| Acronis True Image Home 2010 |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jährlicher Zyklus - Neuerungen oder BugfixEs ist kein Jahr her, dass wir die 2009er Version von Acronis True Image Home vorgestellt haben. Entgegen unserer damaligen Befürchtungen handelte es beim letzten Release um ein echtes Update mit verbesserter Funktionalität. Umso gespannter waren wir auf die Version 2010 und eine Antwort auf die Frage, ob es sich nur um verhaltene Produktpflege oder echten Mehrwert und damit einen Kaufgrund für das Update handelt. FunktionsumfangVon einfachen Festplattenimager ist Acronis True Image Home über die Jahre zu einer sehr umfangreichen Suite angewachsen, mit der sich u.a. folgende Aufgaben bewältigen lassen:
Neue FeaturesAcronis True Image Home 2010 hat die Features des Vorgängers 2009 geerbt, den wir bereits vorgestellt haben. Insoweit beschränken wir uns auf die wesentlichen Änderungen und Neuerungen. Zu den Neuerungen der Version 2010 zählen
InstallationNach Einlegen des Mediums kann man True Image Home 2010 installieren oder online auf eine neue Version prüfen. Leider versagte die Funktion in unserem Test und meldete die auf dem Datenträger vorhandene Version als aktuell, obwohl online bereits der neuere Build 6029 verfügbar war (03.11.2009).
Nach der Installation und einem Neustart wurde dann der aktuelle Build von uns manuell heruntergeladen und installiert. Eine Warnung, dass die alte Version erst deinstalliert werden musste, gab es nicht. Nach dem "Drüberbügeln" der aktuellen Fassung ging dann aber gar nichts mehr. Startversuche von Acronis True Image Home 2010 scheiterten mit "nicht installiert" und auch deinstallieren ließ sich das gute Stück zunächst über die Systemsteuerung nicht mehr. Erst eine Reparaturinstallation über die Updatedatei brachte den Erfolg. Hier musste dann aber zum zweiten Mal die zwischenzeitlich auf 64-Stellen angewachsene Seriennummer eingegeben werden. FaceliftingAm Design hat sich gegenüber dem 2009er Release nur wenig geändert. Die Farbgebung wirkt etwas dezenter und die Auswahl auf der linken Seite etwas entschlackter.
Notfallemdium USBWenngleich das Installationsmedium bootfähig ist, sollte man gleich ein neues Notfallmedium erstellen, um den aktuellen Release auch über dieses nutzen zu können. Dazu bietet sich der Bootable Rescue MediaBuilder an.
Mit diesem kann man einen bootfähigen Datenträger (optisch oder USB) mit Acronis True Image und Acronis System Report erstellen. Mit jedem Update der Software sollte man auch das Bootmedium aktualisieren, weshalb sich hierfür idealerweise ein USB-Stick anbietet, den der Builder auch ohne Probleme als Ziel akzeptiert. Knapp 100 MB sind hierfür auf einem Stick erforderlich. Vorhandene Daten werden dabei nicht gelöscht, so dass man mit weiteren, portablen Applikationen sich einen schönen "Notfall-Stick" erstellen kann. Windows 7 kompatibelEntscheidendes Kaufargument für die Version 2010 dürfte die vom Hersteller beworbene volle Kompatibilität zu Windows 7 sein. Wenngleich sich auch die Version 2009 unter Windows 7 nutzen ließ, wurde diese für das Betriebssystem nicht freigegeben, so dass bei der Nutzung Probleme zu erwarten sind. Wir haben uns erspart, die alte Version noch unter Windows 7 zu nutzen, wobei das Bootmedium von True Image 2009 auch hier noch gute Dienste leistete. Eine weitere Neuerung im Zusammenhang mit Windows 7 ist die Möglichkeit, eine True Image-Backupdatei (.tib) in eine virtuelle Festplatte (.vhd) umzuwandeln. Seit Windows 7 (und Vista mit Ausnahme der Home-Editionen) kann man virtuelle Festplatten über die Datenträgerverwaltung als Laufwerke (optional mit Schreibschutz) anmelden.
So hat man auch auf Systemen ohne installiertes True Image Home Zugriff auf die Sicherungen. Auch der umgekehrte Weg ist möglich, also vhd-Sicherungen in tib-Dateien umzuwandeln. Damit kann man Sicherungen das Windows-eigenen Sicherungsprogramms auch mit Acronis True Image Home 2010 weiter bearbeiten und durch die bessere Kompression von tib-Dateien zudem Speicherplatz sparen.
Windows 7 Ultimate oder Enterprise können sogar von virtuellen Laufwerken gebootet werden (siehe Artikel "Windows 7 richtig installieren"). Erstellt man demnach ein Systemimage, kann man das System auch von diesem Image als virtuelle Festplatte booten. Dazu legt Acronis True Image Home 2010 mit dem Acronis Boot Sequence Manager einen neuen Eintrag im Bootmanager an und bootet aus der tib-Datei, welche temporär in eine vhd-Datei umgewandelt wird.
Alternativ kann man auch das Image dauerhaft in eine .vhd-Datei umwandeln oder eigene .vhd-Dateien (z.B. aus einer Installation von Windows 7 Ultimate in eine vhd-Datei) in den Bootmanager einbinden.
VHD ist auch das Dateiformat von Microsoft Virtual PC, welcher unter Windows 7 mit dem optionalen XP-Modus verfügbar ist. Demnach kann ein unter Acronis True Image Home erstelltes Image in das VHD-Format konvertiert und wieder in einer virtuellen Maschine gestartet werden. Dabei gibt es aber zu bedenken, dass durch die geänderte Hardware in der VM eine erneute Aktivierung und damit eine weitere Windows-Lizenz notwendig wird. Unterstützung für dynamische DatenträgerErstmals ist Acronis True Image auch in der Home-Edition in der Lage, Images von dynamischen Datenträgern zu erstellen. Bisher war dieses Feature nur größeren Servereditionen vorbehalten. Bei dynamischen Datenträgern handelt es sich um eine geänderte Art der Festplattenverwaltung, welche mit Windows 2000 eingeführt wurde und mehrere Vorteile bietet. Statt Partitionen werden auf dynamischen Datenträgern Volumes verwendet. Neben einfachen Volumes gibt es auch erweiterte Volumes, welche sich über mehrere Festplatten erstrecken können und damit viele Festplatten unter einem einzigen Buchstaben zusammenfassen, auch nachträglich. Siehe auch Artikel „Datenträgerverwaltung unter Windows“.
Neben den dynamischen Datenträgern werden auch GPT-Datenträger von Acronis True Image Home 2010 unterstützt. Hierbei handelt es sich um Nachfolger der MBR-Partitionstabellen, als Teil des EFI-Standards, welcher aber erst in den kommenden Jahren eine Rolle spielen dürfte. Nonstop BackupAcronis Nonstop Backup ist eine der beworbenen Neuerungen in der 2010er Version. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein Backup, welches in Intervallen von jeweils 5 Minuten aktualisiert wird. Als Sicherungsziel kann hier aber nicht die Acronis Secure Zone verwendet werden.
Sobald der Schutz aktiviert wurde, sichert die Funktion alle 5 Minuten die Veränderungen auf der geschützten Partition. Durch Konsolidierung der Backups ist gewährleistet, dass die Zustände der letzten 24 Stunden in den 5-Minuten-Intervallen abrufbar sind. Ältere Backups sind tagesweise für die letzten 7 Tage verfügbar und werden dann in eine wöchentliche Sicherung überführt. Diese werden so lange gespeichert, bis der verfügbare Speicherort ausgeschöpft ist. Im Gegensatz zu einem normalen Dateibackup belegt die Nonstop-Sicherung weniger Speicherplatz, als man zunächst vermutet. Die Funktion sichert immer nur die Veränderungen gegenüber der Vorversion auf Dateiebene. Die Sicherungen werden in einer Art Zeitleiste dargestellt und können so historisch wieder hergestellt werden. Acronis Online BackupWie viele Anbieter im Internet auch, bietet stellt Acronis nun gegen Gebühr Online-Speicherplatz an. Nach erfolgter Registrierung stellt Acronis dem Anwender für den Zeitraum von 90 Tagen zunächst 2 GByte Remotespeicher zur Verfügung. Die Daten können mit AES verschlüsselt auf den Onlinespeicher übertragen werden. Nach Ablauf der Testphase stehen für knapp 5 Euro im Monat 25 GByte Speicherplatz zur Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann weiteren Speicherplatz erwerben. In Anbetracht der noch immer asynchronen und geringen Übertragungsraten von DSL und Co. bietet sich ein Online-Backup aber nur für die wirklich wichtigen Daten an. Verbesserter TaskplanerDer Taskplaner wurde in Version 2010 von Acronis True Image Home ebenfalls überarbeitet. Das geänderte Layout bietet eine verbesserte Übersicht und z.B. die Möglichkeit, nicht benötigte Tasks vorübergehend außer Betrieb zu setzen und später wieder zu aktivieren. Insgesamt lässt sich der neue Taskplaner wesentlich flexibler bedienen als sein Vorgänger.
Echtes HandbuchEin Lob an dieser Stelle verdient das Handbuch, welches dem Namen auch gerecht wird. Während viele Hersteller die Leerhüllen mit Beipackzetteln füllen, liefert Acronis einen ausführlichen Guide zu dem Produkt, welcher nicht nur gut übersetzt, sondern auch mit vielen Hintergrundinformationen bestückt ist. In einem eigenen Kapitel wird z.B. erklärt, wie man Acronis True Image Home 2010 auch in eine Windows-PE-Umgebung mit dem PE-Builder einfügt. FazitAcronis hat mit True Image Home 2010 die bisherige Version 2009 nochmals verbessert, ohne dabei aber mit neuen „Must have“-Features zu glänzen. Das kostenpflichtige Online-Backup ist sicherlich ebenso wenig Upgrade-Argument wie das neue Nonstop Backup oder der verbesserte Taskplaner. Versierte Anwender könnten an den Funktionen im Umgang mit VHD- und tib-Sicherungen zum Booten und Konvertieren Gefallen finden, wenngleich sich der Nutzen in Grenzen hält. Ein Dank aber an Acronis, dass nun endlich auch Images von dynamischen Datenträgern möglich sind. Dieses Feature war längst überfällig, auch wenn es nur in der etwas teureren Plus-Edition verfügbar ist.
PCDMicha, 12.11.2009
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