Datum: | Artikel 2015

Filmklappe

Nie war es für den absoluten Laien einfacher, professionelle Videos zu drehen und auch zu bearbeiten. Mit professionell ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass man dem Video beim Betrachten nicht unbedingt ansieht, dass es von einem Amateur erstellt wurde. Wenn man einige Tipps und Tricks beherzigt, ist nahezu jeder in der Lage, ein solches Video zu erstellen, selbst wenn er absolut gar keine Erfahrungen im Bereich des Videofilmens hat.

Am Beispiel eines Urlaubsvideos soll hier erläutert werden, welche Schritte nötig sind und worauf man beim Filmen sowie beim Bearbeiten achten sollte. Mit den Funktionen seiner Kamera sollte man aber weitestgehend vertraut sein. Für das Bearbeiten ist ein entsprechender PC mit Videosoftware erforderlich.

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Filmen

Es gibt einige Dinge, die man schon während des Drehens beachten sollte, damit das Bildmaterial zufriedenstellend eingefangen werden kann.

Weißabgleich

Ein Weißabgleich ist unabdingbar, wenn es um die richtige Farbwiedergabe geht. Am besten macht man diesen Weißabgleich manuell. Dazu richtet man die Kamera auf ein weißes Blatt Papier und führt den Weißabgleich durch. Immer dann, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern, sollte man einen neuen Abgleich machen. Ohne den Weißabgleich wird die Farbwiedergabe verfälscht. Gerade in Videos, in denen viele unterschiedliche Orte gefilmt werden, entsteht so schnell ein unprofessioneller Eindruck.

Ruhige Kameraführung

Gerade Anfänger neigen dazu, möglichst viele Dinge aufnehmen zu wollen. Insbesondere ruckelige Kameraführungen und verwackelte Bilder sind ein Hauptindiez für Hobbyaufnahmen. Für professionelle Aufnahmen hingegen sollte Wert auf eine ruhige, langsame Kameraführung gelegt werden. Um eine solche Kameraführung zu beherrschen, ist schon ein wenig Einarbeitungszeit nötig. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man auf jeden Fall ein Stativ verwenden. Nicht unbedingt ein Muss, aber sehr hilfreich ist in diesem Fall auch ein Schwebestativ. Diese sind in unterschiedlichen Preisklassen und Ausführungen erhältlich und sicherlich eine Investition wert.

Es lohnt sich, Aufnahmen etwas früher als eigentlich nötig zu starten und etwas später als nötig zu beenden. Dadurch hat man mehr Spielraum beim Schneiden und verhindert zusätzlich Ruckler, die entstehen, sofern man zu schnell mit der Aufnahme beginnt.

Location

Je nachdem, an welchem Ort man filmen möchte, lohnt es sich, die richtige Tageszeit auszuwählen. Dazu schaut man, wann die Licht- und Schattenverhältnisse an der jeweiligen Location am eindrucksvollsten sind. Ein und derselbe Ort kann zu verschidenen Tageszeiten völlig unterschiedliche Eindrücke erwecken. Hier lohnt es, sich die Zeit zu nehmen, um möglichst aussagekräftige Bilder für die Verwandten und Bekannten zu Hause einzufangen.

Nachbearbeitung

Wenn das ganze Material abgedreht ist, geht es an die Nachbearbeitung. Dazu braucht man ein Videoschnittprogramm, welches einfach und intuitiv zu bedienen ist. Die Auswahl der auf dem Markt erhältlichen Programme ist groß und den meisten Kameras liegt eine kostenlose Probeversion eines bestimmten Programms bei. Im Endeffekt unterscheiden sich die meisten Programme durch ihre Bedienoberfläche und den Funktionsumfang. Wer noch auf der Suche nach einem geeigneten Videobearbeitungsprogramm ist, sollte sich einmal den Videoeditor von Movavi ansehen. Dieser ist übersichtlich, einfach zu bedienen und mit den nötigsten Funktionen ausgestattet.

Movavi Video Editor

Movavi Video Editor

Material sichten

Zunächst sollte man sich von allen Aufnahmen trennen, die nicht optimal geworden sind. Verwackelte oder unscharfe Bilder haben in einem perfekten Urlaubsvideo nichts zu suchen und gehören daher aussortiert. Man sollte sich wirklich auf die eindrucksvollsten Aufnahmen beschränken, auch um das Video nicht langweilig werden zu lassen.

Für Spannung sorgen

Auch wenn es sich nicht um einen Kriminalfilm handelt, eine gewisse Spannung sollte den Film über aufrecht gehalten werden. Dazu ist es wichtig, keine zu langen Szenen im Video zu lassen und die Schnitte und Übergänge interessant zu gestalten. Zurücknehmen sollte man sich aber mit allzu vielen Effekten, da diese die Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Material ablenken. Hauptfokus sollten immer die Aufnahmen sein. Als hilfreich für einen guten Spannungsbogen hat sich erwiesen, gewisse Highlights an den Anfang, in die Mitte und an das Ende zu legen. Auch sollte das Video nicht zu lang sein. 10-15 Minuten sind eine gute Orientierung. Wenn man mehr Material hat, kann man versuchen, es zu sortieren und mehrere thematische Videos daraus zu erstellen.

Der letzte Schliff

Wenn das Videomaterial nun passend angeordnet wurde, geht es um den Feinschliff. Zu einem perfekten Urlaubsvideo gehören Titel und Abspann sowie musikalische Untermalung und darüber hinaus hier und da eingestreute Kommentare für das bessere Verständnis. Die Musik sollte niemals von den Bildern ablenken und vor allem nicht zu theatralisch sein. Die Kommentare sollten mit Bedacht gestreut werden – es ist hilfreich, sich hier an einem vorverfassten Text zu orientieren und Wert auf die Aussprache zu legen. Ganz am Ende kann man noch einen Farbabgleich (das sogenannte Color-Grading) durchführen, um das Bild abzurunden. Anschließend steht einem unterhaltsamen Videoabend nichts mehr im Weg.

Intrografik: © vschlichting – Fotolia.com

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