Datum: | Artikel 2017, WT-News

Internet im Alter

Das Internet zeigt nicht nur für junge User einen hohen Nutzen. Auch ältere Menschen profitieren immer mehr von den Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben. Viele Alltagsgeschäfte werden dadurch erleichtert und gerade für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, lässt sich über Online-Foren und Soziale Netzwerke Kontakt zu Freunden und Bekannten pflegen.

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Das Gefühl von Einsamkeit entwickelt sich häufig in der zweiten Lebenshälfte

Einsamkeit beginnt dann, wenn das eigene soziale Netzwerk in Größe und Qualität nicht mehr den eigenen Anforderungen genügt. Während in Kindheit und im jungen Erwachsenenalter oft Schulfreunde und Kollegen das Umfeld dominieren, bleiben im späteren Alter oft nur Familie und verbliebene Freundschaften. Doch auch hier haben sich in den letzten Jahren Änderungen ergeben. Die Mobilität und eine erforderte Flexibilität führen dazu, dass Familienmitglieder oder auch Freunde häufig durch eine hohe räumliche Distanz getrennt sind. Diese ist im späteren Alter, bei bestehenden körperlichen Einschränkungen nur schwer zu überwinden und führt vermehrt zu dem Gefühl der Einsamkeit.

Es fehlt dabei nicht nur an sozialen Interaktionen und direktem Austausch, sondern häufig auch an benötigten Hilfen im Alltag. Haushalt, Einkäufe, Behördengänge oder Arztbesuche sind ohne Hilfe mit viel Mühe verbunden. Je stärker sich die Betroffenen mit dem Umgang des Internets auseinander setzen, desto einfacher lässt sich Hilfe organisieren und desto intensiver können Kontakte zu Familie und Freunden gehalten werden.

Alter Hand

Trotz körperlicher Einschränkungen im Alter können über das Internet leicht Kontakte zu Freunden, Bekannten und Familie gehalten werden.

Die hilfreichsten Anlaufstellen im Netz

Die Deutsche Seniorenbetreuung vermittelt Pflegekräfte, die Senioren 24 Stunden rund um die Uhr betreuen. Es können ganz gezielt bestimmte Pflegekräfte anhand individueller Kriterien ausgewählt werden. Die Leistungen, die bei der Betreuung abgegolten werden, sind:

  • Unterstützung im Haushalt
  • Hilfe bei der täglichen Grundpflege
  • Begleitung zu Arztterminen oder Behördengängen
  • Gemeinsame Freizeitgestaltung

Somit ist durch die Pflegekraft eine Rundumversorgung gewährleistet. Entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse des Seniors werden Hilfen bei alltäglichen Arbeiten wie Putzen, Kochen, Einkäufen, Wäsche waschen erledigt. Ebenso ist es möglich, bei der täglichen Hygiene oder beim An- und Auskleiden unterstützt zu werden. Zeitgleich wird die Pflegekraft zu einer wichtigen Bezugsperson, mit der auch Freizeitaktivitäten wie Spaziergänge oder Spieleabende unternommen werden können.

Facebook als Anlaufstelle

Eine weitere hilfreiche Adresse ist das soziale Medium Facebook. Diese gehört zu den bekanntesten und am häufigsten genutzten Social Media Plattformen im Internet. Jedes Quartal steigt die Nutzeranzahl der Plattform weiter an. Im ersten Quartal 2017 betrug die monatliche Zugriffsrate knapp zwei Milliarden Nutzer. Häufig sind Familienangehörige oder alte Freunde und Bekannte auf Facebook vertreten. Durch die Chatfunktion oder Besuche des jeweiligen Profils kann somit kontinuierlich Kontakt gehalten werden. Durch die hohe Mobilität und die Nutzungsmöglichkeiten über die entsprechende App ist oft ein zeitnaher Austausch über diese Plattform möglich. Neuigkeiten können schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Zusammengefasst bedeutet dies:

  • Pflege sozialer Kontakte
  • Kommunikation in Echtzeit
  • Austausch von Text- und Videobotschaften sowie Bildern
Facebook, Laptop

Smartphone und Tablet: Die Grundlagen, um im Alter noch mitten im Leben zu stehen.

Somit ist diese Plattform ideal, um mit den Freunden Kontakt zu halten und sich schnell und leicht auszutauschen. Einem Mangel an sozialen Kontakten und einem Gefühl von Einsamkeit kann damit entgegengewirkt werden. Gleichzeit ist diese Art Plattform auch sehr gut geeignet, um auf unkomplizierte Art Verabredungen zu vereinbaren.

Online-Seiten für den alltäglichen Einkauf

Weniger für den sozialen Kontakt und mehr für ein Gefühl, nicht alleine dazustehen, sind Onlinedienste, die bei den täglichen Einkäufen unterstützen. Schwere Tüten schleppen muss in Zeiten des Internets schon lange nicht mehr sein. In immer mehr Großstädten gibt es Unternehmen, die einen Lebensmittel-Bring-Dienst etabliert haben.

Online kann sich auf den jeweiligen Seiten das Portfolio des Lebensmittelmarkts angeschaut werden. Da es vor allem bekannte Ketten sind, die Lieferdienste anbieten, handelt es sich auch für gewöhnlich um bereits bekannte Marken. Unter anderem haben folgende Unternehmen bereits einen Online-Bestell und Lieferdienst etabliert:

  • Rewe
  • MyTime
  • Edeka24
  • AllYouNeedFresh
  • Kaufland
  • Amazon
  • Bringmeister

Ein Vergleich der Lieferdienste im Praxistest zeigt, dass die Auslieferung meist dort geschieht, wo die Supermärkte so schon eine hohe Dichte aufweisen. Doch Senioren, die in der Stadt wohnen und sich das Schleppen sparen möchten, kann das nur recht sein.

Ehrenamtsbörse in Städten

Eine interessante Option, neue Kontakte zu knüpfen, bieten Ehrenamtsbörsen. Je nach eigener Fitness des Seniors kann er sich hier als Ehrenämtler zur Verfügung stellen oder nachfragen, ob Ehrenämtler zur Verfügung stehen, die ihn unterstützen können. Für körperlich und geistig fitte Rentner geben die Ehrenamtsbörsen neue Aufgaben und Verantwortung. Das Gefühl, seine Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten auszufüllen, bereichert den Alltag. Je nach eigenen Interessen kann hier ganz gezielt nach Ehrenämtern gesucht werden, die zu einem passen: Im Umweltbereich, in der Kindererziehung, Kinderbetreuung, oder im sozialen Bereich wie bei einer Tafel.

Neben neuen Menschen und neuen Kontakten kommt es auch unter den Ehrenämtlern zu einem Austausch und eventuell sogar zu engeren Kontakten oder einer Freundschaft. Die Ehrenamtsbörsen sind häufig auf der Internetpräsenz der eigenen Stadt vertreten, oder leicht über Suchmaschinen ausfindig zu machen.

Bildquellen:

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