Datum: | Artikel 2014

Farblaserdrucker zählen für Personen, die ein hohes Druckvolumen pro Monat zu verzeichnen haben, noch immer zu den langfristig kostengünstigsten Druckern überhaupt. Gleichzeitig gilt: Als reiner Drucker sind diese Geräte kaum noch zu kaufen, denn inzwischen verbinden alle namhaften Modelle gleich mehrere Funktionen in einem Gehäuse.

Typische Vorteile der Farblaserdrucker

Ein Laserdrucker funktioniert (offensichtlich) anders als Tintenstrahlprodukte. Damit die Buchstaben auf das Papier kommen, wird sogenanntes Tonerpulver eingesetzt, welches erhitzt und anschließend auf die Seite „gebrannt“ wird. Dies sorgt im Vergleich zu Tintenstrahldruckern für mehrere auch im Alltag spürbare Vorteile:

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  • Bei guten Geräten fällt die Druckgeschwindigkeit meist höher aus.
  • Farblaserdrucker eignen sich hervorragend für die schnelle Archivierung von Papier: Es gibt keine Tinte, die erst einen Augenblick trocknen muss. Stattdessen können die Seiten sofort abgeheftet oder anderweitig weiterverarbeitet werden.
  • Der Druck von Text fällt häufig gestochen scharf aus, der Schwarzwert ist außerdem nicht zu überbieten – ideal für Dokumente jeglicher Art.

Zu guter Letzt bleibt außerdem der vielleicht größte Vorteil von allen bestehen: Die Druckkosten fallen bei Laserdruckern langfristig gesehen oft günstiger aus als bei vergleichbaren Tintenstrahlgeräten. Ja, Toner wirkt in der Anschaffung aufgrund der hohen Kosten deutlich teurer. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass der Inhalt einer Tonerkartusche für wesentlich mehr Seiten Text reicht. Ökonomisch gesehen ist es gerade in Büros oder ähnlichen Umgebungen, wo ein hohes Druckvolumen besteht, also immer ratsam, zu einem Farblaserdrucker zu greifen. Siehe auch der Artikel „Laser- oder Tintenstrahldrucker: Worauf beim Kauf geachtet werden sollte“.

Haben Farblaserdrucker auch generelle Nachteile?

Ja, denn sie sind zum Beispiel nur bedingt für den Fotodruck geeignet, wenn es sich nicht um spezialisierte Drucker handelt. Der durchschnittliche Farblaserdrucker legt dann ein kaum sichtbares, aber dennoch vorhandenes Raster über das Foto, was es dann schon ungeeignet macht, um es beispielsweise einzurahmen und an die Wand zu hängen. Hinsichtlich der Gesundheit hingegen kann Entwarnung gegeben werden: Zwar ist Tonerpulver in der Tat nicht
dafür geeignet, eingeatmet zu werden – aber wann kommt das in der Praxis tatsächlich vor? Wer den Laserdrucker im Büro nicht zufällig genau in der Küche und damit in der Nähe von Lebensmitteln platziert, lebt nicht gefährlicher als die Mitarbeiter im Nachbarbüro mit dem Tintenstrahldrucker.

Zwei Drucker im Vergleich

Trotz des Lobes für Farblaserdrucker wollen wir an dieser Stelle zwei empfehlenswerte Geräte aus beiden Fraktionen gegeneinander antreten lassen. Den Anfang macht dabei der Dell C1660w.

Für einen Farblaserdrucker fällt der Anschaffungspreis mit etwa 125 Euro sehr günstig aus. Auch die Folgekosten können sich sehen lassen: 3,1 Cent pro Seite im Schwarzweißdruck ist zwar recht viel für diese Geräteklasse, aber 17,1 Cent pro Seite in Farbe sind wiederum nicht viel Geld. In dieser Disziplin offenbart der Dell C1660w dann auch ungeahnte Stärken: Farbige Seiten wirken satt, natürlich und farbecht. An der Ausstattung wurde hingegen gespart, was zu
diesem Preis aber auch nicht verwunderlich ist. Ein Netzwerkanschluss fehlt beispielsweise, außerdem beherrscht der Drucker keinen Duplex-Druck. Für größere Büros ist das Gerät daher weniger geeignet, aber der Privatanwender sollte im Dell C1660w alles finden, um den alltäglichen Papierkram zu erledigen.

Dell C1660w Farbdrucker

Dell C1660w Farbdrucker

Eine Übersicht über die verschiedenen Farblaserdrucker-Modelle findet sich auf laserdruckertest.net.

Als Tintenstrahldrucker zieht der Epson Workforce 3520 ins Rennen.

Das Gerät bietet Platz für 250 Seiten Papier und spuckt gerade im Textdruck sehr sehenswerte Resultate aus. Weiterhin wird hier auch Duplexdruck geboten, als Netzwerkschnittstellen stehen außerdem sowohl WLAN als auch der herkömmliche, kabelgebundene Anschluss zur Verfügung. Bei den Kosten pro Seite liegt das Modell gleichauf mit dem Dell-Drucker – aber gerade beim Farbdruck kann der Epson Workforce 3520 nicht hundertprozentig überzeugen, denn eine allzu
grobkörnige Auflösung verschlechtert das Ergebnis leider. Das Tempo ist jedoch in Ordnung: 11,8 Seiten druckt das Gerät pro Minute aus, der Dell C1660w bringt es auf ähnliche 12 Seiten – und auch die Kosten ähneln sich mit etwa 115 Euro sehr, so dass es letztendlich vor allem auf das Einsatzfeld ankommt.

Epson Workforce WF5520

Epson Workforce WF5520

Fazit

Die Wahl des „richtigen“ Druckers hängt vorrangig von den Anforderungen in Bezug auf Farbetreue und Druckmenge ab. Auch die Verbrauchkosten sollte man berücksichtigen, da sich ein etwas teurerer Drucker eventuell in günstigeren Druckkosten sowohl bei Tinte wie auch bei Toner relativ schnell amortisiert.

Tipps zum Thema Drucken mit dem kleinsten Randabstand gibt es hier.

Intrografik: © AD – Fotolia.com, Produktbilder Epson und Dell

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