Datum: | Artikel 2013

Früher stapelten sich in Zimmern von Musik- oder Filmliebhabern CDs oder DVDs. Doch durch externe Festplatten ist die Aufbewahrung leichter geworden. Welche Arten von externen Festplatten sind für Nutzer zu empfehlen und welche neuen Entwicklungen gibt es dabei? Welche Probleme können auftreten und wie kann man ihnen abhelfen? Was sollte man weiterhin beim Kauf dieser Peripheriegeräte beachten?

Empfehlungen zu verschiedenen externen Festplatten

Gängige externe Hard Disk Drives (HDDs) sind zumeist entweder 2,5“ oder 3,5“ groß. Die kleinere Version besitzt normalerweise kein Netzteil. Sie bekommt die Energie über die USB-Schnittstelle. Dabei muss teilweise mehr Strom zugeführt werden, wenn nicht genug über das Kabel geliefert wird. Ein zusätzliches Y-Kabel hilft dem Problem ab. Generell sind 2,5-Zoll-Geräte für Menschen zu empfehlen, die diese HDDs regelmäßig an andere Orte bewegen.

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Denn die 3,5“-Platinen sind deutlich günstiger. Beide brauchen die gleiche Technik, die größeren besitzen jedoch mehr Speicherplatz. Da die Auswahl bei beiden Arten groß ist, empfiehlt es sich für Interessierte, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden und dann die Preise und Leistungen zu vergleichen. Dies ist heutzutage bei Online-Versandhäusern wie redcoon.de bequem möglich, der Versand spart dem Kunden zusätzlich Zeit. Durch den erwähnten Vergleich kann man leicht Geld sparen; Modelle renommierter Hersteller sind bereits ab etwa 45 Euro zu haben.

Generell ist es ratsam, auf einen möglichst hohen USB-Anschluss, aktuell also den 3.0er, zu achten, um eine schnelle und störungsfreie Datenübertragung sicherzustellen. Bei Desktop-PCs können die immer noch populären 2.0er-Anschlüsse durch Adapterkarten für den PCI-Express-Steckplatz aufgerüstet werden. Nutzer, die gerne Filme von der externen HDD abspielen, sollten auch auf die Lautstärke der Geräte achten. Dies trifft besonders dann zu, wenn die 2,5“- oder 3,5“-Geräte PVR-fähig sind. Dies bedeutet, dass Daten von einem TV-Receiver digital aufgezeichnet werden können. Hierbei treten noch manchmal Probleme auf. Wer Interesse an dieser Aufnahmetechnik hat, muss sicherstellen, dass der PVR-Receiver die externe HDD anerkennt.

Immer noch ein Nischenprodukt sind die Solid Disk Drives (SDDs). Sie sind keine herkömmlichen Festplatten, da sie eine andere Speichertechnik verwenden. Bei diesem elektronischen Medium entstehen auf einem Halbleiterkristall Strukturen, die eine zuverlässige Speicherung ermöglichen. Außerdem sind sie gegen Stürze nicht empfindlich, da keinerlei Schreibvorgänge wie bei traditionellen externen Festplatten stattfinden. Zudem sind sie meist äußerlich kleiner als externe HDDs, jedoch verfügen sie noch über zu wenig Speicherplatz, um den traditionellen Geräten Konkurrenz zu machen. Ihre Achillesferse ist der meist deutlich höhere Preis.

Eine neuere Entwicklung stellt Network Attached Storage (NAS) dar. Darunter versteht man externe Festplatten, die von einem Medienserver für ein Heimnetzwerk organisiert werden. Man kann nach der Verbindung der Geräte mit einem Router von überall und mit vielen Zielgeräten auf sie zugreifen, beispielsweise also von Fernsehern, Laptops, iPads oder Smartphones. Sie sind stromsparender (10 Watt Verbrauch) und im Preis relativ günstig. Meist erhält man sie mit einem Terabyte Extraspeicher für etwa 150 Euro. Sie sind relativ leise und man kann sie auf persönliche Bedürfnisse hin zuschneiden. So ist es möglich, mehrere Festplatten an einem Gehäuse anzuschließen. Da die NAS-Technik in eine Art Ruhezustand übergeht, wenn sie nicht benutzt wird, muss man sie zudem nicht ausschalten. FullHD-Streaming ist möglich, es muss lediglich auf dem Zielgerät ein funktionierender Player installiert sein. Bei der Nutzung durch mobile Endgeräte schützt ein Passwort den Zugriff. Ist dieses Passwort Freunden bekannt, können auch sie auf Filme, Musik oder sonstige darauf gespeicherte Daten zugreifen.

Typische Problemstellungen

  • Die externe Festplatte wird nicht erkannt.
    Das Licht leuchtet, teilweise ist ein leises Knacken zu hören. Dieser häufige Problemfall hat meist mit einem defekten Kabel zu tun. Das Kabel sollte demnach entfernt und durch ein neues ersetzt werden. Auch zu geringe Stromstärke am USB-Port bei 2.5″-Platten können den Fehler verursachen. Nutzen Sie ggf. die Anschlüsse direkt am Mainboard oder einen Hub mit zusätzlicher Stromversorgung.
  • Identische Laufwerke mit gleichem Laufwerksbuchstaben
    Wird zwei gleichbeschaffenen Platinen derselbe Buchstabe zugewiesen, können sie nicht gleichzeitig benutzt werden und weitere Probleme entstehen. Der USB Drive Letter Manager weist ihnen über die Geräte-ID oder das Volume Label unterschiedliche Buchstaben zu.
  • Äußere Bedrohungen bei HDDs
    Erschütterungen sind unbedingt zu vermeiden bei den herkömmlichen externen Festplatten. Dadurch wird der Schreibvorgang gestört, im schlimmsten Fall droht der Headcrush und das Volume ist nicht mehr einsatzfähig. Die gleiche Gefahr besteht, wenn die Stromzufuhr plötzlich abbricht, typischerweise durch das unbedachte Ziehen des Netzsteckers (3,5“-Geräte). Man sollte das Gerät abschalten, wenn man es nicht nutzt, um dies zu vermeiden.

Fazit

Der Markt ist groß und bietet reichliche Auswahl. Allerdings sollte man sich vorher überlegen, was einem wichtig ist: Sicherheit und niedrige Speicherkapazitäten (SDDs)? Großer Speicherplatz, aber relative Unhandlichkeit, wie bei 3,5“-Geräten? Oder eine kleinere, mobilere 2,5“-Platine? Eines ist sicher: Es findet sich für jeden ein geeignetes Gerät zu moderaten Preisen, der gewillt ist, danach etwas zu suchen. Diese Zeit sollte man jedoch auf jeden Fall investieren.

Bildquelle: eology-gmbh.de/crestock.com

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