| ESET Smart Security und ESET NOD32 Antivirus Version 3.0 |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ein kleiner Rückblick2002 stellte WinTotal erstmals NOD32 vor. Der in Kreisen von Privatanwendern eher unbekannte Virenscanner konnte die gesamte Redaktion aus mehreren Gründen sofort begeistern:
Ende 2002 schob ESET dann die Version 2 nach, welche mit dem Update auf Release 2.5 nochmals erweitert und verbessert wurde. Zum Zeitpunkt der Vorstellung ist noch der Release 2.7x im Einsatz und konnte auch andere Magazine in Tests überzeugen. Dabei wurden, wie auch in unseren Vorstellungen, immer wieder der sehr geringe Ressourcenverbrauch sowie die herausragende Heuristik gelobt. Nicht umsonst wurde NOD32 Antivirus bereits 47 Mal mit dem Virus Bulletin VB100 Award und anderen Preisen ausgezeichnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten erwirbt man eine NOD32 Antivirus-Lizenz auf Zeit. Die Lizenz umfasst damit nicht nur das Recht auf Updates der Signaturdatenbank oder des Programmkerns von dem zum Zeitpunkt des Kaufes aktuellen Programmrelease, sondern auch auf künftige Programmversionen innerhalb der Lizenzdauer. So können Besitzer einer gültigen EAV-Lizenz demnächst einfach die 3er weiterverwenden, ohne hierfür nochmals extra zur Kasse gebeten zu werden. Virenscanner, Antispam und FirewallMit Version 3 führt der Hersteller ESET neben dem NOD32 Antivirus (EAV) auch ESET Smart Security (ESS) ein. Hierbei handelt es sich um eine Kombination des EAV, ergänzt mit einer Personal Firewall und Antispam-Lösung. Beide Produkte werden als Home-Edition (bis 4 Arbeitsplätze) und als Business-Edition (ab 5 Arbeitsplätze) angeboten und unterstützen Windows 2000, XP, Vista. Die Business-Editionen sind zusätzlich auch auf Windows 2000/2003 Server-Systemen lauffähig und können über einen Rechner im Netz zentral von dort ihre Updates beziehen. Sehr lobenswert ist auch die Tatsache, dass alle Produkte in 32- und 64-Bit-Editionen verfügbar sind. Für Windows 98/ME wird es keine Version 3.x mehr geben. Neuerungen für den VirenscannerESET hat die Oberfläche vom EAV komplett überarbeitet. Auf der linken Seite finden sich große Icons für die verschiedenen Bereiche wie Status, Rechner scannen, Update, Setup und Hilfe. Die eigentlichen Informationen werden dann dazu passend im rechten Bereich eingeblendet.
Unten links können Sie bei Display den Ansichtenmodus auch auf Advanced umschalten. Der Virenscanner blendet dann noch Tools als weiteres Icon ein, hinter dem sich die Logfiles, der Quarantänebereich sowie der Taskplaner finden.
Im oberen Bereich rechts erscheinen zusätzlich Schnelleinträge für die Setup-Einstellungen, Hilfe und die beschriebenen „Tools“. An der eigentlichen Funktionalität des Virenscanners hat sich wenig geändert. Nach wie vor sind die Funktionen von EAV sehr mächtig:
Alle Funktionen lassen sich im Setup noch in Grenzen anpassen. So können Sie z.B. den verwendeten Mailclient festlegen, die Prüfinfo in Mails deaktivieren, das Verhalten des Virenscanners beim Aufruf über das Kontextmenü anpassen, die Einstellungen mit einem Passwort vor Veränderungen schützen und vieles mehr.
Mit Version 3 wurde auch die Integration in das Windows-Sicherheitscenter verbessert. Sowohl der Virenschutz als auch der Schutz vor Spyware wird hier über EAV gemeldet.
Die Scangeschwindigkeit konnte ESET nach eigenen Angaben nochmals optimieren. Aber auch davor war EAV einer der schnellsten und gründlichsten Virenscanner auf dem Markt, auch wegen der hervorragenden Heuristik und regelmäßigen, zeitnahen Updates. ESET Smart SecurityDie neue ESET Smart Security (ESS) umfasst neben dem EAV noch eine Personal Firewall und Antispam-Lösung. Alle 3 Bestandteile wurden unter der neuen Oberfläche, welche auch der EAV verwendet, zusammengefasst.
Die weiteren Funktionen wie Firewall und Antispam können über das Setup angepasst werden.
FirewallÜber den Sinn und Unsinn von Personal Firewalls wurde schon viel geschrieben, so dass wir hier nicht auch noch Öl ins Feuer gießen möchten. Fakt ist, dass es 100% Schutz durch eine Firewall ebenso wenig gibt wie mit einem Virenscanner. In zahlreichen Tests wurde immer wieder belegt, dass ein Trojaner in bestimmten Situationen doch aus einem System ausbrechen und Daten vom PC ins Internet schicken kann. Zudem nicken unbedarfte Anwender gerne mal eine Erlaubsnisrückfrage ab, ohne den Grund der Anfrage zu kennen. Bereits mit Bordmitteln von Windows XP und Windows Vista ist der Anwender allerdings gut vor Angriffen von außen geschützt. Beide Firewalls sind aber nicht gerade besonders benutzerfreundlich und erschließen sich in ihrer völligen Funktionalität nur dem fortgeschrittenen Nutzer. Problematisch sind für Anwender vor allem ausgehende Verbindungen. Hier sind Firewalls besonders beliebt, welche Prozesse bzw. Programme melden, welche eine Verbindung nach außen aufbauen, und eine Zustimmung erfordern. In diese Richtung schl ägt die Firewall von ESET. Bereits bei der Installation legt der Anwender fest, ob er den Computer für alle anderen Rechner (und damit auch im lokalen Netz) strikt sperren oder zumindest im lokalen Netz freigeben möchte. Erkennt die Firewall ein neues Netz (z.B. an einem öffentlichen Hotspot), erscheint erneut die Aufforderung, für dieses Netz den Modus festzulegen. Die Funktion ist allerdings in Windows Vista ebenfalls enthalten, für XP-Nutzer aber eine sehr praktische Sache.
Die Firewall selbst kennt 3 verschiedene Betriebsmodi: Automatisiert (blockt allen ungewollten Datenverkehr von außen und erlaubt alle Standardverbindungen nach außen), Interaktiv (Benutzer wird bei jedem neuen Ergebnis gefragt) und richtlinienbasierend.
In allen Firewall-Modi sind das Intrusion Detection System (Erkennung von Angriffen auf ein Computersystem oder Computernetz) und die Netzwerkprotokoll-Filterung automatisch aktiv. Im interaktiven Modus erscheint für jede neue Verbindung eine Nachfrage, anhand derer eine automatische Regel erstellt werden kann.
Alle erstellten Regeln und die Zonen sind über die Einstellungen der Firewall sichtbar und können dort auch bearbeitet werden.
Über den Protection Status der Personal Firewall können Sie zudem einsehen, welche Applikationen gerade eine Verbindung ins Internet haben. Dabei bekommen Sie auch die aktuelle Datenrate und Remote-IP, Protokoll und Port angezeigt.
Als weiteres wichtiges Feature ist die Firewall der ESET Smart Security in der Lage, Anwendungen auf Änderungen hin zu überwachen. So ist sichergestellt, dass zum Beispiel Malware keine Netzwerkanwendung ver ändern und eine Schadensroutine eingebaut werden kann. ESET Smart Security AntispamDas Antispam-Feature bietet Schutz vor E-Mail-Spam aller Arten. Die Antispam-Technik verwendet dabei client- und serverbasierende Regeln und vergibt für E-Mails ein Scoring definiert nach einem globalen Fingerprint-System. Ist das Scoring einer E-Mail zu hoch, wird diese in den dafür vorgesehen Ordner verschoben oder auch automatisch gelöscht. Der Hersteller versorgt den Client dabei mehrmals täglich mit kleinen Updatepaketen. Zusätzlich kann der Anwender eine Black- und Whitelist pflegen. Per Default werden beispielsweise Adressen aus dem Adressbuch automatisch in die Whitelist eingetragen. Die Antispam-Lösung funktioniert - wie auch der Mailschutz - clientunabhängig, d.h. Sie können diese Technik grundsätzlich mit jedem E-Mail-Programm verwenden. FazitESET hat sich mit den Erfolgen seines Virenscanners EAV nicht auf die faule Haut gelegt und ein gutes Produkt nochmals verbessert. Der neue Virenscanner überzeugt vor allem durch die modernisierte Oberfläche und die gewohnt guten Eigenschaften wie Geschwindigkeit, geringe Systembelastung und hohe Erkennungsraten. Wer zusätzlich noch eine Antispam-Lösung und oder Firewall sucht, ist mit dem neuen ESET Smart Security für einen geringen Aufpreis zum Virenscanner gut bedient. Im Gegensatz zu vielen anderen Schutzsuites können sowohl die Bedienung wie auch die Anpassung überzeugen.
PCDMicha, 14.02.2008
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