DVB-T2-Receiver 2018

Die besten DVB-T2-Receiver im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der DVB-T-Empfang wurde nach langer Vorankündigung am 29. März 2017 abgeschaltet. Seitdem mussten viele Geräte, die bislang DVB-T empfangen haben, ausgetauscht werden. Auf die alte DVB-T-Antenne hat das keinen Einfluss. Sie ist weiterhin uneingeschränkt nutzbar.
  • Diejenigen, die einen älteren Fernseher besitzen, der keinen TV-Kartenschacht oder entsprechenden Antennenanschluss hat, müssen auf den neuen DVB-T2-Receiver zurückgreifen. Mit ihm ist der Empfang des terrestrischen Antennenfernsehens möglich.
  • Im DVB-T2-Receiver-Test wird deutlich, dass sämtliche Modelle dazu in der Lage sind, an den TV ein gutes Bild und guten Ton zu übermitteln. Möchten Sie aber auch die einen oder anderen Extras nutzen, zu denen allen voran Internet- und Timeshift-Funktion gehören, müssen Sie tiefer in die Tasche greifen.

DVB T" Receiver mit Aufnahmefunktion

Ende März war für viele TV-Fans die Zeit gekommen, um sich von der bisher etablierten und genutzten TV-Technik zu verabschieden. Nach langer Vorankündigung wurde endgültig am 29. März 2017 deutschlandweit der reguläre DVB-T-Empfang abgeschaltet. Betroffen waren davon vor allem einzelne Regionen der Bundesrepublik. Für das Antennen-Fernsehen wurde zeitgleich ein neuer Standard eingeführt. Bei ihm handelt es sich um DVB-T2. Mit dem neuen Standard ist es nun möglich, auch die TV-Programme in überzeugender HD-Qualität auszustrahlen.

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In Deutschland betraf diese Umstellung rund drei Millionen Haushalte, die umrüsten mussten. Die Anschaffung eines DVB-T2-Receivers war aber nur erforderlich, wenn im TV kein integrierter DVB-T2-Tuner oder eine entsprechende TV-Karten-Schnittstelle vorhanden war. Mit dem passenden Receiver ist es weiterhin möglich, über die Zimmer- und Außenantenne wie gewohnt Fernsehen zu empfangen.

In einem DVB-T2-Receiver-Test 2017 werden verschiedene Geräte auf den Prüfstand gestellt. Entscheidend ist dabei in einem solchen DVB-T2-Receiver-Vergleich vor allem, dass die Receiver-Kernfunktionen sicher funktionieren. So sind hier ein gutes und stabiles Bild ebenso wichtig, wie eine hohe Bildqualität.

Während die Modelle bei den Kernfunktionen uneingeschränkt überzeugen können, gibt es bei den Extras große Unterschiede. Funktionsvielfalt, Anschlussmöglichkeiten und Reaktionsschnelligkeit sind Kriterien, die dafür sorgen, dass sich die DVB-T2-Receiver stark voneinander unterscheiden. Sie sollten beim Kauf nicht nur darauf achten, dass der DVB-T2-Receiver günstig ist. Die teureren Modelle, die von Marken wie Humax, Samsung, TechniSat und Schwaiger angeboten werden, sind vor allem aufgrund ihrer Funktionsvielfalt überragend und wirklich empfehlenswert.

Kommt es Ihnen dagegen nicht auf den Multimedia-Schnickschnack an und sind auch Internet-Funktionen für Sie eher sekundär, können Sie sich für eines der günstigen Modelle entscheiden. Sie werden für den reinen Antennen-Empfang angeboten und beziehen sich auf verschiedene Aufnahmefunktionen. Modelle dieser Art gibt es von Unternehmen wie Digitalbox, Thomson, Skymaster und Xoro.

Im DVB-T2-Receiver-Test setzt sich insbesondere der TechniSat DigiPal ISIO HD durch. Er bietet vielseitige Multimedia-Funktionen und überzeugt durch schnelle Reaktionszeiten sowie eine moderne Bedienoberfläche mit intuitiver Handhabung. Die Modelle Schwaiger DTR700HD und GX-MB540TL aus dem Hause Samsung kommen mit weniger Features aus. Als Preis-Leistungs-Sieger kann im Vergleich der Skymaster DRT5000 ausgemacht werden. Er sorgt für einen reinen TV-Empfang per Antenne und bietet eine zusätzliche Aufnahme-Funktion. Es sind weder Internet-Erweiterungen möglich, noch gibt es einen Anschluss an die Stereo-Anlage.

1. Ist ein neuer DVB-T-Receiver nötig?

Haben Sie Ihr Fernsehprogramm bislang über eine Antenne empfangen, müssen Sie sich seit der Umstellung mit einem neuen Empfangsgerät auseinandersetzen. Alle TV-Sender wollen bis 2019 zudem auf die neue Empfangstechnik umstellen, sodass es dann auch die Programme nur noch in DVB-T2-HD geben wird. Mit der neuen Technik wird aber nicht nur die Bildqualität verbessert. Auch die Anzahl der empfangbaren Sender wird sich erhöhen. Zudem soll es eine höhere Empfangsqualität geben.

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Für alle, die bereits einen Fernseher besitzen, dessen Antennenanschlüsse mit DVB-T2 kompatibel sind, ist eine Freenet-TV-Karte zur Entschlüsselung ausreichend.

Möchten Sie mit DVB-T2 Fernsehen empfangen, können Sie auf verschiedene Arten und Lösungen zurückgreifen.

  1. Sie können in der Regel auf eine DVB-T2-Set-Top-Box verzichten, wenn Sie einen neueren HD-Fernseher besitzen, der bereits einen integrierten DVB-T2-Tuner besitzt. Sind Sie auf eine Set-Top-Box für diesen Empfangsstandard angewiesen, benötigen Sie eine Freenet-TV-Karte. Mit ihr entschlüsseln Sie die privaten Sender. Sie stecken die TV-Karte einfach in den vorhandenen TV-Kartenschacht. Grundsätzlich gilt, dass gerade bei älteren TV-Geräten ein solcher DVB-T2-Empfang nicht möglich ist. Haben Sie ein TV-Gerät vor 2016 gekauft, ist ein integrierter DVB-T2-Tuner meist nicht vorhanden. Im Zweifelsfall sollten Sie einfach bei dem Hersteller nachfragen.
  2. Besitzen Sie bislang einen alten DVB-Receiver, müssen Sie diesen durch einen neuen DVB-T2-Receiver ersetzen. In diesen Receivern ist die Irdeto-Technik integriert. Sie kann für die Entschlüsselung von sämtlichen privaten Programmen genutzt werden. Beim DVB-T2-Receiver ist die Freenet-TV-Karte quasi fest integriert. Damit Sie die Technik uneingeschränkt nutzen können, müssen Sie den Receiver im Voraus registrieren. Anschließend ist es möglich, den Receiver freizuschalten, sodass die privaten Programme entschlüsselt werden.

Auch Privatfernsehen wird kostenpflichtig. Mit der Notwendigkeit der DVB-T2-Receiver ist das Ende des Free-TVs endgültig besiegelt. Haben Sie nicht die zwischengeschaltete Decodierung, die per Receiver oder TV-Karte erfolgt, ist es nur möglich, dass Sie die 20 öffentlich-rechtlichen Programme empfangen. Den DVB-T2-Receiver erkennen Sie am besten am Fernseher oder Receiver.

Diejenigen, die künftig weiterhin über die Antenne die privaten Sender verfolgen möchten, müssen dafür einen monatlichen Betrag bezahlen. Er liegt für den Receiver und die TV-Karte, die einen integrierten Freenet-TV-Zugang nutzbar macht, bei 5,75 Euro. In Zukunft werden die Privatsender die Ausstrahlung Ihres TV-Programms in SD-Qualität einstellen.

2. Auf diese Punkte sind wir in unserem Vergleich eingegangen

Einige Hersteller werben damit, dass Sie den DVB-T2-Receiver-Vergleichssieger im Programm haben. Wir sind in unserem Vergleich von insgesamt zehn Produkten auf verschiedene Kriterien eingegangen. Die Voraussetzungen gestalteten sich hier immer gleich:

  • Jeder DVB-T2-Receiver wurde von uns in Kombination mit einem Full-HD-55-Zoll-Fernseher vom Markenhersteller Samsung getestet.
  • Wir haben für den Empfang sowohl eine aktive als auch eine passive DVB-T2-Antenne verwendet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Antennen jeweils an der gleichen Stelle aufgestellt wurden.
  • Zudem haben wir für alle Produkte das gleiche HDMI- und LAN-Kabel genutzt. Sämtliche Receiver wurden von uns im März und Februar 2017 erworben oder von Seiten der Marken zur Verfügung gestellt.

Wir haben uns bei den Kriterien für unseren Vergleich in erster Linie auf den Alltag des klassischen TV-Zuschauers konzentriert. Die Nutzung von einem DVB-T2-Receiver ist an sich einfach. Sie schließen das Gerät an, installieren es und sorgen damit dafür, dass es einen guten Job macht. Dieser zeigt sich vor allem in genügend Ton und einem guten Bild. Bild und Ton sind im Vergleich das wichtigste Kriterium und nehmen mit 40 Prozent fast die Hälfte der Wertung ein.

Wichtig ist aber auch eine intuitive Bedienung, die flüssig läuft und einfach aufgebaut ist. Die Bedienung Ihres DVB-T2-Receivers sollte so sein, dass der Anwender stets an die Hand genommen wird. Hier kommt es ebenso auf eine gut lesbare Oberfläche, aber auch auf eine klare Gestaltung an. Dies gilt auch für den EPG, den elektronischen Programmführer.

In folgender Tabelle stellen wir noch einmal die wichtigsten Vergleichskriterien vor und verraten, zu welchem Anteil diese in die Bewertung eingeflossen sind.

Testkriterium Anteil Beschreibung
 Bild und Ton 40 %
  • Wie fallen Ton- und Bildqualität insgesamt beim Anschluss von einem Fernseher mit Full HD per HDMI-Kabel aus? Laufen hier Ton und Bild synchron?
  • Wie gestaltet sich die Receiverempfangsstärke? Wie sind die Unterschiede zwischen aktiver und passiver DVB-T-Antenne?
  • Welche Einstellungsmöglichkeiten sind bei Receiver für die Ton- und Bild-Optimierung vorhanden?
 Bedienung 20 %
  • Wie gestaltet sich die Anwender-Oberfläche? Ist die Software intuitiv in der Bedienung und besitzt sie einen übersichtlichen Aufbau? Können die Programme beispielsweise geordnet werden? Wie erfolgt der Zugriff auf die Aufnahme- und Internet-Funktionen?
  • Werden Anwender im Rahmen der Ersteinrichtung und Installation unterstützt?
  • Wie liegt die Fernbedienung in der Hand? Kann diese gut und sicher bedient werden? Wie erfolgt die Bedienung am Receiver?
  • Ist die Bedienungsanleitung schlüssig gestaltet? Können alle Fragen voll umfänglich beantwortet werden?
 Funktionen 10 %
  • Welche Funktionen gibt es bei dem DVB-T2-Receiver?
  • Timer
  • Videotext sowie EPG zum Erhalt weiterer Programm-Informationen
  • PVR, kurz Aufnahme-Funktion
  • Timeshift
  • diverse Internetfunktionen wie TV-Apps und hibbTV
  • Freenet-TV-Portal-Zugang für den Zugriff auf weitere Internetsender
 anschlüsse 10 %
  • Welche Anschlüsse sind vorhanden:
  • HDMI oder Scart-Anschluss zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen zwischen Receiver und Fernseher
  • USB-Slots zum einfachen Anschließen von externen Speichermedien mit denen auf Bilder und Videos zugegriffen werden kann
  • Ethernet- und LAN-Anschluss für die Nutzung der verschiedenen Internet-Funktionen und Durchführung von Software-Updates
  • SPDIF- und AV-Anschluss um externe Lautsprecher oder das Heimkinosystem anzuschließen, auch zum Anschluss der Stereo-Anlage
  • CI+-Slot, TV-Kartenschacht
  • diverse, weitere Anschlussmöglichkeiten wie beispielsweise Anschluss für Infrarot-Empfänger, AUX-Ausgang und SD-Kartenslot
 produkt 10 %
  • Wie gut ist der DVB-T2-Receiver verarbeitet?
  • Wie gestalten sich die Maße?
  • Welche Länge hat das Stromkabel, das mitgeliefert wird?
  • Welches Zubehör ist im Angebot inbegriffen?
  • Wie gestalten sich Geräusch- und Wärmeentwicklung?
 schnelligkeit 5 %
  • Start: Wie viel Zeit müssen Sie für den Start einplanen?
  • Umschalten: Lässt sich mit dem Gerät schnell zappen?
  • Sendesuchlauf: Wie viel Zeit müssen Sie für den automatischen Sendersuchlauf einplanen?
 Mediaplayer 5 %
  • Kann der DVB-T2-Receiver die gängigen TV-Formate wie wmv, mp4, mp3, mpeg, aac und jpeg erkennen?
  • Wie gestaltet sich die Bedienung des Mediaplayers? Ist diese übersichtlich und intuitiv? Wie lassen sich Videos und Musik wiedergeben? Können Diashows abgespielt werden?

3. Ergebnisse des Vergleichs und Kaufberatung

Stabantenne Test
Wir haben mit der digitalen DVB-T2-Stabantenne der Firma CSL getestet.

Wir sind in unserem Vergleich für den DVB-T2-Receiver auf verschiedene Kategorien und Gerätetypen eingegangen. Der Fokus lag dabei auf DVB-T2-Geräten, die einen integrierten Decoder haben, der bei verschlüsselten Programmen zum Einsatz kommt.

Kommen Sie dagegen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern aus, müssen Sie sich nicht für eine integrierte Decodierung entscheiden. Diese rund 20 öffentlichen Sender stehen Ihnen auch unabhängig davon zur Verfügung. Möchten Sie einen DVB-T2-Receiver kaufen, sollten Sie, unabhängig vom Typ, den Sie ins Auge fassen, auf die Modelle achten, die ein grünes Logo haben.

3.1. Auch der beste DVB-T2-Receiver braucht Bild und Ton in hoher Qualität

Suchen Sie einen guten DVB-T2-Receiver, ist es besonders wichtig, dass Ton und Bild überzeugen. Nur dann werden Sie langfristig mit dem Ergebnis zufrieden sein. Das Bild sollte hier scharf sein. Darüber hinaus sollten Sie den Ton ohne Verzögerung wahrnehmen. In jedem DVB-T2-Receiver-Test sollten Bild und Ton die wichtigsten Kriterien sein. Die Internet-Funktionen sowie die Anschlussmöglichkeiten spielen für viele ältere Zuschauer, aber auch für viele Besitzer moderner Smart-TVs kaum eine Rolle. Deswegen nehmen Ton und Bild im Vergleich zu den anderen Vergleichskriterien die wichtigste Position ein.

dvbt 2 receiver
Die Receiver wurden allesamt unter den gleichen Voraussetzungen getestet.

Im Vergleich überzeugten alle Produkte, die zur Verfügung standen, mit einem scharfen Bild, bei dem die Inhalte in HD dargestellt wurden.

Bei Bild und Ton gibt es aufgrund der neuen DVB-T2-Technik kaum signifikante Unterschiede bei der Signalstärke, wodurch der Empfang gleichbleibend gut ist. Achten Sie im Vergleich auf Bild und Ton spielt ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle.

Hierbei handelt es sich um die Einstellungsmöglichkeiten. Diese fallen zwischen den Geräten sehr unterschiedlich aus. Im Bereich der Einstellungsmöglichkeiten sollten Anpassungen beim Bildformat und der HDMI-Auflösung möglich sein. Beim Bildformat kann meist zwischen 4:3 und 16:9 gewählt werden. Auch die angebotene HDMI-Auflösung sollte wählbar sein. Neben 576i stehen hier meist 576p, 720p, 1080i und 1080p zur Verfügung. Auch Tonstörungen sollten sich durch die Einstellungen anpassen lassen.

Hinweis: Wir haben unseren DVB-T2-Receiver-Vergleich in Berlin durchgeführt. Der DVB-T2-Empfang gestaltet sich in Ballungsgebieten in der Regel stärker. Dadurch ist eine Zimmerantenne auch meist ausreichend. Anders ist dies in ländlichen Regionen. Hier müssen Sie oftmals einen Antennenverstärker einsetzen.

Hier haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, wie gut der Empfang in Ihrer Region ist und welche Sender sich überhaupt an Ihrem Standort empfangen lassen.

3.2. Für jeden die richtige Anschlussoption

Hdmi Kabel Test
Unsere Empfehlung: Es lohnt sich, in ein hochwertiges HDMI-Kabel zu investieren, denn die beigelegten Kabel der Hersteller schneiden in Hinblick auf die Qualität eher mäßig ab.

Eine beachtliche Aufmerksamkeit ist im Vergleich den Anschlussmöglichkeiten der DVB-T2-Receiver zuteilgeworden. Achten Sie insbesondere bei den DVB-T2-HD-Receivern darauf, dass ein HDMI-Anschluss vorhanden ist.

Nur über diesen Anschluss können nämlich in HD-Qualität die TV-Sender dann auch wirklich auf den Bildschirm gebracht werden. Haben Sie einen alten Fernseher, können Sie auf einen Scart-Anschluss ausweichen. In diesem Fall geht aber die viel beworbene HD-Qualität auch verloren.

dvbt2receiver
Anschlüsse: Viele Receiver werden von den Marken direkt mit dem HDMI-Kabel angeboten. Bei einigen Geräten ist im Lieferumfang sogar ein Scart-Kabel inbegriffen. Damit der Signalempfang weitgehend störungsfrei ist, müssen Sie die Antenne richtig anschließen. Dies ist über den ANT-IN-Anschluss möglich. Möchten Sie über die DVB-T2-Box die aktive Antenne direkt mit Strom versorgen, sollten Sie darauf achten, dass Sie einen USB-Anschluss mit Stromversorgung verwenden.

Vorteilhaft sind bei einem DVB-T2-Receiver prinzipiell USB-Schnittstellen, denn dadurch können Sie vielseitige Funktionen nutzen. Sie zahlen sich aus, wenn Sie auf die Aufnahme-Funktion der Receiver zurückgreifen möchten oder Inhalte abspielen wollen, die sich auf einem USB-Stick wiederfinden. Dazu gehören Videos und Musik ebenso wie diverse Fotos. Ist ein USB-Anschluss vorhanden, können Sie sogar von einer externen Festplatte aus Daten auf dem Fernseher abspielen.

Den USB-Anschluss benötigen Sie außerdem, wenn Sie eine aktive DVB-T2-Antenne mit dem nötigen Strom versorgen möchten. Wissen Sie schon vor dem Kauf, dass Sie mehrere USB-Anschlüsse benötigen werden, sollten Sie darauf achten. Bereits wenn Sie zum einen die Stromversorgung über USB sicherstellen möchten und zum anderen einen USB-Anschluss für andere Speichermedien nutzen wollen, sind Sie auf zwei USB-Slots angewiesen.

Verbinden Sie den TV mit einer Stereo-Anlage oder einem Heimkino-System, ist für Sie ein SPDIF- oder auch AV-Anschluss erforderlich. In unserem Vergleich sind zudem einige Modelle aufgetaucht, die einen AUX-Anschluss besitzen. Damit können Sie hier auch ganz einfache Computer-Boxen anschließen.

Besitzt der DVB-T2-Receiver einen TV-Kartenschacht, können Sie ganz einfach die Pay-TV-Angebote freischalten. Auch die Nutzung von weiteren TV-Angeboten ist unter dieser Voraussetzung möglich. Um die privaten HD-Sender zu entschlüsseln, sind Sie jedoch nicht auf diesen Slot angewiesen. Die Receiver sind so aufgebaut, dass sie die Entschlüsselungstechnik fest integrieren. Hierbei handelt es sich um die irdeto-Technik, die explizit für DVB-T2-HD angeboten wird.

Um Internetfunktionen wie beispielsweise das Freenet Connect Portal oder auch Mediatheken nutzen zu können, sind Sie beim DVB-T2-Receiver auf eine Verbindung zum Router angewiesen. Diese kann mit einem Ethernet-Kabel, dem sogenannten LAN-Kabel vorgenommen werden. Die LAN-Schnittstelle kann übrigens auch für sämtliche Software-Updates verwendet werden.

HD fernsehen
Nachrüsten lässt sich das Modell DTR700HD von Schwaiger mithilfe eines WLAN-Sticks. Das ist allerdings gebührenpflichtig.

Die DVB-T2-Receiver können prinzipiell kein WLAN empfangen. Allerdings lässt es sich mit einem WLAN-Stick sehr einfach nachrüsten. Hierfür müssen Sie jedoch mit weiteren Kosten rechnen. Oft ist zudem ein spezieller WLAN-Stick erforderlich.

Im DVB-T2-Receiver-Test fallen zudem bei einzelnen Modellen weitere Anschlüsse auf. So können Sie sowohl den TechniSat DigiPal ISIO HD als auch den GX-MB540TL von Samsung in Kombination mit einer SD-Karte einsetzen.

Bei einigen Modellen gibt es außerdem einen IR-Anschluss. Dieser steht für einen externen Infrarot-Empfänger zur Verfügung. Der Receiver kann durch den IR-Anschluss sehr einfach in einem Schrank oder auch direkt in der Wand verstaut werden. Die Steuerung erfolgt dann per Fernbedienung.

3.3. Wie gestaltet sich die Bedienung?

bedienoberflaeche
Für eine übersichtliche Bedienoberfläche zahlt man bei einer Software mehr – wie auch beim DTR700HD von Schwaiger.

Ein Qualitätskriterium für DVB-T2-Receiver ist prinzipiell die Bedienung. Diese sollte intuitiv und nicht zu umständlich sein. Eine einfache Bedienung beginnt bei der Bedien-Oberfläche. Hier kommt es auf einen übersichtlichen Aufbau an, sodass die Handhabung wirklich einfach ist. Die Bedienung ist sicherlich an sich eine Gewöhnungsfrage und wird erheblich vom Geschmack beeinflusst, doch einige Besonderheiten sollten hier in jedem Fall Berücksichtigung finden.

In dieser Kategorie können sich vor allem Geräte durchsetzen, die mit einer hochwertigen Software angeboten werden. Der Fokus sollte hier prinzipiell auf Darstellung und Bedienung liegen. Wie lassen sich die unterschiedlichen Funktionen nutzen? Wie können Sie auf EPG, Aufnahme-Management, aber auch auf Mediaplayer und Sender-Mediatheken zurückgreifen?

Gerade bei der Software machen sich Preisunterschiede zwischen den Geräten bemerkbar. Teure Geräte, wie sie von Schwaiger, TechniSat und Samsung angeboten werden, haben meist eine moderne Software, die sich zudem einwandfrei bedienen lässt.

Hier sind günstige Receiver oft weit abgeschlagen. Die Oberflächen, die beispielsweise bei Xoro, Thomson und Co angeboten werden, fallen hier zurück. Sie sind alles andere als hochwertig und fallen insbesondere in Kombination mit einem modernen Flachbildfernseher eher negativ auf.

Im Vergleich schlagen sich insbesondere DVB-T2-Receiver gut, deren Bedienung wahlweise direkt am Gerät erfolgen kann. Ist die Fernbedienung mal wieder nicht mehr aufzufinden, wird die Bedienung an sich dadurch trotzdem möglich. Die Receiver von Schwaiger, Samsung und TechniSat ermöglichen es Ihnen, direkt am Gerät umzuschalten. Es gibt auch einige gute Modelle, die diese Option nicht einräumen. So können Sie die Geräte von Humax und Skymaster prinzipiell am Gerät nur an- und ausschalten. Beim Thomson THT740 sind sogar keine Bedienelemente vorhanden.

Im Test der DVB-T2-Receiver wird natürlich auch auf die Fernbedienung eingegangen. Sie muss mehrere Anforderungen erfüllen. So sollte sie angenehm in der Hand liegen. Weiterhin ist es wichtig, dass sich die Tasten intuitiv bedienen lassen. Auch das Zusammenspiel, das zwischen der DVB-T2-Box und der Fernbedienung vorhanden ist, spielt hier eine Rolle.

Hier gibt es jedoch keine großen Unterschiede. Sowohl im Tastenaufbau als auch in der Bedienung sind sich die Modelle sehr ähnlich. Die Hersteller erreichen vor allem bei den Fernbedienungen die höchsten Einsparungen und machen sich diese auch zu Nutze. Selbst bekannte Marken, die eigentlich auf teure DVB-T2-Receiver setzen, bieten die klassischen Standard-Fernbedienungen an, die darüber hinaus noch besonders billig wirken.

Der DVB-T2-Receiver von Samsung muss bei der Fernbedienung hervorgehoben werden. Hier hat sich Samsung für das gleiche Design entschieden wie bei den Fernbedienungen seiner Samsung-TVs. Über eine TV-Taste ist es möglich, den Fernseher auch ganz einfach mit der Receiver-Fernbedienung auszuschalten.

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Sofort sichtbar: die Signalstärke. Der DVB-T2-Receiver von TechniSat zeigt direkt nach erfolgreicher Erstkonfiguration an, wie stark das Signal ist.

In die Vergleichsergebnisse floss ebenso die Abwicklung der Erstinstallation ein. Dies ist bei den getesteten Modellen auch für einen Laien problemlos möglich, denn Sie werden hier von den Receivern an die Hand genommen. Treten trotzdem hin und wieder Fragen auf, können diese durch die Bedienungsanleitung in der Regel recht zügig geklärt werden. Der automatische Sendersuchlauf ist ein weiteres Vergleichskriterium. Hier gibt es insbesondere in der Dauer enorme Unterschiede. Diese sind auch erkennbar, wenn sich die Antenne am gleichen Standort befindet. Am schnellsten funktioniert der Sendersuchlauf bei den Geräten von Schwaiger, Digitalbox und TechniSat.

Smart Pioneere

Smarter Pionier: TechniSat geht bei seinem DVB-T2-Receiver einen Schritt weiter. Das Unternehmen bietet für seine Geräte nicht nur eine Bedienungsanleitung inkl. praktischer Erklärvideos auf Papier und CD, sondern auch als App. Beides ist damit einfach auf Tablets und Smartphones nutzbar.

Sie können die kostenfreie App MyTechniSat InfoDesk sowohl im App Store von Apple als auch im Google Play Store erwerben. Alternativ hierzu stellen wir Ihnen an dieser Stelle den passenden QR-Code zur Verfügung.

Bei sämtlichen Produkten, die im DVB-T2-Receiver-Test berücksichtigt wurden, gingen Installation und Einrichtung einfach von der Hand und ließen sich komfortabel realisieren. Entweder steht hierfür ein Installationsassistent zur Verfügung oder Sie entscheiden sich für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung im Handbuch. Beim Umfang der Bedienungsanleitung gibt es zwischen den Modellen erhebliche Unterschiede. Sehr umfassend fielen die Anleitungen von TechniSat und Schwaiger aus. Beide liefern ein kleines Buch mit allerhand Bildern.

3.4. Wie gelingt das Zappen?

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Wichtig für das zügige Zappen: die Schnelligkeit der Umschaltzeit.

Für alle TV-Fans gehört das Zappen sicherlich zu den beliebtesten Hobbys. Doch der schnelle Wechsel der Sender will nicht nur geübt sein, sondern braucht auch die richtige Technik.

Deswegen ist die Reaktionsgeschwindigkeit ein Kriterium, das beim DVB-T2-Receiver nicht außen vorbleiben darf. Hier spielt vor allem ein Zeitabstand eine Rolle. Wie lange dauert es, bis nach dem Tastendruck auf der Fernbedienung auch das Bild erscheint?

Grundsätzlich müssen Sie bei allen Set-Boxen mit leichten Verzögerungen rechnen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie zunächst von einem verschlüsselten Sender zu einem wechseln, der frei empfangbar ist. Doch auch beim automatischen Sendersuchlauf müssen Sie sich auf eine kleine Pause einstellen, wobei es hier doch erhebliche zeitliche Unterschiede gibt. Den Sendersuchlauf führen Sie allerdings meist am Anfang im Zuge der Installation durch. Anschließend nimmt diese Funktion nur eine untergeordnete Rolle ein und wird nur hin und wieder durchgeführt.

Tabellarisch stellen wir Ihnen nun noch einmal die drei schnellsten DVB-T2-Receiver vor:

Modell Startdauer Dauer beim Umschalten
 Samsung GX-MB540TL braucht für den Start etwa 1 bis 2 Sekunden etwa 1 bis 2 Sekunden
 Skymaster DTR5000 der Start dauert rund 5 Sekunden etwas mehr als 1 Sekunde
 Schwaiger DTR700HD rund 2 Sekunden für den Start circa 1 bis 2 Sekunden
Sowohl beim Start als auch beim Umschalten erweisen sich Receiver von TechniSat sowie Digitalbox als recht flott. Anders ist dagegen der Humax HD Nano T2. Dieser war im Test recht träge. Schuld daran war vor allem die lange Startzeit.

3.5. Überblick über Funktionen sowie Multimediaangebot

Mit einem guten DVB-T2-Receiver wird der gute alte Fernseher schnell zum Smart-TV. In unserem Test wurde nochmals deutlich, dass der Preis der DVB-T2-Receiver vor allem Einfluss auf die Funktionen und die Ausstattung hat. Umso höher der Preis ist, desto umfassender fällt dann auch die Ausstattung der DVB-T2-Receiver aus. Damit werden diese auch höheren Anforderungen gerecht. Ein günstiges Modell bietet sich vor allem für diejenigen an, die ausschließlich Antennen-Fernsehen empfangen möchten.

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Der EPG: Für die digitalen Anzeigen der TV-Programme und für die Planung der Aufnahmen.

Alle im Vergleich berücksichtigten Modelle besitzen einen elektronischen Programmführer, kurz EPG. Schwaiger, aber auch Samsung, TechniSat und Humax bieten vorwiegend hochpreisigere Geräte an. Hier werden durch die Software das Fernsehprogramm sowie die Programm-Informationen besonders anschaulich gezeigt.

Weiterhin sind alle Informationen recht gut lesbar. Der EPG ermöglicht es, Aufnahmen zu planen und den Timer nach eigenen Wünschen einzustellen. In der Regel wird das Programm immer tage- oder auch wochenweise von der Software dargestellt. Die Ordnung erfolgt dann nach Sendern.

Die Timerfunktion steht für das automatische Ein- und Ausschalten des Geräts zur Verfügung. Hier kann auch festgelegt werden, wenn direkt nach dem Einschalten ein Sender angezeigt werden soll. Familien, die auf der Suche nach einem DVB-T2-Receiver sind, sollten sich unbedingt für ein Modell mit Kindersicherung entscheiden.

Mit der Kindersicherung können die Eltern bestimmen, welches Programm der Nachwuchs sehen darf. Einzelne Kanäle lassen sich durch die Eingabe einer PIN sperren. Auch eine Alterseinstellung lässt sich sehr einfach hinterlegen. Legen Sie eine Alterseinstellung fest, orientiert sich diese prinzipiell an den Informationen, die im EPG hinterlegt sind.

So geben Sie das erste Mal eine PIN ein

Möchten Sie bei Ihrem DVB-T2-Receiver zum ersten Mal eine PIN eingeben, ist das relativ einfach möglich. Sie können einen PIN-Code individuell wählen. Werden Sie zum ersten Mal zur Eingabe aufgefordert, können Sie einfach 0000 angeben. Nun ist das Festlegen einer individuellen PIN möglich.

Möchten Sie Filme und Sendungen aufnehmen, müssen Sie auf einen Receiver mit PVR-Funktion zurückgreifen. Der USB-Slot ermöglicht es Ihnen kinderleicht und ohne großen Aufwand ein Speichermedium an den Receiver anzuschließen. Hierbei kann es sich um einen USB-Stick, aber beispielsweise auch um eine externe Festplatte handeln. Bislang gibt es noch keinen DVB-T2-Receiver, der eine integrierte Festplatte aufweist.

Was heißt bedingt aufnahmefähig? Möchten Sie eine Sendung eines verschlüsselten Privat-Senders aufnehmen, müssen Sie sich auf Einschränkungen einstellen. Es gibt einige Sendungen, die Sie nicht aufnehmen können. Auch das Vorspulen der Werbung ist nicht immer möglich.

Gibt es eine Timeshift-Funktion, verspricht das weitere Vorteile. In diesem Fall können Sie nämlich die ausgesuchte TV-Sendung auch einfach zeitversetzt bestellen. Haben Sie ein Speichermedium angeschlossen, drücken Sie einfach auf die Pause-Taste. Sie können dann das laufende Programm problemlos aufnehmen. Drücken Sie Play, wird die Sendung fortgesetzt.

Die größten Unterschiede im Bereich der Funktionswahl gibt es im Sektor der Internet-Funktionen. Auf den Fernbedienungen von TechniSat, Humax, Schwaiger und Samsung gibt es eine rote Taste, mit der Sie ganz einfach zu den Sender-Mediatheken sowie den vorhandenen hbbTV-Inhalten gelangen.

Im Bereich der Internet-Funktionen ist insbesondere das Modell TechniSat DigiPal ISIO HD empfehlenswert. Dieser Freenet-TV-Receiver bietet neben den Sendermediatheken auch einige Smart-TV–Apps. So sind beispielsweise YouTube und Netflix hier bereits installiert. Der Internet-Browser, der sich auf dem Receiver befindet, ermöglicht es außerdem auf den Websites zu surfen.

Auch bei den Receivern von Humax und Samsung sind einige Smart-TV-Apps vorhanden. Weiterhin ist die Installation von Apps möglich.Einige weitere Sender gibt es über das Freenet-Connect-Portal. DVB-T2-Receiver von Samsung und TechniSat ermöglichen es Ihnen, das Portal anzusteuern. In naher Zukunft soll ein Software-Update hier noch einmal weitere Receiver für diesen Zugang kompatibel machen.

Bei Freenet TV connect handelt es sich um ein Portal, mit dem Sie Zugriff auf Mediatheken, Internetsender und News-Apps haben. Der Zugriff ist vollkommen kostenlos. Hier finden sich beispielsweise allerhand Regionalsender, aber auch MTV, Spiegel TV und Comedy Central sind Bestandteil des Angebots. Weiterhin gibt es euronews sowie allerhand Videoprogramme, die bei Bedarf abrufbar sind.

Alle DVB-T2-Receiver, die wir im Vergleich berücksichtigt haben, besitzen einen Mediaplayer, der vorinstalliert ist. Sobald Sie ein Speichermedium angeschlossen haben, können Sie damit absolut problemlos auf Fotos und Musik, aber auch auf Videos zugreifen. Sie lassen sich dann ganz bequem auf dem Fernseher ansehen.

Doch es gibt eine kleine Schwäche, denn nicht alle Geräte können auch alle gängigen Dateiformate verarbeiten. So kann es hier beispielsweise bei WMV, MP4, AAC, JEPG, aber auch MPEG zu Schwächen kommen. Natürlich sind die Mediaplayer mit allerhand Video-Funktionen ausgestattet. Diese fallen aber auch schmal aus. Teilweise ist die Bedienung zudem sehr umständlich.

Bei den neueren TV-Geräten kommen meist schon bessere Mediaplayer zum Einsatz. Bei DVB-T2-Receivern der Hersteller TechniSat, Humax und Samsung finden Sie aktuell die besten Mediaplayer. Unterschiede werden hier anhand des Preises deutlich. Ist ein DVB-T2-Receiver günstig, kann dieser oft nicht alle gängigen Dateiformate abspielen. Teilweise werden auch die Dateien, die sich auf dem Speichermedium befinden, einfach nicht erkannt.

4. Fazit zum Vergleich: Günstige Basisausstattung – Funktionsvielfalt nur bei höheren Preisen

Der DVB-T2-Receiver-Test zeigt: Möchten Sie weiterhin in erster Linie über die Antenne das Fernsehprogramm empfangen, können Sie das ganz einfach mit einem recht günstigen DVB-T2-Receiver. Die günstigen Modelle, die die Basisausstattung bieten, sind hier vollkommen ausreichend. Gerade wenn es um die Bild- und Tonqualität geht, gibt es aufgrund des Preises kaum Unterschiede.

Diese wird bei allen Modellen auf ähnlichem Niveau realisiert.Wollen Sie aber auch die einen oder anderen zusätzlichen Features nutzen, zu denen beispielsweise Multimedia-Apps und Recorder-Funktion gehören, reichen die preiswerten Geräte oft nicht mehr aus. Hier sind sie auf eine moderne Software angewiesen, die übersichtlich in der Bedienung ist. Dafür müssen Sie aber meist schon den einen oder anderen Euro mehr bezahlen.

TechniSat liefert aktuell einfach den besten DVB-T2-Receiver, den der Markt zu bieten hat. Das Modell glänzt mit einer modernen Software und einer übersichtlichen Benutzer-Oberfläche, die an die Handhabung über einen Smart-TV angepasst ist. Mit dem TechniSat DigiPal ISIO HD können Sie jeden TV ganz einfach zum Smart-TV machen. Browser und TV-Apps sind in diesem Fall in jeder Form vorinstalliert. Darüber hinaus punktet der DVB-T2-Receiver von TechniSat durch schnelle Reaktionszeiten. Abgerundet wird das Ganze mit einer recht angenehmen Optik. Es gibt aber auch einen Nachteil: Schließen Sie viele Kabel an den DVB-T2-Receiver an, wird das Gerät leicht nach oben gekippt.

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Der DTR700HD von Schwaiger ergattert den 2.Platz.

Daneben bieten auch die DVB-T2-Receiver von Schwaiger, Samsung und Humax eine einwandfreie und ebenso moderne Software. Die Marken-Receiver erhalten regelmäßig die passenden Software-Updates. Damit werden Sie immer wieder mit Erweiterungen und Verbesserungen versorgt.

Darüber hinaus glänzen die Freenet-TV-Receiver. Diese erweisen sich als besonders reaktionsschnell. Eine Ausnahme bildet hier nur das Humax-Gerät. Es braucht vor allem für den Startvorgang ein bisschen mehr Zeit.

Dahinter reihen sich im DVB-T2-Receiver-Test mit der Bewertung „gut“ weitere Geräte von Thomson, Skymaster, Xoro und Skyworth ein. Auch das Gerät von Digitalbox schlägt sich noch ganz gut. Internet-Funktionen wie beispielsweise Mediatheken und TV-Apps suchen Sie leider vergebens. Allerdings kann sich die installierte Software wieder gut schlagen. Natürlich ist auch diese nicht so intuitiv und übersichtlich wie bei den anderen Modellen, doch sie ist durchaus solide.

Der Skymaster DTR5000 liefert Ihnen nicht nur einwandfreies Antennenfernsehen, sondern hält darüber hinaus noch eine PVR- sowie die Timeshift-Funktion bereit. Diese ist bei Receivern, die in dieser Preisklasse offeriert werden, nur selten zu finden.

Brauchen Sie die Recorder-Funktion nicht unbedingt, ist der Griff zum Samsung GX-MB540TL ratsam. Er kann sich sowohl beim Internet-TV als auch beim Multimedia-Angebot durchsetzen.

Dank der vielfältigen Funktionen gehören die Modelle TechniSat DigiPal ISIO HD sowie der Schwaiger DTR700HD zu den Vergleichssiegern unter den DVB-T2-Receivern. Geht es nur um den reinen Antennen-Empfang, empfehlen wir Ihnen die deutlich günstigeren Modelle Skyworth SKW-T20, Xoro HRT 8720 und den Thomson THT740. Diese Modelle reichen für den reinen TV-Empfang sicherlich aus. Dagegen können hier leider sowohl die Zusatzfunktionen als auch die installierte Software kaum glänzen.

5. Urteil der Stiftung Warentest zu den DVB-T2-Receiver

Rechtzeitig vor der Abschaltung des alten Standards hat sich die Stiftung Warentest die DVB-T2-Receiver angesehen und insgesamt 13 Modelle für ihre Ausgabe 02/2017 getestet. Unter ihnen befanden sich insgesamt drei Modelle, die keinen integrierten Decoder haben. Hier ist der Empfang nur über die freien sowie unverschlüsselten Kanäle möglich.

Auch die Stiftung Warentest hat in ihrem Vergleich auf einen DVB-T2-Receiver mit Festplatte verzichtet. In der Kaufberatung der Warentester fällt der TechniSat Digital ISIO HD als DVB-T2-Receiver-Vergleichssieger auf. Das Modell überzeugt durch seine Vielseitigkeit, die sich sowohl bei der Funktionsvielfalt als auch bei den Anschlussmöglichkeiten und den Komfortmerkmalen zeigt. Darüber hinaus haben sich die Modelle von Schwaiger, Humax, Xoro, Vantage, Skymaster und Strong die Beurteilung „gut“ sichern können. Bei den Receivern ohne Entschlüsselung setzten sich ganz andere Modelle durch.

Neben dem Comag SL30T2 überzeugte der DTR3202 von Philips. Beide bekamen von den Warentestern gute Noten. Damit ein Receiver dieses Typs zuverlässig funktioniert, braucht er den HEVC-Standard. Dadurch wird der Empfang von DVB-T2-Signalen sichergestellt. Darauf sollten Sie vor allem dann achten, wenn Sie ein älteres Modell ins Auge fassen.

6. Vorteile der DVB-T2 HD-Umstellung

Mit der Verabschiedung von DVB-T und der Einführung des neuen Standards DVB-T2 HD kann nun auch über Antenne ein TV-Sender in einer hochauflösenden Qualität empfangen werden. Dabei gibt es noch eine Besonderheit zu Kabel und Satellit. So kann DVB-T2 auch Sender in Full-HD empfangen und ausstrahlen.

Darüber hinaus sorgt die Umstellung auf den neuen Standard für mehr Programmvielfalt. So ist es nun möglich, deutlich mehr Sender zu empfangen. Ab sofort können insgesamt 20 öffentlich-rechtliche Fernseher sowie 20 private Kanäle empfangen werden. Neben einem besseren Empfang garantiert die neue Technik zudem einen störungsfreieren Betrieb. Vor allem ländliche Regionen profitieren davon, denn mit den DVB-T2-Receivern sind hier nun Privatsender empfangbar, die vorher nicht zur Verfügung standen.

Über die Antenne wird es seit der Umstellung aber auch kein Free-TV mehr geben. Die HD-Ausstrahlung lassen sich die Privatsender bezahlen. Die Gebühr hierfür liegt bei 5,75 Euro. Im Zuge der Umstellung wurde die SD-Ausstrahlung vollkommen abgeschafft. Wer ein HD-Fernseher noch nicht sein Eigen nennt, kann sich auf den DVB-T2-Receiver verlassen. In diesem Fall werden die HD-Bildsignale von dem Receiver in SD-Qualität skaliert.

Wir haben die Vor- und Nachteile des DVB-T2-Standards noch einmal für Sie zusammengefasst:

  • Bilder werden in HD-Qualität ausgestrahlt
  • Antennen-Empfang ist besser und zuverlässiger
  • rund 40 Kanäle sorgen für mehr Sendervielfalt
  • im Vergleich zu Kabel-TV preiswerter
  • Privatsender sind nun gebührenpflichtig

Dieses Erklär-Video fasst noch einmal alles Wissenswerte über den DVB-T2 HD Standard und dessen Einführung für Sie verständlich zusammen:

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