Datum: | Artikel 2015

W-Lan-Router

Mittlerweile ist DSL nahezu flächendeckend verbreitet. Doch die zunehmenden Angebote wie Streaming und Cloud benötigen immer höhere Übermittlungsraten. Neben dem klassischen ADSL hat sich mittlerweile auch das schnellere V(ectoring)DSL vielerorts etabliert.

Datenraten immer besser: schnelles Internet für viele dank VDSL

Über 75 Prozent aller Festnetzkunden haben einen DSL-Anschluss, doch oft werden die beworbenen 16 Mbit/s nicht erreicht. Neben diversen Einflussfaktoren wie den eigenen Systemeinstellungen liegt eine Kernursache in den Hauptverteilern, die oft über viele Kilometer mit Telefonkupferkabeln verbunden sind. Diese sind bei der Länge allerdings relativ störungsanfällig. Um die gestiegenen Anforderungen in Sachen Datenraten erfüllen zu können, investieren viele Anbieter in VDSL. Denn oft ist das Telefonkabel die einzig bezahlbare Verbindungsart für beide Seiten. Und diese wird mit der Aufrüstung der Verteilerkästen realisiert, indem die Leitungslängen verkürzt und Lüftungen eingebaut werden.

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Outdoor-DSLAM

Outdoor-DSLAM, © embeki – Fotolia.com

Die Zukunft schneller Datenleitungen selbst einleiten

Heute gibt es daher für viele Haushalte in Sachen VDSL-Verfügbarkeit gute Nachrichten, denn Anbieter wie 1und1.de schaffen bis zu 100 Mbit/s, was in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung des Status Quo bedeutet. Was in der Zukunft möglich ist, zeigt der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Produzent Huawe in aktuellen Labortests mit bis zu 400 Mbit/s dank einer ganz eigenen Vectoring-Methode. Auf 1.000 Metern gab es mit Kupferkabel immer noch 100 Mbit/s.

Damit diese Leistung auch in der eigenen Wohnung ankommt, gibt es einiges zu beachten. Zuerst braucht der User ein geeignetes Modem, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt und Vectoring (also VDSL, VDSL2 bzw. ADSL2) unterstützt. Dazu kommen beispielsweise Fritzbox-Modelle wie 7412 und 7490 infrage. Die Anforderungen müssen dann sämtliche Hardwareeinheiten im eigenen System erfüllen. Darüber hinaus sollten auch hier die Kabel zwischen Gerät und Modem so kurz wie möglich sein, um Qualitätsverluste gering zu halten. Auch Adapter sind eine zusätzliche Störquelle. Dazu gehört auch das Netzwerkkabel zwischen der Telefonbuchse und dem Splitter.

W-Lan-Router

Router mit Anschluss, andifink – Fotolia.com

Netzwerkeinstellungen für VDSL optimieren

Auf dem PC selbst können oft Firewalls und Virenscanner dafür sorgen, dass die Bandbreite nicht voll genutzt werden kann. Auch mehrere Nutzer oder hintereinander geschaltete Geräte verringern die Internetgeschwindigkeit. Neben den Softwareeinstellungen gilt es die TCP-Parameter wie MTU und andere Konfigurationseinstellungen auf das schnelle Internet hin anzupassen. Eine optimale Anpassung kann mit Hilfsprogrammen wie dem TCP-Optimizer einfach durchgeführt werden.

tcp Optimizer

TCP-Optimizer

Auch der Anschluss an nachgelagerte TAE-Telefonanschlussdosen ist zu vermeiden. Grundsätzlich ist VDSL auf völlig intakte Kabelverbindungen angewiesen. Zwischen PC und Router sollten stets Patchkabel verwendet werden. Generell greift man lieber zu hochwertigen Kabelarten, bei denen die Begriffe „Geschirmt“ und „PIMF“ vorkommen und die Kategorie 5 oder höher entsprechen.

Intrografik: © andifink – Fotolia.com

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