Digitalkamera Test 2018

Die besten Digitalkameras im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Systemkameras, Universalkameras, Reisezoomkameras, Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras sind allesamt in der Kategorie „Digitalkameras“ anzutreffen. Bezüglich des Preises, der Features und der Handhabung gibt es bei diesen Kameras durchaus deutliche Unterschiede zu verzeichnen. Ein unabhängiger Digitalkamera-Test 2018 kann Ihnen jedoch verraten, welche Kamera wirklich etwas für welchen Zweck taugt.
  • Universell einsetzbare Reise-Digitalkameras schaffen eine sehr gute Balance in Sachen Bildqualität, Handlichkeit und Preis.
  • Zwischen 100 und rund 200 Euro kosten die Kameras, die Ihnen bereits einen Bildstabilisator, WLAN, Videos in Full-HD und Schnappschüsse von einer richtig guten Qualität bieten können.

Digitalkamera günstig test

Die schönen Augenblicke des Lebens, die Sie gerne festhalten wollen, können Sie mit der passenden Kamera einfangen und für die Ewigkeit dokumentieren.

Bedenken Sie allerdings, dass Sie die wichtigen Kriterien aus einem unabhängigen Digitalkamera-Test unbedingt kennen sollten, um sich wirklich sicher sein zu können, worauf es bei Ihrem Vergleichssieger ankommt. Um ihren persönlichen Vergleichssieger ausfindig zu machen, bieten wir Ihnen nachfolgend eine detaillierte Kaufberatung an, damit Sie vor dem Kauf rundum bestens informiert sind.

1. Die Funktionsweise einer Digitalkamera

Sony Digitalkamera
Für gestochen scharfe Bilder liegt die Cyber-shot DSC-RX10 III von Sony weit vorn.

Auch bei einer Digitalkamera handelt es sich selbstverständlich um einen Fotoapparat, welcher einem sehr ähnlichen Funktionsprinzip unterliegt wie eine analoge Kamera. Allerdings kommt es bei dieser Technik zu keiner Belichtung des Films, sondern der elektronische Sensor der Kamera übernimmt diesen Part. Das Licht, welches durch den Verschluss und die Blende gesteuert wird, wird durch das Objektiv/ die Linse zum Sensor der Kamera befördert, der auch als Bildwandler bezeichnet wird. Der Sensor nimmt nun die Daten bezüglich der Farbe sowie der Größe des Bildes auf. Das digitale Signal, welches dann entsteht, beinhaltet alle Bildinformationen und zwar zu jedem einzelnen Pixel.

Bei dem Bildprozessor der Kamera handelt es sich demnach um eine Art kleinen Computer, der das digitale Signal dazu nutzt, um das spätere Foto zu berechnen sowie den Kontrast und die Helligkeit bearbeitet. Diese Bildinformationen werden dann auf einer SD-Karte oder einem anderen digitalen Speichermedium abgelegt. Bei einer Spiegelreflexkamera wird dazu häufig das RAW-Format verwendet, wobei sämtliche Bildinformationen darin enthalten sind. Eine reguläre Digitalkamera, die im unteren/ mittleren Preissegment angesiedelt ist, speichert Fotos hingegen als JPEG ab. Dies bedeutet leider auch, dass nicht alle Bildinformationen erhalten bleiben. Sofern Sie zu der Gruppe der Amateur- und Hobbyfotografen gehören, ist dies jedoch kein Problem. Denn JPEG ist für Ihre Bildbearbeitung mit Sicherheit ausreichend.

2. Welche Typen von Digitalkameras sind am Markt erhältlich?

Die Auswahl an Kameras ist riesig, da die verschiedensten Arten und Modelle auf Sie warten. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die moderne, digitale Fototechnologie von heute regelmäßig mit neuen Möglichkeiten und Funktionen auf sich aufmerksam macht, damit Profi- und Urlaubsfotografen gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Um die Suche nach der passenden Kamera für Sie zu erleichtern, machen wir Sie nachfolgend mit den weit verbreiteten Kamera-Typen vertraut.

2.1. Spiegelreflexkameras

Nikon Spiegelreflexkamera
Beliebt und Bewährt: die Nikon D3200.

Spiegelreflexkameras (DSLR/DSR) sind sozusagen die Könige der Kameras. Vor allem Berufsfotografen setzen in Ihrem täglichen Arbeitsalltag meist auf teure Spiegelreflexkameras. Der Name dieser Kameras leitet sich im Übrigen von ihrem Funktionsprinzip ab.

Denn bei diesen Kameras gibt es einen integrierten, klappbaren Spiegel. Zwischen dem Objektiv und der Bildebene ist dieser Spiegel dafür verantwortlich, das Foto auf der Mattscheibe der Kamera abzubilden. DSLR-Kameras verfügen über eine geringfügige Verzögerung der Auslösung, können Ihnen aber einen merklich schnelleren Fokus im Vergleich zu vielen anderen digitalen Kameras bieten. Dies macht sich bei der besseren Bild- und Videoqualität deutlich bemerkbar. Allerdings kosten diese Kameras mindestens 350 Euro, können aber auch Tausende kosten. Hierbei handelt es sich definitiv um das absolute Luxusmodell unter den digitalen Kameras.

Universelle und Spiegelreflexkameras im Vergleich – die Vor- und Nachteile:

  • preiswerter
  • angenehme Haptik aufgrund der kompakten Abmessungen
  • leichteres Eigengewicht
  • schneller zu bedienen, da das Objektiv nicht gewechselt werden muss
  • einfacher zu handhaben, selbst wenn keine fundierten Fotografie-Kenntnisse vorhanden sind
  • es müssen keine zusätzlichen Objektive gekauft werden
  • nicht so schmutzempfindlich
  • Makro- und Mikro-Aufnahmen sind ohne ein weiteres Objekt nur begrenzt möglich
  • im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera tritt mehr Bildrauschen auf
  • die geringe Auslöseverzögerung und der schnellere Fokus einer Spiegelreflexkamera sorgen dafür, dass mehr Bilder binnen kurzer Zeit aufgenommen werden können
  • bessere Sensoren bei der Spiegelreflexkamera

2.2. Universalkameras

Universalkameras verstehen sich als umfassende Fotoausrüstung. Hinter dem Kameragehäuse versteckt sich die benötigte Technik, ohne dass diese Kameras riesig sind. Ein Sucher sollte unbedingt vorhanden sein, damit Sie Ihr Bildmotiv über das Fadenkreuz oder den Rahmen ins Auge fassen können.

Die meisten Kameras dieser Art verfügen inzwischen über ein LCD-Display, welches als eine Art elektronischer Sucher funktioniert. Falls es keinen solchen Sucher gibt, sollten Sie zumindest einen Sucher mittels des Blitzschuhs nutzen können. Das Objekt befindet sich bei dieser Kamera schon im Gehäuse selbst. Der Kauf eines Zusatzobjektivs ist demnach nicht erforderlich, was wiederum Kosten spart.

Allerdings können Sie Makro- sowie Mikroaufnahmen somit nur im begrenzten Maße machen. Auch Reisezoomkameras stellen eine Form der Universalkameras dar. Sie gehen mit einem optischen Zoom einher, der recht hoch ist. Die DCS HX50 Kamera von Sony ist ein Beispiel für solch eine Kamera. Dabei sollten Sie viel Wert auf individuell einstellbare Belichtungsparameter legen. Denn dann können Sie die Bildqualität gerade bei Nachtaufnahmen wie gewünscht verändern und verbessern.

2.3. Systemkameras

Die Systemkamera LUMIX G DMC-GF7KEG-S von Panasonic in schwarz/silber.

Amateur- und Hobbyfotografen, die echte Technikfans sind, werden sich für diese Art von Kamera bestimmt interessieren.

Der große Vorteil von Systemkameras besteht dabei darin, dass das Auswechseln der Objektive bei Bedarf problemlos möglich ist. Es ist zudem nicht nur ein optischer Sucher vorhanden, den Sie wahrscheinlich schon von einer Spiegelreflexkamera kennen. Vielmehr fungiert ein LCD-Display wahlweise als elektronischer Sucher oder Sie entscheiden sich für eine Kamera ohne jeden Sucher, wobei sich ein Sucher zum Teil auch noch nachträglich an der Kamera anbringen lässt. Der Vorteil eines Wechselobjektivs besteht in den vielen fotografischen Möglichkeiten. Allerdings haben Objektive häufig einen stolzen Preis, weshalb diese Anschaffung unter Umständen nicht sinnvoll ist. Im direkten Vergleich mit Spiegelreflexkameras sind Systemkameras allerdings kompakter und auch leichter.

2.4. Kompaktkameras

Kompaktkamera Canon
Klein, aber oho – Kompaktkameras eignen sich besonders für zwischendurch.

Kompaktkameras gehören zu den am häufigsten verkauften Digital Cameras. Immerhin können Sie solch eine Kamera schon für nur 50 Euro kaufen, während Sie für 350 Euro bereits ein Luxusmodell ergattern können. Nach oben gibt es beim Preis hingegen kaum Grenzen.

Ihrem Namen machen diese Kameras alle Ehre, da sie in der Tat sehr kompakt sind und sich daher unterwegs besonders gut nutzen lassen. Diese Fotoapparate verfügen über ein fest montiertes Objektiv und sind dennoch nur so groß wie eine Zigarettenschachtel. Eine ganz so hochwertige Optik ist aufgrund der kompakten Bauweise allerdings nicht möglich. Der Umstand, dass immer mehr Verbraucher ein Smartphone besitzen, hat zudem dazu geführt, dass diese Kameras langsam vom Aussterben bedroht sind. Das gilt vor allem für viele junge Leute, die eher auf ihr Smartphone als auf eine Kompaktkamera zurückgreifen.

Info: Reise- und Kompaktkameras sind auch als analoge Kameras erhältlich. Diese Kameras sind vergleichsweise handlich und günstig. Allerdings sollten Sie sich darauf einstellen, dass diese Kameras keine so scharfen Bilder wie Spiegelreflex- und Systemkameras schießen.

3. Qualitätskriterien: Das macht eine hochwertige Digitalkamera wirklich aus

Viele Verbraucher sind irgendwann ziemlich frustriert, wenn es um den Kauf eines technischen Geräts geht. Immerhin gibt es eine große Vielfalt an technischen Spezifikationen zu bedenken, mit denen gerade Laien sich häufig nicht oder nicht gut genug auskennen.

Falls Sie zu den Digitalkamera-Anfängern gehören und kein Profi- oder Amateurfotograf sind, werden Sie vielleicht nicht wissen, was sich hinter Begriffen wie „Canon 400d,“ „Lumix,“ „ISO,“ „Sucher,“ „Nikon Coolpix,“ „Casio exilim“ oder „Canon 1000d“ verbirgt. Viele Features wurden komplett automatisiert oder Sie müssen 400 Euro und mehr bezahlen, um diese Funktionen überhaupt auskosten zu können. Als Digitalkamera-Einsteiger hat es eigentlich keinen Sinn, wenn Sie sich näher in diese Details einlesen. Daher möchten wir Sie nachfolgend mit den wesentlichen Kaufkriterien auf der Suche nach einer neuen Kamera vertraut machen. Denn so finden Sie Ihre neue Reisezoomkamera bestimmt deutlich leichter und können einen eigenen Vergleich der verschiedenen Digitalkameras mühelos anstellen.

3.1. Gewicht und Abmessungen

Sofern wir die Spiegelreflexkameras außen vorlassen, können Sie davon ausgehen, dass digitale Kompaktkameras von einer handlichen Größe und kompakten Abmessungen gekennzeichnet sind. Schließlich tragen sie die Namen Reisekamera, Travelkamera oder Kompaktkamera nicht ohne Grund.

Nicht nur die Funktionen dieser Kameras, sondern auch deren kleine Größe und Preis entsprechen demnach den Anforderungen, die Urlauber und Hobbyfotografen gleichermaßen an eine Kamera stellen. Durchschnittlich machen diese Kameras mit Maßen von elf mal sieben mal vier Zentimetern auf sich aufmerksam.

Kinderkamera Digitalkamera
Die Nikon Coolpix A10 Kamera für die kleinen Fotografen.

Sofern Sie eine Kinder-Digitalkamera suchen, sind ein möglichst leichtes Gewicht sowie eine ebenso kompakte Größe natürlich ein Muss, damit die Kinder problemlos mit diesen Kameras umgehen können. In einem umfassenden Digitalkamera-Test stehen daher immer Kameramodelle mit verschiedenen Abmessungen auf dem Prüfstand, deren Gewicht ebenso variiert. Bis zu einem Gewicht von 140 Gramm ist von einem echten Leichtgewicht die Rede, wobei Kameras, die nicht mehr als 300 Gramm wiegen, gleichermaßen für Ihre Reise geeignet sind. Wenn die Kamera allerdings 500 oder sogar 700 Gramm auf die Waage bringt, ist sie vielen Urlaubern und Hobbyfotografen einfach zu schwer, um sie für ein paar wenige Schnappschüsse ständig mit sich herumzutragen.

3.2. Display: Größe und Auflösung

Fast alle Digicams und Camcorder von renommierten Marken wie Panasonic, Nikon und anderen bekannten Herstellern verfügen über ein spezielles elektronisches LCD-Display. Darüber wird die Bildsuche möglich, damit der Fotograf genau erkennen kann, welcher Bereich eigentlich abfotografiert wird.

Je größer das Display sowie die Auflösung, desto besser. Denn dies kann dafür sorgen, dass mögliche Diskrepanzen zwischen der Auflösung des Bildschirms und der Qualität der tatsächlichen Aufnahme minimiert werden können. Eine kleine Diskrepanz ist schließlich wichtig. Das Heranzoomen einzelner Bildausschnitte sollte zudem möglich sein, um erkennen zu können, ob es eventuell Verwackelungen gibt. Allerdings ist dies durchaus zeit- und nervenaufwendig, wobei dieser Schritt bei machen Fotos unerlässlich ist. Das ist gerad dann der Fall, wenn das Foto später als Foto im Großformat dienen soll.

3.3. Anzahl der Megapixel

Stativ günstig
Ein Reisestativ von Manfrotto.

Ein gewöhnlicher Digicam-Bildsensor braucht gar nicht unbedingt 20 Megapixel. Immerhin hat die Physik ihre Grenzen. Je höher die Anzahl der Pixel bei einem größenbeschränkten Sensor, der zum Beispiel nur die Abmessungen eines Daumennagels hat, desto weniger Platz bleibt für jeden einzelnen der kleinen Bildpunkte. Die Pixel müssen sich als das Licht, welches einfällt, teilen. So ein kleiner Bildpunkt kann allerdings auch nur wenig Licht aufnehmen, was wiederum das sogenannte Bildrauschen bedingt.

Allerdings lässt sich dieses Problem bei den meisten digitalen Kompaktkameras kaum umgehen, wenn Sie nicht gerade auf eine Spiegelreflexkamera für rund 800 Euro oder mehr setzen. Diese Rausch-Probleme machen sich jedoch häufig nur dann bemerkbar, wenn es um recht dunkle Außenaufnahmen geht. Ein Stativ ist in diesem Zusammenhang sinnvoll, da dann eine erhöhte Belichtungszeit möglich wird. Die Bildqualität verbessert sich nicht immer unbedingt. Vielmehr benötigt ein Bild mitunter mehr Speicherplatz, damit die Ausdrucke im Großformat besser werden.

3.4. Verschiedene Hersteller für Digitalkameras

Panasonic Lumix neu
Sehr beliebt: die Lumix-Reihe von Panasonic.

Viele Verbraucher setzen immer auf die gleichen Marken aus dem Technologie-Markt. Das gilt vor allem dann, wenn Sie bereits gute bis sehr gute Erfahrungen mit dem jeweiligen Unternehmen machen konnten. Wer eine Digitalkamera preiswert kaufen möchte, sollte bei der Qualität keine Abstriche machen, weshalb die bewährten Kamera-Typen und Marken durchaus eine exzellente Wahl darstellen. Dabei können wir an dieser Stelle bereits vorwegnehmen, dass Sie solide Digitalkameras bei vielen Herstellern schon für weniger als 150 Euro kaufen können und somit kein kleines Vermögen ausgeben müssen.

Marke Nähere Details
Sony

sony kamera

Hinter Panasonic und Hitachi handelt es sich bei Sony um den drittgrößten Elektronikkonzern aus Japan. Die Cyber-Shot-Marke ist besonders bekannt, da Sony seine digitalen Kameras unter diesem Namen herausgibt. Bei den Camcordern handelt es sich hingegen um die Marke Handycam. Die Baureihe Sony Alpha beinhaltet Spiegelreflexkameras, mit denen der Konzern beim Kauf einer digitalen Kamera völlig neue Maßstäbe setzen möchte. Die größten und besten Bildsensoren lassen sich bei diesem Anbieter finden, so dass für eine wirklich überragende Bildqualität gesorgt werden kann.
Canon

canon

Canon ist eine japanische Marke, welche die Kamerawelt auch international dominiert. Digitale Kameras produziert das Unternehmen bereits seit den 1980er-Jahren und gehört somit zu den ganz Großen in dieser Branche. Mit der RC-Reihe von Canon fing alles an. Die Power Shot sowie Digital IXUS Kompaktkameras wurden hingegen erst später vorgestellt. In einem umfassenden Reisezoomkamera-Vergleich spielen diese Modelle natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Canon Eos-Digital Kameras haben den internationalen Markt für hochwertige, digitale Spiegelreflexkameras zudem gehörig aufgeräumt.
Panasonic

panasonics

Bei Panasonic finden Sie auch günstige Digitalkameras vor. Das hat ein unabhängiger Digitalkamera-Vergleich ganz deutlich gezeigt. Die aus Japan stammende Elite der Digicam-Welt wäre ohne Panasonic nicht komplett. Dabei deckt das Unternehmen nicht nur das günstige, sondern auch das teure Preissegment mit seinen verschiedenen Kameras ab. Die DCM-FZ- und DMC-CM-Kameras stellen starke Kompaktkameras dar, die auch für echte Profis interessant sind. Die Lumix DMC-Kameras von Panasonic haben sich in diversen Tests ebenfalls alles andere als schlecht geschlagen.
Casio

casio

 

Dieser Elektronikriese kommt aus Japan. Ob Taschenrechner, Uhren oder digitale Kompaktkameras, die technische Produktpalette von Casio ist riesig. Vor allem in den genannten Bereichen konnte sich der Konzern bisher durchsetzen. Die Casio-Serie Exilim hat den Anbieter fest auf dem Markt für Digitalkameras etabliert. Allerdings war in letzter Zeit zu beobachten, dass Casio den Smartphone-Trend auch bei den Kameras erkannt hat und in Zukunft wohl keine weiteren Digitalkameras auf den Markt bringen wird.

3.5. Zoom-Funktion

Wenn Sie eine Digitalkamera günstig kaufen wollen, sollten Sie auch auf den Zoom als ein wichtiges Kaufkriterium achten. Nicht nur im Urlaub, sondern auch bei ansprechenden Landschaftsaufnahmen werden Sie mit Sicherheit häufig auf den Zoom Ihrer Kamera zurückgreifen. So können Sie Gebäude oder entfernte Tiere schließlich besonders leicht heranholen und diese wie gewünscht fixieren. Auf dem LCD-Display Ihrer Kamera lässt sich der gewünschte Bildausschnitt dann kinderleicht auswählen. Dabei stehen zwei Arten von Zoom zur Verfügung:

  • digitaler Zoom
  • optischer Zoom

Wird ein optischer Zoom verwendet, so verändert sich der Bildausschnitt aufgrund der Variation der Anordnung der Linsen in dem Objektiv selbst. Das wirkt sich auch auf die Brennweite aus, die sich verändert, so dass ein scharfes Foto das logische Resultat dieser Anpassung ist. Ein 5-facher, optischer Zoom ist für eine Digitalkamera, die circa 100 Euro kostet, ein Muss. Sofern Sie Ihre digitale Kamera nicht mit einem externen Objektiv ausstatten können, sollte der Zoomfaktor 30 oder sogar 50 betragen, damit auch entfernte Details mit solch einer Superzoomkamera ohne Probleme fotografisch dokumentiert und gestochen scharf festgehalten werden können.

Nutzen Sie hingegen den digitalen Zoom, so findet keine Brennweitenanpassung statt. Wenngleich das Bild näher kommt, kommt es zu keiner Schärfeanpassung. Verwenden Sie diesen Zoom daher nur sparsam und setzen Sie lieber einen optischen Zoom für bessere Bilder ein. Doch unter diesen abstrakten Zoomzahlen können Sie sich vielleicht nicht sofort etwas vorstellen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen unsere Erklärungen anhand von Bildern veranschaulichen.

Gucken Sie sich das folgende Video daher gerne in Ruhe an. Dort wird anhand einer Sony Digitalkamera DSC-HX50V vorgeführt, was mit einem 30-fachen optischen Zoom alles möglich ist:

4. Digitalkameras in unabhängigen Tests

Die Auswahl an Camcordern, Systemkameras, Fotoapparaten und Co. könnte kaum riesiger sein. Diese Gadgets werden in den verschiedensten Preiskategorien angeboten. In verschiedenen Technik-Tests stehen dabei die unterschiedlichen Funktionen und Features dieser Kameras auf dem Prüfstand.

Die Stiftung Warentest hat sich auch auf die Suche gemacht, um die beste Digitalkamera zu küren. Wenn Sie eine Digitalkamera günstig kaufen wollen, dürften Sie die Ergebnisse aus einem derartigen Digitalkamera-Test natürlich brennend interessieren. Dabei stand nicht nur die Bildqualität der getesteten Kameramodelle auf dem Prüfstand. Die Outdoor-Fähigkeiten sowie die Benutzerfreundlichkeiten spielten ebenso eine wichtige Rolle.

In einem umfangreichen Katalog finden Sie sämtliche Systemkameras, Digitalkameras, Spiegelreflexkameras und Bridgekameras vor. Da es inzwischen so viele Modelle gibt, hat die Stiftung Warentest in den verschiedenen Kategorien auch unterschiedliche Vergleichssieger gekürt. Leider wirken die Kamera-Ergebnisse jedoch recht unübersichtlich. Außerdem müssen Sie für viele der Vergleichsergebnisse und Qualitätsurteile Geld bezahlen, wenn Sie sich über die Erkenntnisse der Stiftung Warentest im Detail informieren möchten.

5. Kamera digital – wichtige Fragen samt der dazugehörigen Antworten

Wenn Sie den Titel „Beste Digitalkamera“ nun auch endlich vergeben und sich einen neuen Fotoapparat zulegen möchten, haben Sie vielleicht noch ein paar Fragen. Um unserer Beraterfunktion nachzukommen, haben wir diese Fragen sowie die dazugehörigen Antworten nachfolgend in unsere umfangreiche Kaufberatung mit aufgenommen.

5.1. Wann kam die erste Digitalkamera auf den Markt?

Die Historie der Fotografie lässt sich bis zu Aristoteles zurückverfolgen. Bis zur ersten digitalen Camera sollte es jedoch noch dauern. Diese Erfindung revolutionierte die Fotografie-Geschichte erst in den 1970er-Jahren. Die erste Digitalkamera wog stolze zehn Kilogramm und war somit ein echter Brocken, der sich ohne Stromkabel nicht nutzen ließ. Bis zur heutigen Kompaktkamera, die meist federleicht ist, war es also noch ein weiter Weg. 1973 konnten die Digicams große kommerzielle Erfolge feiern. Dabei konnten sie den Nutzern gerade einmal eine Auflösung von 0,1 Megapixeln bieten. Die digitale Foto-Ära fing also gerade erst an. Inzwischen dürfen Sie sich auch über viele erschwingliche High-End-Kameras freuen, die Sie in einem detaillierten Digitalkamera-Vergleich näher begutachten können.

5.2. Wie viele Megapixel benötigen Sie wirklich?

Canon Eos
Mit ganzen 50 Megapixeln am Start: die Canon EOS 5DS R.

Ein Pixel entspricht einem Bildpunkt. Ein Megapixel ist daher mit einer Million Bildpunkten gleichzusetzen. Als Verbraucher ist die Anzahl der Megapixel für Sie nach wie vor ein wichtiges Digitalkamera-Kaufkriterium, da mehr Pixel auch mehr Farbpunkte auf Ihrem Bild bedeuten. Dennoch scheiden sich die Geister in dieser Hinsicht. Immerhin sollte die Megapixelanzahl auch in Bezug zur Bildsensoren-Größe gesetzt werden. Sofern die Anzahl der Pixel und die Größe des Bildsensors nicht gleichzeitig zunehmen, wird jeder Punkt kleiner, da die vielen Pixel sonst nicht auf die Sensoren-Fläche passen würden. Für einen Fotoausdruck im Großformat sind dies durchaus gute Nachrichten. Allerdings ist ein entsprechend guter ISO-Wert erforderlich, welchen Ihnen günstige Digitalkameras kaum zu bieten haben – selbst bei der DMC Lumix von Panasonic oder einer Nikon Kamera werden Sie solch einen Wert vergebens suchen. Greifen Sie daher anstatt dessen auf eine gute Video- oder Foto-Software zurück und denken Sie auch über die Anschaffung eines ruhigen Stativs nach, welches gerade bei Nachtaufnahmen sehr sinnvoll ist. 16 Megapixel stellen einen sehr guten Wert dar. Über 20 Megapixel benötigen Sie bei einem Camcorder oder einer digitalen Kompaktkamera hingegen nicht.

5.3. Digitalkameras mit einer geringen Auslöseverzögerung

Bei Ihrer ersten Kamera ist Ihnen als Hobbyfotograf vielleicht aufgefallen, dass der zwischen dem Drücken des Auslösers bis zum Knipsen des eigentlichen Schnappschusses oftmals sehr viel Zeit vergeht. Die Menschen, die Sie fotografieren möchten, lächeln längst nicht mehr und ihre Augen sind nun nicht offen, sondern geschlossen. Da solche Probleme häufig auftauchten, stellte die Auslöseverzögerung besonders in der Vergangenheit ein besonders wichtiges Kriterium beim Kauf dar. Inzwischen können nicht nur die besten Digitalkameras für eine kürzere Auslösezeit sorgen. Selbst Ihre günstige Digitalkamera, die Sie weniger als 100 Euro gekostet hat, braucht nur ein paar Zehntelsekunden, um auszulösen. Dieser Faktor ist auf der Suche nach einer neuen Digitalkamera heutzutage also immer weniger von Bedeutung. Vielmehr ist auf die Zeitspanne zu achten, die vergeht, bis die Kamera komplett gestartet ist (Startmodus) und Sie wirklich das erste Foto machen können.

5.4. Eine Digitalkamera inklusive WLAN

Accessoires und Zubehör:

Mit dem passenden Kamerazubehör können Sie verschiedene Kameras im Laufe der Zeit aufwerten. Es stehen nicht nur bruch- und kratzsichere Hüllen zur Verfügung. Langfristig kann die Anschaffung eines Stativs ebenso sinnvoll sein, damit Sie rausch- und wackelfreie Bilder machen können. Auch ein Blitz stellt eine empfehlenswerte Anschaffung dar, wobei dieser das Licht über mehrere Meter streuen sollte.

Nicht nur Ihr Smartphone, sondern auch viele Digitalkameras, die in einem unabhängigen Digitalkamera-Vergleich auf dem Prüfstand stehen, bieten Ihnen inzwischen eine praktische WLAN-Funktion an. Auch wenn diese Gadgets eigentlich Konkurrenten sind, nähern sie sich somit an. Schließlich kann ein kabelloser Datentransfer zwischen Ihrem Smartphone und Ihrer Digicam mithilfe von WLAN kinderleicht erfolgen. Falls die WLAN-Option aktiviert und eingestellt wurde, gehen die Camcorder oder Fotoapparate, die über eine Video-Funktion verfügen, dazu über, ihre Umgebung zu scannen. Sofern der Verbindungsaufbau erfolgreich war, können Sie die Fotos und Bilder, die Sie gerade erst geschossen haben, kabellos an Ihren Drucker, PC sowie an Ihre Familie schicken. Falls der Speicherplatz allerdings nicht mehr für alle Bilder ausreicht, können Sie diese in der Cloud abspeichern und die Schnappschüsse sichern, bevor Sie diese auf der Kamera selbst löschen.

5.5. Was ist mit dem Begriff „ISO“ gemeint?

Drei Werte müssen optimal eingestellt werden, wenn Sie das perfekte Bild knipsen möchten: die Verschlusszeit, die Belichtung (über den ISO-Wert) sowie der Blendenwert. Dabei verraten Ihnen die ISO-Werte, wie sensibel/ wie lichtempfindlich der Sensor Ihrer Kamera ist. Bezüglich der Lichtempfindlichkeit gilt die folgende Grundregel: Ein höherer ISO-Wert bedeutet, dass Sie weniger Licht für einen gelungenen Schnappschuss benötigen, was jedoch ein Bildrauschen nach sich ziehen kann. Mit dem sogenannten Bildrauschen ist gemeint, dass bunte sowie helle Pixel im Bereich von Bildpartien erscheinen, die sonst dunkel sind. Dieses Bildrauschen ist auf Ihrem LCD-Sucher allerdings schon zu erkennen. Wer wirklich klare Bilder aufnehmen möchte, sollte daher auf einen niedrigen ISO-Wert setzen. Sofern Sie sich für eine digitale Reisekamera entscheiden, werden die ISO-Werte bei dieser Digitalkamera von der Automatikfunktion des Geräts gesteuert. So soll ein Rauschen nach Möglichkeit vermieden werden. In dem Handbuch Ihrer Digitalkamera können Sie außerdem in aller Ruhe nachlesen, welche Einstellungen seitens des Herstellers empfohlen werden.

Wie relevant der ISO-Wert für eine gute Bildqualität ist, veranschaulicht folgendes Video.

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