Datum: | Artikel 2015

Server Hardware

Etwa alle vier Jahre tauscht ein Unternehmen einen Teil seiner IT-Infrastruktur aus, um kontinuierlich für eine performante Verfügbarkeit zu sorgen. Dies ist auch notwendig, damit alle Prozesse ohne Unterbrechung ablaufen und Mitarbeiter problemlos arbeiten können. Allerdings entsteht einem Unternehmen hierdurch auch ein enormer Kostendruck, denn neue Hardware ist in der Regel relativ teuer; insbesondere, wenn viele Komponenten auf einmal getauscht werden müssen.

Allerdings fehlt vor allem bei der Anschaffung von neuer Hardware häufig Wissen um den eigentlichen Zustand der eigenen Infrastruktur sowie um kostengünstige Alternativen, sodass oft Hardware ausgetauscht wird, die eigentlich noch einen relativ hohen Marktwert besitzt und darüber hinaus noch eine längere Zeit funktionstüchtig wäre. Die Austauschzyklen sind also oftmals zu engmaschig und verursachen unnötige Kosten. Zu einem großen Teil liegt das auch daran, dass der Support für die entsprechenden Server beispielsweise eingestellt wird und Unternehmen hier lieber zu neuer Hardware mit entsprechendem Service greifen. Hierdurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile:

Anzeige
  • deutliche Kostenersparnis
  • bewährte Hardware
  • herstellerunabhängiger Support
  • Garantiezeitraum nach Absprache

Kosten sparen durch gebrauchte Hardware

Eine Alternative, die sich inzwischen immer größerer Beliebtheit erfreut, ist der Griff zu gebrauchter Hardware. Diese ist meist deutlich kostengünstiger zu bekommen als neue und oftmals ist es für die eigene Infrastruktur auch gar nicht notwendig, auf dem neuesten technischen Stand zu sein. Insbesondere Komponenten wie Gehäuse für Server lassen sich sehr lange verwenden, ohne dass nennenswerter Verschleiß auftritt. Darüber hinaus besteht der Vorteil, dass sich gebrauchte Server bereits im Einsatz bewährt haben. So  braucht ein Unternehmen nicht fürchten, dass bestimmte Fabrikationsfehler zu Folgeproblemen führen. Der Preisverfall von neuwertiger Hardware ist in den ersten Monaten nach dem Kauf am stärksten, ähnlich wie bei neuen Fahrzeugen. Dies macht sich besonders bei Markenprodukten bemerkbar.

Taschenrechner Office

Gebrauchte Server sind in der Anschaffung deutlich kostengünstiger als neue.

Häufig wird die angeschaffte Hardware aufgegeben, weil der Support eingestellt wird und Unternehmen Wert auf den dazugehörigen Service legen. Viele Verantwortliche wissen allerdings nicht, dass sie Support für ihre Server nicht nur von Seiten des Herstellers bekommen können, sondern auch von Drittanbietern; häufig sogar zu günstigeren Konditionen. Bei Anbietern von gebrauchter Hardware können Unternehmen oftmals Server kaufen und zusätzlichen Service aus einer Hand bekommen. Je nach Wunsch kann neben den gebrauchten Servern also auch gleich der entsprechende Wartungsvertrag mitgebucht werden, womit Unternehmen unabhängig sind vom jeweiligen Hersteller.

Wenn gebrauchte Hardware bei der Anschaffung vielleicht auch eine weniger lange Lebensdauer mitbringt als Neuware, so kann mit ihr doch der generelle Anschaffungszyklus deutlich verschoben werden und die im Vergleich sehr geringen Kosten ermöglichen einen größeren Spielraum.

Positiv für den ökologischen Fußabdruck

Zwar sind aktuelle Geräte oft energieeffizienter, allerdings hat gebrauchte Hardware aus ökologischer Sicht den Vorteil, dass die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe und Energien sich bereits ausgezahlt haben. Je länger beispielsweise Server im Einsatz sind, desto effizienter sind sie in ihrer Nutzung gewesen, was sich positiv auf den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens auswirkt. Weitere Informationen zum Thema gibt es auch bei Green-IT. Denn auch wenn neue Hardware sich oftmals durch höhere Energieeffizienz behauptet, so dauert es doch einige Jahre, bis sich dieser Vorteil aus ökologischer Sicht auch bemerkbar macht.

Gebrauchte Komponenten sind darüber hinaus nicht anfälliger für Schäden als Neuware. Server und andere Hardware aus zweiter Hand durchlaufen je nach Anbieter unterschiedliche Aufbereitungs- und Testverfahren, damit beim Verkauf die Funktionalität gewährleistet ist.

Grafik

Diese Punkte sollten beim Kauf beachtet werden

Beim Kauf von gebrauchter Hardware sollten Unternehmen dennoch einige Risiken im Auge behalten und bei der Wahl ihres Händlers zunächst ein paar Informationen einholen. So sollten sämtliche Produkte vor der Auslieferung getestet worden sein. Im Idealfall klärt der Händler über die einzelnen Verfahren auf, die er zur Qualitätssicherung nutzt. Bei kompletten Servern sollten die jeweiligen Komponenten schon in der Produktbeschreibung einzeln ausgewiesen sein, damit Käufer sicher sein können, dass sich im gewählten Produkt auch ausschließlich die dazugehörigen Marken-Komponenten befinden.

Darüber hinaus sollte das Produkt nach seinen Möglichkeiten aufbereitet worden sein. Dazu gehört nicht nur eine Reinigung der Komponenten, sondern auch beispielsweise das Ersetzen von fehlenden Schrauben oder das Austauschen defekter Einzelteile. Nicht zuletzt sollten Unternehmen natürlich auch einen Blick auf die Kundenbewertungen werfen sowie auf die Umtausch- und Rücknahmebedingungen. Sinnvoll kann auch eine Garantieerweiterung sein, mit der die Funktionstüchtigkeit für die Hardware über einen bestimmten Zeitraum garantiert wird. Je nach Wunsch wird die jeweilige Hardware im Falle eines Fehlers entweder vom Anbieter selbst repariert oder unmittelbar ausgetauscht, sodass für das Unternehmen direkt Ersatz bereitsteht.

Beim Kauf gebrauchter Hardware sollten verschiedene Kriterien beachtet werden.

Beim Kauf gebrauchter Hardware sollten verschiedene Kriterien beachtet werden.

Zudem sollte beim Kauf von gebrauchten Servern auch auf deren Stromverbrauch geachtet werden, der bei älteren Geräten noch deutlich höher liegen kann als bei neuen. Je nach Software, die auf dem Server verwendet werden soll, muss auch deren Kompatibilität mit dem gewünschten Gerät vorher überprüft werden. Erst kürzlich stellte Windows seinen Support für die Software Windows Server 2003 ein, sodass Benutzer in Zukunft ein neues System nutzen müssen. Steht die eigene verwendete Software kurz vor dem Ende ihres Supportzeitraumes, sollte vor der Anschaffung neuer Hardware festgelegt werden, welche Software künftig verwendet werden soll, damit nicht kurz nach dem Einkauf der neuen Hardware auch neue Software eingekauft werden muss, die dann nicht mit der neuen Server-Hardware kompatibel ist.

Bildlizenzen:

Bild 1 Intro: commons.wikimedia © (CC BY-SA 3.0) TheVelocity

Bild 2: pixabay.com © (CC0 1.0) AlexanderStein

Bild 3: pixabay.com © (CC0 1.0) blickpixel

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten