DVD-Player Test 2019

Die besten DVD-Player im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein DVD-Player vereinigt die Vorzüge digitaler Filmaufzeichnung mit einfachster Handhabung für den Verbraucher.
  • Die Auswahl von Filmen für DVD-Geräte ist schier unerschöpflich – es gibt mehrere Tausend Filme auf DVD.
  • Ein DVD-Abspielgerät vereinigt immens viel Technologie in einem einfachen Gehäuse.

DVDplayer Test

Wer heute in ein Geschäft für Unterhaltungselektronik geht, wird häufig erst einmal von der Fülle verschiedener Formate, Größen und Standards überwältigt sein. Wurde vor wenigen Jahren die Blu-ray-Disc als Nonplusultra vorgestellt, sprechen die Händler heute von UHD und 4K – beides Formate, die Blu-ray im Vergleich alt aussehen lassen.

Die DVD, die schon von der Blu-ray auf die Ränge verwiesen wurde, erfreut sich trotz der überlegenen Bildformate großer Beliebtheit. Um zu verstehen, warum das so ist, werfen wir einen Blick in die Geschichte der Bildaufzeichnung für den Heimbereich.

1. Kleine Geschichte des Home Video

1.1. Die Anfänge auf Videobändern

Wer alt genug ist, erinnert sich vielleicht noch an die Zeiten des Video-Formatkrieges. In den Achtziger Jahren existierten für den Verbrauchermarkt drei verschiedene Formate für Videokassetten und deren Abspielgeräte, die zueinander absolut nicht kompatibel waren, und die es unmöglich machten, auf einem Spieler die Bänder unterschiedlicher Formate abzuspielen.

VHS Kassettenadapter
Heute lassen sich alte Lieblingsvideos von VHS-C/VHS-Kassetten mit einem Adapter digitalisieren.

Die beiden Formate VHS und Betamax hatten eine kaum erträgliche Bildqualität, da VHS nur 240 Zeilen wiedergab, Betamax immerhin 260 und später 280 Zeilen schaffte. Das von Grundig und Philips gemeinsam entwickelte Format Video 2000 konnte stattdessen Filme in voller PAL-Qualität speichern und wiedergeben. Durchgesetzt hat sich nur das VHS-Format, wofür üblicherweise katastrophales Marketing der beiden anderen als verantwortlich genannt wird.

Ausschlaggebend war – da sind sich Fachleute heute einig – war die Schmuddelfilm-Industrie, die sich an einem Punkt auf das Format VHS festgelegt, und damit den Exitus der anderen beiden Wiedergabeformate eingeleitet hatte.

1.2. Der erste Video Player mit Laser-Abtastung

In ausgesuchten Fachgeschäften konnte in den Achtziger Jahren ein in Europa kaum bekanntes Format bestaunt werden, die Laser-Disc, oder kurz LD. Zeitgleich mit dem Formatkrieg der Videobänder kam nun ein viertes Format hinzu.

Die LD konnte immerhin bis zu 440 Zeilen wiedergeben, was für an VHS- oder Betamax gewohnte Augen ein Quantensprung war, nicht allerdings in Europa, wo der Standard Video 2000 anfangs weit verbreitet war. Daher konnte die Laserdisc in Europa noch nicht einmal einen einstelligen Marktanteil erobern und führte auch in USA und Asien ein Nischendasein.

1.3. Die Einführung der DVD

Video-Game auf DVD

1983 kam mit „Dragon’s Lair“ das erste Arcade-Videospiel in die Spielhallen, das keine computergenerierte Grafik, sondern einen Film auf Laserdisk zur Basis hatte. Die Steuerung war simpel: der Spieler musste nur im geeigneten Augenblick den Joystick in die richtige Richtung bewegen, und der LD-Spieler im Inneren des Automaten sprang auf die nächste Filmsequenz – oder bei einer falschen Bewegung auf die Filmszene in welcher der Held, Dirk the Daring, sein Leben aushauchte. Dank dieser simplen Methode kann Dragon’s Lair heute auf jedem DVD-Abspieler per Fernsteuerung gespielt werden.

In den späten Achtziger Jahren wurden Versuche unternommen, Musik digital auf handelsüblichen Audio-Kassetten zu speichern, nachdem die CD ein offenkundiges Erfolgsmodell geworden war. Die digitale Information auf dem schmalen Magnetband unterzubringen, war unmöglich, und die Abspielgeschwindigkeit zu erhöhen, hätte zu Laufzeiten von knapp über einer Viertelstunde geführt.

So wurde eine völlig Neuartige Art der Kompression ersonnen, die letzten Endes zur Entwicklung des Musikformates MPEG-1 Audio Layer 3 oder kurz MP3 führte. Eng verwandte Kompressionsalgorithmen führten zu Möglichkeiten, auch Filme im Speicherbedarf deutlich zu reduzieren. Versuche, ein digitalisiertes Video-Signal auf CD-Rom zu speichern, endeten bei der beschränkten Laufzeit von unter 20 Minuten Film auf einer CD-Rom.

Mit der Verabschiedung des DVD-Standards wurde dieses Problem gelöst. Das Grundprinzip ist bei der DVD dasselbe wie bei der CD: Auf einer geeigneten Oberfläche werden digitale Signale in Form von Löchern, sogenannter Pits, eingebrannt. Ein ständig rotierender Laserstrahl tastet die Löcher beziehungsweise die Stellen, an denen keine Löcher waren – sogenannte Lands – auf mehreren Spuren gleichzeitig ab und speichert die Information in einem Zwischenspeicher.

filmklassiker DVD
Selbst Filmklassiker aus den vergangenen Jahrzehnten schauen Sie heute in guter Auflösung mithilfe Ihres DVD-Players.

Für die DVD wurde die Spezifikation dahingehend erweitert, dass die Spuren, Lands und Pits viel enger aufeinander lagen, und folglich mehr Daten speichern konnten. Überdies konnte DVD-Informationen in zwei Schichten übereinander gespeichert und gelesen werden, sodass durch die erste Schicht hindurch die zweite Schicht abgetastet werden konnte.

In Verbindung mit den ersten MPEG-Kompressionsstandards stand mehr als genug Platz zur Verfügung, um Filme in voller PAL- beziehungsweise NTSC-Auflösung zu speichern, und noch Platz für interaktive Bedienmenüs, aber auch Zusatzmaterial wie Interviews, Making-Ofs oder Deleted Scenes auf der DVD zu speichern. Daneben gibt es den Sound in Mehrkanal-Surround und wahlweise in Dutzenden von Sprachen.

Die Fülle an Informationen, die Qualität und die Einfachheit der Handhabung – DVDs haben die gleichen Abmessungen wie CDs – haben dazu geführt, dass die DVD das Andenken an Videokassetten kollektiv aus den Gedächtnissen gestrichen hat.

Eine kurze Übersicht der Laser-Formate der verschiedenen Kategorien sehen Sie in unserer Übersicht:

Typ/Format Abbildung / Beispiel Beschreibung
Laser Disc Die Laser Disc – so groß wie eine Langspielplatte
Laser Disc
Geräte werden nicht mehr hergestellt

Nur noch unter Sammlern verbreitet

CD / DVD Das bekannte Format für CDs und DVDs
CD / DVD
Weltweit verbreiteter Standard

Schier unendliche Auswahl an Musik (CD) und Film (DVD)

Blu Ray Blu Ray als Illustration der digitalen Welt
Blu Ray
Höchste Filmauflösung

Speichern auch UHD- und 4K-Filme sowie Filme in 3D

1.4. Unterschiedliche Kompressionsformate und Kopierschutz

Schon zu Zeiten der Compact-Cassette, der Videokassette, der CD-Brenner und natürlich auch der Einführung der DVD geriet die Musik- und Filmindustrie in Panik angesichts eines Szenarios, in dem Filme nur noch raubkopiert, aber nie als Original genossen werden. So wurden Kopiermechanismen in DVDs eingebaut, die zum Teil absurde Formen annahmen, wie zum Beispiel absichtlich zerstörte Teile der Oberfläche – und die dem DVD-Spieler das Leben schwer machten.

Dazu gesellte sich eine Liste von Kompressionsverfahren, die bis zum Boden reicht. Da das Filmsignal eine sogenannte Indexierung benötigt, damit man im Film vor- und zurückspringen kann wird das Signal in sogenannte digitale Container verpackt, für die es ebenfalls eine Fülle verschiedener Formate gibt.

All dies muss für den Verbraucher in einer Art und Weise verborgen sein, dass dieser nur die DVD einschiebt, und sofortigen Filmgenuss erfährt. Wer heute ein DVD-Abspielgerät für 20 Euro einkauft, ist sich selten bewusst, dass in dem unscheinbaren Kasten die Technologie von einem halben Dutzend verschiedener Abspielgeräte steckt.

3 Geräte in einem: DVD-Player und Blue Ray zusammen – das geht. Die meisten Blue-Ray-Player sind abwärtskompatibel, können also auch DVDs und CDs abspielen.

Weil aber die DVD das erste Format war, das ohne Wenn und Aber digitale Inhalte wiedergab, sind DVD-Abspieler bis heute trotz Blue-Ray-Player und 4K ungebrochen populär. Wenn Sie einen günstigen DVD-Player suchen, sollten Sie dabei einiges beachten. Auch der beste DVD-Player muss nicht unbedingt der teuerste sein.

Unser DVD-Player-Vergleich 2019 zeigt die wichtigsten Kriterien auf und weist auch auf DVD-Player-Tests hin. Wir bieten Ihnen eine Kaufberatung, damit Sie die richtige Kaufentscheidung treffen und den für Sie passenden DVD-Player kaufen.

Fangen wir zunächst mit den Vor- und Nachteilen an:

  • Ein DVD-Spieler sorgt für glasklare Filmqualität und tollen Sound in Raumklang.
  • Ein DVD-Spieler bedeutet sofortigen Zugriff auf tausende Filme.
  • Ein DVD-Gerät ist immer auch ein CD-Player – es können auch CDs gehört werden.
  • DVD ist nicht mehr das beste erhältliche Filmformat.
  • DVD wird bald vollständig von Blu-ray und 4K abgelöst werden.

2. Marken und Hersteller

DVD-Player finden Sie unter anderem von folgenden bekannten Marken und Herstellern:

  • Sony DVD Player DVP
  • Panasonic
  • Philips
  • Samsung DVD-Player

Tipp: Praktisch sind auch portable DVD-Player. Diese Varianten sind auch als DVD-Player fürs Auto mit Halterung erhältlich. So können Sie den tragbaren DVD-Player mit auf Reisen nehmen und zum Beispiel die Kinder beschäftigen.

3. DVD-Player im Test: Stiftung Warentest hat getestet

blu-ray-player samsung
3D-Blu-ray-Player von Samsung.

Schon seit längerem gab es von der Stiftung Warentest keinen DVD-Abspieler-Test mehr. Im letzten DVD-Player-Test aus dem Jahr 2003 gab es aber einen klaren DVD-Player-Vergleichssieger: den Panasonic DVD-S 35 EG.

4. Fragen, die oft gestellt werden

4.1. Welche Formate spielen DVD-Player ab?

DVD-Player im PC

Wer im PC ein DVD- oder Blu-ray-Laufwerk eingebaut hat kann sich über Filmgenuss freuen: mit passender DVD-Player-Software besitzt er damit einen Blu-ray-Player, MP4-Player oder HD-DVD-Player – wenn das Laufwerk passend ist. DVD-Player für Windows 8 funktionieren meist auch als DVD-Player für Windows 10, und da viele DVD-Player Freeware sind, gibt es das nötige DVD-Player-Programm im Internet. Wir empfehlen die Seite von Ninite zum DVD-Player-Download, die gleich mehrere Programme zur Verfügung stellt.

DVD-Player spielen Filme in vielen Formaten ab. Kauf-DVDs laufen dabei auf allen Playern. Bei selbstgebrannten Film-DVD-Roms muss tatsächlich vorher in der Anleitung geschaut werden, ob der DVD-Player die verwendeten Formate und Container auslesen kann.

4.2. Wie schließe ich den DVD-Player an?

Einfacher geht es nicht mehr: HDMI- oder Scart-Kabel an den Fernseher anschließen – fertig! Heutige DVD-Player haben HDMI-Anschluss meistens im Lieferumfang – häufig kommen DVD-Player auch mit USB-Anschluss, sodass man Filme vom USB-Stick ansehen kann. Beim Kauf daher darauf achten, dass alle gewünschten Anschlüssen vorhanden sind.

4.3. Wie brennt man DVDs mit dem Player?

Ein reiner DVD-Player kann keine DVDs brennen. Hierzu dienen üblicherweise DVD-Brenner als Laufwerk im PC.

4.4. Wie viel Strom verbraucht ein DVD-Player?

DVD-Player enthalten keine Komponenten, die viel Strom benötigen. Daher kommen die Geräte mit weniger Leistung aus als eine normale Bettlampe.

4.5. Technische Probleme beim Abspielen der DVD?

DVD-Player sind vollgestopft mit Technologie. Dazu gehören auch Algorithmen zur Fehlerkorrektur. Hier zeigen sich auch die Unterschiede von guter und schlechter Qualität. Wo eine alte und schon vielfach abgespielte DVD bei einem schlechten Player technische Probleme macht, kann sie in einem guten Player fehlerfrei laufen. Unser Rat: behandeln Sie die Scheiben gut, dann laufen sie auch gut.

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