Beamer Test 2017

Die besten Videoprojektoren im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Beamern handelt es sich um spezielle Bildprojektoren, die aufgrund von Ausstattung und Bauweise an verschiedene andere Geräte angeschlossen werden können. Sie eignen sich zur Anbindung an Rechner und Spielekonsole, können aber auch mit dem DVD-Player verbunden werden. Um die Inhalte darzustellen, projizieren die Beamer die Inhalte an eine ebene, weiße Wand oder Leinwand.
  • Herzstück eines jeden Beamers ist das eingesetzte Leuchtmittel. Hier spielt vor allem die Helligkeit eine wichtige Rolle. Meist liegt die Helligkeit zwischen 1000 und 4500 Lumen. Bei größeren Geräten beträgt sie bis zu 30.000 Lumen.
  • Im Handel finden sich verschiedene Beamer-Typen. So können Sie beispielsweise LCD-Beamer wählen, die eine sehr hohe Farbintensität haben. Neben diesen haben sich DLP-Beamer etabliert, die auf Basis eines Spiegels arbeiten. Die sogenannten LED-Beamer sind nicht nur besonders leicht, sondern erweisen sich auch als sparsam und günstig im Betrieb. Sie sind perfekt für den mobilen Einsatz.

 

Beamer Test

Beamer befinden sich seit langem auf dem Vormarsch und haben immer neue Anwendungsgebiete für sich erobern können. Heute kommen sie nicht nur im Büro im Rahmen von PowerPoint-Präsentationen zum Einsatz, sondern haben sich beispielsweise auch im Heimkino etabliert. Selbst für das tägliche Work-out können die Beamer zur Hand genommen werden. So wirkt eine Zumba-DVD durch die Darstellung mit einem Beamer noch viel eindrucksvoller. Wenige Handgriffe reichen aus, um einen Beamer so in ein Büro einzubinden, dass daraus ein hochwertiger Präsentationsraum wird.

Der Einsatz im Wohnzimmer in Kombination mit einer ausfahrbaren Leinwand ist jederzeit möglich und sorgt für ganz neue TV- und Filmerlebnisse. Suchen Sie den passenden Beamer für die eigenen vier Wände, lohnt sich vorher ein Blick in unseren Beamer-Vergleich 2017. Wir haben in unserer umfassenden Kaufberatung zahlreiche Punkte für Sie zusammengefasst, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Weiterhin finden Sie umfassende, Informationen zu den verschiedenen Beamer-Typen, welches Zubehör Ihr Beamer-Heimkino unterstützen können und wie Sie Ihr Gerät pflegen sollten, damit er möglichst lang funktioniert.

1. Aufbau und Funktionsweise der verschiedenen Beamer

Beamer Public Viewing
Zum Public Viewing oder für das Open Air Cinema wird ein Beamer mit hoher Auflösung benötigt.

Es gibt mittlerweile verschiedene Typen von Projektoren. Sie unterscheiden sich in Aufbau und Funktionsweise voneinander. Zu den gängigsten Beamern, die auf dem Markt zu finden sind, gehören LCD-, LED- und DLP Beamer. Auch wenn sie sich in der technischen Gestaltung voneinander unterscheiden, gibt es zwischen den gängigen Beamern erhebliche Gemeinsamkeiten.

Das Grundprinzip der Beamer ist seit Jahren bekannt und hat sich erfolgreich etabliert. Das Licht eines bestimmten Leuchtmittels wird zunächst durch die am Beamer vorhandene farbige Fläche gelenkt. Das Bild, das dadurch entsteht, wird durch das Objektiv entsprechend vergrößert. Es erfolgt anschließend die Projizierung auf die Leinwand. Bei Overhead- und Diageräten ist die farbige Fläche prinzipiell statisch. Das heißt: Sie ist fest. Anders ist dies bei Beamern, die beispielsweise für die Darstellung von Filmen genutzt werden. Hier ist diese Fläche immer beweglich.

1.1. Besonderheiten des LCD-Beamers

Die grundlegende Funktionsweise der LCD-Beamer ist mit der der Diaprojektoren identisch. Die LCD-Anzeige kann aus mehreren Lagen bestehen. Die Grundfarben werden gebraucht, um das Bild zusammenzubauen. Ist die LCD-Anzeige stattdessen nur einlagig, erfolgt die Entstehung des Bildes durch gemischte Farben. Die einlagigen LCD-Beamer hinterlassen prinzipiell einen groben Bildeindruck. Die Pixel sind hier durch den sogenannten Fliegengittereffekt deutlich erkennbar.

Beamer Ständer
Einige Modelle verfügen über einen integrierten Ständer um den Aufbau zu erleichtern.

Es gibt mittlerweile einige moderne LCD-Beamer, bei denen es den Herstellern gelungen ist, die HD-Technologie erfolgreich umzusetzen. Hier ist der Effekt der LCD-Matrix nicht mehr so deutlich zu erkennen und kann vernachlässigt werden. Im Beamer-Vergleich fallen die LCD-Modelle vor allem durch einen Punkt auf: Gegenüber den anderen Arten können sie zu einem niedrigeren Preis gekauft werden.

Doch einige Nachteile sind beim LCD-Beamer weiterhin vorhanden. Hierzu gehört in erster Linie der Pixeleffekt. Dieser ist vor allem bei Geräten deutlich zu erkennen, die mit einer geringeren Auflösung arbeiten. Darüber hinaus bleibt der Memory-Effekt eine Schwachstelle. Wird der Beamer mehrere tausend Stunden genutzt, kann sich ein Bild einbrennen. Für einen LCD-Beamer ist weiterhin immer ein Lüfter notwendig. Dadurch muss während des Betriebs auch mit einer gewissen Geräuschentwicklung gerechnet werden.

LCD-Matrizen arbeiten des Weiteren immer mit einer festen Auflösung. Möchten Sie mit einer Auflösung arbeiten, die abweichend davon eingestellt ist, müssen Sie das interpolieren. Damit nimmt auch die Bildqualität erheblich ab.

Im folgenden haben wir die Vor-und Nachteile des LCD-Beamers im vergleich zu anderen Modellen zusammengestellt.

  • recht günstig in der Anschaffung
  • Bildpunkte werden scharf abgegrenzt, dadurch ist gute Lesbarkeit gegeben
  • handliche und leichte Bauweise
  • höhere Lichtintensität gegenüber Ein-Chip-DLP-Beamer bei der gleichen Lichtleistungsklasse
  • relativ empfindlich gegenüber Staub sowie Rauch
  • Lüfter sorgen für unangenehme Geräuschentwicklung
  • Fliegengittereffekt: Pixelstruktur zeichnet sich scharf ab, wird als störend empfunden

1.2. Besonderheiten und Aufbau der DLP-Beamer

beamer linse
Die Linse des Beamers ist sehr anfällig für Staub. Achten Sie darauf, diese regelmäßig zu reinigen.

Die Abkürzung DLP steht für Digital Light Processing. Die Besonderheit ist eine spezielle Chip-Technologie, die mit einer Vielzahl von mikroskopisch kleinen Spiegeln, die elektronisch geschaltet sind, arbeitet. Trifft das Licht auf die Spiegel, wird es je nach Bild abgelenkt oder weitergeleitet, bevor es schließlich wieder zusammengesetzt wird.

Innerhalb des DLP-Beamers ist eine Farbscheibe verbaut. Diese rotiert ausgesprochen schnell, wodurch die gewünschte Farbigkeit des Bildes umgesetzt wird. Die DLP-Beamer zeigen innerhalb einer Sekunde das Bild zahlreiche Male in den jeweiligen Grundfarben. Das menschliche Auge ist relativ träge und erkennt die Darstellung als ein einziges Bild. Statistisch trifft das nur auf 3 Prozent der Menschen nicht zu. Zwar können auch sie die Bilder, die vom Beamer angezeigt werden, verfolgen, allerdings haben sie häufiger mit einem Regenbogeneffekt zu kämpfen. DLP-Beamer sind besonders hell und erreichen darüber hinaus eine hohe Homogenität.

Doch auch die DLP-Beamer haben mit Schwächen zu kämpfen. Nachteile dieser Technik sind eventuelle Farbverfälschungen die entstehen können. Auch sorgt der Lüfter hier ebenso wie beim LCD-Beamer für eine recht unangenehme Geräuschentwicklung. Unterstützt wird die Geräuschentwicklung zudem durch die Farbscheibe, die permanent rotiert.

Sie können sich abschließend nochmals einen Überblick über die Vor- und Nachteile der DLP-Beamer im Vergleich zu den anderen Modellen verschaffen.

  • arbeiten sehr schnell, Nachzieheffekt wird verhindert
  • eignen sich hervorragend für 3D-Projektionen
  • arbeiten mit höherem Kontrastwert als LCD-Projektor
  • nicht so stark ausgeprägte Pixelstruktur
  • weniger staubanfällig
  • störender Regenbogeneffekt tritt relativ häufig auf
  • Entstehung eines unangenehmen Flimmerns möglich (meist nur bei bestimmten Farb- und Grauwerten)
  • Farblichtleistung bei Geräten mit Weißsegmenten schlechter als bei LCD-Projektoren
  • Farbrad und Lüfter sorgen für größere Lautstärke

1.3. Aufbau und Besonderheiten der LED-Beamer

LED beamer
Der LED-Beamer ist bereits ab 70 Euro zu erwerben.

LCD- und DLP-Beamer haben eine gemeinsame Schwachstelle: Hier müssen Sie nach einer Nutzung von 4000 bis 6000 Stunden das Leuchtmittel wechseln. Diese Arbeit entfällt beim LED-Beamer. Auch hier gibt es verschiedene Bauweisen. Zum einen können Sie sich für einen LED-Beamer mit weißen LEDs entscheiden. Zum anderen finden sich auf dem Markt auch Projektoren, die mit den LEDs als bildgebende Instanz arbeiten.

Bei den LEDs handelt es sich um eine sehr leichte Technik, die darüber hinaus nicht die Empfindlichkeit von anderen Leuchtmitteln an den Tag legt. So kann sie leichte Stöße um einiges besser verkraften. LEDs haben sicherlich auch Nachteile, doch die Lebensdauer ist kein Teil davon. Für durchschnittlich 20.000 Stunden erhalten Sie eine grandiose Farbbrillanz. Das Einzige, was hier abnimmt, ist die Lichtstärke. Die Lichtstärke an sich fällt zudem ein wenig geringer aus. Die kompakte Bauweise ist ein Punkt, der sicherlich für die LED-Beamer spricht.

In dieser Tabelle können Sie sich noch einmal einen Überblick über die Vor- und Nachteile der LED-Beamer im Vergleich zu den anderen Modellen verschaffen.

  • bessere Energieeffizienz
  • kompakte Bauweise
  • geringe Luftgeräusche
  • Akkubetrieb möglich
  • hohe LED-Lebensdauer von bis zu 20.000 Stunden
  • niedrige Geräuschentwicklung
  • Lichtleistung ist deutlich niedriger als bei anderen Projektoren
  • Bild erscheint dunkler
  • Technik sorgt für Regenbogeneffekt

1.4. Welcher Typ setzt sich beim Zwischenfazit durch?

Abschließend haben wir für Sie nochmals die wichtigsten Fakten zu den einzelnen Beamer-Typen zusammengefasst.

LCD-Beamer DLP-Beamer LED-Beamer
  • meist kompakte, handliche Bauweise
  • kostensparende Technologie
  • punktet bei den meisten Anwendungen mit guter Bildqualität
  • Lüfter sorgt für deutliche Geräuschentwicklung
  • Einstellung hoher Schärfen realisierbar
  • gute Bildqualität
  • wird während des Betriebs vergleichsweise laut (wegen Lüfter und Farbscheibe)
  • extrem kompakt und platzsparend
  • mit langlebigem Leuchtmittel
  • auch für mobile Anwendungen
  • solide Bildqualität, reicht für Präsentationen aus

2. Beamer-Leuchtmittel: Herzstück für eine gute Bildqualität

Was sind Lumen?

Die Einheit des Lichtstroms bilden die Lumen, kurz lm. Wird ein Leuchtmittel eingeschaltet, entsteht ein sichtbares Licht. Es setzt sich aus zahlreichen einzelnen Lichtstrahlen zusammen. In der Summe werden diese Lichtstrahlen als Lichtstrom definiert. Die Messung des Lichtstroms erfolgt in ANSI-Lumen.

Damit ein Beamer Bilder, ob nun statisch oder bewegt, auf die Leinwand übertragen kann, ist er auf die passenden Leuchtmittel angewiesen. Je nach Modell gibt es zwischen der verarbeiteten Technik und den verwendeten Leuchtmitteln große Unterschiede. Damit eine gute Projektorausleuchtung gegeben ist, kommt es vor allem auf den Lichtstrom an. Bei der Lichtstärke und dem Leuchtstrom gibt es große Unterschiede. Viele Modelle, die im Beamer-Test berücksichtigt werden, halten Leuchtstärken von 1000 bis 4500 Lumen bereit.

Der Beamer entscheidet in erheblichem Umfang über den Lichtstrom und seine Qualität. Hier besteht jedoch durch den Anwender immer Potenzial zur Nachbesserung. So können sowohl der Farbverlauf als auch der Kontrast angepasst werden. Insbesondere bei einer ausgewogenen Abstimmung der Beamer-Farbstimmungen kann der tatsächliche Lumenwert deutlich unter dem liegen, der nominell angegeben wird. Hier haben verschiedene Beamer-Tests gezeigt, dass der beste Beamer durchaus Abweichungen von 10 bis 20 Prozent erreicht.

Berücksichtigen Sie, dass die Helligkeit mit steigender Lebensdauer der Lampen abnimmt. Das heißt: Umso älter die Lampen sind, desto geringer ist die Helligkeit. Diese kann bei der Lebensdauer, die einige Hersteller angeben, um 50 Prozent zurückgehen.

Beamer Vergleich

3. Kaufberatung für den Beamer-Kauf: So finden Sie den passenden Beamer

Möchten Sie einen Beamer kaufen, sollten Sie auf verschiedene Kriterien eingehen. Dabei ist es nicht besonders relevant, ob ein Beamer günstig ist.

3.1. Der Verwendungszweck

beamer licht
Ein Beamer ist zwar nicht stromsparender als ein Fernseher, dafür kann er meist ein größeres Bild erzeugen.

Bevor Sie sich auf die Suche nach einem Beamer machen, sollte feststehen, für was Sie diesen brauchen. Aufgrund der verschiedenen Anwendungsbereiche gibt es enorme Unterschiede. Der Einsatzzweck gibt die grundlegende Richtung für die Projektorart und das Modell vor.

  • Mobiler Einsatz: Möchten Sie Ihren Beamer zu Reisen oder Vorträgen mitnehmen, wird für Sie wohl nur ein kompaktes Modell in Frage kommen. In diesem Fall bieten sich beispielsweise kompakte LED-Beamer an, die oft noch zu einem besonders günstigen Preis zu haben sind. Hier müssen Sie zwar mit einer recht geringen Auflösung leben, profitieren aber von einem kleineren Preis. Wollen Sie sich nicht auf Kompromisse einlassen, können Sie einen tragbaren DLP-Beamer wählen. Sicherlich sind auch hier Leistungsabstriche erforderlich, doch sie können diese Geräte auch für Filme und Videos nutzen. Hierfür müssen Sie aber auch schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen.
  • Multiplayer- und Action-Games: Wer sich gern an sogenannten Multiplayer-Games beteiligt, ist vielleicht dazu bereit, bei der Geräuschentwicklung der Beamer Schwächen in Kauf zu nehmen. Wichtig ist hier vor allem eine hohe Auflösung. Darüber hinaus sollten die Bilder schlierenfrei dargestellt werden. Bei den meisten Spielen geraten Lüftergeräusche schnell wegen einem Voice-Chat oder Spielgeräuschen in den Hintergrund. Vielleicht gehören Sie aber auch zu den Spielern, die ohnehin Kopfhörer nutzen. Auch hier kann ein DLP-Beamer wieder als Alternative empfohlen werden.
  • Heimkino: Immer mehr Haushalte nutzen einen Beamer im Heimkino. Hier sind jedoch die lauten Lüfter in erster Linie störend. Auch ein rotierendes Farbblatt ist in diesem Fall nicht die richtige Wahl. Ein solider, guter Beamer ist hier allerdings vollkommen ausreichend. Hier müssen sie nicht allzu großen Wert auf eine herausragende Reaktionszeit legen. In den meisten Fällen ist ein LCD-Beamer ausreichend, wenn er eine akzeptable Auflösung im Petto hat.

3.2. Bedeutung von Auflösung und Bildgröße

Beamer Kino
Auch in jedem gängigen Kino wird bereits ein Beamer und kein Filmprojektor genutzt.

Stellen Sie die Geräte weiter von der Leinwand entfernt auf, wird das Bild größer. Das heißt: Die Bildfläche nimmt hier zu. Haben Sie die richtige Position für den Projektor gefunden, stellen Sie das Bild an der Linse scharf. Der Inhalt ist also problemlos für den Betrachter an der Wand erkennbar.

Bei einigen Modellen nimmt mit der Entfernung allerdings auch die Sichtbarkeit des Fliegengitters zu. Das heißt: Umso weiter sie von der Leinwand entfernt sind und umso größer das Bild ausfällt, desto deutlicher werden auch die einzelnen Bildpunkte zu sehen sein. Hier gibt es aufgrund der Auflösung enorme Unterschiede. Ist die Beamerauflösung besonders hoch, wird dieser Fliegengittereffekt lange auf sich warten lassen. Sie können also problemlos ein großes Bild erzeugen, ohne dass hier der Eindruck entsteht, dass es pixelig wirkt.

3.3. Herstellerversprechen von Auflösung über Anschlüsse bis hin zu Bildqualität

Anmerkungen wie HD- und HDMI-fähig finden sich mittlerweile bei den meisten Modellen. Doch wichtig ist hier an sich nur die Auflösung. Auch wenn eine Marke damit wirbt, dass der eigene Beamer HD-fähig ist, sagt dies über die Bildqualität kaum etwas aus. Der Punkt weist lediglich darauf hin, dass ein Beamer ein Eingangssignal, das in Full-HD oder beispielsweise auch HD geliefert wird, verarbeiten kann. Trotzdem ist es möglich, dass die Auflösung dann nur bei 800 x 480 Pixeln liegt.

beamer klein
Mit einem kleinen Beamer müssen Sie meist Abstriche bei der Bildqualität machen.

Entscheidend ist deswegen in erster Linie immer, welche Bildauflösung ausgegeben wird. Verschiedene Beamer-Tests zeigen beispielsweise, dass ein Gerät mit 1080p, eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel aufweist. Ultra-HD-Standard ist bei 3840 x 2160 Pixel gegeben. Beide Auflösungen gelten sowohl für den Filmgenuss als auch für Videospiele mittlerweile als Standard. Wollen Sie Ihrem Beamer nur bei Präsentationen nutzen, reichen 800 x 480 Bildpunkte als Auflösung vollkommen aus.

3.4. Qualität der Bildbewegung

Wer Sportsendungen liebt und das nächste Fußballspiel beispielsweise über einen Beamer verfolgen möchte, wird sich vor allem dafür interessieren, wie gut die Bildbewegung bei dem jeweiligen Gerät ausfällt. Nicht alle Projektoren können schnelle Bewegungen auch tatsächlich gut verarbeiten. Wichtig ist dies übrigens nicht nur für Sportfans, sondern auch für Gamer. Insbesondere bei Shootern und Action-Spielen müssen die Bilder schnell genug übertragen werden.

3.5. Achten Sie auf Farbe und Kontrast

Auskunft über die Qualität eines Beamers geben Farbe und Kontrast des Bildes. Dabei beschreibt der Kontrastwert immer, wie hoch der Helligkeitsunterschied zwischen Weiß und Schwarz maximal aussieht. Hohe Kontraste zahlen sich aus, denn damit werden die Beamer-Bilder schärfer und satter. Besonders wichtig ist der Kontrast bei der Beamer-Nutzung im Wohnzimmer oder dem Heimkino. Ist die Umgebung sehr dunkel, sollte das abgebildete Schwarz auch wirklich tiefschwarz sein. Das Weiß muss dagegen klar und hell wirken. Diese Wirkung gelingt jedoch nur, wenn die Kontrastwerte besonders hoch sind.

beamer konferenz
In Konferenzen oder Präsentation sorgt ein Beamer dafür, dass alle Anwesenden das Gezeigte sehen und mitverfolgen können.

Der Kontrastwert gibt also immer an, um wie viel heller der hellste Ton gegenüber dem Dunkelsten ist. Beträgt der angegebene Kontrastwert also zum Beispiel 1000:1, ist der hellste Punkt auch eintausend Mal heller als der Dunkelste. Grundsätzlich gilt: Umso höher der Kontrastwert ausfällt, desto besser ist die Bildqualität. Achten Sie darauf, dass der Mindest-Kontrastwert bei 5000:1 liegt. Der Kontrast nimmt im Laufe der Zeit ab. Je älter die Projektorlampe ist, desto geringer fällt dann auch der Kontrast aus.

Bekannt für ein gutes Kontrastverhältnis sind vor allem die DLP-Projektoren. Sie besitzen in der Regel einen sehr guten Schwarzwert. Dadurch ergibt sich mit maximal 4000:1 auch ein an sich großes Kontrastverhältnis. LCD-Projektoren, die für das Heimkino optimiert sind, können oft auf Spitzenkontrastwerte verweisen, die bei 10.000:1 liegen. Diese Werte erreichen sie vor allem durch eine mechanische Irisblende. Sie reduziert insbesondere bei den dunklen Bildern den Lichtstrom. Die LCD-Projekten bleiben jedoch hinter den DLP-Projektoren zurück. Grund hierfür ist das Restlicht, das die LCD-Technik selbst bei schwarz gestellten Pixeln durchlässt. Dadurch verschlechtert sich der Schwarzwert und der Kontrast sinkt.

3.6. Unterschiede beim Zoomfaktor

Wie beim Kontrastverhältnis gibt es auch beim Zoomfaktor zwischen den Beamern enorme Unterschiede. Modelle mit einem guten Zoom erreichen eine große Bilddiagonale. Einige Beamer sind so aufgebaut, dass sie die Projektionsgröße durch den Zoom problemlos verdoppeln. Andere arbeiten mit einer deutlich kleineren Steigerung, die nur zwischen 10 und 20 Prozent liegt. Der Zoomfaktor kann meist am Gerät eingestellt werden.

3.7. Die Mobilität

Gerade bei der Mobilität gibt es Raum für Kompromisse. Kleine LED-Beamer passen meist problemlos ins Handgepäck. Sie sind oft nur so groß wie ein Kulturbeutel. Doch die kompakte Bauweise hat auch Tücken, denn technische Meisterleistungen können hier nicht erwartet werden. Das macht sich bei Bildschärfe und Kontrast ebenso bemerkbar wie bei der Auflösung. Vor allem auf Reisen wird jedoch gern auf allzu empfindliche und teure Technik verzichtet.

3.8. Das Zusammenspiel von Luft und Geräusch

Nicht zu vergessen ist die Lautstärkeemission eines Beamers. Durch die Schallemissionen des Lüfters sowie das rotierende Farbblatt fühlen sich die Betrachter vor allem beim Einsatz im Heimkino schnell gestört. Gerade bei den Heimkinoprojektoren ist es wichtig, dass die Geräuschentwicklung minimal ist.

3.9. Stromverbrauch

beamer decke
Sie können Ihren Beamer auch an der Decke befestigen, wenn sich der Abstand zur Leinwand nicht verändern soll.

Ein Punkt, dem beim Kauf oft zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird, ist der Stromverbrauch. Dabei ist dieser nicht zu verachten. Ein Beamer verbraucht schlichtweg deutlich mehr Strom als ein TV-Gerät oder ein PC-Monitor. Durchschnittliche LCD- und DLP-Beamer arbeiten mit Leuchtmitteln zwischen 260 und 400 Watt. Diesen steht ein 40 Zoll großer LED-Fernseher gegenüber, der mit 45 bis 50 Watt auskommt. Die typischen LED-Monitore haben sogar nur eine Bilddiagonale von 24 Zoll. Das heißt: Die Leistungsaufnahme beträgt hier nur 25 Watt.

4. Richtiger Aufbau der Projektion

4.1. Die Umgebung nicht außer Acht lassen

Für viele erfüllt sich mit dem eigenen Heimkino ein Kindheitstraum. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, macht der Beamer das heimische Wohnzimmer zum stilvollen Heimkino, das Sie sicherlich spätestens bei der nächsten Fußball-WM zu schätzen wissen. Die meisten Beamer brauchen eine wirklich dunkle Umgebung, in der sie dann auch ihre Stärke optimal ausspielen können. Müssen Sie die Umgebung abdunkeln, funktioniert das am besten mit speziellen Vorhängen oder Rollos. Einige Beamer trotzen der Helligkeit jedoch. Dazu gehören beispielsweise die Acer-Modell H5380BD und H6510BD sowie der Optoma DW318.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Fernbedienung leuchtende Tasten hat. Die Orientierung fällt so im Dunkeln leichter und Sie müssen nicht ständig das Licht einschalten, um den Beamer zu bedienen.

4.2. Der richtige Abstand

Für die Bildqualität sind Abstand und Fläche gleichermaßen wichtig. Die meisten aktuellen Beamer kommen mit sechs bis neun Metern Leinwanddiagonale gut zurecht und liefern ansprechende Bilder. Aktuelle Fernseher können hier nicht mithalten. Sie müssen nur den Abstand, den es zwischen der Projektionsfläche sowie dem Beamer gibt, vergrößern.

Einschränkungen gibt es allerdings. Verdoppeln Sie den Abstand, gelangt nur noch ein Viertel der Helligkeit mit dem Licht auf die Projektionsfläche. Viele Beamer können jedoch mit sieben bis neun Metern Bilddiagonale in dunkler Umgebung problemlos arbeiten. Um dies zu bewerkstelligen, müssen Sie auch genügend Platz im petto haben.

4.3. Die ideale Position

beamer heimkino
Für Ihr Heimkino sollten Sie den besten Beamer wählen, damit Sie die Filme auch in optimaler Qualität sehen können.

Die ideale Position des Beamers ist besonders wichtig, um zu vermeiden, dass das Bild die Form eines Trapezes annimmt. Mit der Lens-shift-Funktion steht hier eine praktische Lösung zur Verfügung. Auch wenn der Beamer nicht richtig austariert ist, sorgt die Funktion dafür, dass Objektiv und Bild so verschoben werden, dass ein rechteckiges Format bestehen bleibt. Teure Geräte bieten diese Einstellungsoption sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung. So ist beispielsweise bei den Full-HD BenQ-Beamern eine vertikale Bildschiebung in begrenztem Umfang möglich.

Andere Standardmodelle sind hier nicht so anpassungsfähig und versprechen lediglich ein Geraderechnen der verformten Bilder. Überstehende Bildteile werden gestaucht. Zwar wird die Projektion begradigt. Allerdings sinkt auch die Bildqualität der betroffenen Abschnitte.

4.4. Beamer richtig einstellen

Für ein optimales Ergebnis ist die Einstellung des Beamers das A und O. Mit der manuellen Verfeinerung kann die Bildqualität noch einmal nachgebessert werden. Zu diesem Ergebnis kam zum Beispiel auch die Stiftung Warentest. Wie genau das funktioniert, können Sie hier nachlesen.

5. Überblick über Beamer-Zubehör

Passend zum Beamer gibt es eine große Auswahl an Zubehör, mit dem eine noch bessere Bildqualität oder ein höherer Anwendungskomfort erreicht werden kann.

5.1. Projektionsfläche und Leinwand als Grundlage

Jede gute Projektion braucht auch die passende Grundfläche. Hierbei kann es sich um eine große Leinwand, aber auch um eine Wand handeln. Möchten Sie eine dauerhafte Projektionsfläche, bieten sich speziell beschichtete Flächen an. Alternativ können Sie auf fixe Rahmenleinwände zurückgreifen. Mobile Projektionen finden mit den Spannleinwänden die richtige Ergänzung.

Haben Sie in Ihrem Heimkino nicht genügend Platz für eine feste Projektionsfläche, ist der Griff zu Rollleinwänden empfehlenswert. Diese sind wahlweise mit Motorantrieb erhältlich und lassen sich bei Bedarf einfach einrollen. Einfluss auf Nutzungskomfort und Bildqualität nehmen auch Beamerhalterungen.

5.2. Lösungen für die temporäre Nutzung: Stative und Beamerwagen

beamer anschluesse
Ein Beamer bietet Ihnen verschiedenste Anschlussmöglichkeiten.

Möchten Sie Ihren Beamer nur temporär an einem bestimmten Punkt nutzen, ist dies durch Stative und Beamerwagen möglich. Das Angebot in diesem Bereich ist groß. Es gibt günstige Basisstative bis hin zu hochwertigen Aluminium-Medienwagen, die sich durch Rollen einfach von A nach B schieben lassen. Decken- und Wandhalter sind für Festinstallationen die richtige Wahl. Ein bekannter Hersteller für Beamerhalterungen ist das Unternehmen Hama.

5.3. Anschluss eines TV-Tuners

Wird der Beamer im Heimkino eingesetzt, soll dieser meist auch normale TV-Inhalte wiedergeben. In diesem Fall braucht es einen zusätzlichen TV-Empfänger. Alternativ können Sie auch eine Verbindung zwischen TV und Beamer herstellen, wodurch Sie mit einem höheren Stromverbrauch rechnen müssen. Beamer und Empfänger verbinden Sie am besten mit einem HDMI-Kabel miteinander. Diese Kabel eignen sich zur Übertragung hoher Auflösungen.

Wollen Sie beispielsweise auch Spielekonsolen sowie einen Blu-Ray-Player an den Beamer anschließen, ist ein AV-Receiver erforderlich. Er besitzt mehrere HDMI-Eingänge. Der Anschluss dieses Receivers ist auch dann empfehlenswert, wenn Sie Wert auf eine gute Akustik legen. In verschiedenen Beamer-Tests fiel auf, dass die gängigen Beamer oft gar keine Lautsprecher besitzen. Durch die externe Tonwiedergabe erhöhen sich zwar noch einmal die Verbrauchswerte, dafür erhalten Sie aber auch einen besseren Klang.

6. Lampe und Lüfter: Unsere Tipps für eine lange Nutzung

6.1. So erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Lampe

  • Ist der Raum gut abgedunkelt, reicht eine geringe Lampenleistung aus.
  • Nutzen Sie den Ökomodus (Sparbetrieb) des Beamers.
  • Vermeiden Sie häufiges Wechseln zwischen den vorhandenen Bildmodi. Durch das Umschalten zwischen den Modi wird die Lampe zusätzlich belastet.
  • Verzichten Sie auf Dauerbetrieb, da die Lampe hierdurch extrem belastet wird. Nach einigen Stunden sollten Sie dem Beamer eine Pause gönnen.
  • Nach dem Gebrauch dürfen Sie den Beamer nicht sofort wieder vom Stromkreis trennen. Viele Beamer schalten nicht sofort ab, sondern wechseln in einen Abkühlmodus. Dieser schont die Lampe.
  • Einmal jährlich sollten Sie den Luftfilter reinigen oder wechseln. Damit vermeiden Sie, dass die Lampe überhitzt.

6.2. Der richtige Wechsel der Lampe

beamer bedienung
Den Beamer können Sie nicht nur mit einer Fernbedienung, sondern auch mit Knöpfen an dem Gerät selbst bedienen.

In jedem Beamer arbeitet eine Lampe, die nach jahrelanger Nutzung gewechselt werden muss. Hierfür wird der Beamer zunächst vom Stromkreis getrennt. Warten Sie nun wenigstens 30 Minuten ab. Anschließend können Sie das Gerät öffnen. Das alte Lampenmodul wird aus dem Gerät entnommen. Für die neue Lampe nutzen Sie Handschuhe oder ein fusselfreies Tuch, um Fettabdrücke auf der Lampe zu vermeiden. Diese würden sich als Flecken einbrennen. Nach dem Einsetzen der neuen Lampe muss der Stundenzähler auf null zurückgesetzt werden. Einige Beamer machen das automatisch.

Folgendes Video zeigt Ihnen, wie einfach der Lampenwechsel beim Beamer funktioniert.

6.3. Die richtige Entsorgung der Lampe

Sämtliche Beamer arbeiten mit quecksilberhaltigen Lampen. Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das gesundheitsschädigend ist. Daher dürfen die Beamer-Lampen nicht im Hausmüll entsorgt werden.

Beamer-Lampen gehören nicht in den Hausmüll, sondern zu einer entsprechenden Sammelstelle. Solche Sammelstellen befinden sich in Geschäften und Recyclinghöfen. Hier können Sie sich einen Überblick über die Sammelstellen in Ihrer Region verschaffen.

6.4. Der Lüfter – unerlässlicher Bestandteil des Beamers

Wird elektrische Energie in Licht umgewandelt, entsteht Wärme. Hierbei handelt es sich um einen unvermeidbaren Nebeneffekt, mit dem jeder Beamer zu kämpfen hat. Wärme stellt für technische Bauteile immer eine gewisse Gefahr dar. Deswegen müssen auch die Videoprojektoren gekühlt werden. Hierfür kommen Lüfter zum Einsatz. Diese sind wichtige, aber auch unüberhörbare Bauteile.

Tipp: Die meisten Heimkinomodelle besitzen einen Ökomodus. In diesem Ökomodus sind sowohl die Helligkeit als auch die Lüfterdrehzahl reduziert. Die Nebengeräusche fallen damit geringer aus. Darüber hinaus steigt so auch die Lebensdauer der Lampe.

7. Fragen und Antworten zum Thema Beamer

7.1. Wie können Sie Ihren Beamer anschließen?

Die Inbetriebnahme eines Beamers ist in der Mehrzahl der Fälle einfach und ohne umfassende Fachkenntnisse möglich. Haben Sie den Beamer ans Stromnetz angeschlossen, schaffen Sie zwischen Signalquelle und Beamer eine Verbindung via VGA, DVI oder HDMI. Moderne Beamer erkennen die Signalquelle meist automatisch.

7.2. Wann müssen Sie die Beamer-Lampe wechseln?

beamer transport
Wollen Sie den Beamer öfter transportieren, sollten Sie darauf achten, dass beim Kauf eine Transporttasche dabei ist.

Jede Beamer-Lampe hat eine bestimmte Lebensdauer, die sich nach der Nutzungsdauer richtet. Meist besitzen die Beamer einen Lampen-Timer. Er gibt eine Warnung ab, wenn die Lampen-Lebensdauer ausgeschöpft ist. Sobald diese Nachricht auftaucht, sollten Sie die Lampe wechseln.

7.3. Können Sie auch einen Beamer mieten?

Jeder Beamer ist eine nicht zu unterschätzende Investition. Daher wird oft darüber nachgedacht, ob der Beamer auch nur gemietet werden kann. Entsprechende Anbieter sind in vielen Städten zu finden. Vor allem wenn Sie das Gerät nur einmalig, beispielsweise zur Fußball-WM nutzen möchten, ist es ausreichend, den Beamer zu mieten.

7.4. Wie gestaltet sich die Beamer-Reinigung?

Der Beamer stellt an die Reinigung keine besonders umfassenden Anforderungen. Oft ist ein Microfaser-Tuch ausreichend. Mit diesem kann die Linse gereinigt werden. Die Linse sollten Sie regelmäßig abwischen, um zu verhindern, dass sich hier Staubkörner einbrennen. Darüber hinaus sollten Sie den Luftfilter in regelmäßigen Abständen reinigen. So stellen Sie sicher, dass die Belüftung der HD-Projektoren makellos funktioniert.

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