Datum: | Artikel 2014

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Immer häufiger sind beim Einkaufen weniger die eigentlichen Geräte-Preise entscheidend als weitere Kosten fürs Zubehör. Das beste Beispiel sind Drucker. Während die Herstellerpreise in den vergangenen Jahren stetig sanken, können neue Tintenpatronen oft ganz schön ins Geld gehen und je nach Marke teurer als Drucker selbst sein. Die drängende Frage: Muss es Originaltinte des Herstellers sein oder können Alternativ-Angebote zum günstigeren Preis genutzt werden?

Original-Druckertinte meist ziemlich kostspielig

Die Antwort auf diese Frage erfordert, wie so oft, einiges Hintergrundwissen. Dass Hersteller wie Canon, Epson, HP und Co. Kunden dringend zum Kauf der Original-Produkte raten, ist logisch. Schließlich möchten Anbieter am verkauften Drucker möglichst viel verdienen. Schäden durch die Verwendung von Fremdtinte sind im Normalfall nicht zu erwarten. 50 Euro für originale Ersatz-Patronen lassen Verbraucher zu Recht nach Alternativen Ausschau halten. Experten sprechen von einem Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent im Vergleich zur Original-Tinte. Grund genug, sich die Optionen genauer anzusehen. Klar ist: Die Original-Produkte, die Druckerhersteller für Drucker-Modelle empfehlen, passen optimal und können in der Regel mit wenigen Handgriffen eingebaut werden.

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Keine Herstellergarantie bei Nutzung von Fremdprodukten?

Richtig ist zudem, dass Hersteller im Schadensfall vielfach nach Gründen für die Ablehnung einer Kostenübernahme suchen. Alternativ-Druckertinte kann ein solcher Grund sein, wenn die Patronen mit den Geräten eingeschickt wurden. Jedoch braucht es für den Wegfall einer Gerätegarantie schon den Nachweis, dass der Schaden tatsächlich auf derartige „Fremdkörper“ zurückzuführen ist. Ein Schaden an den Tintendüsen kann durch Alternativ-Patronen begründet werden, ein defekter Papiereinzug wohl eher nicht. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass viele Alternativ-Produkte durchaus zwar als günstig, aber nicht als „billig“ bezeichnet werden können. Zumal viele dieser Produkte im Vergleich ebenfalls von Markenherstellern angeboten werden. Verbraucher müssen beachten, welche Angaben zur Kompatibilität auf der Verpackung der Tintenpatronen fremder Anbieter gemacht werden.

Die Produktpaletten günstiger Anbieter wie der Marke „Brother“ listen Artikel für die meisten gängigen Hersteller. Längst ist bei gezielter Auswahl nicht mehr mit qualitativen Einbußen zu rechnen. Auch machen die Patronen wahrscheinlich nicht früher als Originale schlapp.

Falsche Datenanzeigen bei Nutzung von Alternativ-Tinte

Ein häufig genannter Vorwurf im Zusammenhang mit Fremdtinte sind mögliche Schäden durch Patronen, die den Originalen nachempfunden wurden – gerade bei Produkten, die nachgefüllt werden können und deshalb fast immer besonders günstig angeboten werden. Ein Nachteil beim Verzicht auf Original-Patronen zugunsten preiswerter anderer Druckertinte kann bei der Füllstandanzeige auftreten. Mitunter gibt es Fehlermeldungen, so dass Informationen zu leeren Patronen zu früh oder zu spät angezeigt werden. Vorzeitige Meldungen sind ärgerlich, aber eher harmlos. Kommt die Meldung hingegen zu spät, können bei fortgesetztem Druckereinsatz Schäden auftreten – beispielsweise durch das Überhitzen des Druckkopfs. Das kann teuer werden, wenn es sich um einen Drucker mit fest installierten Druckköpfen handelt.

Patentrecht schützt vielfach Patronen mit eingebautem Druckkopf

Ohnehin gibt es (preisliche) Unterschiede zwischen Alternativ-Patronen mit und ohne Druckkopf. Bei Patronen mit eingebautem Druckkopf können Fremdanbieter aus patentrechtlichen Gründen nur Original-Patronen als Nachfüll-Versionen anbieten, was höhere Kosten als bei Patronen ohne Druckkopf zur Folge hat. Nachfüll- und Alternativ-Patronen ohne Druckkopf können deutlich günstiger nachgebaut und verkauft werden. Eine dritte Alternative, die bei vielen Verbrauchern beliebt ist: Sie bewahren alte Patronen des Original-Druckerherstellers auf. Der Handel bietet Angebote fürs preiswerte und effiziente Wiederbefüllen mit hochwertiger Druckertinte.

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