Datum: | Artikel 2016, WT-News

Taskansicht Icon

Wer viel mit verschiedenen Programmen gleichzeitig arbeitet, kennt das Problem: Auf dem Desktop ist irgendwie nie genug Platz, selbst wenn man mehr als einen Monitor in Benutzung hat. Mit den virtuellen Desktops bietet Microsoft aber eine durchaus praktische Lösung für das Problem, wenngleich wir noch einige Funktionen vermissen. Wir stellen die Funktion „virtuelle Desktops“ etwas genauer vor.

Neues Feature

Virtuelle Desktops sind eines der vielen neuen Features, welche Microsoft mit Windows 10 einführte. Bis dahin war man auf die Nutzung von Fremdtools wie Desktops, Finestra Virtual Desktops, VirtuaWin oder die Shareware Dexpot angewiesen, welche die meisten Features bietet. In der Linux-Welt sind virtuelle Desktops dagegen schon ein alter Hut und werden von jedem Linux-Fenstermanager unterstützt, dort aber eventuell anders bezeichnet (Arbeitsflächen, Aktivitäten…).

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Praktischer Nutzen

Virtuelle Desktops bieten gerade für Nutzer von Fensterprogrammen mehrere Vorteile: Insgesamt entsteht mehr Platz auf dem Desktop, da sich Programme oder Verknüpfungen auf den Desktops thematisch gruppieren lassen. Zudem werden Fenster durch die größere Anzeigefläche nicht unbedingt verdeckt und erlauben eine organisierte Arbeitsumgebung, da man Fenster nicht ständig hin und her schieben muss.

Bedienung

Die virtuellen Desktops lassen sich über das Icon „Taskansicht“ aktivieren.

Taskansicht

Klickt man auf die Schaltfläche, zeigt Windows 10 nicht nur alle aktiven Fenster in einer kleineren Ansicht an, sondern bietet rechts unten auch noch die Möglichkeit, weitere „virtuelle“ Desktops anzulegen.

Virtueller Desktop

Virtueller Desktop

Sind mehrere Desktops eingerichtet, werden diese in der Taskansicht unterhalb ebenfalls angezeigt. Der Anwender kann mit einem Mausklick dann auf die anderen Desktops wechseln.

Virtuelle Desktops

Virtuelle Desktops

Laufende Programme lassen sich in der Taskansicht per Drag and Drop von einem auf den anderen Desktop ziehen. Alternativ können Sie die Funktion auch über das Kontextmenü in der Taskansicht anstoßen.

Seit Windows 10 Version 1607 gibt es auch die Möglichkeit, bestimmte Fenster oder Meldungen von Apps auf allen Desktops anzeigen zu lassen, egal auf welchem man sich gerade befindet.

Neuerungen in Version 1607

Neuerungen in Version 1607

Was läuft wo?

Da die Taskleiste auf allen Desktops angezeigt wird, könnte man bei mehreren Programmen schnell den Überblick verlieren, welches Programm sich auf welchem Desktop befindet. Microsoft entschärft das Problem damit, dass Programme, welche auf dem aktuell sichtbaren Desktop laufen, mit einer Linie unter dem Taskicon dargestellt werden.

Taskleiste

Taskleiste

Tastenkürzel

Die Arbeit mit virtuellen Desktops lässt sich mit den richtigen Tastaturkürzeln viel eleganter bewerkstelligen, sofern man diese kennt.

  • STRG + WIN + D erstellt einen neuen Desktop.
  • STRG + WIN + F4 schließt den aktuellen Desktop. Noch laufende Programme werden auf einen anderen Desktop verschoben.
  • STRG + WIN + PFEIL links/rechts wechselt zwischen den erstellten Desktops.

Fazit

Die virtuellen Desktops sind eine praktische Sache. Es fehlt der Funktion aber noch der letzte Feinschliff, beispielsweise Tastaturkürzel oder Kontextmenübefehle, um gezielt Programmfenster auf einen der Desktops zu schieben. Zudem speichert Windows die Desktops nicht ab. Sprich: Nach einem Neustart sind alle Einrichtungen futsch. Dennoch sollte man sich die Funktion mal anschauen. Wer mehr möchte, muss auf ein Feature-Upgrade von Microsoft warten oder sich die zu Anfang vorgestellten Alternativprodukte anschauen.

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