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Erstmals fassen wir zusammen, was es in der vergangenen Woche an wichtigen News aus der IT-Welt gab. Das beherrschende Thema war dabei der Erpressungs-Trojaner Locky, am Rande kam dann noch der Abschied von Picasa.

Erpressung unter Windows

Die aktuelle Woche hat jedem Windows-Anwender ohne Virenscanner mal wieder vor Augen geführt, warum ein guter, aktiver Schutz wichtig ist: Der Erpressungs-Trojaner Locky schlägt flächendeckend zu, verschlüsselt die Daten und gibt diese erst nach Zahlung einer Erpressersumme per Bitcoins wieder frei. Freilich sind die User selber schuld, wenn Sie auf Anhänge in Mails von Absendern klicken, welche sie nicht einmal kennen. Für die IT-Welt ist ein so großer Angriff aber ein Desaster, zumal auch kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser betroffen sind. In einem Kommentar der ct rät der Autor sogar zu einem Wechsel auf Linux. Dort gibt es aber auch Ratschläge zum Schutz vor Trojanern wie Locky, welche eigentlich seit Jahren Gültigkeit haben: Backup, Virenschutz, aktuelles System und aktuelle Software sowie ein gesundes Mistrauen gegenüber fremden Mails.

Das fast perfekte Notebook

Das zweite Thema diese Woche: der deutsche Verkaufsstart des Surface Book. Das Detachable, welches bereits bei der Vorstellung für viel Begeisterung sorgte, wurde nun an Vorbesteller ausgeliefert. Das Einsteigermodell ist aber bereits großflächig ausverkauft. Golem hat das neue Gerät genauer unter die Lupe genommen und bemängelt vor allem die fehlerhafte Firmware, welche zu einem hohen Stromverbrauch im Standby sowie zu Treiber-Abstürzen führt. Am 18.02.2016 hat Microsoft ein Update für die Probleme veröffentlicht. Ob diese damit behoben sind, werden die kommenden Tage zeigen.

Mal wieder Updateärger bei Microsoft

Microsoft hat mit dem Update 3114717 auf einigen Systemen Office 2013 so beschädigt, dass sich die Office-Applikationen fast nicht mehr nutzen lassen. Das Update sollte eigentlich ein paar Fehler beheben, verursacht aber in Einzelfällen das beschriebene Problem. Deinstalliert man das Update, ist der Fehler wieder behoben. Microsoft hat das Update zwischenzeitlich zurückgezogen.

Druck auf Apple

Der Apple-Konzern verweigert den Einbau von Hintertüren, die den US-Sicherheitsbehörden Zugriff auf gesperrte iPhones ermöglichen. Die ganze Debatte ist für Apple derzeit eigentlich gute PR in eigener Sache. Tim Cook hat dies in einem offenen Brief der Welt auch mitgeteilt: Eure Daten sind auf dem iPhone sicher,  da kommen selbst F.B.I., N.S.A. und Co. nicht ran. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass Android und andere Plattformen den Sicherheitsdiensten offenbar weniger Probleme bereiten.

Abschied von Picasa

Noch eine traurige Nachricht zum Ende: Google hat das Ende von Picasa beschlossen. Die seit Jahren bei vielen Anwendern beliebte Bildverwaltung/-bearbeitung mit Anbindung an die Picasa-Webalben wird ab dem 15.03.2016 nicht mehr angeboten, die Webalben von Picasa werden ab Mai 2016 geschlossen, wie Google in einem Blog-Beitrag mitteilt. Hintergrund dieser Entscheidung dürfte auch sein, dass Google seine Cloud-Dienste wieder in den Fokus rücken möchte und die Anwender so zu Google Fotos drängt. Dort werden auch die Picasa-Webalben selbstständig hintransferiert. Picasa kann natürlich weiter verwendet werden, verliert nur seine Anbindung an die Webalben.

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