Speichermanagement in der Registry anpassen, wie DisablePagingExecutive, LargeSystemCache und IOPageLockLimit

Die folgenden Einstellungen unterhalb des Registry-Schlüssels


HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management


betreffen das Speichermanagement von Windows NT4 und Windows 2000:

DisablePagingExecutive: Wenn aktiviert, verhindert diese Einstellung das Auslagern von ausführbaren Dateien auf die Festplatte. Dadurch reagieren die meisten Programme schneller. Jedoch sollte man bedenken, dass diese Einstellung nur sinnvoll ist, wenn genügend RAM vorhanden ist (mehr als 128 MB), weil diese Einstellung einen wesentlichen Teil der Systemressourcen verwendet. Standardmäßig ist der Wert dieses Schlüssels "0" - zum Aktivieren muss er auf "1" gesetzt werden.

Hinweis: Ab NT4 SP3 ist der Wert in der Registry nur noch aus Kompatibilitätsgründen vor zu finden. Der Wert hat unter Windows 2000 SP1/XP keine Wirkung mehr, da die Kernel Dateien auf jeden Fall ständig im RAM ausgelagert werden.

LargeSystemCache: Wenn aktiviert (der Standardwert bei Serverversionen), bewirkt diese Einstellung, dass der gesamte System-Speicher bis auf 4 MB (welcher für das Disk-Caching verwendet wird) für das Datei-System-Caching reserviert wird. Die Hauptwirkung ist, dass es dem Computer erlaubt wird, den Betriebssystem-Kern im Speicher zu halten und das Betriebssystem reaktionsschneller zu machen. Die Einstellung ist dynamisch. Wenn aus irgendeinem Grund mehr als 4 MB vom Plattencache gebraucht werden, wird dieser Platz freigegeben. Standardmäßig sind 8 MB für diesen Zweck reserviert. Man sollte aber beachten, dass diese Einstellung dann mehr System-RAM belegt. In seltenen Fällen können andere Prozesse verlangsamt werden. Microsoft empfiehlt diese Einstellung nur auf Servern mit reichlich Speicher. Wie mit dem vorherigen Schlüssel, setzt man den Wert von "0" auf "1", um ihn zu aktivieren.

Hinweis: Diese Einstellung sollte unter Windows XP nicht verändert werden, da es zu Problemen kommen kann: Fehlermeldungen wie "Datenverlust beim Schreiben" erscheinen oder der Master File Table (MFT) kann nicht gelesen werden. Auch Anwendungen lassen sich nicht mehr starten.

IOPageLockLimit (nur Windows 2000): Diese Einstellung erhöht die Ein-/Ausgabeleistung des Computers, wenn ein großes Maß an Dateitransfers oder ähnliche Aufgaben anstehen. Diese Einstellung wirkt sich nur bei Systemen mit sehr viel RAM aus. Der Standard "0" steht für 512 KByte. Mögliche Werte sind demnach z.B. 512 als default, 4096, 8192, 16384 und 65 536 (je als Dezimalwert). Für Systeme mit z.B. 256 MB sollte man ruhig 16 MB einstellen.

Hinweis: Die Veränderungen unter "LargeSystemCache" und "IOPageLockLimit" beeinflussen das Caching-Verhalten von Windows XP ohne SP und könnte sogar sinnvoll sein. Zumindest dann, wenn man einen Fileserver betreibt. Die Empfehlung, bei einer Workstation "LargeSystemCache" auf "2" und "Size" auf "3" zu setzen, führt zusammen mit der Veränderung des "IOPageLockLimit" dazu, dass das System mehr Speicher für Dateisystemoperationen reserviert. Dieser Speicher fehlt dann aber den Anwendungen. Ergebnis: Es wird mehr ausgelagert, das System wird langsamer.

Mit den Service Packs wurde auch die Speichermanagements verbessert.


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