Blitzgeräte Test 2020

Die besten Blitzgeräte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für die meisten alltäglichen Fotos, drinnen beim Decken- und draußen im Sonnenlicht, genügt schon die Kamera im Smartphone. Wer höhere Ansprüche an die Qualität der Bilder stellt, greift zur hochwertigen Kamera.
  • Ein Blitzlicht kommt dann zum Einsatz, wenn das vorhandene Licht nicht ausreicht – oder, um einen ganz bestimmten Effekt zu erzielen.
  • Der Blitzwürfel hat längst ausgedient, denn moderne Blitzgeräte erzeugen die gleiche Menge Licht, sind aber dank wiederaufladbarer Batterien nahezu beliebig oft einsetzbar.

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Die Welt ist heutzutage voll von Fotos. Seitdem in jedem Mobiltelefon eine Kamtera verbaut ist, ist das Aufnehmen von Fotos etwas ganz Alltägliches geworden.

Für einen Fotografen, der sein Handwerk ernst nimmt, dürfen solche Schnappschüsse nicht in einem Satz mit echten Fotos genannt werden. Das Wichtigste ist die Kamera selbst, für die jeder Fotograf seine speziellen Vorlieben hat. Gleich danach kommt die Beleuchtung, üblicherweise in Form eines Blitzgerätes.

Je nach Belichtung ist die Wahl für das beste Blitzgerät nicht einfach. Vielleicht möchten Sie dazu auch noch ein günstiges Blitzgerät kaufen? Beim Treffen der richtigen Entscheidung unterstützt Sie unser Blitzgeräte-Vergleich 2020 mit einer umfangreichen Kaufberatung. Bei einem anschließenden Blitzgeräte-Test werden Sie anschließend feststellen, ob Sie sich richtig entschieden haben. Ist Ihr Finger schon auf dem Auslöser?

1. Wozu ein Blitz nötig ist

Grundsätzlich benötigt jedes Foto eine bestimmte Menge Licht, die das Motiv ausreichend beleuchtet. Natürliches Sonnenlicht im Herbst ist für die meisten Fotografen das höchste der Gefühle. Mit künstlichem Licht versucht man, diesem Ideal so nahe zu kommen, wie möglich.

Ein Blitzlicht kann hier die Lösung sein, insbesondere für Außenaufnahmen, für die man keine leistungsstarken Scheinwerfer mitführen kann. Ein Blitzlicht bietet eine große Lichtmenge – für einen Moment, und das im Taschenformat. Für besondere Effekte können auch mehrere Blitzgeräte um das Motiv herum platziert werden, welche man dann per Fernsteuerung zündet.

Mit einem solchen Setup kann entweder versucht werden, möglichst viel Licht auf die Szene zu werfen, oder es werden spezielle Effekte provoziert – beispielsweise in ganz bestimmter Weise fallende Schatten oder aber das völlige Fehlen von Schattierungen.

Blitzgeräte sind keine Lösung für alles. Das Blitzlicht verliert sich in der Leere sehr schnell. Landschaftsaufnahmen bei Nacht sind damit nicht möglich. Da ein Blitzgerät üblicherweise auf die Kamera montiert wird, hat man beides – Blitz und Fotoapparat – immer greifbar. Fotos von bewegten Motiven, ob Sport oder Action, und Fotos, für die man spontan bereit sein soll, sind ohne ein passendes Blitzgerät nicht denkbar, wenn nicht das nötige Licht durch die Sonne bereitgestellt wird.

Die Vor- und Nachteile sehen Sie hier:

  • Licht immer dann, wenn der Fotograf es benötigt
  • Handliches Gerät ersetzt große Lampen und Projektoren
  • Nicht für alle Arten und Typen der Fotografie willkommen
  • Lichtmenge für Fotos in kompletter Dunkelheit nicht ausreichend

Tipp: Soll das Bild später keine Emotionen transportieren, sondern vielmehr das Motiv klar darstellen, dann empfiehlt sich ein Ringblitz. Dies ist – wie der Name korrekt suggeriert – ein ringförmiges Blitzgerät, das um das Objektiv herum montiert ist. Da das Licht aus exakt der gleichen Richtung kommt, in der das Objektiv sitzt, wird auf dem Bild kein Schatten zu sehen sein. Dies ist für Makrofotografie ideal, für das Abfotografieren von Dokumenten, aber auch für die Portraitfotografie, sowie bei Pass- und Ausweisbildern.

2. Marken und Hersteller

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Canon Blitz 270EX II, Leuchtwinkel max. 28mm

Bekannte Hersteller für Foto-Equipment sind unter anderem:

  • Canon
  • Nikon
  • Speedlite
  • Sony
  • Yongnuo
  • Neewer
  • Nissin
  • Metz Blitz

3. Blitzgeräte im Test bei Stiftung Warentest & Co.

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Blitzgeräte von Metz – der Mecablitz M400 gehört in jede Fototasche. Er belegt Platz drei im Blitzgeräte-Test von testberichte.de.

Ein Blitzgeräte-Test wurde bei der Stiftung Warentest nur am Rande durchgeführt. Hier wurden zwei Modelle getestet. Der handliche mecablitz kann getrennt von der Kamera eingesetzt werden und der Systemblitz SB-600 kann mithilfe des Blitzschuhs auf der Oberseite der Kamera befestigt werden. Einen Blitzgeräte-Vergleichssieger gibt es in der Form nicht, da der Einsatzzweck unterschiedlich ist.

Blitzgeräte-Test haben aber bereits andere Portale veröffentlichen. So wird Verbraucher-Elektronik oft von der Computerzeitschrift Chip getestet. In deren Blitzgeräte-Test kamen 40 Geräte in verschiedenen Kategorien, unter anderem Systemblitze für DSLR und für DSLM, zur Prüfung.

4. Fragen, die oft gestellt werden

4.1. Wie den Blitz auf dem Stativ befestigen?

Mit dem Blitzlicht direkt auf der Kamera, einem sogenannten Aufsteckblitz, macht man sich keine Gedanken über die Befestigung. Wer aber raffinierte Effekte oder Rundumbeleuchtung von der Seite oder den Seiten haben möchte, kommt nicht an einem fernausgelösten, separaten Systemblitz vorbei.

Ein Stativ ist hierbei die beste Wahl für externe Blitzgeräte. Stative sind üblicherweise mit einer ¼-Zoll-Schraube ausgestattet. Für die Montage des Fotoblitzes sind Adapter für die unterschiedlichen Hersteller im Handel erhältlich.

Wir zeigen einige Beispiele in unserer Blitzlicht-Tabelle:

Typ / Abkürzung Abbildung / Beispiel Beschreibung
Für Blitzgeräte für Sony Alpha 6000 Pixel TF-325 Blitzadapter

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Passend für die komplette Alpha-Reihe von Sony
Für Blitzgeräte für Canon EOS Pixel Blitzadapter TF-321

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Passend für die EOS-Serie von Canon
Für Blitzgeräte für Panasonic JJC Blitzschuhadapter mit Mittenkontakt

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Passend für Panasonic
Verwendbar für etliche Modelle anderer Hersteller
Für Blitzgeräte für Nikon Pixel TF-322 i-TTL

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Passend für Nikon-Kameras

Wer also noch kein Stativ im Fotorucksack hat, sollte hier sein Fotozubehör um diese nützliche Komponente erweitern.

4.2. Was bedeutet die Leitzahl bei Blitzgeräten?

Die Leitzahl steht für die Blitzreichweite eines Kamera-Blitzes. Detailliert erklärt ist die Leitzahl das Produkt aus dem Abstand zwischen dem Blitz und dem Motiv, und der zu wählenden Blende. Dieser Wert wird benötigt, damit der Fotoapparat „weiß“, welche Belichtungszeit bei der jeweiligen Wahl des Kamera-Blitzes die richtige ist.

Die Blitzgeräte-Leitzahl alleine genügt noch nicht, um die exakte Belichtungszeit zu ermitteln, da die Empfindlichkeit des Filmes hierbei noch unberücksichtigt bleibt. Hersteller sind in der Vergangenheit dazu übergegangen, eine Standardempfindlichkeit zugrunde zu legen, die ISO 100/21°. Einerseits halten sich aber nicht alle Hersteller daran, andererseits sind weitere Umgebungsvariablen nach wie vor unberücksichtigt.

  • Wie viel Licht reflektiert das Motiv selbst? Eine Braut im weißen Kleid wirft um einiges mehr Licht ans Objektiv zurück, als beispielsweise das Batmobil des düsteren Filmhelden.
  • Wie viel Licht wird durch die Umgebung reflektiert? Während dies im finsteren Wald nahezu nichts ist, wird in einem weiß getünchten oder gar gekachelten, kleinen Raum etliches an Licht reflektiert.
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Ganz zum Schluss noch: das Blitzgerät, das niemand gerne sehen will – Blitzgeräte der Polizei.

Sie sehen, dass die Angabe der Leitzahl nur unter idealen Bedingungen im Labor überhaupt einen Sinn erfüllt. Für den Fotografen – Amateur, Hobby oder Profi – gelten hier vor allem die Erfahrungswerte. Dies ist einer der Gründe, weshalb nicht jedermann einen Fotoapparat kaufen kann und sofort die besten Bilder schießt.

All dies galt nur so lange, bis die Elektronik Einzug hielt: bei Spiegelreflexkamera, Kompaktkamera und Digitalkamera. Heute berechnet niemand mehr die Leitzahl – moderne Geräte messen das reflektierte Licht mit Sensoren. Der Sensor sitzt dabei entweder in der Nähe des Objektivs oder sogar im Inneren der Kamera. Eine moderne Kamera sammelt so die benötigten Daten für die ideale Belichtungszeit, während das Foto entsteht. Damit ist doch jeder Laie plötzlich ein Starfotograf!

4.3. Was bedeutet TTL bei Blitzgeräten?

Lichtfarbe in K (Kelvin)

Die Lichtfarbe bezeichnet die Verteilung der einzelnen Farben des sichtbaren Spektrums, denn Weiß ist nicht gleich Weiß. Tageslichtweiß (über 5300 K) ist zwar das natürlichste und weißeste Weiß, wirkt auf Fotos aber emotionslos. Neutralweiß (zwischen 3300 und 5300 K) wird als sehr technisch empfunden, während Warmweiß (unter 3300 K) zwar kein echtes Weiß mehr ist, aber als gemütlich und sympathisch empfunden wird.

Moderne Sensorik macht das Ausprobieren und Berechnen der Leitzahl überflüssig, wenn ein lichtempfindlicher Sensor während des Fotografierens die Lichtmenge misst. Am genauesten wird diese Messung, wenn der Sensor im Inneren der Kamera sitzt, also hinter dem Objektiv beziehungsweise der Linse. Dieses Verfahren heißt „Through-the-Lens“, also durch das Objektiv hindurch. Abgekürzt: TTL.

4.4. Welche Akkus für das Blitzgerät?

Hier gibt es zwei Antworten: Jeder Akku kann im Blitzgerät eingesetzt werden, wenn er in der Größe passt. Blitzgeräte benötigen jedoch in kurzer Zeit sehr viel Leistung, welche im Blitzgerät selbst in Kondensatoren gespeichert wird. Um diese nach dem Blitzvorgang wieder aufzuladen, wird die entsprechende Menge an Strom aus den Akkus entnommen.

Schlechte, alte oder auch billige Akkus können diese Leistung liefern, benötigen dafür aber viel Zeit. Die beste Wahl sind moderne Nickel-Metallhydrid-Akkus, die Sie an der Bezeichnung „ready-to-use“ oder „pre-charged“ auf der Verpackung erkennen.

In einem Erfahrungsbericht wurde der Unterschied anhand eines Blitzgerätes von Yongnuo beschrieben: starke Marken-Akkus benötigten knapp über einer Sekunde, die Billig-Akkus benötigten dafür über sechs.

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