LPT1 Anschluß = File



Man kann unter Windows einen Drucker installieren, obwohl dieser gar nicht angeschlossen ist. Als Anschluss wählt man allerdings File. Windows druckt dann die Druckaufträge in eine Datei mit der Endung .prn. Diese PrN-Dateien lassen sich auf dem echten Drucker dieses Typs später ausgeben (z.B. wenn ein Bekannter nur den guten Fotodrucker hat). Man hat damit den Vorteil, dass die Applikation, mit welcher der Druckjob gestartet wurde, nicht benötigt wird.

Die Ausgabe der PRN-Datei erfolgt auf dem Rechner mit dem Drucker allerdings über die Kommandozeile mit folgendem Befehl:
copy /b dateiname.prn lpt1

Wichtig ist der Parameter /b, da es sich dann um Binärdaten handelt.

Der angegebene Befehl ist für Drucker, die an lpt1 hängen, aber die meisten Drucker heute hängen an USB. Dann funktioniert der Befehl nicht mehr.
Mit dem englischen Freeware-Tool PrintFile ist das Ausdrucken von prn-Dateien über USB-Drucker nun möglich.


Noch ein Tipp von Frank Schracke:

Soll eine PRN-Datei auf einem Netzwerkdrucker ausgegeben werden, der nicht direkt am LPT1-Port angeschlossen ist, kann dieses Problem wie folgt gelöst werden:

In den Anschlusseinstellungen des gewünschten Druckers zusätzlich zu dem IP-Port noch den LPT1-Port aktivieren und das Kästchen "Druckerpool aktivieren" anhaken.

In einer DOS-Box folgenden Befehl eingeben:


net use LPT1 \\[Rechnername]\[FreigabenameDrucker] /persistent:yes


wobei [Rechnername] der eigene Rechnername und [FreigabenameDrucker] der Freigabename des Druckers ist.

Anschließend die PRN-Datei wie gewohnt mit dem Copy-Befehl drucken
(wichtig: /b) :

copy /b C:\[Dateiname.prn] LPT1

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