Freecom Network Drive 500 GB
Vorstellungen - Vorstellungen 2008
Auf der Suche nach einem preiswerten und einfach zu handhabenden NAS-Gerät ist Jörg Schumacher (PCDjoe) auf das Freecom Network Drive 500 GB gestoßen. Was das Gerät an Funktionen, Vorteilen und Einschränkungen bietet, schildert die nachfolgende Produktvorstellung.
 

Überblick

Die Vernetzung von Computern ist heutzutage nicht mehr nur in großen Unternehmen mit einer Vielzahl von Angestellten üblich, sondern auch zu Hause und in kleineren Büros weit verbreitet. Programme, Anwendungen und Dateien werden immer umfangreicher und der Bedarf an zusätzlichem Speicherplatz ist größer als je zuvor. Wenn mehrere Computer im Haus per Netz verbunden sind, wächst der Wunsch nach einer preiswerten und zentralen Dateiablage. Einige Hauptkriterien, die dabei immer wieder genannt werden, sind ausreichend Speicherplatz, Verfügbarkeit von allen Rechnern aus und einfache Handhabung. Freecom Network Drive ist ein einfaches NAS, eine externe 3,5" Netzwerk-Festplatte mit LAN & USB 2.0-Anschluss mit einer Kapazität von 500 GB. Das getestete Gerät hat eine eingebaute 3.5" SATA Festplatte, Anschlüsse: LAN 10/100Mbps, USB 2.0 und sieht schick aus. Das matt-silberne Aluminiumgehäuse übernimmt die Kühlung, so dass kein Lüfter das Vergnügen trübt.

Abbildung 1: Produktfoto (freecom)

Installation

Laut Anleitung soll das Gerät verständlicherweise nicht gleichzeitig via Netzwerkkabel und USB angeschlossen werden. Nach dem Anschluss an das Netzwerk (Router oder Switch) und die Stromversorgung steht das Gerät theoretisch schon im Zugriff. Die IP und die Anmeldeinformationen für den Zugriff auf das Webinterface stehen in der Schnellstartanleitung. Danach öffnet sich im Browser ein überschaubares Interface.

Abbildung 2: Einfachste Konfiguration mittels integriertem Setup-Assistenten
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Einige wenige Einstellungen sind zur Einrichtung nötig:

  • Im Bereich Status sind die grundsätzlichen Angaben einzurichten. Zwei Dinge sind zu beachten: Die Zeit muss eingestellt werden, damit beim späteren Einrichten bzw. Kopieren keine Differenzen entstehen. Für die TCP/IP-Einstellungen sollte eine feste IP gewählt werden, die den weiteren Zugriff auf den Setup-Assistenten erleichtert, deshalb sollte der DHCP-Server ausgeschaltet werden.
  • Die Einstellungen für das Netzwerk – u.a. die feste IP und das Gateway - nimmt die Seite IP Config auf.
  • Die Seite Maintenance dient dem Firmware-Update, dem Reset und der Rückstellung auf die Werkseinstellungen.
  • Auf der Seite SMB Server werden die Verzeichnisse auf dem Laufwerk eingerichtet und es wird entschieden, welche Verzeichnisse im Netzwerk freigegeben werden. Es stehen Schaltflächen zum Erstellen, Umbenennen und Löschen zur Verfügung. Die Freigabe kann durch Hinzufügen zur bzw. Entfernen von der Freigabeliste verändert werden.
  • Die Seite FTP Server dient der Einrichtung der Benutzerverwaltung für den Zugriff auf Verzeichnisse. Eventuell muss zusätzlich zu diesen Einstellungen bei Aktivierung der FTP-Funktion in der Firewall bzw. im DSL-Router noch eine Freischaltung erfolgen, damit der Zugriff funktioniert. Auch die Einrichtung einer dynamischen DNS erleichtert den Zugriff auf den eigenen FTP-Server.
  • Wichtigste Einstellung auf der Seite Disk Utility ist die Vorgabe für die Sleep Time. Mit einer Angabe zwischen 5 und 60 Minuten wird eingeschaltet, ob und nach welcher Ruhezeit die Festplatte abschaltet. Ebenfalls verf ügbar sind Formatfunktion und Scandisk.

Datensicherung

Da in das Gerät nur eine Festplatte eingebaut ist, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Methode zur Datensicherung. Dazu sind einige wenige vorbereitende Handgriffe nötig. Die Netzwerkverbindung wird getrennt und dann das Network Drive als USB 2.0-Einzellaufwerk an einen beliebigen PC angeschlossen. Dann kann mit Hilfe eines geeigneten Programms - ich verwende üblicherweise dafür Acronis True Image Home - eine Datensicherung erfolgen. Damit besteht die Wahl, entweder die ganze Festplatte mit Hilfe eines Images zu sichern oder nur ausgewählte Dateien und Verzeichnisse.
Ein zweiter möglicher Ansatz ist, das Gerät selbst als Backup-Medium zu verwenden, wie ich das tue. Keine Datei, die sich auf dem Netzlaufwerk befindet, ist nur dort vorhanden. Ich sorge mit Hilfe des Synchronisationstools Beyond Compare dafür, dass die Daten zwischen der originalen Ablage und dem NAS synchronisiert sind. Ich mache es manuell, eine automatisierte Synchronisation wäre aber möglich.

Fazit

Mit dem Network Drive bietet Freecom eine einfach zu handhabende Speichererweiterung für das Netzwerk. Das Gerät ist ein vergleichsweise schneller, wirtschaftlicher Netzwerkspeicher. Das Network Drive wird einfach mit Router oder Switch verbunden. Nach nur wenigen übersichtlichen Schritten mit dem benutzerfreundlichen Konfigurations-Assistenten besteht von jedem Rechner im Netzwerk Zugriff auf das Network Drive - allerdings ohne weitere Quota und Zugriffssteuerung. Mit einer integrierten FTP-Funktion gibt es die Möglichkeit, auf das Speichergerät auch aus dem Internet zuzugreifen, komfortabel, wenn ein genügend großer Upload-Stream zur Verfügung steht. Der Vorteil dieses Geräts ist eindeutig: Es muss kein (weiterer) Computer eingeschaltet sein, um Zugriff auf diesen zentralen Speicher zu erhalten. Allerdings ist das Gerät für gehobene Ansprüche weniger geeignet, da sich die Zugriffe auf den zentralen Speicher im SMB-Modus nicht einschränken lassen. Der Zugriff wie FTP dagegen lässt sich Verzeichnisweise steuern – für diesen Anwendungsfall ist das Gerät eine optimale Lösung und der Grund dafür, dass ich das Gerät nach dem Test gekauft habe.

 

Freecom Network Drive 500 GB

Dieses Produkt jetzt über Amazon bestellen

Hersteller: Freecom
Produkt:   Network Drive 500 GB
Preis:   Ca. 230 Euro
System:   -
Positiv:   Einfache Bedienung, Energiesparfunktion
Negativ:   lange Anlaufzeit, LAN nur 10/100Mbps

PCDJoe, 07.02.2008

Hinweis zum Urheberrecht

Alle Texte, falls nicht anders angegeben,  unterliegen den Urheberechten der angegebenen Autoren und der Webseite http://www.WinTotal.de. Jede Verbreitung der Texte auf andere Weise als der Webseite von WinTotal oder dem Autor selber, bedarf der Genehmigung des Rechteinhabers. Der Autor und WinTotal.de haften nicht für eventuelle Fehlinformationen oder Fehler in oder durch den Text.