Datum: | Artikel 2015

Media Markt und Saturn

In den letzten 15 Jahren hat sich die Anzahl der Deutschen mit Internetzugang mehr als verdoppelt. Nicht nur das Interesse an frei zugänglichen Informationen ist ein Grund: Die digitale Welt ist prall gefüllt mit günstigen Angeboten und allerlei Serviceleistungen. Das wachsende Interesse an den digitalen Marktplätzen hatte einen enormen Einfluss auf das Einkaufsverhalten und somit auch auf das Verhalten der Anbieter verschiedener Sparten.

Der Wandel der Elektromärkte

Im Jahr 2012 kämpften Anbieter von Unterhaltungs- und Alltagselektronik um die sich verschiebenden Marktanteile. Das Internet bot vielen Firmen eine Möglichkeit, ihr Angebot international zugänglich zu machen und ersparte im Vergleich zu den bekannten Verkaufsgeschäften einige Kosten. Die Spitzenreiter im Segment der Elektromärkte waren am Zug. Im Rahmen der Europameisterschaft waren Null-Prozent-Finanzierungen eine Möglichkeit Umsätze zu generieren, nach der Meisterschaft brachen diese natürlich ein.

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Auch der Service vor Ort war für viele kein Grund mehr, der für einen Besuch sprach. Ein einzelner Mitarbeiter im Elektromarkt kann nie so viele Informationen über die angebotenen Geräte im Kopf haben, wie ein Klick in einer Onlinesuchmaschine ans Licht bringt. Zudem war der direkte Preisvergleich des Wunschgerätes im Internet bedeutend einfacher und raubte weniger Kraft als das Abklappern der Einzelhändler.

Um gegen Onlinebörsen bestehen zu können, war ein Nachziehen der Elektromärkte gefragt. Nach und nach verlagerten Größen wie Saturn oder der Media Markt ihr Angebot ins Netz. Der Wettbewerb blühte zu Gunsten der Endverbraucher. Der direkte Preisvergleich, günstige Versandkonditionen und Finanzierungen machten den Einkauf am Rechner zum preiswerten Kinderspiel. Zusätzliche Drittanbieter ermöglichen mit Rabattaktionen weitere Möglichkeiten der Preisreduzierung und Paybackaktionen, auch bei Saturn.

Neuste Technik, Rabatte und mehr

Die Märkte Saturn und Media Markt zeigen, was aus den Möglichkeiten des Internethandels rauszuholen ist. Neben einem stetig wachsenden exklusiven Onlineangebot bietet der Besuch der Homepage Hilfe und Ratschlag in Form von Kundenbewertungen und Ratgebern. Zudem erfolgte eine Vernetzung mit dem klassischen Angebot: Printwerbung, Adresse, Öffnungszeiten und Ladenabholungen gehen mit der Webpräsenz einher. Somit erhalten sich die Märkte Kunden, welche zwar zunächst in Ruhe online vergleichen wollen, aber dennoch bevorzugen, das Produkt vor dem Kauf zu beäugen.

Die Zukunft wird zeigen, ob die klassischen Märkte mit Ausstellungsraum Bestand haben. Mit einem fortschreitenden Erfolg der Onlinebestellungen könnten die klassischen Verkaufshallen bald der Vergangenheit angehören. Nach dem Besuch im Internet und einer Bestellung könnten die Waren in ein Lager gebracht werden und dort fertig gepackt zur Verfügung stehen.

Das Leben in der digitalen Welt

Im Wandel hin zum Angebot im Web waren die Elektroprofis besonders in der Pflicht: Durch die Vielzahl an Produkten, mit denen der Zugang zum Internet überhaupt erst ermöglicht wurde, wäre es verwerflich, nicht selbst in der digitalen Welt präsent zu sein. Bis heute folgen immer mehr Händler dem Beispiel. Auch Discounter bieten mittlerweile den Onlineversand ab realistischen Mindestbestellwerten an. Bevor wir uns allerdings davon verabschieden, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch nach Aussehen und Frische zu sortieren, wird es wohl noch etwas Gewöhnung an die moderne Gemütlichkeit bedürfen.

Intrografik: Media-Saturn-Holding

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