55-Zoll-Fernseher Test 2020

Die besten 55-Zoll-Fernseher im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • 55 Zoll entsprechen einer Diagonale von gut 140 Zentimetern (139,7 Zentimeter). Die Umrechnung von 55 Zoll in cm zeigt, dass Nutzer von einem großen Bild profitieren, welches zum Fernsehen und Filmegucken in geselligen Gemeinschaften einlädt.
  • Dank UHD beziehungsweise 4K erstrahlen Inhalte auf einem 55-Zoll-Fernseher auch aus nächster Nähe in kristallklarer Auflösung. So sind Ihnen sogar bei einem Abstand von nur wenigen Zentimetern zum Display sehr flüssige Bilder garantiert.
  • Nahezu jeder 55 Zoll große Fernseher ist im Stil eines Smart TVs gehalten: Dank Internetanbindung gelangen etliche weitere Funktionen, etwa in Form von Apps, auf das Gerät. Und mit einem Browser surfen Sie sogar von der Couch aus durchs World Wide Web.

55 zoll fernseher test

In nahezu jedem deutschen Haushalt ist ein Fernseher vorhanden. Nicht selten sind es sogar zwei oder drei. Auch die Zeit, die der Deutsche ins Fernsehen „investiert“ verdeutlicht die Stellung des Fernsehers: Rund 220 Minuten verbringt der Durchschnitts-TV-Nutzer vor seinem Bildschirm. Kein Wunder, denn dieser darf mittlerweile sehr groß ausfallen und das TV-Erlebnis deutlich anheben:

Ein 55-Zoll-Fernseher beschert Ihnen eine Bildschirmdiagonale von knapp 140 Zentimetern. So bringt selbst das Frühstücksfernsehen ein Kinofeeling ins Eigenheim. Zumindest, sofern die Qualität des Bildes und die Ausstattung stimmen!

Diese fallen heutzutage in vielen Bereichen sehr unterschiedlich aus und sind vom Laien kaum zu überblicken. In unserer Kaufberatung klären wir über die wichtigsten Eigenschaften eines modernen 55 Zoll großen Fernsehers auf. Gestützt auf Ergebnissen externer Berichte wie etwa Urteilen aus dem Hause Stiftung Warentest gewährleistet der 55-Zoll-Fernseher-Test 2020 somit, dass Sie mit wenig Rechercheaufwand in den Genuss des für Sie persönlich besten 55-Zoll-Fernsehers gelangen.

Wir wünschen viel Spaß beim Finden Ihres 55-Zoll-Fernsehers mit Vergleichssieger-Potenzial. Sie können selbstverständlich auch nach diversen anderen 55-Zoll-Fernseher Tests Ausschau halten und sich daraus eine Meinung bilden.

1. Größenvergleich: was 55 Zoll bedeuten

Mit einer Zollangabe wird auf die Diagonale beziehungsweise auf den Durchmesser eines Objektes verweisen. Im Falle eines 55 Zoll großen Fernsehers beträgt die Bildschirmdiagonale 139,7 Zentimeter. Solch ein TV ist demnach am oberen Ende der Größentabelle für privatgebräuchliche Fernseher angesiedelt, obgleich es noch größere Modelle, etwa solche mit 70 Zoll, gibt. Doch ganz gleich, ob Nachrichtensendung oder Blockbuster – TV-Inhalte werden auf einer Fläche von rund 140 Zentimetern sehr groß und effektvoll dargestellt.

Für manch einen Zuschauer kann dieser Größeneffekt auch zu groß ausfallen: Möchten Sie sich einen 55-Zoll-Fernseher kaufen, sollten Sie unbedingt die räumlichen Gegebenheiten Ihres Eigenheims berücksichtigen. Denn für einen 55 Zoll messenden Bildschirm wird ein Abstand von gut 2,5 Metern angegeben. Sitzen Sie in einem deutlich geringeren Abstand vor dem TV-Gerät, können einzelne Bildpunkte, sogenannte Pixel, ersichtlich werden und das Bild wirkt unscharf.

Zudem kann die Diagonale Erkennungsschwierigkeiten hervorrufen: Sie haben wortwörtlich nicht mehr auf dem Schirm, was in allen Ecken geschieht. Andererseits sollten Sie nicht viel weiter als 2,5 Meter von der Bildschirmfläche sitzen, da das Bild in diesem Fall schlichtweg zu klein ausfällt. Schriften sind dann meist nicht mehr zu erkennen. Für die Berechnung des Abstandes können Sie folgende Richtwerte zurate ziehen.

  • Bei einem Abstand von 1,0 bis 1,5 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 32 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 1,5 bis 2,6 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 40 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 1,6 bis 2,7 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 42 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 1,8 bis 3,0 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 46 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 1,9 bis 3,1 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 47 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 2,0 bis 3,3 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 50 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 2,2 bis 3,6 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 55 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 2,4 bis 3,9 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 60 Zoll großer Fernseher.
  • Bei einem Abstand von 2,6 bis 4,3 Meter zum Bildschirm lohnt sich ein 65 Zoll großer Fernseher.

1.1. Achtung Täuschung

Sind Sie sich sicher, dass ein 55-Zoll-TV die beste Lösung darstellt, sollten Sie bei der Auswahl unbedingt darauf achten, dass Sie auch tatsächlich ein Modell erwerben, welches mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll dienen kann. Denn einige wenige Hersteller, hierzu zählen insbesondere kleinere Vertreter wie Lexibook und Orion, betiteln ihre Fernseher zwar als 55-Zoll-TVs, ziehen bei der Berechnung dieser Angabe allerdings den Bildschirmrahmen ein!

Des Weiteren hat die Größe des Geräts konkrete Auswirkungen auf die Installationsmöglichkeiten: Selbst wenn der Abstand zum TV passt, ist zu bedenken, dass die Ausmaße eines 55 Zoll großen Fernsehers beachtlich sind. Wie groß ein 55-Zoll-Fernseher mit seinen Maßen in Länge und Breite ausfällt, hängt selbstverständlich vom Hersteller ab, doch mit einem Gewicht von gut 20 bis 25 Kilogramm ist ein TV aus dieser Kategorie keineswegs als Fliegengewicht zu bezeichnen.

55 zoll fernseher aufhängen
Lassen Sie sich beim Aufstellen beziehungsweise Aufhängen unbedingt helfen!

Deshalb sollten Sie sich nicht davor scheuen, Hilfe beim Aufstellen des Fernsehers in Anspruch zu nehmen. Selbstverständlich bieten manch Händler einen Liefer- und Aufstelldienst an, doch wer einen günstigen 55-Zoll-Fernseher sucht und letzten Endes auch nur wenig zahlen möchte, sollte von solchen Offerten Abstand nehmen – der freundliche Nachbar hilft ebenso gerne aus.

Insbesondere beim Aufhängen des Fernsehers sollten Sie niemals auf ein zusätzliches Paar starke Arme verzichten:

Zwar sind mittlerweile alle Modelle als Flachbildfernseher konzipiert, doch selbst ein schlanker Flachbildfernseher mit 55 Zoll messendem Bildschirm ist alles andere als einfach zu Händeln.

2. Die Bildqualität

Das A & O eines guten Fernsehers macht eine gute Bildschirmqualität aus. Um solch eine zu erreichen, setzen die vielen Marken jedoch auf unterschiedliche Techniken. Patentierte Bezeichnungen machen es dann schwer, die Art des Bildschirms und dessen Leistung korrekt einzuschätzen. Im Vordergrund sollten demnach grundsätzliche Eigenschaften stehen. Diese lauten Helligkeit, Kontrast und Blickwinkelstabilität.

Helligkeit: Die Helligkeit eines Bildschirms entscheidet darüber, ob sich die Elemente unabhängig vom Umgebungslicht gut erkennen lassen, oder nicht. Kann ein Fernseher nicht hell genug strahlen, beeinträchtigen Reflexionen oder sonstige Lichtquellen das Bild und machen es unkenntlich. Einen guter Richtwert liegt bei 300 Candela pro Quadratmeter.

Kontrast: Der Kontrast wirkt sich mittlerweile auf Schwarz-Weiß- und Farbflächen gleichermaßen aus. Früher, im Zeitalter der Röhrenfernseher, war dieser in erster Linie für die Zeichnung von Schwarz-Weiß-Konturen von Bedeutung.

Insbesondere beim Fernsehen in dunkler Umgebung kommt der Kontrast jedoch ebenso zum Tragen: Fällt dieser zu gering aus, sind Inhalte, die einem ähnlichen Farbschema entspringen, kaum auseinanderzuhalten. So vermischen sich vor allem dunkle Töne, etwa Schwarz und Blau, zu einem Einheitsbrei. Mit einem Kontrast von 1.000 : 1 ist diese Gefahr jedoch gebannt.

55 zoll curved tv
Ein Curved-TV wie er im Buche steht.

Blickwinkelstabilität: Die Blickwinkelstabilität ist vor allem für Film- und Fernsehfreunde, die in Gemeinschaft ihrer Passion nachgehen, von Bedeutung. Denn zum Rand hin, nimmt mit jedem Grad des Neigungswinkels die Farbintensität ab.

Eine Skala, die über die Blickwinkelstabilität informiert, gibt es zwar nicht, doch mit einem 55-Zoll-Fernseher im Curved-Design sind Sie auf der sicheren Seite. Der Typ Curved, also ein gebogener Bildschirm, steht nämlich für ein besonders eindrucksvolles, leicht räumliches, Bilderlebnis mit stabilem Blickwinkel.

2.1. Sonderpunkt Auflösung

Einen großen, jedoch nicht alles entscheidenden, Einfluss auf die Bildqualität hat die Auflösung. Diese wird ebenso wie bei Handys und Notebooks durch die Zahl der vertikalen und horizontalen Pixel berechnet. Moderne Fernseher sind im 16:9-Format geschaffen, weshalb die erstere Pixelreihe stets höher ausfällt. So stehen etwa 1.280 x 720 Pixel für HD Ready, 1.920 × 1.080 Pixel für Full HD und 3.840 × 2.160 Pixel für 4K.

Letztere Auflösung ist nochmals zu unterteilen in UHD, Ultra HD und QFHD. Aufschlüsse über die jeweiligen Eigenschaften liefert ein entsprechender Ratgeber. Merken sollten Sie sich, dass eine höhere Auflösung für ein schärferes Bild steht: Desto mehr Pixel, also Bildschirmpunkte, vom Fernseher angezeigt werden, desto geringer ist der Abstand zwischen den einzelnen Punkten und desto feiner erscheinen die Inhalte auf dem TV-Schirm.

Bei einer Größe von 55 Zoll sollte ein Fernseher mindestens mit einer Full-HD-Rate dienen können, doch ein großer Teil unterstützt bereits die vierfach höhere Auflösung 4K. Ein wortwörtlich klarer Vorteil dieser Modelle ist, dass in 4K aufgelöste Inhalte selbst aus nächster Nähe keine Unschärfen erkennen lassen.

55 zoll Samsung-TV
Der MU6179: Ein Samsung-TV samt 55-Zoll-Bildschirm und 4K-Auflösung.

Doch Vorsicht: Die Berechnung der vielen Pixel kostet einen jeden Fernseher Kraft. So sollte, ganz gleich, ob Sie zu einem 32 Zoll großen Fernseher, 65 Zoll großen Fernseher oder eben 55 Zoll großen Fernseher greifen, ein kräftiger Bildprozessor an Bord sein. Andernfalls drohen Aussetzer und Sprünge, wenn der Fernseher mit dem Anordnen der Punkte nicht „hinterherkommt“.

2.2. Patentierte Bildschirmtechniken

Insbesondere Samsung, LG, Sony und Philips werben derweil mit eigens entwickelten Techniken, die die Bildqualität anheben sollen. Inwieweit sich die Versprechungen erfüllen, steht selbstverständlich auf einer anderen Seite der Medaille. So werden Samsungs 55-Zoll-Fernseher beispielsweise mit der QLED-Technik ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine besondere Beleuchtungstechnik, die für noch kräftigere Farben steht. Der Konkurrent LG vertreibt seine Modelle mit OLED.

55-Zoll-Fernseher samt OLED nutzen eine ausgefeilte Umgebungslichtanalyse, die die Helligkeitswerte anheben soll. Anders als Samsungs „Q“ steht das „O“ bei einem OLED-Fernseher übrigens nicht für „Quantum Dots“, sondern für „Organic Light“. Sony legt den Schwerpunkt auf flinke Prozessoren und besonders scharfe Bildschirme: Der 4K-HDR-Prozessor X1 beispielsweise kann 4K-Inhalte doppelt so schnell, wie klassische Bildprozessoren berechnen. Die Anzahl an 4K-Fernseher samt 55 Zoll großem Bildschirm aus dem Hause Sony ist demnach recht groß.

Zu guter Letzt trumpft Philipps mit Ambilight auf. Hierdurch sollen die Linsen des Auges weit weniger stark beansprucht werden. Philips 55-Zoll-Fernseher sind zudem stets mit dem Betriebssystem Android TV bestückt.

2.3. Die Gretchenfrage: LCD oder LED? Oder doch lieber Plasma?

Nach wie vor tun sich bei vielen Laien sowie Experten Fragezeichen auf, wenn es um die Unterschiede der Beleuchtungstechniken geht. Die verschiedenen 55-Zoll-Fernseher-Tests schließen selbstverständlich 55-Zoll-Fernseher samt LED-, LCD- und Plasmabildschirm gleichermaßen ein.

Bildschirmtyp Eigenschaften
LCD-Fernseher

LCD-Fernseher

  • Die Abkürzung LCD steht für „Liquid Crystal Display“ und verdeutlicht den Einsatz von Flüssigkristallen.
  • Die Flüssigkristalle werden durch Leuchtröhren, die am Bildschirmrand sitzen, beleuchtet.
  • LCD-Fernseher sind für ihr sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.
LED-Fernseher

LED-Fernseher

  • Bei einem 55-Zoll-Fernseher samt LED-Bildschirm handelt es sich Grunde genommen ebenfalls um ein LCD-Modell.
  • Das „E“ steht hier für „Emittierend“; die Beleuchtung der Kristalle erfolgt direkt, da die Leuchtröhren nicht nur am Bildschirmrand sitzen.
  • Die direkte Beleuchtung ermöglicht stabilere Helligkeitswerte und etwas kräftigere Farben.
Plasma-Fernseher

Plasma-Fernseher

  • Nach wie vor gibt es einige Plasma-Fernseher mit 55 Zoll großer Bildschirmdiagonale.
  • Kritisiert werden Plasma-TVs für ihren relativ hohen Strombedarf.
  • Dennoch werden Plasma-Modelle gerne in Betrieben eingesetzt: Diese Bildschirmklasse bündelt die Pixel und gewährleistet eine effiziente Verteilung ihrer Rot-Gelb-Blau-Elemente.

3. Aufbruch in neue Dimensionen: 3D-Fernseher

Vor einigen Jahren galten 3D-Fernseher als der neueste Trend und sollten einen ähnlich großen Erfolg wie die 3D-Technik, die sich im Kino dank Blockbuster wie Avatar durchsetzen konnte, feiern. Mittlerweile sind 3D-fähige TVs, auch 55-Zoll-Fernseher samt 3D-Flächendarstellung, jedoch nur noch bedingt zu finden.

Denn: Es gibt nicht genügend Material, das in 3D-Qualität produziert wird. Und der Tiefeneffekt fällt bei solch einem Fernseher nicht so beeindruckend wie im Kino aus.

Die Vor- und Nachteile finden Sie im Folgenden:

  • Bei einem 3D-Fernseher steht der Effekt an sich im Vordergrund. Insbesondere Familien profitieren von solch einem Modell, da das Fernsehen in der Gemeinschaft angestrebt wird und somit vor allem altersübergreifende Inhalte zu finden sind.
  • Auch die bisweilen etwas kostspieligeren LED-TVs sind mittlerweile zu günstigen Preisen zu haben. Ein LED-TV samt 55-Zoll-Bildschirm lohnt sich angesichts seiner Breite übrigens besonders gut, da die Fläche (55 Zoll ergeben in Zentimeter 139,7 beziehungsweise 1,39 in Meter) plastischer als bei kleineren Modellen wirkt.
  • Durch die Spaltung des Bildsignals kann die Auflösung stark abnehmen. Greifen Sie deshalb unbedingt zu einen 55-Zoll-Fernseher inklusive 4K-Unterstützung, sofern Sie nicht mit Unschärfen fernsehen möchten.
  • Um dreidimensionale auf der zweidimensionalen Bildschirmoberfläche wahrzunehmen, ist nach wie vor der Einsatz einer 3D-Brille vonnöten. Preiswerte Modelle schränken jedoch das Blickfeld ein, sind nur bedingt für Brillenträger geeignet und benötigen teilweise sogar Strom, etwa Shutter-Brillen.
  • Von den wenigen 3D-Titeln sind kaum welche kostenlos: Wer sich mit 3D-Filmen ausstatten möchte, muss recht tief in die Tasche greifen.

Tipp: Um einen Fernseher nicht nur optisch in Schuss zu halten, sondern auch das bestmögliche Bild präsentiert zu bekommen, lohnt es sich, das Modell einmal in der Woche mit einem Staubwedel oder einem feuchten, sauberen Tuch vorsichtig zu reinigen.

Tipp: Während des Reinigens schalten Sie den TV unbedingt aus. Noch besser: Nehmen Sie das Modell gut eine halbe Stunde vor dem Säubern vom Stromnetz.

Achtung: Niemals, niemals mit einem dreckigen Tuch den Fernseher reinigen! Auch sollten keine Tücher, die für die reguläre Reinigung im Haushalt gebraucht werden, zum Einsatz kommen. Sowohl hervorstehende Tuchfasern als auch kleinste Partikel können irreparable Bildschirm- und Gehäusekratzer hervorrufen!

4. Klassik-Fernsehen war gestern

Liste der TV-Hersteller

Derweil stammen TV-Geräte mit 55 Zoll großen Bildschirmen aus vielen verschiedenen Häusern, doch der internationale Vergleich offenbart deutliche Unterschiede bezüglich der Marktstellung. Den unangefochtenen Platzhirsch stellt Samsung dar, dicht gefolgt von LG.

Erstaunlich: Die Südkoreaner müssen sich in ihrem Heimatland von dem Fize-Weltmeister aus China geschlagen geben! Die weiteren Ränge sind mit knappen Abständen von Sony (8,3 %), Panasonic (6,8 %) und Sharp (5 %) allesamt von japanischen Elektroriesen belegt. Starke Konkurrenz haben diese jedoch durch Changhong, TCL und Hisense zu befürchten. Letzterer Konzern arbeitet übrigens mit einem deutschen Urgestein der TV-Branche, Loewe, zusammen.

So hat sich auch der niederländische Rivale alias Philips auf eine ostasiatische Kooperation eingelassen und liefert nun mit TPV weltweit Fernseher. Kaum noch zu haben sind übrigens Fernseher von Telefunken: Der Konzern stellte bereits 2005 seine Arbeit ein. Kritisch sieht es auch bei TechniSat und Metz, ebenfalls beides deutsche Marken, aus.

Letzterer mag sich vergleichsweise noch über Wasser halten, stellt allerdings das Schlusslicht im Ranking dar. Und TechniSat hat sich mittlerweile auf Satellitentechniken konzentriert.

Einen weiteren wichtigen Aspekt eines jeden 55-Zoll-Fernseher-Vergleichs umfassen die Erweiterungsfunktionen sowie die nativen Sondertechniken. Dem Internet kommt in dieser Beziehung eine besonders hohe Stellung zu, doch erst in Verbindung mit dem passenden Zubehör kann sich der TV von heute als Multimediaplattform behaupten.

4.1. Clever dank Internet: Smart TVs

Die Bezeichnung Smart TV leitet sich vom Handy 2.0 alias Smartphone ab. Auch ein 55-Zoll-Smart-TV kann mit einer Internetverbindung und einem Betriebssystem dienen. Letzteres fällt jedoch mitunter sehr spezifisch aus. Tipp: Testen Sie, wenn möglich, zunächst Menüs und Steuerung.

Zudem lohnt ein Blick in die entsprechenden Online-Stores, in denen Sie Apps beziehen können. Diese gehören ebenfalls zum Konzept eines Smart TVs und bringen allerlei Zusatzprogramme, etwa die Wettervorhersage vom Deutschen Wetterdienst oder den Streaming-Dienst Netflix auf den Schirm.

Doch Vorsicht: Nicht jeder internetfähige Fernseher eignet sich zum „freien“ Surfen im World Wide Web! Dies ist lediglich mit einem eigenständigen Browser möglich. Andernfalls ist der Internetausflug auf vorgegebene Seiten, etwa die Hersteller-Homepage, beschränkt.

4.2. Passendes Zubehör für jede Gelegenheit

Ganz gleich, ob Sie einen Fernseher mit 55 Zoll großem Bildschirm oder einen kleineren Vertreter wie einen Fernseher samt 40 Zoll großem Bildschirm nutzen möchten: In den Fernseher-Vergleich gehören unbedingt Erweiterungsfunktionen, denn Zusatzkomponenten liefern wirklich alle Hersteller, angefangen von Apple bis hin zu Toshiba.

Grundlage hierfür stellt eine breite Reihe an Anschlüssen dar: Mehrere HDMI- und DVI-Schächte, Audio-Ein- und Ausgänge sowie USB-Ports sollten unbedingt vorhanden sein. Erst wenn genügend Verbindungen dieser Art geboten sind, können Sie weitere Komponenten wie zum Beispiel Spielekonsolen, Computer und Festplatten an den Fernseher anschließen und simultan nutzen.

Eine Festplatte bringt je nach TV übrigens eine weitere Besonderheit mit sich: Ist der TV mit einer Aufnahmefunktion ausgestattet, die auch die Übertragung per USB unterstützt, können Sie mit einem 55-Zoll-Fernseher samt 4K-Auflösung selbst die pixelstarken und somit speicherhungrigen Inhalte auf UHD-Niveau festhalten.

receiver thomson
Sogar Hersteller wie Thomson fertigen Receiver.

Mögliches, wenn nicht sogar notwendiges, Zubehör umfasst natürlich auch klassische Komponenten wie zum Beispiel DVD-Player (eventuell inklusive Blu-Ray-Unterstützung) und DVB- beziehungsweise DVB-T-Receiver, die, ähnlich wie CI+-Module, fürs HD-Fernsehen benötigt werden, sofern der TV nicht bereits mit entsprechenden Chips bestückt ist.

4.3. Drahtlostrend: Vernetzung leicht gemacht

Auch im TV-Markt hat sich der Trend zu drahtlosen Verbindungen durchgesetzt. So kann mittlerweile nahezu jeder Smart TV mit einem WLAN-Modul dienen, hin und wieder zahlt sich allerdings auch eine LAN-Verbindung aus:

Befinden sich zu viele Funkquellen in der Umgebung oder sind viele Drahtloskomponenten an den Fernseher angeschlossen, kann eine LAN-Verbindung zum Internet die stabilere und sicherere Alternative darstellen.

Die Auswahl an Drahtloskomponenten ist in den letzten Jahren schließlich deutlich gestiegen. Insbesondere die Bluetooth-Technik hat mit ihrem „Low-Energy-Modus“ die Verbreitung kabelloser Zusätze vorangetrieben. Folglich sollten Sie unbedingt auf einen möglichst aktuellen Bluetooth-Chip, etwa auf einen der Generation 4.2, und auf Abwärts- beziehungsweise Aufwärtskompatibilitäten achten.

Mit einem Kopfhörer aus dem Hause Bang & Olufsen, einer Tastatur von TeckNet oder einer drahtlosen Festplatte, wie sie Intenso fertigt, erweitern Sie Ihren Fernseher dann in vielerlei Hinsicht und machen ihn so richtig smart. Und um sowohl ein gutes Bild als auch einen guten Klang zu genießen, lohnt der Einsatz von Soundbars beziehungsweise Lautsprecher.

Grundig hat hierfür bereits mehrere Serien erschlossen und verpasst schmalen TV-Lautsprecherleisten einen räumlichen Klangspaß mit tiefen Bässen und perfekter Höhenzeichnung.

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