Datum: | Artikel 2014

Der Computerkonzern Hewlett-Packard, besser bekannt als HP, spaltet sich auf. HP ist seit Jahren für seine PC- und Druckerprodukte bekannt. Diese Bereiche werden in Zukunft ausgelagert. Wir erklären die Gründe für diesen Schritt und was das für die HP-Kunden bedeutet.

Privatanwender kennen die Firma HP vor allem für ihre PC, Laptops, Drucker und weitere Druckerprodukte wie Tinten-Patronen, die separat im Einzelhandel oder online erhältlich sind, z. B. hier. Die größten Kunden des Konzerns sind allerdings nicht Privatanwender, sondern Unternehmen, die die Dienstleistungen von HP in Anspruch nehmen. Auch wenn der Umsatz zuletzt sogar leicht gestiegen ist, entschied sich der IT-Gigant mit weltweit mehr als 300.000 Mitarbeitern für eine Aufspaltung. HP teilt sich nun in ein Drucker- und PC-Geschäft sowie in einen Spezialisten für Service und IT-Lösung auf.

Anzeige

Was sind die Folgen für Privatanwender?

Die strategischen und operativen Maßnahmen von HP sollen laut eigenen Angaben für den Endverbraucher keine besonderen Auswirkungen haben. Ohnehin ist der Marktdruck durch die Konkurrenz zu groß und wir als Konsumenten entscheiden letztlich darüber, ob die Produkte eine Zukunft haben oder nicht.

Was sind die Folgen für HP?

Hinter der Maßnahme steht vor allem der Gedanke, in den neu geschaffenen Geschäftsbereichen agiler und schneller zu agieren. Damit soll eine bessere Performance entstehen. Außerdem öffnen sich so die einzelnen Segmente für mögliche Kooperationen, Zusammenschlüsse und Übernahmen. Neben den Vorteilen birgt die Aufspaltung auch ein Risiko; Nachtteile entstehen hier vor allem auf der Beschaffungsseite. Stückkosten können durch geringere Abnahmen steigen. Auch die Organisation der neuen Segmente wird Zeit, Arbeit und Geld in Anspruch nehmen. Ebenso müssen die Arbeitnehmer von HP mit Umstrukturierungen und Kündigungen rechnen. Durch die Investition in eine Segmentierung können ebenfalls die Ressourcen für die Entwicklung neuer Produkte fehlen. Dessen ungeachtet sind sich Experten darüber einig, dass die Aufspaltung absolut notwendig ist.

Was sind die Probleme von HP?

Insbesondere der Markt um Tablets, Wearables und sonstige digitale Begleiter ist enorm wettbewerbsintensiv. HPs Gewinnspanne in diesem Bereich liegt nur bei knappen 13 Prozent, deshalb muss HP gerade im Bereich Tablets nachlegen. Im Premiumsegment steht Apple standhaft vorn und im Niedrig- und Mittelpreissegment ist es vor allem der südkoreanische Konzern Samsung, der markbestimmend agiert. HP muss im harten Wettbewerb noch einen eigenen Platz finden. Das breite Portfolio an Tablets, die auf Windows 8.x basieren, spricht sowohl Unternehmen als auch Privatanwender an. Hier gilt es die Marktanteile zu erhöhen.

Bildrechte: Flickr HP at night (133/365) David CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten