Datum: | Tests 2015

Noch vor 100 Jahren war es nahezu undenkbar, dass ein großer Teil der Menschheit seinen Alltag vor einem Computer verbringt, der Realität abbilden und gleichzeitig neue Welten erschaffen kann. Trotzdem entwickelten Ingenieure und Bastler immer neue Geräte, Meilensteine der Kommunikation und Unterhaltung, wie den Fotoapparat, die Filmkamera, das Radio und schließlich den Fernseher. Es dauerte eine ganze Zeit, bis das bewegte Bild die Massenmedien Radio und Zeitung als Dokumentationslieferant ergänzte. Mit der Entwicklung des Computers wurde schließlich das digitale Zeitalter eingeleitet.

Von der Braunschen Röhre zur virtuellen Realität

Am Anfang steht der so genannte Röhrenfernseher, dessen Monitor mit der Braunschen Röhre betrieben wurde. Dabei trifft ein Elektronenstrahl auf einen Fluoreszenzschirm, der einen Leuchtfleck beziehungsweise Leuchtpunkte hervorruft. Das Farbfernsehen besitzt drei Elektronenstrahlsysteme für Rot, Grün und Blau und die Lochmaske der Leuchtschicht verfügt über die maximale Auflösung.

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Entwicklung des Monitors

Entwicklung des Monitors

Heutzutage wird bereits über Monitore und Displays von 4K (3840×2160 Pixel) oder 8K (7680×4320) gesprochen. Seit 2005 sind die Absätze der Röhrenbildschirme rückläufig, denn die Flachbildschirme mit LCD-Technik halten Einzug und ermöglichen das Abspielen hochauflösender Bilder und immer größere Projektierungsflächen und Bilddiagonalen.

Anwendungsbereiche der Displays

Displays gibt es mittlerweile in allen Unterhaltungsebenen, ob auf dem Handy, im Flugzeug, im Auto, als Computermonitor oder als Projektion für das Kino. Als Navigationsgerät, als Display für Spiele, Werbetafeln, in Radargeräten, Digitalkameras oder in bildgebenden Verfahren in der Wissenschaft – die Welt ist gefüllt mit Displays, denen sich kaum ein Mensch entziehen kann. Dabei entwickelt sich die Technik immer weiter und so gibt es heute eine große Bandbreite an Touchscreens, die eine noch umfangreichere Gestaltung und ein abwechslungsreiches Arbeiten und Spielen ermöglichen. In Zukunft soll die Technologie in vielen Alltags- und Unterhaltungswelten angewendet werden, was dieses Video bereits 2011 anschaulich vorstellte:

Vorstellung des Vergleichs

Drei Displayarten kristallisieren sich dabei heraus: Monitor, Beamer und Oculus Rift. Vor allem im Gamingbereich müssen sie sich immer neuen Anforderungen an Hardware und Spielumfang stellen. Mit immer leistungsfähigeren CPUs, hochauflösenden Grafiken und Ansprüchen der Gamer lassen sich die Entwickler viele Neuigkeiten einfallen, um die Spielenden und Anwender zu begeistern. Ein guter Monitor kann dabei sehr viel ausmachen, denn der Spielspaß soll schließlich nicht an der Optik scheitern. Vergleichend sind jedoch noch weitere Displays auf dem Vormarsch: der Beamer, der sich von dem angestaubten Schulobjekt zum beliebten Homekino-Element gewandelt hat, und Oculus Rift, ein völlig neues, dreidimensionales Erleben des Spielgeschehens. Vergleichend sollen die Vor- und Nachteile der Displaytechniken dargelegt und die Voraussetzungen der jeweiligen Technik untersucht werden.

Produktvorstellung Monitor

Der Monitor ist das etablierte Displaysystem für Gamer, das in den vergangenen 15 Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt hat. Ob als Computer- oder Konsolenmonitor, der Bildschirm musste sich den gestiegenen Anforderungen an die Technik und dem Seh- und Spielverhalten der Nutzer anpassen. In den 90er Jahren waren Monitore mit 14 Zoll Standard, während heutzutage Bildschirme mit 32 Zoll und mehr in sehr hoher Auflösung angeboten werden. Die heutige Technik liefert Monitore mit TFT, LCD und LED, erweiterbar auf 3D, Touchscreens und in immer flacherer Form. Die Einrichtung und der Anschluss sind für viele Nutzer denkbar einfach gestaltet.

Produktvorstellung Beamer

Der Projektor in der Schule ist noch vielen gut in Erinnerung. Auch dieser hat als einfacher Elektrodenprojektor seinen Anfang genommen. Erster großer Einsatz waren die olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin, in denen das Geschehen auf Großleinwänden übertragen wurde, doch erst in den 80er Jahren wurde der Röhrenprojektor entwickelt, der damals jedoch für den Endverbraucher viel zu kostspielig war. Mit der Einführung der LCD-Bilderzeugung konnten Privatnutzer zu erschwinglichen Preisen ebenfalls Bilder, Vorträge und Fernsehübertragungen auf die große Leinwand bringen. Viele Kinos arbeiten ebenfalls mit diesen Projektoren.

Beamer

Beamerlampen müssen bei hoher Nutzung oft ausgewechselt werden; Pixabay.com © seagul (CC0 1.0)

Im Gamingbereich zeigen sich spezialisierte Modelle, welche die gestiegenen Anforderungen an Lichtstärke, Kontrast und Bildwiederholungsrate erfüllen müssen. Vor allem die 3D-Fähigkeit und Full-HD-Optionen sind Auswahlkriterien für den Anwender. Unter diesem Link ist ein Vergleich der gängigen Techniken beschrieben.

Produktvorstellung Oculus Rift

Das neueste Spielzeug der Gamer ist Oculus Rift – eine Brille, welche die virtuelle Realität verblüffend überzeugend erstellt und den Spieler vollständig in die fremden Welten entführt. Ab 2016 soll das Wunderwerk der Oculus-Tüftler auf den Markt kommen. Bereits jetzt sind alle Nutzer von den Vorgängerversionen begeistert. Wie eine Mütze ist die Brille einfach aufzusetzen und der 360-Grad-Sound der Kopfhörer verstärkt das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Die Displays bestehen aus der weit verbreiteten OLED-Technologie, die bei schnellen Kopfbewegungen kein Verschmieren der Bilder verursacht. Das Positionstracking erlaubt faszinierend echte Bewegungen vor dem eigenen Auge. Die Brille kann mit Controller und Zubehör kombiniert werden.

Monitor – Der Klassiker

Wer sich heutzutage einen neuen PC- oder Fernseh-Monitor kauft, hat die Qual der Wahl, denn hohe Qualität und günstiger Preis sind je nach Ausstattung und Größe möglich. Zwischen 500 und 1500 Euro und sogar darüber hinaus: Alle Optionen sind offen. Empfehlenswert für Gamer sind die gängigen LCD-Monitore, die über die flüssigen Kristalle und Farbfilter die Bilder auf den Schirm bringen. Je größer die Auflösung des Monitors ist, desto teurer wird der Einkauf. Hier sollten Gamer unbedingt darauf achten, dass die höhere Auflösung von den PC-Spielen unterstützt wird. Ansonsten kommt es zu einer schlechteren Bildqualität. Full-HD (1920 x 1080 Pixel) wird in der Regel von den meisten Spielen gut aufgenommen. Aussagekraft hat außerdem das Inputlag – die Zeitdifferenz zwischen Abgabe des Signals an den Monitor und dem Anzeigen des Bildschirminhaltes. Einige Nutzer könnten es als Geisterschlieren bezeichnen, da die Projektierung des Bildes mit dem Inhalt nicht hinterherkommt. Full-HD-Monitore sind bei durchschnittlich 24 Zoll für 150 bis 500 Euro zu erhalten.

Bildschirmauflösungen

Quelle: © StatCounter (CC BY-SA 3.0)

WQHD-Monitore (2560 x 1440) gibt es bei 27 Zoll meist für rund 700 Euro. Allerdings müssen die Grafikkarten der Rechner bereits auf Hochtouren arbeiten und das Inputlag ist momentan noch sehr hoch.

4K (3840 x 2160) ist ab einer Bildschirmdiagonale von 28 Zoll notwendig, um die Pixel wiedergeben zu können. Ultra-High-Definition erfordert sehr gute Grafikkarten, am besten mehr als eine. So können sich die Kosten momentan noch sehr schnell summieren.

Spielerlebnis

Für die meisten Gamer ist der PC-Monitor das Nonplusultra. Hier wird gezockt, ein Film gesehen oder das Internet unsicher gemacht. Dank der neuesten Technologie ist es auch möglich, mit mehreren Personen vor dem Bildschirm zu sitzen und keine verzerrte Optik zu erhalten. Wer seinen Computer als Multimediaplattform nutzt, kann einen Surroundsound einstellen und sich mitten im Spiel fühlen. Viele Spieler nutzen immer höhere Hertzzahlen (120 anstelle von 60), um Schnelligkeit, Motion Blur und den Inputlag zu verbessern. In folgendem Video ist ein Vergleich dargestellt:

Vorteile

Der PC-Monitor ist in nahezu jedem Laden erhältlich, liegt in zahlreichen Varianten vor, ist je nach Anspruch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgestattet und lässt sich sehr gut mit diversen Konsolen, Rechnern und Multimediageräten kombinieren. Wer Fernseher und PC-Monitor besitzt, kann gezielt einen Spielemonitor kaufen, der sich noch besser an die Grafikkarte und Anforderungen anpassen kann. Der Monitor bleibt der beliebteste Klassiker unter Gelegenheitsspielern und Vielspielern, denn er ist vielseitig einsetzbar, günstig und wer keinen überdimensionierten Monitor benötigt, kann beim Stromverbrauch ebenfalls sparen.

Kriterien für energiesparende Zertifizierungen

Kriterien für energiesparende Zertifizierungen; Quelle: http://www.ecotopten.de/)

Nachteile

Wer hochauflösende Monitore besitzen, 3D-Spiele spielen und Ultra-High-Definition-Videos sehen möchte, der muss dafür einiges investieren. Der Monitor allein ist eine Anschaffung, die für mehrere Jahre halten sollte, doch CPU und Grafikkarten müssen entsprechend ebenso eine gute Leistung liefern können. Das Nachrüsten kann deshalb ordentlich ins Geld gehen. Je größer die Bilddiagonale, desto höher ist der Stromverbrauch. Eine Möglichkeit sind die zukunftsweisenden OLED-Bildschirme, die keine Hintergrundbeleuchtung mehr benötigen und deshalb deutlich weniger Energie verbrauchen.

Spieler am PC

Der Spielspaß hängt nicht nur vom Kultfaktor des Spiels ab; Wikimedia.commons.org © Die Schreibfabrik (CC BY-SA 3.0)

Das nötige Equipment

Der gängige Standard zum Betreiben des Spielmonitors ist ein Videokabel, heutzutage das HDMI-Kabel. HDMI steht für High-Definition Multimedia Interface und ist wichtig für die Entschlüsselung des Bildes von HD-DVD und Blu-ray. Die Schnittstelle DVI (Digital Visual Interface) kann der Spieler zwar ebenfalls nutzen, aber HDMI kann zusätzlich dazu Audiosignale übertragen und synchronisiert sich in den meisten Fällen besser mit den jeweiligen Geräten. Allerdings kommt die DVI-Schnittstelle mit analogen und digitalen Signalen klar, etwas, was Gamer für ältere Konsolen berücksichtigen können. Es gibt jedoch einige Adapter und kreative Anschlussmöglichkeiten, die in diesem Beitrag erläutert werden.

Beamer – Die flexible Heimkinoatmosphäre

Die Preisklasse

Ins Kino zu gehen ist ein Erlebnis, das einen bei einem guten Film nachhaltig beeindruckt und zufrieden aus dem Saal gehen lässt. Doch dank günstiger DVDs, immer größeren Fernsehern und Streamingportalen sind die Zahlen der Kinobesucher rückläufig.

Ein weiterer Faktor ist die Einrichtung des eigenen Heimkinos mit einer Leinwand oder einer weißen Wand und einem Beamer. Mittlerweile sind die Preise für hochwertige Beamer benutzerfreundlicher geworden. Trotzdem empfiehlt es sich, die Einrichtung mit PC und Zusätzen gemeinsam zu kaufen, um die größtmögliche Kompatibilität zu erhalten. Viele durchschnittliche Beamer sind für unter 1000 Euro zu erhalten. Die Benutzer sollten dabei auf die Auflösung von mindestens Full-HD achten, um den zukünftigen Spielspaß gewährleisten zu können, und auf die Lumenanzahl. Der Beamer sollte sehr hell auf die Wand oder die Leinwand projizieren können, empfehlenswert sind mindestens 2000 Lumen, besser 3000 Lumen, wenn der Raum nicht vollkommen abgedunkelt werden kann. Wer in 3D investiert, ärgert sich nicht in einigen Jahren, wenn der Bedarf dann zusätzlich vorliegt. Allerdings können je nach gewünschter Diagonalgröße und Ausstattung die Beamer  10.000 bis 20.000 Euro kosten – jedoch nur, wenn wirklich das ultimative Kinoerlebnis erzeugt werden soll.

Spieleerlebnis

Zusammen mit Freunden zu zocken, ist mit dem Beamer sehr gut möglich, wenn die Gegebenheiten in der Wohnung oder im Raum vorhanden sind. Besonders bei Multiplayerspielen wie FIFA, NBA Basketball oder anderen lohnt sich die Anschaffung eines Beamers, wenn die Nutzer regelmäßig zum Spielen zusammen kommen oder Filme schauen. Der Vorteil liegt eindeutig in der Größe der Abbildung, welche bei idealen Voraussetzungen die gesamte Wand einnehmen kann. Allerdings kann ein lauter Beamer den Spielgenuss stören, wenn er keine Dämpfung besitzt, und der Stromverbrauch ist je nach Modell sehr hoch. Mit der neuesten LED-Technologie arbeiten die Entwickler an kleinen und leichten Beamern, die trotzdem eine hohe Lumenanzahl aufweisen und Full-HD abliefern können.

Das nötige Equipmet

Wichtig ist es, vor dem Kauf des Beamers auf die benötigten Anschlüsse zu achten, denn wer PC, Konsole, Blu-ray-Player und Soundanlage anschließen will, muss mit mehreren Kabeln und Verkabelungen rechnen. Ein guter Beamer besitzt mehr als einen HDMI-Eingang, einen VGA-Anschluss, USB, Component Video und S-Video. So können auch ältere Konsolen oder eine Soundanlage angeschlossen werden. Mithilfe eines AV-Receivers können Gamer den Kabelsalat verhindern.

Heimkinoanlage

Heimkinoanlage, Weitere Informationen unter: http://www.netzwelt.de/

Für eine gute Qualität des Bildes sorgt letztendlich die richtige Verkabelung. Unter ersatzteile-24.com sind die verschiedenen Kabel und ihre Anschlüsse genau beschrieben, denn wer beispielsweise ein 4K-Bild projizieren will, benötigt 4k-fähige HDMI-Kabel. Um ein gutes Bild zu erhalten, ist eine weiße Wand oder eine Leinwand notwendig. Ein Richtwert für die Breite der Wand ist die Hälfte des Betrachtungsabstandes. Wichtige Faktoren:

  • Schwarzer Rand für kontrastreiches Bild
  • Gain-Faktor 0,8 bis 1,2 für sichtbares Bild von der Seite
  • Stativ-, Rollo- oder Rahmenleinwand

Empfohlen werden Stativleinwände, da diese sich bei Bedarf aufstellen und ausrollen lassen. Rolloleinwände können dünne und wellige Tücher besitzen, welche die Bildqualität mindern. Die Rahmenleinwand ist immer aufgespannt, nimmt also entsprechend viel Platz weg.

Der Mindestabstand ist mit dem Projektionsfaktor beschrieben. So projiziert ein Beamer mit einem Faktor 1,5 bei 1,5 Meter Abstand ein Bild von einem Meter Breite. Mehr als drei Meter Bildbreite sind in den meisten normalen Wohnungen und Häusern eher nicht möglich und wer nicht so viel Platz besitzt, muss im Prinzip auf eine 4K-Auflösung zurückgreifen, die auch auf kurzer Distanz gestochen scharfe Bilder liefert.

Oculus Rift – das reale Spieleerlebnis

Preisklasse

2016 wird Oculus Rift laut den Herstellern auf den Markt kommen. Geliefert wird die Virtual-Reality-Brille mit einem X-Box-Controller, doch im Laufe des Jahres sollen eigene Touch-Game-Pads erscheinen. Preislich liegt Oculus Rift momentan bei rund 400 Dollar. Allerdings stellt das Gerät hohe Anforderungen an die Hardware:

  • Mindestens 8 Gigabyte RAM
  • Mindestens CPU Intel i5-4590
  • Nvidia GTX 970- oder AMD 290 Grafikkarte

Das schraubt den Preis der Brille beim Hochrüsten des eigenen PCs gerne einmal auf bis zu 1500 Dollar, je nach vorheriger Hardware.

Spielerlebnis

Die virtuelle Realität wirklich hautnah zu erleben, war bisher für viele Gamer noch in weiter Ferne, doch Oculus scheint den Damm zu durchbrechen. Auf der Brille wird je ein Bild für das linke und das rechte Auge angezeigt und Sensoren erkennen die Drehung und Position des Kopfes. So können 360-Grad-Bewegungen vollführt werden, für Zuschauer sichtbar auf dem Monitor. Dank der neuesten Technologie sind Bewegungen und 3D-Realität nah dran am „echten“ Erleben des Geschehens. Viele Nutzer sind beeindruckt von den Gestaltungsmöglichkeiten:

Vorteile

Der größte Vorteil liegt für die meisten Spieler im vollständigen Eintauchen in die virtuelle Realität. Mit dem Headset und der Brille ist der Nutzer quasi von der Außenwelt abgeschnitten und kann sich vollkommen auf das Spiel und das Erlebnis konzentrieren. Die Spieleentwickler werden bei einer guten Annahme der Brille dazu angeleitet, ihre Spieler benutzerfreundlicher zu gestalten, um das Erleben der virtuellen Realität voll ausschöpfen zu können. Die Erweiterungsoptionen sind zahlreich, z.B. das weitere Verfolgen der Hand- und Körperbewegungen. Bereits jetzt sind Tüftler dabei, ihre Ideen einzubringen – etwa mit dem „Virtualizer“, einer Art Trainingsgerät für die virtuelle Realität, wobei sich der Spieler tatsächlich mit der Spielfigur mitbewegt:

Nachteile

Die Kosten für die Brille sind verhältnismäßig gering, wenn sie bei ungefähr 300 Euro bleiben, doch die Hardwareanforderungen an den Computer sind entsprechend hoch, so dass eventuell aufgerüstet werden muss. In den ersten Versionen klagten einige Testpersonen über Schwindelanfälle und Orientierungslosigkeit, so dass ein Spielen im Stehen ohne Schutzmaßnahmen zu Unfällen führen kann. Das Handling wird nach Herstellerangaben noch verbessert und Personen mit Brille müssen weitere Konfigurationen vornehmen, um überhaupt die virtuelle Realität wahrnehmen zu können. Eine Kompatibilität ist für Mac oder Linux bisher nicht vorgesehen, wie macworld.com erläutert.

Das nötige Equipment

Laut Herstellern soll Oculus Rift einfach über Plug & Play funktionieren. Ein Tracker und ein Controller liegen bereits bei. Der Anschluss erfolgt über je zwei Mal USB 3.0 und HDMI 1.3. Wer unter einer Sehschwäche leidet, kann mitgelieferte Linsen einsetzen, welche die Schwäche einigermaßen ausgleichen. Die benötigte Software wird über eine externe Datei installiert.

Auswertung des Vergleichs

Kosten

Am  günstigsten kommen Gamer im Idealfall bei der Anschaffung eines PC-Monitors weg, wenn sie viel spielen und den Bildschirm zusätzlich für Filme und weitere multimediale Anwendungen nutzen wollen. Auswahl und Preis-Leistungs-Verhältnis sind dabei immer noch ideal. Ein Beamer lohnt sich hingegen für die Gamer, die nicht jeden Tag zocken können und ab und zu einen Film auf der großen Leinwand sehen wollen, denn der Preis für gute Qualität ist immer noch recht hoch. Auf der anderen Seite muss für den Fernsehkonsum ein zusätzlicher Monitor oder Fernseher angeschafft werden. Diesen kann der Gamer wiederum über einen AV-Receiver an die Heimkinoanlage anschließen.
Oculus Rift ist eine Anschaffung für alle Hardcore-Gamer, die sich auf die neue Spielerei einlassen wollen. Ein Ersatz für den Monitor sollten sie zwar nicht werden, doch sie ergänzen das Spielerlebnis um die dritte Dimension. Der Preis ist erschwinglich, doch die Brille funktioniert nur mit hochgerüsteten Computern, die viel Geld kosten.

Mainboard

Für neue Spiele müssen die Nutzer regelmäßig aufrüsten; Pixabay.com © pzsolt (CC0 1.0)

Spielspaß

Beim Spielspaß kommt es ebenfalls auf die Wünsche und die zusätzlichen Anwendungsbereiche der Nutzer an. Der Monitor als Allrounder bietet klassische Spieloptionen an und ist auch als Film- oder Fernsehbildschirm im Einsatz. Noch mehr Spaß macht es allerdings mit einem Beamer, denn hierbei ist ein tieferes Eintauchen in das Spiel über die sehr große Leinwand und eine Surroundanlage möglich. Das gemeinsame Spiel mit anderen ist im Heimkino besonders unterhaltsam.

Für das völlige Abschalten sorgt hingegen die Oculus Rift, die den Spieler komplett in die virtuelle Welt entführt. Da das Gerät gerade erst auf den Markt kommt, gibt es noch keine umfangreichen Vergleichswerte, doch die bisherigen Modelle und Erfahrungen zeigen, dass viele zusätzliche Spieloptionen auf die Gamer zukommen – Bewegungssteuerung, Handtracking und vieles mehr.

 Qualität

Bei der Qualität gibt es sehr große Unterschiede, sowohl bei den Monitoren als auch bei den Beamern. Wer mehr Geld investiert und die Anforderungen der Games mit dem Equipment vergleicht, kann das Beste aus seiner Zusammenstellung herausholen. Kann das Zimmer gut abgedunkelt werden, gibt es zwischen Monitor und Beamer kaum noch Qualitätsunterschiede in Kontrast und Farbtiefe. Mit einem AV-Receiver können beide zu einer Heimkino-Oase umgestaltet werden. Wer auf Nummer sicher gehen und viele Funktionen nutzen will, schafft sich einen großen Flachbildschirm mit 3D-Option an und wer mehr Wert auf das vollkommene Kino- und Gamingerlebnis legt, nutzt den Beamer für das Zocken und Schauen von Kinofilmen.

Oculus Rift soll in der finalen Version 2160 x 1200 Bildpunkte liefern und Microsoft arbeitet an der Verbesserung der Linsen, die gegen Aufpreis für die Gamer erhältlich sein werden, wie Spiegel Online berichtet. Es gibt noch weitere Virtual-Reality-Brillen, die auf den Markt kommen sollen, und Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft, so dass die Gamer gespannt bleiben dürfen, wie sich die Geräte weiterentwickeln.

Fazit

Jeder Spieler muss sich selbst überlegen, welche Punkte ihm wichtig sind:

  • Bildqualität
  • Soundqualität
  • Spielspaß
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Spieldauer und Umfang

In den vergangenen 20 Jahren hat sich besonders im Gamingbereich viel getan, die Anforderungen an die Geräte steigen, das Spielerlebnis wird immer umfangreicher und die Bilder immer bombastischer. Noch größer und dünner können die meisten Flachbildschirme kaum noch werden, die Qualitätsspanne der Beamer wird ebenfalls immer größer. Die Zukunft wird der virtuellen Realität und dem 3D-Erlebnis gehören, denn dort legen die Entwickler gerade Hand an, um die Spielwelten noch realistischer zu gestalten.

Intrografik: Pixabay.com © Marketing-ASS (CC0 1.0)

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