Camcorder Test 2018

Die besten Camcorder im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für qualitativ hochwertige Sportaufnahmen bieten Camcorder eine 4K-Auflösung und halten eine 50 fps Bildfrequenz bereit.
  • Full-HD-Camcorder sind sowohl für detailreiche Urlaubsaufnahmen als auch für Hobby-Filmclips geeignet. Auf gute Aufnahmen können Sie sich mit 25 bis 30 fps verlassen.
  • Legen Sie Wert auf Gewicht und Ausstattung, denn Camcorder, die rund 200 g wiegen und darüber hinaus mit Lautsprecher, Bildstabilisator und Mikrofon ausgestattet sind, erzielen meist gute Aufnahmen.

Camcorder 4k

Bilder haben eine enorme Ausdrucksstärke und können Situationen, aber auch Orte und Ereignisse oft auf ganz andere Art und Weise vermitteln als dies bei Texten der Fall ist. Dies gilt insbesondere für bewegte Bilder. Mit einem Camcorder können Sie selbst jederzeit bewegte Bilder aufnehmen. Vor allem, wenn die Videos des Smartphones nicht genügen und Ihnen eine Digitale Spiegelreflexkamera zu teuer ist, sind Camcorder eine gute Alternative.

Neben Canon ist vor allem Sony auf dem Markt recht bekannt. Hier erreichen die Geräte immer wieder eine gute Videoqualität. Im Camcorder-Vergleich spielen die Aufnahmefähigkeit und Ausstattungsdetails eine entscheidende Rolle. In unserem Camcorder-Vergleich 2018 erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

1. Warum lohnt sich ein Camcorder?

Eine Camcorder kann weitaus mehr als gedacht.

Seitdem es das Smartphone gibt, wird der Camcorder oft als überflüssig abgetan, als ein unnötiges Accessoire der Touristen. Mit dieser Annahme hat er aber wenig gemein. Wir zeigen, warum sich der Kauf eines Camcorders lohnt.

Damit Sie sich einen Überblick verschaffen können, haben wir zunächst die Vor- und Nachteile der Camcorder für Sie zusammengefasst.

  • gute Video- und Tonqualität
  • hochwertiger Zoom
  • viel Speicherplatz
  • komfortables Handling
  • stellt zahlreiche Aufnahmemodi bereit
  • leicht
  • liegt gut in der Hand
  • Smartphone-Akku wird entlastet
  • ausführliches Zubehör
  • Bildschirm schwenkbar
  • weiteres Gerät muss transportiert werden

2. Überblick über Fachbegriffe bei Camcordern

Möchten Sie einen Camcorder günstig erwerben, werden Sie mit einer Vielzahl an Fachbegriffen konfrontiert. Für einen Laien ist es nicht leicht, die Fachbegriffe zu verstehen und zuzuordnen. Wir haben die wichtigsten Fachbegriffe und ihre Definition für Sie nochmals zusammengestellt.

Begriff Definition
 Bildfrequenz Mit frames per minute wird die Bildwiederholungsrate angegeben. Auch bekannt als Framerate definiert sie, wie häufig ein Einzelbild wiederholt wird.

Die Anzahl bezieht sich sowohl auf die Aufzeichnung als auch auf das Abspielen des Bildes. Hat ein Camcorder also eine maximale Framerate von 50 fps, kann er ein Bild auch maximal 50-mal je Sekunde wiederholen.

Durch die schnelle Bildwiederholung entsteht für das menschliche Auge eine fließende Bewegung.
Auch für Kinofilme wird mit einer recht hohen Bildfrequenz gearbeitet. Sie liegt bei 24 fps. Damit Sie ein Bild als fließend wahrnehmen, reichen 16 fps schon aus.

Entscheiden Sie sich also für einen Camcorder mit 25 fps, ist das für Sie bereits ausreichend. Dagegen eignen sich die 50 fps Modelle bevorzugt für Sportfilmer. Sie können damit durchaus eine detailreiche Slow Motion Aufnahme bewältigen.

Bildstabilisator Der Bildstabilisator wird zur Unterstützung der Bildschärfe eingearbeitet. Er minimiert das Verwackeln der Aufnahmen. Der Bildstabilisator kann elektronisch arbeiten, lässt sich aber auch über diverse optisch-mechanische Prozesse, die in der Linse stattfinden, realisieren.
Formate Bei den Videoaufzeichnungen gibt es eine umfassende Formatvielfalt. Als gängige Formate fallen in diversen Camcorder-Test folgende auf:

  • HDV (High Definition Digital Video) ist ein hochauflösendes Videoformat. Dieses Videoformat wird meistens auf einem Mini DV Magnetband gespeichert.
  • MOV (Manuscript on Vellum) wurde von Apple für den Quicktime-Player entwickelt.
  • AVCHD (Advanced Video Codes High Definition) ist das Standardformat für Videomaterial mit hoher Auflösung. Für Videoaufnahmen greift es auf den MPEG4 AVC-Codec zurück. Audio-Daten werden entweder per Dolby-Digital- oder bei einigen Modellen per Linear PCM-Codec realisiert.
  • MPEG-4/MPEG-2 (Moving Picture Experts Group) gleicht den JPEG-Standards bei Bildern.
Video-Auflösung Von der modernen Videokamera werden Filme, aber auch Fotos in verschiedenen Auflösungen aufgezeichnet. Hier gibt es:

  • Ultra-HD mit 3840 x 2160 Pixeln (auch bekannt als 4K oder UHD)
  • Full-HD mit  1920 x 1080 Pixeln
  • HD ready mit 1280 x 720 Pixeln
Zoom Der Zoom dient der Annäherung sowie Entfernung zu dem fokussierten Objekt. Die meisten Objektive, die bei den Camcordern eingesetzt werden, haben dabei eine variable Brennweite.

3. Kaufratgeber für den Camcorder: Auf diese Kriterien sollten Sie achten

3.1. Überblick über verschiedene Camcorder-Typen

Es gibt verschiedene Arten von Camcordern. Entscheidend ist vor allem, für welche Zwecke Sie Ihren Camcorder nutzen möchten.

Hobby-Filmer Teilzeit-Regisseure
Sony Camcorder

Mit dem Camcorder für Hobby-Filmer halten Sie Ihre Urlaubserinnerungen in Bewegtbildern fest. Bei der Auswahl des passenden Geräts in dieser Kategorie sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • HD ready-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln
  • 25 fps Framerate
  • rund 20-facher optischer Zoom
  • Lautsprecher, Mikrofon und Bildstabilisator sollten Teil der Ausstattung sein

 

 

Panasonic CamcorderWenn Siesich für einen Camcorder interessieren, der optimale Aufnahmequalitäten hat und darüber hinaus gute Grundlagen für die Videobearbeitung liefert, sind Sie auf Folgendes angewiesen:

  • Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln
  • rund 50 fps Framerate
  • 30-facher optischer Zoom
  • elektronischer Sucher, Touchscreen und Anschluss von einem externem Mikrofon
Budget: um 150 EUR Budget: um 300 EUR

Suchen Sie eine HD-Kamera, wird Ihr Budget prinzipiell den Rahmen für die individuelle Auswahl vorgeben. Unser Ratgeber verrät Ihnen, worauf Sie in den jeweiligen Preisklassen achten müssen, wenn Sie anschließend nach unserem Camcorder-Vergleich ein Gerät dieser Art kaufen möchten.

Gerade bei den Videokameras, die zu einem Preis von rund 150 Euro angeboten werden, müssen Sie in dunkler Umgebung, aber auch bei schwachem Licht oft erhebliche Abstriche bei der Aufnahmequalität in Kauf nehmen. Bei den Minikamera-Modellen ist das unangenehme Bildrauschen erst ab der Preisklasse von rund 200 Euro nicht mehr zu sehen. Das Bildrauschen entsteht durch eine ungleichmäßige Farbgebung sowie unterschiedlich ausfallende Bildhelligkeit.

Camcorder Sony
Wichtig bei einer Camcorder: die Bildschärfe.

Eine umfassendere Ausstattung erwartet Sie bereits im Bereich von 300 Euro. Canon Camcorder und andere Modelle, die hier angeboten werden, sind bereits mit schnelleren Prozessoren, aber auch mit besseren Sensoren ausgestattet. So werden hier beispielsweise Bildschips, 3-CCD, aber auch CMOS, CCD und 3-MOS-Sensor verarbeitet. Durch den Sensor wird das einfallende Licht schließlich in elektrische Signale umgewandelt. Der Prozessor kann die Rechenleistung problemlos übernehmen. In der Preisklasse von rund 300 Euro halten die Camcorder wirklich schon hervorragende Ergebnisse bereit. Marken, die in dieser Preisklasse vertreten sind, sind Panasonic, Sony, JVC und Samsung.

Möchten Sie in Sachen Qualität noch eine Schippe drauf legen, sind Sie auf Profi-Equipment angewiesen. Dieses bietet Ihnen dann eine herausragende Bildschärfe in 4K-Auflösung und kostet rund 700 Euro. Meist müssen Sie hier aber bereits 1000 Euro bezahlen. Es gibt mittlerweile einige erschwinglichere Modelle von Unternehmen wie Rollei, Sony, GoPro, AEE und Contour, die ebenso dazu in der Lage sind, Aufnahmen in Ultra-HD-Auflösung  zu realisieren. Bei einer solchen Minikamera sind auch schwerste Erschütterungen kein Problem. Der Camcorder erweist sich in diesem Fall als wasserfest. Weiterhin lässt er sich vielseitig montieren.

3.2. Überblick über das Camcorder-Zubehör

Ein wichtiges Zubehörangebot für den Camcorder ist der Akku. Die meisten Modelle, die in verschiedenen Camcorder-Tests berücksichtigt werden, haben nur eine Akku-Kapazität von rund 100 Minuten Aufnahmezeit. Um für alle Situationen gewappnet zu sein, ist es wichtig, dass Sie sich einen zweiten Akku zulegen, auf den Sie dann im Urlaub oder bei Ausflügen zurückgreifen können. Mit einer Minikamera mit zweitem Akku sind Sie schließlich für alle Gelegenheiten und Eventualitäten bestens gerüstet.

Stativ Kamera Test
Ein Stativ bietet noch mehr Bildqualität.

Auch ein Stativ kann wirklich sinnvoll sein. Mit einem Stativ verwackeln die Aufnahmen nicht so schnell. Obwohl der Camcorder an sich recht klein ist, gibt es allerhand geeignete Gestelle für das Gerät.

Sobald Sie neben dem Camcorder allerhand Zubehör zusammengestellt haben, ist es empfehlenswert auf eine Kameratasche zurückzugreifen. In dieser lasen sich allerhand Speicherkarten und Reinigungsutensilien für unterwegs verstauen. Damit wird die Mini Videokamera ebenso sorgsam verstaut wie das komplette Zubehör, das Sie mitnehmen müssen.

Ihren Panasonic Camcorder oder Canon Camcorder können Sie ganz einfach per USB-Kabel an den PC anschließen. Der Anschluss klappt schnell und ohne große Umwege. Haben Sie jedoch Probleme dabei, auf eine USB-Kamera Verbindung zurückzugreifen, lohnt sich ein Blick in die Betriebsanleitung, die hier sicherlich Abhilfe schafft.

4. So reinigen und pflegen Sie Ihren Camcorder

Kamera reinigen
Mit einem Blasebalg lassen sich Staubkörner effektiv entfernen.

Die Reinigung von einem Panasonic Camcorder oder einer Canon Kamera gestaltet sich nicht schwieriger als bei anderen Kameras. Damit Sie lange Freude an dem Gerät haben, ist es sicherlich empfehlenswert, den LC-Bildschirm mit einer passenden Schutzfolie zu versehen. Um das Objektiv zu reinigen, greifen Sie am besten auf einen speziellen Pinsel oder auch auf einen Blasebalg zurück. Sowohl vor dem Transport als auch bei Nichtnutzung sollten Sie unbedingt den Objektivschutz anbringen, um Beschädigungen zu vermeiden.

5. Überblick über beliebte Camcorder-Marken

Viele Marken bieten mittlerweile eigene Camcorder an. Zu den bekanntesten Anbietern auf dem Markt gehören:

  • Blackmagic
  • Apitek
  • Canon
  • Easypix
  • GoPro
  • Jay-tech
  • Sony
  • Somikon
  • JVC
  • Medion
  • Rollei
  • Samsung
  • Panasonic
  • Vivitar
  • Toshiba

6. FAQ zum Camcorder

6.1. Was sagt die Stiftung Warentest zum Thema Camcorder?

In einem umfassenden Videokamera-Test hat die Stiftung Warentest gleich mehrere Camcorder auf den Prüfstand gestellt. Dadurch entstand von Seiten der Warentester eine Bestenliste mit verschiedenen Modellen in der Ausgabe 12/2014 . Sie setzt sich mit den Produktgruppen „klassische Camcorder“, „Spezialcamcorder“ und „Action-Camcorder“ auseinander.

6.2. Welche außergewöhnlichen Camcorder Typen sind erhältlich?

Der 3D-Camcorder

Die 3D-Kamera gibt es nicht mehr nur für die klassische Hollywoodproduktion, sondern auch für viele begeisterte Freizeit-Regisseure. Sie besitzt zwei Linsen und wird mittlerweile zu erschwinglichen Preisen angeboten. Rund 1000 Euro kostet eine solide 3D-Kamera für den Einstieg. Allerdings muss hier auf die normal dimensionierten Geräte zurückgegriffen werden, denn eine Mini-Ausführung ist noch nicht auf dem Markt zu finden.

Die Action-Kamera

Bei der Action-Kamera, die im Englischen „action camera“ heißt, handelt es sich um eine besonders belastbare und robuste Mini-Kamera. Bei diesen Videokameras kommt allerhand Montagezubehör zum Einsatz. Oft ist es möglich, dass Sie diese Bluetooth-Kamera mit Tablet oder Smartphone verknüpfen. Manch eine Canon Kamera wirbt damit, besonders widerstandsfähig zu sein. Allerdings sind hier meistens nicht die gleiche Wasser- und Staubdichte vorhanden. In diesem Fall bedarf es schon einer speziellen Outdoor Mini-Kamera.

Die IP-Kamera  bzw. das Überwachungskamera-Set

Möchten Sie Wohnräume oder Grundstück überwachen, bietet sich der Griff zu einer IP-Kamera an. Hierbei handelt es sich auch um eine Minikamera oder WLAN Kamera. Das Besondere an diesen Videokameras sind hier die Bewegungssensoren. Nehmen diese im eingestellten Sichtfeld unautorisierte Bewegungen wahr, wird ein entsprechender Alarm an den Nutzer übermittelt.

6.3. Bei welchem Modell handelt es sich um den kleinsten Camcorder der Welt?

Wenn Sie den kleinsten Camcorder der Welt suchen, müssen Sie nicht im Angebot der Panasonic Kamera oder des JVC-Camcorders suchen. Der kleinste 720p Camcorder der Welt stammt nämlich von CHOBi CAM ONE. Zwar taucht das Modell nicht in den Bestenlisten der Camcorder auf, glänzt aber durch seine extrem kompakte Bauweise. Auch Canon hat ein kleines Kamera-Modell im Petto. Hierbei handelt es sich um die Canon LEGRIA Mini Serie. Der Camcorder hat einen integrierten Standfuß.

Dieses Video verdeutlicht noch einmal die Dimensionen der weltweit kleinsten Kamera.

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