Datum: | Artikel 2013

Im Jahr 1997 verwendeten 20 Prozent der Mitarbeiter bei Intel ein Notebook. 2002 lag der Anteil bei 80 Prozent. Der Konzern war überzeugt, durch diese Umrüstung Ausgaben zu senken. Unter anderem die Energiekosten lägen bei Desktop-PCs 16-mal so hoch wie bei Notebooks, errechnete Intel. Den Trend von Desktop-PCs zu Laptops machten nicht nur die meisten Firmen, sondern auch private Anwender mit. Heutzutage sind neben Desktop-PCs und Notebooks auch Tablets im Trend, die ihren Siegeszug der Popularität des Apple-Produkts iPad verdanken.

Die Verkaufszahlen der letzten Jahre untermauern diese Tendenz. Abseits dieses Trends hin zu E-Readern und den erwähnten tastaturlosen Tablets, die ein integriertes Display besitzen, gibt es Menschen, die der geschilderten Schnelllebigkeit der IT-Branche trotzen. Sie nutzen immer noch Desktop-PCs, die sich allerdings seit ihrer Entstehung in vielen Bereichen ebenfalls verbessert haben.

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Typischer Desktop – Tower

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Der Name Desktop-PC (eigentlich engl. Schreibtischplatten-Rechner) spielt zunächst auf die örtliche Begrenztheit des Geräts an. Der erwähnte Schreibtisch kann entweder geschäftlich oder privat genutzt werden. An den Rechner sind dabei ein Bildschirm, eine Maus, eine Tastatur und oft noch Computerlautsprecher angeschlossen. Wichtige Teile des PCs sind das Motherboard (Hauptplatine), der Prozessor (CPU), die Festplatte und die Grafikkarte (GPU). Die letztgenannten Bestandteile befinden sich in einem Gehäuse. Heutzutage sind viele Menschen, auch IT-Laien, in der Lage, sich den eigenen Bedürfnissen nach die Bauteile auszusuchen und den PC selbst zusammenzuschrauben. Dies steigert die Kundenzufriedenheit und senkt die Kosten. Welche Vorteile aber bietet ein Desktop-PC dem User insgesamt?

Vorzüge von Desktop-PCs im Überblick

  • Die Reparatur ist einfacher als beispielsweise bei Laptops, die man im Regelfall beim Hersteller einschicken muss. Wer, wie eben erwähnt, die Teile ausgesucht hat, weiß zudem, wie er sie ausbauen und kostengünstig ersetzen kann. Aus demselben Grund können kleinere Elemente wie etwa ein weiteres Laufwerk oder USB-Steckplätze leichter und billiger eingebaut werden als bei Notebooks oder Tablets, bei denen der Käufer schwieriger die Grundbestandteile verändern oder aufstocken kann.
  • Viele Liebhaber von Spielen greifen immer noch zu Desktop-PCs. Das Rendering von 3D-Grafiken ist besser als bei gleich teuren Laptops. Laut dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) stieg der Umsatz mit PC-Spielen im Jahr 2012 um 19 Millionen im Vergleich zum Vorjahr auf 464 Millionen Euro an. Für grafisch anspruchsvolle Spiele wie BioShock Infinite, dem aufgrund seiner Beliebtheit als Reihe erscheinenden Call of Duty oder Crysis 3 kauften Liebhaber des Gaming auch 2013 lieber Desktop-PCs. Eine große Auswahl geeigneter Geräte findet der Spieleliebhaber beispielsweise beim Online-Anbieter Arlt. Doch die bessere Leistung macht das Gerät auch für Berufe interessant, in denen mit CAD-Anwendungen (engl. Computer-aided design, dt. rechnerunterstütztes Konstruieren) gearbeitet wird oder bei denen HD-Videos bearbeitet werden müssen.
  • Ein großer Kritikpunkt bei Laptops ist die fehlende Schnelligkeit, die insbesondere bei in die Jahre gekommenen Modellen mit der Kühlung zusammenhängt. Diese ist beim Desktop-PC besser, zudem kann sie (siehe oben) je nach Wunsch verändert werden. Neben der üblichen Kühlung mit kleinen Ventilatoren wird auch die Kühlung durch Wasser beliebter, welches durch angebrachte Rohre oder Schläuche gepumpt wird. Man kann nicht nur den Prozessor, sondern auch weitere Bauteile wie die Grafikkarte kühlen.
  • Der größere Monitor ist ein weiteres Plus. Wer Details sehen muss und Tag für Tag am Bildschirm arbeitet, beispielsweise als Grafiker Prospekte erstellt, der sollte einen deutlich größeren Monitor wählen als den 15-Zoll-Standard (381 Millimeter Bildschirmdiagonale), der bei Laptops üblich ist und bei Tablets noch deutlich kleiner ausfällt. Bei Desktops  werden mittlerweile Größen bis 30 Zoll angeboten, beliebt ist beispielsweise das Format 22 Zoll wide.
  • Durch die flexibleren Aufstellungsmöglichkeiten der Geräte steigen die Ergonomie und der Nutzerkomfort. Der mittlerweile entwickelte und häufig einfach verstellbare Flatscreen braucht weniger Platz als die wuchtigen Bildschirme der 1990er Jahre. Beim Tower sind die Aufstell- (beziehungsweise Lege-) Möglichkeiten ebenfalls vielfältig und sparen Platz.
  • Im Gegensatz zu Laptop und Tablet können beim Desktop-PC viele zusätzliche Dinge im Nachhinein angeschlossen werden, beispielsweise ein zweiter Monitor, zahlreiche Peripheriegeräte (externe Festplatten, Kameras etc.) über die USB-Schnittstellen oder eine externe Tastatur.
  • Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts sowie der Aufstellung innerhalb gesicherter Räumlichkeiten werden Desktop-Computer weit seltener gestohlen als die trendigen Tablets oder die ebenso vielfach in der Öffentlichkeit genutzten Laptops.

Bildquelle: Coolermaster

7 Antworten auf “Der Desktop-PC: Die Vorteile des Evergreens”

  1. Bernd Regener

    Der Desktop-PC hat genau diese Vorzüge und wird im geschäftlichen, aber auch im Profiumfeld sicher weiter bestehen. Für viele Heimanwender sind Tablets und Laptops aus deren Sicht aber die bessere Wahl, da handlich, einfach zu transpotieren und gefühlt „einfacher“ zu bedienen. Dies aber zu einem meist höheren Preis und weniger Leistung. Daher 1a der Text.

  2. Vaselina

    ein wichtiger vorteil ist doch das leichte austauschen von defekten teilen wie grafikkarte, netzteil, cpu, motherboard, speicherriegel! für mich bisher das größte manko der notebooks. wehe der ist mal kaputt dann geht er wochenlang zur reparatur, wenn es sich überhaupt noch lohnt!

    LG

  3. Jean-Daniel

    Ich hatte einen Labtop, und einen PC, und als zuerst das Lappi, und dann noch der PC Kapput waren, und es für den PC das Element das Deffekt war nicht mehr gab (war zu alt) habe ich mich wieder für einen PC Entschieden! Die Vorteile wurden in dem Super Bericht sehr gut Beantwortet!

  4. Bergfried, Alexander

    Hi,

    also ich finde das ein reiner Desktop-PC in der heutigen zeit gar keine Vorteile mehr hat. Denn der hässliche Klotz am Boden stört nur.

    Da gefallen mir die All-in-One Systeme um ein vielfaches besser.
    Ich selber habe nur noch All-In-Ones und einen Laptop für unterwegs, denn das braucht man meiner Meinung nach schon, ab und an!

    Grüße

  5. Michael Hilper

    Naja, ich denke schon das der Desktop PC schon noch seine Berechtigung hat. Wenn ich arbeite bin ich schon ganz froh das ich zwei Monitor habe, auch die Leistung ist recht schnell aufrüstbar. Das ist bei einem Laptop oder Tablet halt nicht so einfach möglich.

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