SSD-Festplatte Test 2017

Die besten SSD-Festplatten im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • SSD = Solid State Drive. Die SSD-Festplatten sind im konventionellen Sinne allerdings kein Laufwerk, denn die Daten werden nicht manuell gespeichert.
  • Der Vorteil der SSD-Platten ist die hohe Datentransferrate. Im Vergleich zu konventionellen Magnetspeicher-Festplatten sind die SSD-Modelle deutlich leiser und verbrauchen geringere Strommengen. Die Speicherkapazität der SSD-Platten ist hingegen geringer, als die der HDD-Platten.
  • Sind die SSD-Festplatten in Laptops verbaut, wird der Akku der Geräte geschont. Vorteilhaft ist auch der minimierte Zeitaufwand für den Bootvorgang durch den Verbau der SSD-Festplatten im PC.

SSD festplatte test

Die SSD-Festplatten gibt es bereits seit längerem als Komponenten der Computer-Hardware. Ihren Namen haben die Solid State Disks, da sie keine beweglichen Komponenten in sich tragen. Dadurch haben sie einen geringeren Verschleiß und sind weniger fehlerbehaftet. Vor allem die Laptops der neuesten Generation und die Ultrabooks setzen auf die SSD-Platten im Inneren. Dadurch kann der Stromverbrauch minimiert und die Datentransferrate erhöht werden. Vorteilhaft sind die SSD-Festplatten auch im konventionellen PC. Durch ihre schnelle Arbeitsweise wird der Bootvorgang beschleunigt, was einem schnelleren Laufen des Systems zugutekommt.

In dem SSD-Festplatten-Vergleich 2017 zeigen wir nicht nur die verschiedenen Modelle, sondern erklären auch die Unterschiede. Was macht eine konventionelle Festplatte gegenüber der Solid-State-Disks aus? Zusätzlich gibt es nützliche Tipps, wie Sie die beste SSD-Festplatte beim Kaufen finden. Mit dieser Hilfestellung kann nahezu jeder seine optimierte Festplatte für den Rechner oder die mobilen Geräte finden.

1. SSD-Festplatte – Was ist das?

ssd festplatte 1tb
Eine SSD-Festplatte wird fest in den Computer eingebaut und erhöht dessen Speicherkapazität.

Eine SSD-Festplatte ist ein fixer Bestandteil eines Computer-Systems. Sie gehört zu den Hardware-Komponenten eines PCs oder Laptops. Mit SSD-Festplatte werden Speichermedien bezeichnet, die zur Datenverarbeitung dienen. Kategorisieren werden die SSD-Platten als nicht flüchtiges Speicherlaufwerk. Übersetzt bedeutet das nichts Anderes als dass die einmal gespeicherten Daten auch ohne eine aktive Stromversorgung immer wieder zur Verfügung stehen und nicht verloren gehen. Auch nach dem Ausschalten des Computers werden beispielsweise die Daten auf einer SSD-Festplatte nicht gelöscht.

Der Vorteil der SSD-Platten ist, dass sie weniger anfällig für Störungen oder Fehlfunktionen sind. Im Gegensatz zu den magnetischen Speichermedien arbeiten sie deutlich geräuschärmer und haben eine schnellere Zugriffszeit. Beim Preis sind die SSD-Festplatten allerdings noch immer vergleichsweise hoch angesiedelt. Die Kosten für ein SSD-Speichermedium sind auch heute noch immer bis zu zehnmal höher als bei deinem magnetischen Speicher.

1.1 Das SSD-Laufwerk und seine Entwicklung

Lizenzen der Hardware-Unternehmen

Lizenz

Noch immer findet sich auf vielen Speichermedien der Schriftzug des koreanischen Unternehmens „Samsung“. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass alle Speicher auch aus diesem Hause stammen. Der Grund hierfür ist einfach, denn im Jahr 2012 wurde die Lizenz für die Herstellung an das Unternehmen „Seagate“ verkauft. Damit werden noch immer die Speichermedien mit dem Schriftzug der Koreaner versehen, aber von anderen Unternehmen hergestellt. Ein ähnliches Procedere zeigt sich beispielsweise bei Braun-Toastern. Sie werden mittlerweile durch das Unternehmen DeLonghi produziert, tragen aber noch immer durch die Lizenzierung den Namen „Braun“.

Die SSD-Technologie hat bereits eine längere Geschichte. In den fünfziger Jahren gab es die ersten Magnetspeicher. Die Informationen wurden damals mithilfe eines Magnetkernes gespeichert. Allerdings musste zum Schreiben und Lesen dieser Kerne stets ein aktiver Stromfluss vorhanden sein. Aufgrund der technischen Entwicklung haben sich auch die Speichermedien weiterentwickelt und dennoch gilt der Magnetspeicher als Vorläufer der SSD-Festplatten.

Fast 20 Jahre später, in den siebziger und achtziger Jahren, gab es die ersten SSD-Halbleiterspeicher in einigen PCs. Die Electrically Alternatable Read-Only Memory-Methode, kurz EAROM, wurde Ende der siebziger Jahre eingeführt. Sie gilt von ihrer Struktur und Arbeitsweise als einer der bekanntesten Vorläufer der konventionellen SSD-Festplatten. Die heutigen SSD-Speichermedien nutzen den NAND-Flash-Speicher.

Im Laufe der Entwicklungsgeschichte gab es viele verschiedene Experimente zu den Solid-State-Laufwerken. Einige Speicherlösungen waren weniger erfolgversprechend und wurden verworfen. Vor allem die preisintensive Herstellung war für viele Speichermedien ein K.o.-Kriterium. In den privaten Haushalten nahm die SSD-Technologie erst zur Jahrtausendwende Einzug. Nicht nur die Kosten für die Herstellung, sondern auch die Anschaffungspreise sanken. 2007 brachte das koreanische Unternehmen Samsung die erste SSD-Festplatte für die privaten Endkunden auf den Markt. Seither ist die Entwicklung in diesem Bereich nicht mehr aufzuhalten.

1.2. Wie funktioniert die Datenspeicherung auf der SSD-Festplatte?

ssd festplatte
Für eine einwandfreie Installation finden Sie die wichtigsten Hersteller-Angaben bezüglich Ihrer SSD-Festplatte auf der Rückseite des jeweiligen Modells.

Wer die Arbeitsweise der SSD-Festplatte verstehen möchte, sollte zunächst ein Grundverständnis für die Boolesche Algebra haben. Zurückzuführen ist diese Form der Mathematik auf den Briten George Boole. Er machte sich an die Erklärung der Logiktheorie.

Vereinfacht dargestellt basiert seine Annahme darauf, dass es logische Anwendungen UND, NICHT sowie ODER gibt. Laut seiner Theorie gibt es lediglich zwei Komponenten: 1 und 0. Mit dieser theoretischen Annahme wird die Grundlage der elektronischen Schaltungen dargestellt. Dabei werden die Elemente mit und ohne Stromfluss betrachtet. Entsprechend dieser Theorien werden noch heute die Computer-Architekturen der einzelnen Geräte gebaut.

Zu den wichtigsten Komponenten dieser logischen Operatoren gehört das sogenannte NAND-Gatter. Das Wort ist ein Synonym für Negative AND. Dieser standardisierte Baustein ist aus der Elektrotechnik nicht mehr wegzudenken. Prozessoren bestehen beispielsweise vollständig aus den NAND-Gattern.

Ihr Aufbau ist denkbar einfach. Es gibt zwei oder mehrere Eingänge, die an einen Ausgang gekoppelt sind. Ist der Eingang mit 1 belegt, erfolgt die Ausgabe des Ausgangs mit 0. Das folgende Schema für die Y-Schaltung hat in der Elektrotechnik und auch bei der Computer-Hardware noch immer allgemeine Gültigkeit.

Input Output
0 0 1
1 0 0
0 1 0
1 1 0

Die NAND-Gatter werden auch für die SSD-Festplatten als Grundlage genutzt. Es dient dazu, die Daten auf dem Speichermedium zu organisieren. Unterteilt werden sie in Blöcke und Pages. Eine Page entspricht mindestens 512 Byte. Diese Menge kann auf der SSD-Festplatte beschrieben werden. Mehrere Pages werden in einem Block vereint. In der Anfangszeit der SSD-Festplatten waren die ersten Blöcke nicht größer als 16 kB. Mittlerweile gibt es dank des technischen Fortschritts Blöcke, die bis zu 2 MB groß sein können. Die geringste Blockgröße liegt mittlerweile bei 512 kB. Aufgrund der verbesserten Transistoren lassen sich mehrere Komponenten auf kleinerem Raum zusammenfassen.

Nand
In vielerlei Geräten zu finden: der NAND-Flash.

Wie bereits festgestellt, ist der Schreibvorgang auf einer SSD-Festplatte deutlich schneller als bei den konventionellen magnetischen Speichermedien. Da es keine physischen Begrenzungen gibt, werden die Daten in Windeseile abgespeichert. Anders als bei den magnetischen Festplatten muss ja kein präziser Punkt angesteuert werden, um die Daten abzurufen oder abzulegen.

Neben den Vorteilen gibt es auch einen Nachteil bei den SSD-Festplatten. Die Bits können nicht in unterschiedliche Richtungen angepasst werden. Sollen Daten angepasst werden, müssen Teile der SSD-Festplatte zunächst gelöscht werden. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch den Nutzer. Umgesetzt wird die Datenmodifikation durch den Controller-Chip auf der SSD-Festplatte.

Die Pages auf den SSD-Festplatten sind mit einer spezifischen Kontrollzeile verknüpft. Hier gibt es Informationen darüber, wie der Zustand der Pages ist. Auch Bad Blocks, Segmente mit beeinträchtigter Funktion, werden hier abgelegt. Nähere Details darüber gibt es in den Spare Pages, den Kontrollzeilen.

Hinweis: Wer die SSD-Festplatten formatieren will, muss mit dem Verlust der Steuerungsinformationen rechnen. Wird die SSD-Platte gelöscht, stehen auch die nötigen Informationen zur Formatierung nicht mehr zur Verfügung. Damit wäre die Funktionalität der SSD-Festplatte eingeschränkt oder gar nicht mehr gegeben.

Der NAND-Speicher ist in mehrere Zellen unterteilt, in denen die Informationen hinterlegt sind. Zur besseren Unterscheidung gibt es zwei Speicherzellen-Arten:

  • SLC-Speicherzelle: single level cell, speichern 1 Bit/Zelle
  • MLC-Speicherzelle: multi level cell, speichern mehrere Bits/Zelle

Die MLC-Speicherzellen sind deutlich günstiger als die SLC-Zellen. Bei den MLCs kann zudem eine größere Datenmenge auf kleinerem Raum abgelegt werden. Um die Speicherzellen anzusteuern werden verschiedene Spannungslevel aktiviert. Für eine präzise Datenablage ist eine möglichst präzise Ansteuerung nötig. Das bedeutet einen höheren technischen Aufwand, was bei den MLC-Speicherzellen eine geringere Lebensdauer ausmachen kann. Deutlich robuster für die Lese-Schreibzyklen sind die SLC-Speicherzellen. Aus dem Grund werden sie primär im professionellen Bereich, zum Beispiel bei großen Server-Anbietern genutzt. Im Video werden die verschiedenen Varianten der Speicherzellen noch einmal detailliert beschrieben.

1.3. Vorteile + Nachteile: SSD-Festplatten vs. magnetische Festplatten

  • schnelles Arbeiten, verkürzte Zugriffszeiten und rasches Booten
  • weniger anfällig für Störungen
  • geringere Temperaturempfindlichkeit
  • reduzierter Stromverbrauch und geringe Wärmeentwicklung
  • Platten arbeiten ohne physische Einschränkungen
  • SSD-Festplatten ermöglichen keine Formatierung
  • im Festplatten-Vergleich sind SSD-Festplatten preisintensiver, als die magnetischen Speichermedien

2. Festplatten-Typen: SSHD, externe Platten, SATA und PCIexpress

2.1. SATA

Sata Kabel test
Meist wird ein SATA-Kabel bei SSD-Festplatten angewandt.

Das sogenannte SATA-Kabel wird meist von den internen SSD-Festplatten mit 2,5 Zoll genutzt. Der SATA-Ports ist der standardisierte Anschluss für externe und interne Festplatten unabhängig davon, ob es sich um eine elektronische oder eine magnetisch angesteuerte Festplatte handelt.

Seinen Ursprung hat SATA in den 2000er Jahren. Damals wurde die gängige Variante PATA abgelöst. Die Verbindung bestand bis dahin aus breiteren Kabeln mit 40 oder 80 Polen. Die SATA-Kabel sind deutlich kompakter und verfügen über sieben Pole. SATA ist die Abkürzung für Serial ATA. Das bedeutet, dass die standardisierte Übertragung Bit-weise ausgeführt wird. Die ältere Technologie fasste die Daten in Bit-Wörter zusammen.

Sata kabel neu
Was passen muss: der richtige SATA-Stecker.

Die SATA- Technologie arbeitet mit höheren Datenmengen. Im Vergleich zu dem Vorgänger werden nun bis zu 25 Prozent mehr Daten benötigt. Gegenwärtig gibt es drei SATA-Standards:

  • SATA I: offizielle Bezeichnung „Serial ATA 1,5 Gbit/s“
  • SATA II: offizielle Bezeichnung „SATA Revision 2.x“, 3,0 Gbit/s
  • SATA III: für SSD verwendet, 6 Gbit/s

Hinweis: Für die Umrechnung von Bit zu Byte müssen die Bits durch 8 geteilt werden. 1 Byte hat 8 Bit. Eine 6-GBit-Datenrate entspricht demnach 750 MB. Nicht die Daten, sondern auch alle Informationen zu Steuerung müssen zusätzlich übertragen werden. Das bedeutet, dass bis zu 80 Prozent des Stromes für den Austausch der Daten genutzt werden. Hier spricht man von der Netto-Datenrate.

Mittlerweile gibt es neue Slot-Technologien, die PCIe-Slots. Das ermöglicht den vielfältigeren Vorbau der SATA- Schnittstellen. Generell ist der Standard als Schnittstelle für die Laufwerke im PC verbaut. Sie ist wichtig, um das Booten des Rechners, also das Starten, anzustoßen. Die SSD-Festplatten-Vergleichssieger lassen sich am schnellsten mit den SATA-Platten in Gang bringen.

2.2. PCIe

Die PCIe-Schnittstelle diente zunächst als Peripherie der Zusatzgeräte. Mit ihr wurden beispielsweise Soundkarten, USB-Karten oder Videoschnitt-Karten verknüpft. Aufgrund der technischen Entwicklung gibt es mittlerweile auch SATA PCIe-Steckplätze. Darüber lassen sich die SSD-Festplatten deutlich schneller mit dem Rechner verbinden. Allerdings sind die SATA PCIe-Steckplätze noch nicht als Quelle zum Boden als Standardeinstellung vorgesehen. Wer dennoch über den PCIe-Slot booten möchte, muss zunächst die Anpassungen im BIOS anpassen.

Die häufig auftretende Bauform ist M.2. Damit werden allerdings nicht nur Festplatten- Bauweisen bezeichnet, sondern auch andere Komponenten zur Datenverarbeitung. Das können beispielsweise WLAN-Module oder andere Elemente sein. Entwickelt wurden sie vor allem, um die Komponenten in den Notebooks auszutauschen. Das bedeutet, dass nun auch die konventionellen SSD-Festplatten für Laptop und PC gleichermaßen genutzt werden können.

Vorteilhaft bei den PCIe-Steckverbindungen der SSD-Festplatten ist die unkomplizierte Inbetriebnahme. Auch bei einem laufenden Prozess können Sie durch die sogenannte HotPlug-Funktion angeschlossen werden. Vor allem für den professionellen Anwenderbereich ist diese Fähigkeit vorteilhaft. Systemadministratoren können beispielsweise mit den PCIe-Schnittstellen im Handumdrehen komplette Laufwerke austauschen, ohne dabei das komplette System herunterfahren zu müssen.

PCIe
SSD-Festplatten des Typs M.2 ähneln aufgrund Ihrer Optik den sogenannten Arbeitsspeicher-Modulen. Doch der Unterschied ist an der Stirnseite (rechts) angebracht: M.2-SSD-Festplatte haben hier ihre Kontakte verbaut.

2.3. SSHD

Über die Anfänge der SSD-Technologie haben wir bereits in verschiedenen Ausführungen Auskunft gegeben. Vor allem im privaten Bereich hat die SSD-Technik noch nicht allzu lange Einzug gehalten. Der Grund hierfür ist vor allem die preisliche Komponente. Mittlerweile gibt es von einigen Herstellern kompatibel Zwischenlösungen, die in einem Gehäuse die SSD-Technik und die HDD-Technik miteinander verbinden.

Zu finden sind diese Komponenten unter dem Begriff „Solid State Hybrid Drive“, kurz SSHD. Sie vereinen wichtige Eigenschaften der magnetischen Speichermedien, arbeiten allerdings etwas schneller. Durch einen mathematischen Algorithmus erkennen sie autark, welche Daten besonders häufig genutzt werden und legen Sie bereits im Vorfeld im Flash-Speicher ab. Für den Nutzer hat das den Vorteil, dass die Daten schneller zugänglich sind. In einem SSD-Festplatte-Vergleich spielen die SSHD-Lösungen keine Rolle. Wir haben uns hingegen den konventionellen SSD-Speichermedien gewidmet.

2.4. Externe SSD-Festplatten

Die meisten SSD-Festplatten sind intern im Computer verbaut. Es gibt allerdings auch Alternativen, die über ein externes Gehäuse verfügen. Diese SSD-Festplatten dienen ebenso als externe Speicheroption. Angeschlossen werden die externen SSD-Festplatten über einen USB-Port. Vereinzelt werden sie auch über Thunderbolt mit dem Rechner verknüpft. Geeignet sind die externen Festplatten auch als Backup, wenn beispielsweise der PC neu aufgesetzt wird. Was genau sich hinter den externen SSD-Festplatten verbürgt, zeigt unser Externe-SSD-Festplatten-Vergleich.

3. SSD-Festplatte kaufen: Tipps und Tricks

SSD Intern

Die SATA-SSD-Festplatte kommt in vielen Systemen zur Anwendung. Welchen Speicher die Platte aufweisen muss, hängt von der täglichen Nutzung der Programme ab. Für eine geringere Benutzung reicht beispielsweise es eine SSD-Festplatte 250 GB. Für eine intensivere Benutzung ist eine SSD-Festplatte 500 GB von Vorteil.

3.1. Kapazität

ssd festplatte extern
Einige SSD-Festplatten lassen sich sowohl am Computer als auch am Laptop anwenden.

Die SSD-Festplatten haben aufgrund der technischen Entwicklung immer größere Speicherkapazität. Konnte noch vor wenigen Jahren lediglich das Betriebssystem auf den Festplatten abgelegt werden, haben sie nun deutlich höheres Speichervolumen. Die geringste Größe beginnt bei den heutigen SSD-Festplatten bei 128 GB.

Werfen Sie einen Blick auf unsere SSD-Festplatten-Vergleich und schauen Sie sich an, welches auch künftig die größten Speichermedien sein werden. Noch immer sind Speicherkapazitäten von 2 TB und mehr besonders preisintensiv.

Möchten Sie hingegen längerfristig ein solides Speichermedium haben, lohnt sich die Investitionen eine 2-T-SSD-Festplatte. Die Kosten dafür sind im Vergleich zu anderen Speichermedien noch immer sehr hoch. Dennoch werden sie mit dem technischen Fortschritt in den nächsten Jahren deutlich erschwinglicher. Besonders vorteilhaft sind die SSD-Festplatten für diese Programme und Anwendungen, die sie häufig nutzen. Hier spielen die Platten ihre Vorteile der Schnelligkeit und der geringen Stromzufuhr aus. Alternativ dazu können Sie weniger genutzte Programme und Anwendungen auf die externen Festplatten oder HDD-Platten ablegen. Das können beispielsweise Fotos, Musikdateien oder auch Videos sein. Mithilfe der verschiedenen Speichermedien haben sie ein gelungenes Datenmanagement auf Ihrem Rechner.

Faustregel: Anwendungen und Programme, die Sie häufig nutzen, sollten Sie über die SSD-Festplatte speichern. Das können beispielsweise Office-Anwendungen, Bildbearbeitungsprogramme oder das E-Mail-Programm sein. Daten, die sie weniger nutzen, können Sie alternativ auf preisgünstigeren magnetischen Speichermedien ablegen.

3.2. Schnittstelle

Bei den Speichermedien gibt es verschiedene Schnittstellen, wie wir Ihnen bereits im SSD-Festplatte-Vergleich gezeigt haben. Zu den wichtigsten Standards gehören SATA und PCIe. Vor allem SATA findet bei den meisten Rechnern im heimischen Gebrauch Anwendung. Darüber lassen sich die Geräte mithilfe der Standardeinstellung schnell booten. Die PCIe-Lösungen kommen eher im gewerblichen Bereich vor. Damit lassen sich auch bei laufendem Betrieb Komponenten mühelos austauschen. Allerdings sind die PCIe-Lösungen nicht zu einfach als Boot-Variante geeignet.

3.3. Lese-Schreibgeschwindigkeit

SATA III ist das Protokoll, welches gegenwärtig am meisten zur Anwendung kommt. Damit wird eine Brutto-Datenrate von 6 Gbit/s erreicht. Umgerechnet sind das 750 MB/s. Das aufgrund der Bandbreite zu Abzügen bei der Übertragung kommt, beträgt die reale Datenrate ca. 600 MB/s. Bei höherwertigen Speichermedien werden oftmals auch größere Übertragungsraten suggeriert.

In diversen SSD-Festplatten-Tests werden durchschnittlich 550 MB/s erreicht. Für den heimischen Gebrauch ist dieser Wert dennoch gut geeignet, um solide arbeiten zu können. In einem SSD-Vergleich wird deutlich, dass sich die einzelnen Festplatten nur marginal in ihre Geschwindigkeit unterscheiden.

Hinweis: Einige Hersteller geben laut verschiedener SSD-Festplatten-Tests die sogenannten IOPS-Wert für ihre Medien an. Diese Angabe über Input/Output operations per second soll Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Festplatten geben. Allerdings gibt es keine näheren Angaben dazu, welche Anwendungen während dieser Messung ausgeführt worden sind. Aus dem Grund sind die Angaben der Hersteller nicht miteinander vergleichbar.

3.4. Lebenszyklus

Der Lebenszyklus ist ebenfalls ein wesentliches Kaufkriterium für eine SSD-Festplatte. Entscheidend dafür sind die verbauten Chips. Generell lässt sich in einem SSD-Festplatten-Vergleich feststellen, dass die SLC-Chips langlebiger sind, als die MLC-Chips. Entscheidend beeinflusst wird die Lebensdauer auch von der Häufigkeit der Überschreitungen. Werden beispielsweise große Datenmengen immer wieder auf die Festplatte überschrieben, kann dies den Lebenszyklus entscheidend verkürzen.

3.5. Zusatzoptionen

Einige Hersteller versehen ihrer SSD-Festplatten mit Zusatzbegriffen, um diese von der Konkurrenz abzuheben. Dazu gehören TRIM, SMART oder Garbage Collection.

  • TRIM: Seinen Ursprung hat das Wort aus dem englischen Begriff „kürzen“. Damit wird bei der SSD-Festplatte eine optimierte Betriebslaufzeit dargestellt. Mithilfe dieser Funktion werden in den Kommandozeilen alle markierten Begriffe im Leerlauf gelöscht. Das sorgt für eine Zeitersparnis, wenn es um die neue Beschreibung der SSD-Festplatte geht.
  • SMART: Das ist die Abkürzung für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology. Damit wird die Hardware autonom überwacht. Fehler und Störungen lassen sich auf diese Weise bereits Voraussagen, sodass es zu geringeren Fehlerquellen kommt. Dass diese Funktion ihre Wirkung hat, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2006. Hierin wird deutlich, dass über 60 Prozent der vorhergesagten Ausfälle richtig waren.
  • Garbage Collection: Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes, als eine automatisierte Optimierung des Speichers. Überflüssige Daten und zwischen Speicherungen werden einfach gelöscht, um unnötigen Daten Müll zu verringern. Dadurch wird zusätzlicher Speicherplatz frei. Die Schreibgeschwindigkeit auf den SSD-Festplatten damit zusätzlich erhöht.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema SSD-Festplatte

4.1. Wie wird die SSD-Festplatte verbaut?

ssd verbauen
Achten Sie bei dem Verbau Ihrer SSD-Festplatte darauf, die Hersteller-Garantie zu bewahren.

Prinzipiell kann jeder mit ein wenig technischem Verständnis die SSD-Festplatten selbst seinen Rechner einbauen. Wichtig ist zu beachten, dass der PC außerhalb der Garantieleistung des Herstellers liegt. Öffnen Sie beispielsweise Ihren PC oder Laptop, kann damit Ihre Herstellergarantie erlöschen. Wo genau Ihre SSD-Festplatte platziert werden muss, hängt vom Aufbau und der Architektur Ihres Gerätes ab.

Am meisten werden die SSD-Festplatten mit 2,5 Zoll in Laptops verbaut, da sie sehr kompakt sind. Beim Einbau in den PC kann es vorkommen, dass Sie eventuell einen zusätzlichen Rahmen für den Vorbau der Festplatte kaufen müssen. Meist sind die ab Maße für die größeren 3,5-Zoll-Festplatten ausgelegt, sodass die kleineren 2,5-Zoll-Modelle nicht genau in die Halterung passen. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, sollten Sie den Einbau in fachkundige Hände geben und sich an eine Werkstatt wenden.

4.2. Wofür steht SSD-Festplatte?

SSD bedeutet „Solid State Drive“. Damit wird darauf verwiesen, dass es sich bei dieser Festplatte um ein Modell mit beweglichen Komponenten handelt.

4.3. Gibt es bei der SSD-Festplatte beachtenswertes?

Bei der SSD-Festplatte kommt es vor allem darauf an, welche Daten damit abgerufen werden. Vor allem Programme und Dokumente, die sie häufig nutzen, sollten Sie über die SSD-Festplatte ansteuern. Anwendungen, die Sie weniger verwenden, sollten Sie auf andere Speichermedien auslagern. Das können beispielsweise externe Festplatten sein. Als gute Speicher bieten sich beispielsweise Modelle von Sundisk oder die Samsung EVO 850 an.

4.4. gibt es bei Stiftung Warentest einen SD-Festplatten-Test?

Die Stiftung Warentest hat sich der Begutachtung der SSD-Festplatten bislang noch nicht gewidmet. Zwar gab es einen Notebook-Test, aber hier wurden die SSD-Festplatten nicht explizit ins Visier genommen.

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