Datum: | Artikel 2015

Surveillance camera

Im öffentlichen Raum ist Überwachung allgegenwärtig. Für die meisten Privatpersonen war eine solche Technik bislang jedoch kaum erschwinglich. Moderne IP-Kameras liegen seit einiger Zeit im Trend und bieten eine einfache sowie kostengünstige Möglichkeit, die eigenen vier Wände zu überwachen. Ob als Babyphone, zur Fernkontrolle während des Urlaubs oder als Eingangskamera: Diese kleinen Netzwerkkameras sind preisgünstig und vielseitig einsetzbar.

Eine IP-Kamera in Betrieb zu nehmen ist zumeist sehr einfach. Die Kamera benötigt nicht mehr als eine Stromquelle und wird zusätzlich per LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden. Schon ist sie einsatzbereit. Über das Internet kann man nun auf die Bilder zugreifen. Worin aber unterscheiden sich nun die einzelnen Modelle und worauf sollte man beim Kauf achten?

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Bildqualität

Wie bei jeder Kamera spielt die Bildqualität eine entscheidende Rolle. Doch nicht immer ist eine hohe Auflösung von Vorteil. Wenn zum Beispiel hochauflösende Bilder live ins Internet gestreamt werden, fallen hohe Datenmengen an, was unter Umständen dazu führen kann, dass das Bild ruckelt. Bei einer Festplattenaufzeichnung spielt das jedoch zumeist keine Rolle, da wir heute im Zeitalter von Terabytes leben. Allgemein kann man umso mehr Details erkennen, je höher die Auflösung ist, was beispielsweise bei der Spätaufklärung eines Einbruchs entscheidend sein könnte.

Datenübertragung

Nicht alle Modelle verfügen über eine WLAN-Verbindung. Eine solche kabellose Verbindung ist zwar praktisch. Wenn mehrere Geräte auf das WLAN zugreifen (PC, Tablet, Handy), kann es jedoch zu Leistungseinbußen bei der Aufzeichnung führen. Bei Nutzung von WLAN sollte man auf jeden Fall darauf achten, optimale Verbindungsvoraussetzungen zu schaffen und etwaige Störfaktoren zu eliminieren.

Zugriff von überall

Durch die Internetverbindung lässt sich von jedem Ort der Welt auf die Kamera zugreifen. Je nach Funktionsumfang lässt sich die Kamera zusätzlich fernsteuern. Dabei sind sogenannte PTZ-Kameras am vielseitigsten. Sie lassen sich ferngesteuert drehen, horizontal und vertikal schwenken sowie zoomen. Manche Kameras bieten darüber hinaus die Funktion, per Email oder SMS Alarm zu schlagen, sobald der Bewegungssensor etwas wahrnimmt. Im Windows Phone App Store sind zahlreiche Apps für den Zugriff und die Steuerung von Netzwerkkameras verfügbar. Manche kostenlosen Versionen finanzieren sich über eingeblendete Werbung, andere kosten ein geringes Entgelt.

Sicherheit

Selbstverständlich muss man sich vor unerlaubtem Zugriff schützen. Ohne eine aktivierte Verschlüsselung kann praktisch jeder auf die Signale der Kamera zugreifen. Es ist daher wichtig, eine möglichst sichere Verschlüsselungstechnik sowie ein entsprechendes Passwort zu verwenden, um sich vor einem solchen Eingriff zu schützen. In Deutschland ist es untersagt, Bilder von fremden Personen, Grundstücken oder öffentlichen Plätzen zu Zwecken der Überwachung aufzuzeichnen. Daher beschränkt sich der Einsatz von IP-Kameras für den privaten Gebrauch ausschließlich auf das eigene Grundstück und die eigenen Räumlichkeiten.

Von günstig bis professionell

Die günstigsten Modelle sind schon ab rund 40 Euro zu haben. Bessere Qualität kostet meist aber ein wenig mehr, bei IP-Kameras ist es nicht anders aus. Unterschiede gibt es einerseits bezüglich der Verarbeitung, andererseits bei der Qualität des Videomaterials. Zudem sollte man selbstverständlich darauf achten, dass das entsprechende Modell outdoor-fähig ist, wenn man die Kamera im Außenbereich einsetzten möchte. Einen guten Überblick über viele aktuelle Modelle bietet das Vergleichsportal ip-kamera-test.de. Hier wird eine Reihe von angesagten Modellen genau unter die Lupe genommen und im Detail miteinander verglichen.

Intrografik: luebay2014 Fotolia.com

12 Antworten auf “IP-Kameras – smarte Überwachung für Zuhause”

  1. PCDMicha

    Die Türsprechanlage hat doch bereits ein Außenvideo. Ob man daran mehr anschließen kann, muss der Hersteller beantworten.

  2. Matthias

    Interessanter Beitrag, so bekommt man einen kleinen Einblick in die Funktionsweise der Überwachungskameras. Eventuell sollte hier noch erwähnt werden, dass es auch komplette Sets und Systeme gibt. Solches habe ich mir zugelegt, somit habe ich 4 Überwachungskameras zum Preis von 2 Einzelnen kaufen können. 🙂

    Trotzdem super Beitrag, weiter so!

  3. Jan

    Ich finde, drahtlose IP-Kameras haben den entscheidenden Vorteil, dass man mit den richtigen Zugangsdaten online auf aktuell aufgenommene Videos, Bilder, sowie das Livebild zugreifen kann. Das ist viel besser und praktischer als früher, als solche Kameras noch nicht mit dem Internet verbunden waren. Sehr cooler Beitrag, ich würde ein Überwachungskamera Set, wie zB. Netgear Arlo, empfehlen. Da hat man gleich mehrere Cams für das eigene Zuhause. http://wlankamera24.net/spezielle-kameras/ueberwachungskamera-set/

  4. Johannes

    Hallo, danke für diesen sehr aufschlussreichen Artikel. Ich arbeite in einem großen Fachgeschäft in Berlin und stelle immer wieder fest, wie gut die Kunden bereits über das Thema Überwachungskamera informiert sind. Was viele Kunden jedoch nicht wissen: Bei IP-Kameras muss man meist auf eine ordentliche Zoom-Funktion verzichten. Die meisten Modelle bieten nur eine sehr überschaubare digitale Zoom-Funktion, die sehr schnell auf Kosten der Bildqualität geht. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Kauf ausreichend auf Webseiten wie z.B. http://www.ip-kamera-test.net/ informieren und sich ein für seine Bedürfnisse passendes Modell bestellen. Liebe Grüße Johannes

  5. Erik

    Zum Thema Sicherheit hätte man noch erwähnen können, dass die Standard-Zugangangsdaten auf jeden Fall geändert werden sollten. Ansonsten fällt es Angreifern per Suchmaschine (Shodan) einfach, einen Zugang zu der IP-Kamera zu bekommen. (Mehr dazu hier: http://www.ipkameratests.de/tests/sicherheit-ip-kamera/). Der Artikel ist aber im Großen und Ganzen gut gelungen.

    Grüße,
    Erik

  6. Thorsten

    Ausführlicher Artikel. Ich beschäftige mich auch mit dem Thema Überwachungskamera. Würde auf jedenfall eher ein bissschen mehr ausgeben und auf Qulität setzen. Im Internet findet man ja einiges zu dem Thema. Habe mich auf https://ueberwachungskamera-tests24.de/ mal umgeschaut. Dort gibt ees auch viele Infos rund um das Thema.

    Grüße

  7. Renato

    Also zuerst einmal toller Artikel. Kurz und knacking, sehr angenehm zum durchlesen! Ich selber finde gerade die Möglichkeit, eine heutige IP-Kamera als Babyfon zu benutzen, äußerst spannend. Klingt für manche erst einmal übertrieben. Habe selber noch keine Kinder, aber habe trotzdem von Bekannten nur Gutes gehört. Man stelle sich vor, man will irgendwo schick Essen gehen und mit einem Blick auf das Handy sieht man sein Kind im Schlafzimmer schlafen, Wunderbar! Auf Seiten wie http://ueberwachungskamera-testportal.de/innenkameras/ habe ich mir schon einen ersten Eindruck gemacht, welche Kameras es denn so gibt. Bin auf jeden Fall sehr interessiert an diesem Thema und freu mich auf meine baldige, erste Überwachungskamera! In diesem Sinne: Frohes Überwachen!

    Grüße
    Renato

  8. Ben Menke

    Danke für deinen Artikel! Meiner Meinung nach sollte man beim Kauf, wenn man Wert auf ein zuverlässiges Alarmsystem legt, auf jeden Fall darauf achten, dass die Netzwerkkamera einen passiven Infrarotsensor besitzt. Dieser reagiert nur, wenn Bereiche schlagartig ihre Temperatur ändern, also wenn ein Mensch oder Tier sich in den Blickwinkel der Kamera bewegt. Beim klassischen Bewegungsmelder werden immer nur der Kameraauschnitt auf Veränderungen verglichen. Fehlalarme sind daher keine Seltenheit, wenn sich z.B. der Licheinfall schnell ändert oder sich die Pflanzen vor dem Fenster im Wind bewegen. http://ueberwachungskamera-testberichte.com/

  9. Günther

    Danke für diesen ausführlichen Artikel. Eines der wichtigsten Aspekte bei solchen Kameras ist meines Erachtens nach die Ausführung der bereitgestellten App des Herstellers. Ich hatte durch meinen Beruf schon Überwachungskameras in Händen, dessen Apps katastrophal realisiert wurden und teils die Verschlüsselung des Bildmaterials nicht einmal genügend war. Viele wissen auch nicht, dass bei solchen IP Cams – wenn man nicht mit dem eigenen Wlan verbunden ist- am Router eine gewisse Portweiterleitung aktivieren muss, was ohne technischen Know-How schon mal schwierig werden kann. Am besten vorher immer gewissenhaft recherchieren. Mir hat zum Beispiel: http://www.ueberwachungskamera-check.com sehr geholfen.

    Gruß
    Günther

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