Netzwerkkabel Test 2017

Die besten Ethernet-Kabel im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Netzwerkverbindungen sind auch aus unserer modernen Welt nicht wegzudenken und keinesfalls veraltet. Im Gegensatz zu W-LAN Verbindungen verfügen Netzwerkkabel über höhere Datenübertragungsraten. Besonders in Büros und im industriellen Bereich gibt man dem Netzwerkkabel gern den Vorzug und auch im privaten Bereich sind die Kabel nicht wegzudenken, wenn es um stabile Internetverbindungen geht.
  • Auf Netzwerkverbindungen kann nicht verzichtet werden. Wenn auch die Anmeldung in einem Netzwerk per Funkverbindung erfolgt, im Netzwerk befindet sich mit Sicherheit an einer anderen Stelle eine Kabelverbindung.
  • Augenscheinlich gehört Funkverbindungen die Zukunft. Doch auf Grund ihrer größeren Störunanfälligkeit werden Kabelverbindungen besonders im professionellen Bereich häufig den Funkverbindungen vorgezogen.

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Der technische Fortschritt scheint uns in dieser schnelllebigen Zeit förmlich zu überrollen. Beinahe täglich tauchen Begriffe auf, die uns nichts sagen. Dabei nutzen wir bereits damit in Zusammenhang stehende Entwicklungen beinahe selbstverständlich. Genauso verhält es sich auch mit dem Ethernet. Der Begriff steht für ein Protokoll, welches es möglich macht, dass Daten in kabelgebundenen Netzwerken ausgetauscht werden können.

In den meisten Büros und selbst in dem einen oder anderen Wohnzimmer gehört meterlanger Kabelsalat zum Alltag. Wer vor dem heimischen PC häufig mit seiner WLAN-Verbindung unzufrieden ist, der greift früher oder später auf ein Netzwerkkabel zurück. Ein Netzwerkkabel-Vergleich 2017 bringt Ihnen die Vorteile eines Netzwerkkabels in Erinnerung. Möchten Sie sich den ungetrübten Surfspaß im Netz zurückholen, dann ist ein Netzwerkkabel-Test 2017 eine hilfreiche Informationsquelle für Sie.

1. Das Ethernet-Kabel: Datenübertragung in Paketen – seit 1970

Die Erfindung des Ethernet Kabels

Netzwerkkabel Test

Die Entwicklung des Ethernet-Protokolls stammt aus den 1970er Jahren. Das Protokoll wurde benötigt, um es zu ermöglichen, das Daten zwischen verschiedenen Geräten übertragen werden können. Dabei erfolgt eine Aufteilung der Daten in unterschiedliche Pakete, welche sich zwischen den Teilnehmern im Netzwerk austauschen lassen. Dabei können Übertragungsausfälle auftreten. Über ein “packet loss” wird im Netzwerk festgestellt, wenn ein entsprechendes Datenpaket verloren gegangen ist. Daraufhin erfolgt die erneute Sendung des Datenpaketes.

Das Netzwerkkabel hat keinesfalls ausgedient, sondern wird im digitalen Zeitalter sogar überraschend häufig genutzt. Überhaupt nicht wegzudenken sind Netzwerkkabel in Verbindung mit größeren Netzwerken, also zum Beispiel in Großraumbüros oder in Serverräumen.

Auch daheim wünschen Sie sich eine sichere Internetverbindung? Dann gehen Sie mit einem Netzwerkkabel auf Nummer sicher. WLAN ist häufig Störungen unterworfen, denn es werden störende Funkfrequenzen von Haushaltgeräten, der Bluetooth-Box oder elektronischem Kinderspielzeug gesendet. Dies hat im schlimmsten Fall Funkabbrüche zur Folge. Die meisten Endgeräte im Multimedia und Entertainment Segment besitzen einen Ethernet-Anschluss und lassen sich somit mit kabelgebundenen Netzwerken verbinden.

Jedes Netzwerkkabel besitzt acht Adern. Diese sind nicht auf den ersten Blick sichtbar und verlaufen innerhalb des isolierten Kabels. Die einzelnen Adern folgen einem bestimmten farblichen Schema. Bei den meisten in Netzwerkkabel-Tests berücksichtigen Typen ist die Twisted-Pair-Bauweise vorherrschend. Dabei werden zwei Adern miteinander verdrillt. Sollten beim Datenverkehr elektromagnetische Felder entstehen, dann lassen sich diese durch diese Bauweise aufheben.

Nun haben wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Netzwerkkabeln zusammengefasst:

  • einfach anzuwenden
  • beständig in der Leistung
  • ermöglicht stabile Netzwerkverbindungen
  • keine mobile Anwendung möglich
  • runder Querschnitt erweist sich häufig als unpraktisch

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2. Welche Netzwerkkabel-Typen gibt es?

2.1. Patchkabel

Im privaten Bereich wird meist das Patchkabel verwendet. „Patch“ steht dabei für die Bezeichnung für „Zwischenstück“. Im Klartext ist ein Patchkabel also als Bindeglied zwischen Abnehmer und Netzwerkquelle zu verstehen. In den meisten Heimnetzwerken ist die Verbindung zwischen PC und Router gemeint. Ein Vorteil dieser Kabel ist, das sie sofort einsatzfähig sind und bereits die nötigen beidseitigen Anschlüsse besitzen. Kaufen können Sie ein Patchkabel auch als Flachkabel. Dies ist dann besonders praktisch, wenn die Kabel durch schmale Türspalte geschoben werden oder unter Teppichen entlanggeführt werden sollen.

2.2. Installationskabel

Diese Kabel bezeichnet man auch als Verlegekabel. Im Handel befinden sich diese Kabel nicht gebrauchsfertig, sondern als Meterware und ohne notwendige Anschlüsse. Stehen größere Projekte an, und Sie möchten zum Beispiel nach dem Umzug oder Hausbau Ihre eigene Netzwerkarchitektur schaffen, dann bieten sich diese Kabel an. Sie lassen sich auch in Kabelschächte integrieren und die Verlegung ohne Stolperfallen wird möglich.

2.3. Crossover-Kabel

Diese Kabel gehören der Vergangenheit an. Die Besonderheit bestand darin, dass man bei einem der Anschlüsse die Kontakte vertauschte, um den direkten Austausch zwischen zwei Geräten zu ermöglichen. Heute erkennen die Netzwerkatapter selbstständig, ob von eingehenden oder ausgehenden Signalen die Rede ist. Somit sind diese Typen von Netzwerkkabeln überflüssig geworden.

Tipp: Die Kabel müssen nicht weggeworfen werden. Sie können Sie auch weiterhin benutzen, auch wenn die Bauweise überholt ist, die Funktion ist noch gewährleistet.

3. Netzwerkkabel Kaufberatung: Darauf kommt es an!

3.1. Kabeltyp

Die Entscheidung für den passenden Kabeltyp liegt bei Ihnen, bzw. bei Ihrem Vorhaben. Möchten Sie lediglich ein Endgerät mit einem Router verbinden, dann ist das gebrauchsfertige Patchkabel sicher die bessere Wahl. Möchten Sie jedoch eine komplette Netzwerkinfrastruktur aufbauen, dann helfen Installationskabel beim zielgerichteten Vorgehen und helfen Ihnen dabei unnötigen Kabelsalat zu vermeiden.

internet-verbindung-wlanFür die Verlegung ist es entscheidend, welchen Querschnitt die Kabel besitzen. Die Funktionalität wird bei flachen Kabeln nicht beeinträchtigt. Bei der Wahl der Kabellänge sollten Sie nicht zu eng kalkulieren. Es ist besonders ärgerlich, wenn das Kabel nicht ausreicht. Bei einem überdehnten Kabel können schnell Materialschäden entstehen. Die Hersteller bieten Netzwerkkabel in den unterschiedlichsten Längen an. Kalkulieren Sie vorab genau, dann ist es kein Problem, sich das passende Kabel liefern zu lassen. Installationskabel befinden sich auf einer Rolle und werden dann von Ihnen entsprechend zurechtgeschnitten.

3.2. Die Anschlüsse und die Kategorien

Eine Übersicht über die handelsüblichen Kategorien von Kabeln und deren komplementären Anschlüssen finden Sie hier:

Kategorie Betriebsfrequenz max. Datenrate Schirmung üblicher Anschluss
CAT3 16 MHz 100 Mbit/s keine (UTP) RJ45
CAT5/5e 100 MHz 1.000 Mbit/s geschirmt oder ungeschirmt RJ45
CAT6/6a/6e 250 MHz/500 MHz 10.000 Mbits/s geschirmt oder ungeschirmt RJ45
CAT7/7A 600 MHz/1.000 MHz 10.000 Mbits/s doppelt geschirmt (S/FTP) GG45 / TERA

Tipp: Meist sind CAT5 und CAT6-Netzwerkkabel geschirmt und ungeschirmt im Handel.

3.3. Besonderheiten

Bei Patchkabeln sind kleine Bauteile üblich, die als Schutz vor mechanischer Abnutzung fungieren sollen. Dabei handelt es sich um den Knickschutz und den Rastnasenschutz.

Beim Rastnasenschutz handelt es sich entweder um eine Kappe aus Gummi oder um eine seitlich am Stecker angebrachte Erhöhung. Dieses Zubehörteil dämpft den Druck auf die Rastnase und soll deren Abbruch verhindern.

Den Knickschutz finden Sie am Übergang zwischen Stecker und Kabel. An dieser Stelle ist Kabelbruch beinahe vorprogrammiert. Dieses stabile zylinderförmige Gewebe macht das Kabel stabil und verhindert einen Kabelbruch.

4. Achtung CAT7-Label

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Wer ständig mit WLAN-Abbrüchen zu kämpfen hat, sollte auf ein zuverlässiges Ethernet-Kabel umsteigen.

Relativ häufig anzutreffen sind vorkonfektionierte Kabel, welche

  • mit CAT7 zertifiziert sind und
  • RJ45-Anschlüsse besitzen

Bei diesen Angeboten ist Vorsicht geboten. Ein CAT7-Kabel steht in Verbindung mit einem RJ45-Anschluss deutlich hinter einem CAT6-Kabel zurück. Der Anschluss kann die Vorzüge des CAT7-Kabels nicht nutzen, da die Kontakte zu eng angeordnet sind. CAT7 benötigt die neu entwickelten GG45 Anschlüsse.

Diese ähneln zwar im Querschnitt RJ45, verfügen jedoch auch über Kontakte an der Oberseite. Da diese Geräte für den Heimgebrauch bislang kaum üblich sind, lohnt der Kauf eines CAT7-Kabels kaum. Allein, wenn Sie ein komplettes Netzwerk aufbauen, dann agieren Sie mit einem CAT7-Verlegekabel vorausschauend und bauen für die Zukunft vor.

Geräte, die bereits GG45-Buchsen besitzen, können auch mit älteren Kabeln und RJ45-Anschluss genutzt werden. Ein GG45 Stecker passt allerdings nicht in die RJ45-Buchse.

5. Netzwerkkabel und Stiftung Warentest

Einen Netzwerkkabel-Test hat die Stiftung Warentest bislang nicht vorgenommen (Stand: April 2017), allerdings können Sie sich hier umfassend über Router schlau machen.

6. Das Ethernet-Kabel – Fragen und Antworten

6.1. Welche Längen an Ethernet-Kabeln sind verfügbar?

Die Länge ist generell nicht unbegrenzt, denn es geht um eine raumnahe Vernetzung. Bezüglich der Kabeldämpfung gibt es technische Beschränkungen, was die Kabellänge ebenfalls einschränkt. Diese Beschränkungen greifen jedoch erst ab 100 Metern Kabellänge. Kabel zwischen 10 und 20 Metern Länge sind problemlos verwendbar und es ist mit keinen Beeinträchtigungen im Empfang zu rechnen.

6.2. Wie ist ein Ethernet-Kabel zu erkennen?

Ein Ethernet-Kabel lässt sich recht einfach erkennen. Ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal ist der RJ45-Stecker. Dieser besitzt einen rechteckigen Querschnitt. An der Unterseite des Steckers befinden sich acht Rillen. Dort liegen die Kontakte. Häufig ist der Anschluss durchsichtig und die Farben der einzelnen Kabel sind zu erkennen. An der Oberseite des Steckers fällt die Rastnase ins Auge. Auch der bereits beschriebene Knickschutz ist ein Merkmal, welches den RJ45-Stecker ausmacht.

6.3. Was gibt es beim Ethernet-Kabel zu beachten?

Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität. Wenn Sie ein Netzwerkkabel günstig kaufen, dann könnte dies bedeuten, dass Ihr Schnäppchen aus der Kategorie CAT3 stammt und sich für die modernen Netzwerkstandards nicht mehr nutzen lässt. Erst ab Kategorie 5 sind Netzwerkkabel uneingeschränkt für die Anforderungen des Gigabit-Internets ausgelegt.

6.4. Brauche ich einen Rastnasenschutz?

Es kommt darauf an, was Sie mit Ihrem persönlichen Netzwerkkabel-Vergleichssieger vorhaben. Soll das Kabel häufig umgestöpselt werden, dann verzichten Sie auf keinen Fall darauf, denn der Rastnasenschutz ist besonders wirksam bei derartigen Belastungen. Stecken Sie das Kabel lediglich ein und belassen es dann dabei, dann ist der Rastnasenschutz für Sie weniger relevant.

6.5. “Netzwerkkabel crimpen” – was ist das?

Sie crimpen ein Netzwerkkabel, wenn Sie Verlegegkabel kaufen und diese dann zu Patchkabeln umfunktionieren, bzw. wenn Sie bestehende Netzwekkabel verlängern wollen. Um die Adern in die Stecker einführen zu können, kann Ihnen eine Aderendhülsenzange behilflich sein. Sollten Sie weniger mit Elektrotechnik vertraut sein, dann bieten sich vorgefertigte Kabel an. Eine Hilfestellung beim Netzwerkkabel crimpen liefert Ihnen dieses Video:

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