Durch Prefetching werden Anwendungen optimiert auf die Festplatte geladen, damit die Bootdauer verkürzt wird

Für SSD-Laufwerke ist Prefetch überflüssig.

Prefetching steuert, dass die Treiber, Dienste und Anwendungen schon beim Booten angeordnet werden, damit Windows diese Dateien möglichst schnell auf die Festplatte laden kann, um die Bootdauer zu verkürzen. Unter Vista und Windows 7 heißt dies Superfetch.

Die Empfehlung in der Registry von Windows XP SP2 das Feature zu aktivieren, ist überflüssig, da es im Normalfall schon aktiviert ist ab SP2.
Unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters
ist der EnablePrefetcher-Wert bereits auf 3 gestellt, was den Default-Einstellung entspricht.

Der DWORD-Wert 0 schaltet Prefetch ab.
Der DWORD-Wert 1 optimiert die Anordnung nur für Anwendungen auf die Festplatte.
Der DWORD-Wert 2 optimiert die Anordnung der Startdateien.
Der DWORD-Wert 3 (Default) optimiert die Anordnung der Startdateien und auch die Anordnung der Dateien auf die Festplatte.

Auch wenn der EnablePrefetcher-Wert in der Registry nicht vorhanden ist, ist das Feature trotzdem eingeschaltet. Es bringt also nichts, den Wert zu erstellen und Wertangaben anzugeben. Windows entscheidet selbst, welcher Wert angebracht ist, auch wenn es nicht in der Registry ersichtlich ist.

Windows XP SP2 speichert die Prefetch-Dateien in dem Ordner "Windows\Prefetch". Es macht allerdings auch keinerlei Sinn, den Inhalt des Prefetch-Verzeichnisses von Zeit zu Zeit zu löschen, weil XP die Inhalte von sich aus reorganisiert und überflüssige Einträge entfernt. Im Gegenteil, der Bootvorgang dauert deutlich länger, nachdem manuell gelöscht wurde.

Auch die "Boot-Defragmentierung" unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Dfrg\BootOptimizeFunction
im Eintrag Enable mit dem Wert "y" ist per Default bei XP ab SP2 schon aktiviert.

Damit wird XP SP2 angewiesen, eine Fragmentierung der Startdateien zu verhindern und diese ggf. wieder rückgängig zu machen.

Auch gern empfohlen wird, den Kommandozeilenbefehl defrag c: -b einzugeben, damit der Effekt der Bootoptimierung durch die immer mal wieder nachinstallierten Anwendungen auf Dauer nicht zu verlieren. Das ist jedoch ebenfalls überflüssig, denn Windows macht das ohnehin regelmäßig und vollautomatisch im Leerlauf.

Das Prefetching funktioniert nur, wenn der Taskplaner nicht deaktiviert wurde.

Damit ist das Microsoft-Tool "BootVis" für Windows XP SP2 überflüssig geworden, sofern die normalen Mechanismen, wie Prefetching und "Boot Time Defragmentierung" nicht von Anwender verändert wurden. Microsoft hat den Download für "BootVis" eingestellt, seit es das Service Pack 2 gibt.

Wer allerdings noch Windows XP SP1 oder gar kein Service Pack installiert hat, der sollte die Tipps annehmen und auch den Inhalt des Prefetch-Ordners löschen, wenn die Bootdauer immer länger wird.
Der Prefetch-Ordner wird automatisch von Windows wieder neu aufgebaut, was aber ca. 10 Bootvorgänge dauern kann bis sich das Booten wieder eingestellt hat.

Im Verzeichnis Windows ist der Ordner "Prefetch" nicht vorhanden?
Tipp: Probleme, wenn Taskplaner abgeschaltet ist


Weblinks

  • http://www.helmrohr.de (Helmrohr.de: "Fast System Startup for PCs Running Windows XP" - Eine deutsche Übersetzung der wichtigsten Punkte hat Helmut Rohrbeck erstellt)
  • http://www.microsoft.com (Microsoft: Fast System Startup for PCs Running Windows XP)

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