Datum: | Tests 2015

Trekstor SurfTab® wintron 10.1 3G pro +

In der täglichen Praxis bewähren musste sich das Flaggschiff der TrekStor SurfTab wintron-Reihe, das TrekStor SurfTab wintron 10.1 3G pro + 64 GB mit dem Betriebssystem Windows 8.1 Professional. Das Tablet wurde parallel zu einem üblichen Testrechner unter Windows betrieben und für den mobilen Betrieb unterwegs mit einer SIM-Karte ausgestattet. Der  Artikel fasst die Erfahrungen zusammen.

Einsatzgebiete

Mit dem TrekStor SurfTab wintron 10.1 3G pro + 64 GB hat man sich für ein Windows-Tablet entschieden, das ohne ein Microsoft-Konto nicht vorstellbar ist. Schon die Anmeldung am Gerät erfolgt mit diesem Konto. Für das Tablet hat das mit dem Cloud-Dienst von Microsoft verbundene Konto deutliche Vorteile – durch die Anbindung an OneDrive werden bei entsprechender Speicherung unterwegs erstellte Dokumente sofort auch am Arbeitsplatz verfügbar oder umgekehrt. Wer sich außerdem noch für die Arbeit mit Microsoft Office entscheidet, kann über diesen Weg sogar auf Android- und Apple-Geräten auf diese Dokumente zugreifen. Natürlich muss angemerkt werden, dass unter Android oder beim Webzugriff über Office.com nicht alle Funktionen der Desktop-Version zur Verfügung stehen. Aber für die schnelle Ansicht zwischendurch oder eine kleine Änderung reicht es allemal.

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Das Display ist ein kapazitives 10-Punkt-Multitouch-HD-IPS-Display, 25,7 Zentimeter (10.1″) Bildschirmdiagonale. Damit ist es weit übersichtlicher und größer als die früher weit verbreiteten Windows-Netbooks, die über eine eigene Tastatur verfügten. Die Bildschirmtastatur des SurfTab ist aber eine solide Alternative. 10-Punkt-Multitouch gewährleistet flüssiges Schreiben mit der Touch-Tastatur – es gab im täglichen Betrieb nichts auszusetzen. Die sichtbare Bildschirmgröße ist für den Praxiseinsatz gut geeignet. Rings um die sichtbare Fläche sind etwa 15 – 19 mm schwarzer Rand.

Trekstor SurfTab® wintron 10.1 3G pro +

Trekstor SurfTab® wintron 10.1 3G pro +

Mit ca. 670 Gramm ist das TrekStor SurfTab wintron 10.1 nicht wirklich ein Leichtgewicht. Im täglichen Betrieb macht sich das aber wenig bemerkbar – falls man sich nicht auf Tour über den Jakobsweg machen und auf jedes zusätzliche Gramm verzichten möchte. Beim Betrieb auf den Knien liegt das Gerät sicher, was auch durch die angeraute Rückseite unterstützt wird. Allerdings wird das Gerät bei gleichzeitig angeschlossenem Netzladegerät an der linken Unterseite sehr warm.

Das SurfTab ist mit zwei Kameras ausgestattet (Front: 2 MP, Rückseite: 5 MP, Autofokus). In Verbindung mit den integrierten Lautsprechern und dem internen Mikrofon sind Skype-Anrufe auch mit integriertem Video möglich. Allerdings ist der Anschluss eines Headsets über Stereo-Audio-Out zu empfehlen – nicht nur wegen der Vertraulichkeit, sondern auch für die Gesprächsqualität.

Für die üblichen Anwendungen des täglichen Bedarfs wie E-Mail, Internet und die sozialen Netzwerke ist das Gerät so geschwind wie das zur Verfügung gestellte WLAN- oder Mobilnetz. Die Beliebtheit der heute fast verschwundenen Netbooks resultierte seinerzeit nicht nur aus Größe und Gewicht, sondern auch aus der Möglichkeit einer Internetverbindung via Mobil-Netz und SIM-Karte. Diesen Vorteil bietet die 3G Variante ebenfalls – ein Slot nimmt eine Micro-SIM-Karte auf. Ich habe eine verfügbare SIM mit der Schere in eine solche verwandelt und konnte danach auch ohne WLAN die Nachrichten empfangen und austauschen. Allerdings kam hier auf dem Land nicht wirklich Spaß dabei auf – die Funknetzabdeckung in Deutschland ist nicht auf dem Niveau, dass man lückenlos eine Datenanbindung realisieren könnte, von einer schnellen Anbindung ganz zu schweigen.

Externe Tastaturen

Als Zubehör zum SurfTab gibt es verschiedene Tastaturen, die über eine speziell dafür vorgesehene Schnittstelle angeschlossen werden. Sowohl das KeyboardCase W10a für alle SurfTab wintron 10.1 als auch das KeyboardCase W10 pro für alle SurfTab wintron 10.1 bieten dem Tablet außer der Tastaturfunktion zusätzlichen Schutz – letzteres aber auch deutlich zusätzliches Gewicht. Zur Auswahl stehen natürlich auch noch der Anschluss einer Tastatur via USB oder Bluetooth. Da jede dieser Varianten Vor- bzw. Nachteile bietet, ist dem Test unterschiedlichster Tastaturen ein eigener Artikel gewidmet.

KeyboardCase W10a

KeyboardCase W10a

KeyboardCase W10 pro

KeyboardCase W10 pro

Zweites Display – Erweitert oder Klon

Richtig Freude im Test machte die Mini-HDMI-Schnittstelle – einfach das passende Kabel am SurfTab und am Monitor einstecken und sich am zweiten Display erfreuen. Der Ton schaltet am Gerät sofort ab und wird zum HDMI-Port des Monitors geschleift. Damit hat man in jedem Fall volle Auflösung am Zweitmonitor – was sich besonders bei Multimedia-Wiedergabe auszahlt.

Mit angeschlossenem Monitor steht das unter Windows übliche Angebot zur Verfügung: „Erweitert“, „Nur Projektor“ oder „Klon“. In der Kombination „Erweitert“ mit Maus und externer Tastatur kommt echtes Arbeitsplatzfeeling auf. Das Testgerät bewältigte die zusätzliche Hardware ohne irgendein Anzeichen möglicher Belastung. Im Test stellte sich auch die sonst eher selten genutzte Verdoppelung des Monitors als interessante Alternative heraus: Mit dem Tablet als Tastatur/Touchpad auf dem Desktop verwandelt sich der große Monitor quasi in einen Touchscreen, der die Anzeige des SurfTab vergrößert darstellt.

Netzbetrieb/Akkubetrieb

Über den verbauten Akku war nicht viel zu erfahren. TrekStor selbst erwähnt im Datenblatt nur den Begriff „Li-Polymer-Akku“ ohne nähere Angaben. Die auf der Verpackung angegeben Laufzeiten (7 Stunden WIFI, 5 Stunden Multimedia und 7 Tage im Standby-Modus) entsprechen gefühlt den tatsächlichen Werten. Ich habe das Testgerät selbstverständlich nicht auseinander genommen, um den Akku-Typ zu bestimmen, oder gar das Gerät sieben Tage lang nicht angefasst, um die Standby-Zeit zu testen.   In der Praxis meldete sich das Gerät immer so rechtzeitig mit niedrigem Akkustand, dass der Weg zur nächsten Steckdose rechtzeitig gefunden werden konnte. Das etwas klobige Netzladegerät ist samt Anschlussbuchse nach meiner Auffassung der einzige Schwachpunkt des Geräts. Da die Micro-USB-Buchse als USB 2.0-Host fungiert, musste eine andere Variante für den Stromanschluss her. TrekStor entschied sich für eine runde, kaum 3 Millimeter starke Stecker-Buchse-Kombination, die wenig robust wirkt und sich im Praxisbetrieb auch so verhält.

Stecker

Stecker

Fazit

Die TrekStor SurfTab wintron-Reihe, die mit dem TrekStor SurfTab wintron 10.1 3G pro + 64 GB unter Windows 8.1 pro das Gerät mit der hochwertigsten Bestückung bietet, ist bestens für den Alltagseinsatz geeignet. Die Kombination aus Full-HD-Display mit 1920 x 1200 Pixeln und einem Intel Atom Z3735F Prozessor mit bis zu 1,83 GHz Taktung und 2 GB Arbeitsspeicher (RAM) bildet eine optimale Synthese für Entertainment und Office.   Obwohl die Schnittstellen mit 1 x USB-A 2.0-Buchse, 1 x Micro-USB 2.0-Host-Buchse und 1 x Micro-HDMI® auf den ersten Blick wenig erscheinen, reichen sie im Praxiseinsatz völlig aus. Lediglich das klobige Netzladegerät und der filigrane Anschluss an das Tablet zum Aufladen trüben den insgesamt mit Bravour bestandenen Praxistest.

TrekStor SurfTabs sind in unterschiedlichsten Varianten erhältlich, deren Preise nach Speicherkapazität, Display/Auflösung, Betriebssystem und 3G-Fähigkeit stark variieren. Das im Teenager-Test gestresste „Volks-Tablet“ beispielsweise bietet mit einer Auflösung von 1280×800 Pixeln für den Standardeinsatz Office/SocialWeb/YouTube ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Äußerlich nahezu gleich sind abweichende innere Werte, im Praxisbetrieb vor allem bei dem Display zu bemerken, welches bei weitem nicht die Qualität und Auflösung unseres Testmodells erreicht. Der erhebliche Preisunterschied  (ca. 199 Euro zu 599 Euro). ist aber durch das bessere Display, Windows 8 Pro sowie ein 3G-Modem für Nutzung im Mobilfunknetz aber gerechtfertigt.

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