Datum: | Artikel 2016

Einkaufen über Online-Shops wird immer beliebter. Bildquelle: Andrey_Popov – 170648552 / Shutterstock.com

Nie war eine selbstständige Tätigkeit durch den Verkauf von Waren so einfach wie heute: Statt eines echten Ladengeschäfts sind Webshops für viele Kunden die angesagten  Einkaufsmöglichkeiten. Mit passender Vorbereitung und der richtigen Softwarelösung steht dem Traum vom großen Geld nichts mehr im Wege, oder?

Anzeige

Boomende Webshops

Die Zahl an Webshops explodiert förmlich. Nie war es einfacher, seine Waren und Dienstleistungen einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Investitionen dafür halten sich gegenüber dem stationären Handel sehr in Grenzen; die Vorteile sind klar: keine Ladenmiete, kein Personal usw.

Dennoch bedarf es einer sehr akribischen und bestens durchdachten Vorbereitung, welche beispielsweise auch rechtliche Inhalte umfasst: Im Falle von Verstößen gegen das Widerrufsrecht oder der falschen Belehrung über AGB können gut und gerne bis zu 5.000 Euro hohe Strafen verordnet werden! So haben sich mittlerweile schon etliche Ratgeber mit diesem Thema beschäftigt beziehungsweise gar ihren gesamten Inhalt auf die Unterstützung der  Onlineshop-Besitzer in spe ausgerichtet.

Von der Stange oder individuelle Lösung

Neben den rechtlichen Fragen gilt es auch die Softwarelösung zu betrachten, mit welcher der Shop betrieben wird. Hier bieten sich zwei Wege an: fertige Lösungen von der Stange, wie sie viele Hoster anbieten, oder ein individueller Shop auf Basis bewährter Softwarelösungen.

Für die Baukasten-Shopsysteme (Software as a Service) wie beispielsweise Gambio, Jimdo oder die Shopsysteme der großen deutschen Hoster 1&1, Strato und Host Europe spricht die Erfahrung der Betreiber, welche ihre Lösungen für tausende Kunden anbieten. Deren Systeme haben sich daher in der Praxis bewährt.

Beispiele von Gambio.de

Beispiele von Gambio.de

Leichte Einrichtung und Bedienung, gepaart mit günstigen Kosten von 10 bis 200 Euro im Monat – je nach Funktionalität – sprechen für die Massenlösung. Der Nutzer braucht sich mit den technischen Dingen im Grunde nicht auseinanderzusetzen. Da die Hersteller solcher Mietshops in aller Regel auch das Trusted-Shops-Logo tragen, sind diese EU-konform, rechtlich also immer auf dem aktuellsten Stand. Die Nachteile dieser Lösung sind aber im Einzelfall fehlende Funktionalität, geringe Skalierbarkeit und letztlich keine individuelle Anpassungsmöglichkeit. Zudem ist man technisch vollständig vom Anbieter abhängig, was auch Ausfallzeiten, Datensicherung und Backup betrifft. Dies können alles Gründe sein, sich für eine andere Lösung zu entscheiden.

Völlig anders ist wiederum das Konzept von Seoshop. Hier wird der Besucher beziehungsweise Partner von der ersten Sekunde an mit individueller Beratung des Anbieters umgarnt. Dafür können die Kosten allerdings auch recht hoch ausfallen.

Beispiel für einen Kosmetik-Webshop von Seoshop

Beispiel für einen Kosmetik-Webshop von Seoshop

Eigene Lösungen auf Basis von Open Source

Das Internet hat im Laufe der Zeit viele brauchbare und freie Shopsysteme hervorgebracht, darunter neben Lösungen wie Oxid, Shopware oder commerce:seo das leistungsfähige Magento, welches mit Perfektion bis ins Detail überzeugt und vor allem sehr anpassbar ist. Magento ist die meistverwendete reine Onlineshop-Software und mit knapp 25 Prozent  Marktanteil im Bereich  E-Commerce-Software globaler und europäischer Marktführer. Eine große Community bietet unabhängig vom Anbieter viele Support-Möglichkeiten und permanente, zum Teil kostenlose Erweiterungen.

Die Einrichtung und Betreuung ist aber nicht sehr trivial und erfordert entsprechendes Know-how. Hier haben sich Anbieter wie z.B. die Magento Agentur Basecom spezialisiert und helfen vom Start weg bei der Planung, Einrichtung und beim späteren Hosting des Shops, bieten Kopplungen an vorhandene Warenwirtschaftssysteme und vieles mehr. Der Aufwand und die notwendige Manpower haben allerdings auch ihren Preis: Die Kosten von mehreren tausend Euro dürften daher vorwiegend für mittlere bis große Firmen realisierbar  sein. Durch entsprechende Erstellungs- und Betreuungsverträge mit festen Stundenkontingenten bleiben die Investitionen aber hier jederzeit planbar und transparent.

Beispiel für einen Shop mit Magento: http://www.be2look.net/

Beispiel für einen Shop mit Magento: http://www.be2look.net/

Fazit

Die richtige Empfehlung für eine bestimmte Onlineshop-Lösung gibt es pauschal nicht. Ob eines der Baukastensysteme ausreicht oder man doch besser den Weg  zu einer Agentur suchen sollte, welche von Grund auf berät und auf Basis einer Open-Source-Lösung einen individuellen Shop erstellt, hängt ganz von der Ausrichtung und geplanten Größe, also letztlich auch dem Budget ab. Die Kosten für die individuellen Lösungen können sich im Laufe der Zeit aber schnell wieder amortisieren, wenn der Shop durch Design, Funktionalität, Belastbarkeit und SEO-Optimierungen für einen viel größeren Umsatz sorgt.

Intrografik: Andrey_Popov – 170648552 / Shutterstock.com

Hinterlasse eine Antwort

(wird nicht veröffentlicht)

Nutzungsrichtlinien beachten