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Desktop-Suchmaschine von Microsoft, indexierte Inhalte können so auch in die Bibliotheken von Win7 aufgenommen werden

Windows Search 4 ist die Weiterentwicklung der Desktop-Suche, welche bereits in Windows Vista integriert ist und aktualisiert auf diesem Betriebssystem auch die Suche.

Während die Integration unter Windows Vista direkt im Startmenü erfolgt, müssen Nutzer der anderen Betriebssysteme mit einem Trayicon vorlieb nehmen, was die Funktionalität aber nicht wesentlich einschränkt.

Wie andere Desktop-Suchmaschinen baut auch Windows Search einen Index aus verschiedenen Dateitypen auf, welcher sich anschließend im Volltext durchsuchen lässt. Während bei Textdokumenten der Inhalt indexiert wird, werden bei Dateitypen wie MP3 oder JPG die Eigenschaften (ID Tags, EXIF-Informationen etc.) in den Index aufgenommen. Die Indexierung wird nur aktiv, wenn kein anderes Programm Systemressourcen verbraucht.

Über die Indizierungsoptionen lässt sich festlegen, welche Ordner in den Index aufgenommen werden, per default sind es die Profilordner der Benutzer.

Ein Feature für Nutzer von Serverbetriebssystemen: Wird auf einem Windows Server (2003, WHS, SBS, 2008) Windows Search installiert und dort ein Index angelegt, nutzt der Client den Suchindex des Servers, was wiederum das Netzwerk entlastet. Um dies zu erreichen muss nur eine Freigabe auf dem Server als Indizierungsort angegeben werden. Der Client befragt in diesem Fall automatisch den Server, Windows Search 4 auf dem Server vorausgesetzt.

Auch Windows 7 profitiert von Windows Search, wenn Freigaben von anderen Systemen als Windows 7 in Bibliotheken von Windows 7 aufgenommen werden sollen (z.B. Freigaben auf dem Windows Home Server). Läuft auf dem Server der Indexdienst von Windows Search 4, akzeptiert Windows 7 die Freigaben für die Bibliotheken.

Die Desktopsuche kennt bereits eine Vielzahl von Formaten. Diese lassen sich über iFilter erweitern, welche zum einen bei iFiltershop.com heruntergeladen werden können (z.T. gegen Gebühr) oder durch Programme wie CorelDraw Suite X4, Adobe Reader ab Version 8 oder anderen Applikationen installiert werden. Für 64-Bit-Systeme bietet Adobe einen speziellen PDF-iFilter zum Download an.

Windows Search 4 unterstützt auch Maiclients ab Outlook XP und Outlook Express 6 und bindet sich in Office ein. Bei Nutzung eines Exchange-Servers im Cache-Modus, wird auch dieser indexiert.

Gegenüber anderen Produkten wie Copernic Desktop Search hat Microsoft Search aber vor allem das Manko, dass es bei Textdateien ab einer Größe von 2 MB nur die ersten 2 MB indexiert und Fundstellen nicht farblich hervorhebt.

WinTotal Tipparchiv:
Die alte klassische Suche für Windows XP wiederherstellen.

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