Datum: | Artikel 2015

Mediacenter-PC Gehäuse

Sich einen Windows-Rechner als Mediacenter im heimischen Wohnzimmer einzurichten ist sicherlich in vielen Fällen keine schlechte Idee. Besonders interessant ist ein solches Endgerät für alle, die zum Beispiel im Internet streamen, eine Skype-Unterhaltung direkt vom Sofa aus führen oder eine Dia-Show des letzten Urlaubes genießen möchten. Die Möglichkeiten, die aus einem vernünftig eingerichteten Mediacenter-Rechner resultieren, sind sehr vielfältig. Doch auf welche Details sollte geachtet werden, wenn es um die Anschaffung eines solchen Rechners geht?

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Die Wahl des richtigen Gehäuses

Bei einem Mediacenter-PC ist die Auswahl eines formschönen Gehäuses mit einer möglichst limitierten Größe nicht unbedeutend. Schließlich soll ein entsprechender Rechner gut in TV-Regale passen und auch (als ein Blickfang im Wohnzimmer) gut aussehen. Dementsprechend sollte man sich in diesem Zusammenhang nach ITX- oder Mini-ITX-Gehäusen umsehen.

Mediacenter-PC Gehäuse

Mediacenter-PC Gehäuse

Entsprechende Gehäuse erfordern ein kleineres Board, ermöglichen es in der Regel jedoch, dass alle notwendigen Komponenten (DVD-/Blu-ray-Laufwerk, HDD/SSD, evtl. zusätzliche Grafikkarte) hineinpassen und elegant verbaut sind.

Geräuschminimierung ist wichtig

Gerade im Zusammenhang mit dem Gehäuse bleibt darauf hinzuweisen, dass man bei einem Mediacenter-Rechner von vornherein auf ein geräuscharmes Konzept Wert legen sollte. Schließlich steht das Gerät oftmals im Wohnzimmer und man möchte sich darüber auch Serien oder ganze Spielfilme anschauen. Summt nun der Rechner währenddessen relativ lautstark vor sich hin, so kann dies durchaus störend sein. Von daher sei an dieser Stelle angeraten, auf wenig Lüfter mit geringer Drehzahl zu setzen oder gar ein völlig lüfterloses Konzept zu nutzen. Auch eine SSD anstelle einer herkömmlichen Festplatte kann den Geräuschpegel erheblich reduzieren und bringt darüber hinaus noch Performance-Vorteile mit sich.

Hohe Performance kann, muss aber nicht wichtig sein

Wo wir gerade bei Performance sind: Natürlich sind Mediacenter-Rechner in der Regel keine High-End-Geräte. Wer auf langsam drehende Lüfter und wenig Geräuschentwicklung achtet, muss in Sachen Prozessor und Grafikkarte natürlich auch den einen oder anderen Einschnitt machen. Dennoch lassen sich mit entsprechend teuren Komponenten auch bei dieser Herangehensweise relativ leistungsstarke Rechner entwerfen. Die Frage ist in diesem Zusammenhang nur, ob man das auch braucht…

Mediacenter im Regal

Mediacenter im Regal

Alles steht und fällt mit der Frage, wofür man sein Mediacenter eigentlich konkret verwenden möchte. Hier zunächst mal einige Anwendungsfälle, für die ein Low-Perfomance-System mit einer Konfiguration Dualcore < 2,4 GHz, 4 GB RAM und Onboard-Grafik bereits ausreichen würde:

  • Streaming-Maschine für verschiedene Videoplattformen
  • DVDs & Blu-rays anschauen
  • MP3-Files abspielen
  • Surfen vom Sofa aus
  • Skype-Calls ins Wohnzimmer
  • die letzten Urlaubsfotos als Diashow ansehen

Mit einer entsprechenden Maschine nicht mehr hinkommen wird vor allem derjenige, der aufwändigere 3D-Spiele über das Mediacenter genießen möchte und das Gerät quasi als Spielekonsole einsetzen will. Hier sind dann auf jeden Fall eine zusätzliche Grafikkarte und generell etwas mehr Leistung als bei dem gerade genannten beispielhaften System zu empfehlen.

Passende Softwareausstattung

Natürlich ist es mit entsprechender Hardware allein nicht getan. Das Gerät sollte auch mit der richtigen Software gefüttert werden, um am Ende seine Funktion optimal zu erfüllen. Als Betriebssystem bietet sich Windows 8.1 (oder bald 10) an. An Software sollte auf jeden Fall drauf sein:

Mediacenter Software

Mediacenter Software

• der bevorzugte Browser (IE, Firefox, Chrome, Opera…)
• alle notwendigen Codecs für Onlinestreamings
• einfache Bedien-Lösungen wie MediaPortal
• ein Abspiel-Programm für Medien (z.B. PowerDVD 15 Ultra)

Gerade für letzteren Punkt lohnt es sich, nach Aktionen wie dem Cyberlink-Gutschein Ausschau zu halten, um Produkte wie PowerDVD etwas günstiger erstehen zu können.

Fazit: Die Ergänzung fürs TV-Regal

Zusammenfassend bleibt zum Mediacenter-Rechner zu sagen, dass man diesen im Regelfall als Ergänzung zu anderen Gerätschaften in seinem TV-Regal betrachten sollte. Daher gilt es zunächst einmal, eine Bestandsaufnahme zu machen und sich zu überlegen, was man sonst noch so hat. Wer beispielsweise schon über einen DVD-/Blu-ray-Player verfügt, braucht eigentlich kein entsprechenden Laufwerk mehr in seinem Mediacenter. Hat man schon eine Spielekonsole, so muss der Rechner nicht unbedingt zu aufwendigen 3D-Spielen in der Lage sein.

Das Interessante ist jedoch vor allem, dass ein Mediacenter vom Prinzip her in der Lage wäre, alle anderen Geräte aus dem TV-Regal zu verdrängen und sämtlich Features durch nur ein Endgerät bereitzustellen. Dazu muss man dann jedoch Ausstattungs-technisch etwas mehr investieren.

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