Datum: | Artikel 2015

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Es ist kein Geheimnis, dass Microsoft schon seit Jahren einen internen Wandel durchlebt. Wurden zu Beginn Windows-Betriebssysteme und Office-Produkte verkauft, hat sich der IT-Konzern aus Redmond zu einem modernen Anbieter von Online-Diensten im B2C und immer mehr auch B2B gemausert. Schon seit einigen Jahren scheint das neue Geschäft wesentlich rascher zu wachsen, als das alte wegbricht. Und auch die Anleger goutieren diesen neuen Kurs, der die Aktie nach mehr als 15 Jahren wieder in die Nähe ihres Allzeit-Hochs aus den späten 90er Jahren, bei knapp 60$, brachte.

B2B auf der Überholspur

Zu verdanken hat Microsoft dies zu einem erheblichen Teil den starken Wachstumsraten im B2B-Geschäft, welches die Schwäche im PC-Markt schon länger zu kompensieren vermag.

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Insbesondere die kommerziellen Cloud-Dienste wie Software, Rechenleistung und Speicher für Unternehmenszwecke im Internet waren zuletzt die Treiber des Geschäfts. Die Strategie, die eigenen Produkte auf allen Plattformen von Windows über Android bis zu iOS zu offerieren, ist hier voll aufgegangen. Denn obwohl trotz der Nokia-Übernahme Smartphones aus Redmond faktisch bedeutungslos am Markt sind, erfreuen sich andere Lösungen des IT-Konzerns wie Office 365, Skype oder Onedrive hoher Beliebtheit und werden von Internet-Usern immer häufiger verwendet. Ohne Zweifel ist von weiterem Wachstum bei Mobilgeräten sowie den Cloud-Diensten auszugehen, während der traditionelle PC-Markt seinen Gipfel schon längst hinter sich zu haben scheint.

Microsoft, Nokia Windows Phone 8 Press Event, 05.12.2012

Press Event, 05.12.2012, Bildquelle: Microsoft

Microsoft selber publizierte dazu jüngst Downloadzahlen von über 100 Millionen bei Office-Produkten für iOS- und Androidgeräte.

Kooperationen mit mehreren Businesspartnern

Im Business–to–Business-Bereich werden auch vermehrt Kooperationen mit anderen Gesellschaften wie den Cloud-Firmen Salesforce.com oder Box.com auf der einen Seite und mit IT-Firmen wie Dell auf der anderen eingegangen. Denn das mittelfristige Ziel ist es, die Abhängigkeit vom PC zu senken und dafür die Zukunftsmärkte weiter auszubauen.

Ein interessantes Fallbeispiel für die neue Strategie ist die Zusammenarbeit mit der Entertainment-Gesellschaft Bwin. Als weltweit größter Wettspiel-Anbieter verzeichnet Bwin hunderttausende Zugriffe und mehr als eine Million Casino- und Poker-Games sowie Sportwetten auf seiner Plattform pro Tag.

Server Hardware

Server Hardware

Dieses hohe Verkehrsaufkommen stellte das Unternehmen zu Beginn vor enorme technologische Herausforderungen, welche aber durch die enge Kooperation mit Microsoft schrittweise gemeistert werden konnten. Mit der Verwendung von modernsten OLTP Arbeitsspeicher-Lösungen (in-memory Online Transaction Processing) in SQL Server 2014 können nun bis zu 250.000 Abfragen in der Sekunde abgearbeitet werden, wodurch für die Spieler ein wesentlich geschmeidigeres Spielerlebnis entsteht und es auch bei der Entertainment Company zu deutlichen Kosteneinsparungen sowie einer höheren Anzahl an zufriedenen Kunden kommt.

Mit der Veröffentlichung solcher Erfolgsgeschichten will Microsoft natürlich auch die Wahrnehmung in den oberen Etagen der Unternehmenswelt subtil verändern. Bei den Aktionären scheint die Botschaft, wie der Aktien-Chart beweist, jedenfalls bereits angekommen zu sein.

Intrografik: Microsoft

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