PC ohne Auswirkungen auf die Daten auffrischen bei einem vorinstalliertem Windows 8

Die Funktion "PC ohne Auswirkungen auf die Daten auffrischen" ist grundsätzlich bei einem vorinstallierem Windows auf Rechnern von Medion, Asus und Co. nicht anders als üblich: Benutzerdaten und Apps aus dem Windows Store bleiben erhalten, installierte Programme (von Discs oder Webseiten) werden entfernt. Aber: Die von Hersteller vorinstallierten, meist kommerziellen Anwendungen kehren zurück, selbst wenn Sie sie schon deinstalliert hatten. Zum Auffrischen wird die Konfiguration des Abbildes der Werksauslieferung verwendet.

Auswirkungen

Bei Rechnern mit vorinstalliertem Windows 8 benötigen Sie keinen Datenträger, da in der Regel eine Recovery-Partition vorhanden ist. Auf die Daten in der Recovery-Partition können Sie nicht zugreifen, da die Partition versteckt ist. Auch in der Datenträgerverwaltung von Windows lässt sich diese Partition nicht sichtbar machen, indem Sie ihr einfach einen Laufwerkbuchstaben zuweisen. Nur mit dem System-Tool Diskpart ist dies möglich. Auf der unsichtbaren Partition liegt ein Ordner mit dem Namen "Recover" (oder ähnlich). In diesem Ordner liegt die WIM-Datei mit dem Installationsabbild, das die Crapware enthält und beim Auffrischen verwendet wird. Sie können aber auch eine eigene WIM erstellen zum Auffrischen ohne Crapware.

Eigene WIM erstellen

Über einen Befehl können Sie unter Windows 8 erreichen, dass das System ein neues Image anlegt und dieses künftig für das Auffrischen verwendet. Das heißt: Zuerst sollten Sie einmal ausmisten und unter "Programme und Features" alles deinstallieren, was nicht gebraucht wird. Es wird dann ein Image erstellt, das dem jetzigen Zustand der Windows-Installation entspricht. In zeitlichen Abständen sollten Sie sich wieder ein Image erstellen, welches dem neuen Zustand der Windows-Installation entspricht oder Sie können sich mehrere Images erstellen.

Dazu müssen Sie cmd als Administrator ausführen und folgenden Befehl eingeben:

recimg /createimage x:\refreshimage
(kann eine Weile dauern)

Windows 8 legt dann im Ordner refreshimage unter dem gewünschten Laufwerksbuchstaben ein Image mit dem Namen CustomRefresh.wim an und speichert sich zudem den Pfad zu dieser Datei, welche nun als Image zum Auffrischen dient. Beim nächsten Auffrischen wird die CustomRefresh.wim verwendet ohne Beigaben vom Hersteller.

Frischt man Windows 8 mit einem per Recimg.exe erstellten Wiederherstellungsimage auf, dann werden auch alle Programme wiederhergestellt, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Images installiert waren. Liegt das Image auf ein anderes Laufwerk, muss der Speicherpfad bei der Wiederherstellung zugreifbar sein, ansonsten wird Windows 8 beim Auffrischen auf das Hersteller-Image zurückgreifen.

Mit dem Befehl
recimg /setcurrent <Laufwerk\Pfad>

lässt sich für die Wiederherstellung jederzeit ein beliebiges Image registrieren, so dass man auf verschiedene Systemzustände zurückgreifen kann.

Mit dem Befehl
recimg /showcurrent

sehen Sie den Pfad zur aktuellen Image-Datei, welche auch auf einem anderen Datenträger liegen kann/darf.

Wenn Sie sich mehrere Image-Dateien angelegt haben, können Sie die Zuordnung zum aktuell gültigen Image mit dem Befehl
recimg /setcurrent <Laufwerk\Neuer_Pfad>

ändern.

Wenn Sie kein Freund der Kommandozeile sind, dann lässt sich ein eigener Refresh-Punkt zum Auffrischen auch mit einem Programm namens RecImg Manager mit grafischer Bedienoberfläche erstellen. Auch damit können Sie verhindern, dass bei einem Auffrischen Ihre Programme gelöscht werden. Nach dem Start wählen Sie "Backup" oder "Restore". Bei "Backup" geben Sie ein Zielverzeichnis und eine Beschreibung an. Bei "Restore" legen Sie fest, welches Backup als Quelle dienen soll.

RegImg Manager


Backup starten


Automatische Sicherung


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