Datum: | Artikel 2013

2012 stieg die Anzahl der Arbeitsplätze für IT-Fachkräfte bundesweit auf 895.000. Bis Ende 2013 werden über 900.000 Jobs angeboten. Diese Informationen verbreitet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) auf seiner Web-Site. Viele Stellen bleiben unbesetzt. Aktuell, so BITKOM, gebe es in Deutschland rund 43.000 offene Stellen für IT-Experten.

Hervorragende Chancen für gut ausgebildete IT-Fachleute

Den anhaltenden Boom in der IT-Branche zeigt die Internet-Wirtschaft besonders deutlich. Laut einer Studie des Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft (eco) und der Unternehmensberatung Arthur D. Little wird die Anzahl der Beschäftigten von 2011 bis 2016 um 38 Prozent wachsen. Das wären 80.000 Arbeitsplätze mehr. Einen hohen Anteil am immensen Wachstum dieses Wirtschaftszweiges haben unter anderem die Themen Cloud Computing, Paid Content, mobile Lösungen und Big Data.

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Die IT ist heute in vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Beispielsweise geht in der Automobil- und Flugzeugindustrie, im Maschinenbau, bei den Banken und Versicherungen sowie im Handel ohne Informationstechnologie nichts mehr. Aus diesem Grund finden IT-Profis nicht nur in der IT-Branche, sondern auch in den IT-Bereichen vieler anderer Branchen interessante Arbeit. Manche arbeiten in der Entwicklung, andere in Vertrieb und Marketing und weitere sind in Bereichen wie beispielsweise der Lehre tätig.

Nachwuchs fehlt, Ältere zu früh ausgemustert

Trotz der ausgezeichneten Berufsaussichten streben nur wenig junge Menschen einen Job in der IT an. Die IT erscheint ihnen oft zu stressig. Auch viele Frauen machen einen Bogen um die zukunftsträchtige Branche. Der Anteil von weiblichen Auszubildenden liegt bei den dualen IT-Berufen nur bei ca. 10 Prozent. Und auch bei den Studiengängen ist der Frauenanteil (Elektrotechnik: ca. 12 Prozent, Informatik: ca. 18 Prozent) viel zu gering. Frauen fürchten, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der IT-Branche unmöglich ist.

Der viel zu geringe Nachwuchs wäre nicht ganz so schlimm, wenn etliche ältere IT-Profis nicht viel zu früh ihren Job an den Nagel hängen müssten. Ihnen wird nachgesagt, zu wenig flexibel und nicht mehr mit den allerneusten Technologien vertraut zu sein. Schade eigentlich! Denn viele würden gerne weitermachen.

Wege aus der Krise vorhanden

Die Zauberworte heißen Aufklärung, Motivation und Ausbildung. Unternehmen und Politik haben viel zu tun, wenn sie die Zukunft der IT in Deutschland nicht aufs Spiel setzen wollen.

Literaturangaben

BITKOM: Erwerbstätige (zuletzt geöffnet am 25.8.2013)

Andrea König: 80.000 neue Jobs in der Internet-Wirtschaft (zuletzt geöffnet am 25.8.2013)

BITKOM: Arbeitsmartk & Personal (zuletzt geöffnet am 25.8.2013)

Bildquelle: everaldo

Eine Antwort auf “Hervorragende Chancen für gut ausgebildete IT-Fachleute”

  1. Tomy Tom

    Besonderst im Punkt Aufklärung sollte der Blickpunkt auch an die Unternehmen gehen. Das Motto „Höher, Schneller, Weiter“ funktioniert auf Dauer nicht mehr da die Ressourcen, auch die menschlichen, nicht unendlich sind.

    Nach Jahren in der IT-Branche stelle ich mehr und mehr fest das die Konzerne ihren Willen dem User einfach aufdrücken, ohne auf die User zu hören.

    Gerade im Hinblick auf TPA sehe ich den freien Entscheidungswillen mehr als eingegrenzt und das ist u.a. ein Teil der den Job unattraktiver macht.

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