last (in Prozent) mindestens sein muss. Da der Live-Tuner standardmäßig alle startenden Programme beschleunigt, indem er ihnen mehr Priorität zugesteht, kann man per „Regeln und Ausnahmen“ auch unwichtige Prozesse in ihrer Priorität senken. Die zuletzt beschleunigten Anwendungen sehen Sie animiert im Systray (Zahnräder-Symbol) unter „Status anzeigen“.

23.WinOptimizer

Live-Tuner – Status anzeigen

NEU: Durch neu entwickelte Algorithmen beschleunigt der Live-Tuner nach Aussage des Herstellers Anwendungen noch effektiver und das bei geringerem Speicherverbrauch. Die Regelverwaltung wurde ebenfalls verbessert, so die Aussage auf der Ashampoo-Webseite. Einen messbaren Vorteil gab es auf unserem Testsystem allerdings nicht.

User-Rights Manager

User-Rights Manager ist eine Art Gruppenrichtlinien-Editor (GPO gibt es nur ab Prof.-Editionen). Wenn mehrere Benutzer an einem PC arbeiten, können Aktionen, Einstellungen und Programme für jedes Benutzerprofil eingestellt werden.

Auf der linken Seite sehen Sie drei Kategorien – System, Explorer und Systemsteuerung -, wo Sie die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten finden. Oben rechts ist ein Dropdown-Menü mit den Benutzerprofilen, die auf Ihrem System aktiv sind.

Aufgeteilt ist die Kategorie „System“ in Hardware und Anwendungen – mit Optionen, die erlaubt oder verboten werden können. Die Kategorie „Explorer“ ist aufgeteilt in Explorer und Startmenü und „Systemsteuerung“ in Systemsteuerung und Erweitert. Achten Sie genau darauf, welchem Benutzerprofil Sie welche Rechte geben. Im schlimmsten Fall könnten Sie Ihrem eigenen Profil wichtige Rechte aberkennen und dürften so auf diese Bereiche nicht mehr zugreifen.

24.WinOptimizer

User-Rights Manager

Folgende Optionen stehen innerhalb der Kategorien zur Verfügung und können sowohl auf einzelne als auch auf alle angelegten Benutzer angewendet werden. Ein Backup dieser Einschränkungen wird automatisch im Hintergrund mitgeschrieben.

• USB-Sticks immer mit Schreibschutz öffnen
• Windows-Funktionen zum Brennen von CDs sperren
• Bei Laufwerken den Reiter „Hardware“ unter „Eigenschaften“ sperren
• Zugriff auf „Gesamtes Netzwerk“ sperren
• Zugriff auf Arbeitsgruppen sperren
• Hinzufügen von neuen Druckern sperren
• Löschen/Entfernen von Druckern sperren
• Zugriff auf Anwendung „Taskmanager“ sperren
• Das Ausführen folgender Anwendungen sperren
• Zugriff auf Menü „Dateitypen“ sperren (nur Windows XP)
• Menü „Datei“ sperren
• Kontextmenü für Explorer-Fenster und Desktop sperren
• Kontextmenüs für die Taskleiste sperren
• Kontextmenü „Eigenschaften“ von Arbeitsplatz deaktivieren
• Option „Verwalten“ vom Arbeitsplatz sperren
• Ordner Favoriten ausblenden (nicht für Win8)
• „Suchen“ im Startmenü ausblenden (nicht für Win8)
• „Ausführen“ im Startmenü ausblenden (nicht für Win8)
• „Abmelden“ im Startmenü ausblenden (nicht für Win8)
• „Ausschalten“ im Startmenü ausblenden (nicht für Win8)
• „Hilfe und Support“ ausblenden (nicht für Win8)
• Ordner „Dokumente“ ausblenden (nicht für Win8)

Zugriffsverwaltung auf Bereiche der Systemsteuerung sperren:
•    Anzeige
•    Bluetooth
•    Datum/Uhrzeit
•    Erweiterte Energieoptionen
•    Flash Player
•    Game-Controller
•    Infrarot
•    Internetoptionen
•    Maus
•    Netzwerkverbindungen
•    Region
•    Sicherheitscenter
•    Software
•    Sound
•    Stift- und Fingereingabe
•    Tablet PC-Einstellungen
•    Tastatur
•    Telefon und Modem
•    Windows-Firewall

• Eigenschaften von „Anzeige“ blockieren in der Systemsteuerung
• Änderungen am Bildschirmschoner blockieren
• Änderungen an den Desktop-Symbolen blockieren (auch Hintergrundbild unter XP)
• Zugriff auf „Darstellung“ sperren
• „Eigenschaften von Anzeige – Eigenschaften“ (Auflösung) blockieren
• „Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen“ blockieren in „Systemsteuerung/Software“ (nur XP)
• „Programme ändern/entfernen“ blockieren in „Systemsteuerung/Software“ (nur XP)

Und was ist mit Windows 8?

Unter Tweaking können Sie Einstellungen zu Bootscreen, Startscreen, Modern UI und Desktop tätigen – diese Möglichkeit gab es aber auch schon in der Vorversion.

25.WinOptimizer

Tweaking

 Die 3 ???

Registry-Defrag ist noch dabei, obwohl die Defragmentierung seit Windows XP keine Auswirkungen mehr auf die Performance hat. Das meldet auch das Modul:

Die Registrierdatenbank könnte durch Defragmentierung nur unwesentlich reduziert werden, was keinerlei Vorteile bringen würde. Eine Defragmentierung wird daher nicht empfohlen.“

Am unteren Rand steht eine weitere Meldung:

Die aktuelle Registrierdatenbank könnte durch Defragmentierung nur unwesentlich (weniger als 2,5%) reduziert werden. Eine Defragmentierung wird nicht empfohlen und würde auch keine Verbesserung der Performance bringen. Bereits durch Neustart von Windows entsteht eine gewisse Fragmentierung, so dass nie 0% erreicht werden können.

26.WinOptimizer

Registry-Defrag

Gelten diese Meldungen nun allgemein oder hat Registry-Defrag die SSD-Festplatte erkannt?

Unter Defrag 3 (Defragmentieren und Boottime Defragmentierung) erkennt das Modul die SSD-Festplatte und die Einstellungen sind ausgegraut.

Mit „Defrag 3“ können Sie Ihre Magnet-Festplatte(n) analysieren und defragmentieren lassen. „Boottime Defragmentierung“ erlaubt es, schon während der Bootphase von Windows Systemdateien zu defragmentieren. Diese Option ist standardmäßig nicht aktiviert.

Statt einer Defragmentierung kann eine Optimierung der SSD-Platte unter Windows 8 durchgeführt werden – Tipp hierzu.

27.WinOptimizer

Defrag 3

Der ehemalige Tuning-Ratgeber heißt nun „Profil festlegen“ und stellt zunächst einige Fragen zu Windows-Update-Sicherungen, Windows-Suche, Indexdienst, Ruhezustand und SSD-Festplatten. Sie finden ihn  auf dem Startscreen unter dem kleinen Zahnrad-Symbol neben „Suche starten“.

28.WinOptimizer

Zahnrad-Symbol

29.WinOptimizer

Profil festlegen

Ob die Aussagen wirklich korrekt sind, lassen wir mal im Raum stehen.

Fazit

Wie schon in der Vorversion überzeugt WinOptimizer vor allem in der Bedienung, in der Benutzeroberfläche, in der Reinigung und dem Funktionsumfang. Die Infos zeigen weitere detaillierte Informationen an. Gelöschte oder geänderte Dateien werden automatisch in Backups angelegt. Beim „Context Menu Manager“ hat sich nichts geändert. Beim „One-Click Optimizer“ können leider keine weiteren Module hinzugefügt werden, auch der „Taskplaner“ erlaubt nur 2 Module („One-Click Optimizer“ und „Defrag 3“). Registry-Defrag ist immer noch dabei, obwohl das Modul selbst das Defragmentieren der Registry nicht empfiehlt. Allgemein sollte beim Defragmentieren und Optimieren unterschieden werden, ob eine Magnetplatte defragmentiert oder eine SSD-Festplatte optimiert wird. Optimieren bei erkannter SSD ist nicht mit Defragmentierung gleichzusetzen. Auch zu  Nachfragen vom Tuning-Ratgeber bzw.  Vorschlägen betreffs Superfetch, Indexdienst, Ruhezustand unter einer SSD-Festplatte haben Nutzer bestimmt geteilte Meinungen.

01.WinOptimizer-Logo

Ashampoo WinOptimizer 11

Download der Demo über WinTotal

Hersteller: Ashampoo
Preis ca. 40 Euro
System: Windows 8, 7, Vista, XP
Positiv: Übersichtlich, viele Funktionen, gute, ausführliche Hilfe
Negativ: Mit einigen Vorschlägen und Aussagen nicht konform, „Context Menu Manager“ für Laie immer noch nicht verständlich, im One-Click Optimizer können immer noch nicht weitere Module      hinzugefügt werden, Taskplaner hat leider nur 2 Module zur Auswahl.

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten