Festplattenrecorder Test 2018

Die besten Festplattenrecorder im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Festplattenrecorder ersetzt die altbekannten Video- oder DVD-Recorder, verfügt aber über weitere Funktionen. Ein guter Recorder ist programmierbar, kann auf CD oder DVD brennen, mehrere Sendungen zugleich aufnehmen und sogar Werbepausen überspringen.
  • Festplattenrecorder mit CI+ oder HD+ Steckplatz können verschlüsselte Frequenzen wie etwa die von Pay-TV Anbietern empfangen und das jeweilige Programm aufnehmen.
  • Das Gerät dient zusätzlich zum Abspielen von Mediendateien von einem externen Datenträger (z.B. einem USB-Stick) sowie zur Übertragung der Inhalte von alten Datenträgern wie CDs, DVDs oder VHS-Videokassetten. So sichern Sie wertvolle Familienerinnerungen oder fassen die gute alte CD-Sammlung von früher kompakt zusammen.

festplattenrecorder test

Während früher der klobige Videorecorder in so gut wie jedem Haushalt obligatorisch war, ist heutzutage dank der technologischen Weiterentwicklung ein sehr viel kompakteres und ungleich leistungsstärkeres Gerät zu finden: der TV-Festplattenrecorder. Damit nehmen Sie Ihre Lieblingssendung auf, speichern und archivieren unzählige Stunden TV-Programm sowie Fotos oder Musikdateien ohne zusätzliche Datenträger. Für die Aufnahme von Spielfilmen, Sportevents oder Ihrer Lieblingsserie müssen Sie nicht einmal zu Hause sein, denn die Recorder sind programmierbar und nehmen sogar mehrere Sendungen parallel auf.

Sie finden online auf diversen Portalen den einen oder anderen Festplattenrecorder-Test. Das ist auch nötig, denn es gibt auf dem Markt eine Vielzahl an Modellen, die sich teils ganz wesentlich in den Zusatzfunktionen unterscheiden. Die wichtigste Größe ist dabei sicherlich das verfügbare Speichervolumen. Wenn Sie nur ab und an ein wenig TV-Programm aufnehmen, brauchen Sie natürlich nur wenige Gigabyte auf der Festplatte. Möchten Sie hingegen zusätzlich all Ihre alten CDs und DVDs archivieren, wächst der Speicherbedarf. Unser Ratgeber hilft Ihnen bei der Auswahl des passenden Recorders.

1. Was ist ein Festplattenrecorder eigentlich?

speicher festplattenrecorder
Festplattenrekorder mit Brenner erlauben das Speichern von Filmen auf Datenträgern.

Eine Festplatte kennen sicherlich die meisten vom heimischen PC. So eine Festplatte ist auch in einem Festplattenrecorder verbaut. Hier werden die Daten – also Filme, Musik oder Bilder – abgespeichert und sind damit digital verfügbar. Der Recorder übernimmt diese Daten von einer Quelle, die variieren kann. Ist die Quelle der Fernseher, so wird das TV-Programm auf die Festplattenübertragen – so wie früher auf DVD oder VHS. Ein DVD-Recorder mit Festplatte kann aber auch von einem anderen Datenträger aus aufnehmen, also beispielsweise Ihrer alten Filmsammlung auf DVD.

Nach wie vor gibt es DVD Recorder mit Festplatte und Brenner, die das aufgenommene Programm auf einen der altbekannten Datenträger speichert (CD, DVD oder Blu-Ray). Wer dies möchte, sollte darauf achten, dass sein Wunschgerät diese Brennfunktion auch enthält. Ob dies notwendig ist, hängt vor allem davon ab, wie viele Stunden Programm Sie aufnehmen und ob Sie das Aufgenommene behalten möchten.

2. Diese Arten von Festplattenrecordern gibt es

Grundsätzlich funktionieren Geräte der Kategorie Festplattenrecorder nach demselben Prinzip und unterscheiden sich eher in den Zusatzfunktionen sowie natürlich in der Speicherkapazität. Es gibt günstige Festplattenrecorder, die lediglich aufnehmen und wiedergeben können, jedoch nicht auf externe Datenträger brennen. Sollten Sie einen höherwertigen Festplattenrecorder kaufen, kommen Sie hingegen in den Genuss vieler zusätzlicher Funktionen wie Timeshift, Schnittfunktionen zum Entfernen von Werbeblöcken oder Twin/Triple-Tuner, bei denen man ein zweites oder drittes Programm gleichzeitig schauen und/oder aufnehmen kann.

Die Vor- und Nachteile eines Festplattenrecorders im Überblick:

  • speichert TV-Programme ohne Qualitätsverlust
  • ermöglicht zeitversetztes Fernsehen und Überspringen von Werbung
  • kann DVDs und Blu-Rays abspielen
  • kann Programme auf DVD oder Blu-Ray brennen
  • ermöglicht die Archivierung von großen Datenmengen
  • leicht ins Heimnetzwerk integrierbar
  • nimmt kaum Platz im Wohnzimmer ein
  • zusätzliche Fernbedienung erforderlich
  • je nach Typ teils nur sehr begrenzter Speicher

3. Kaufberatung: Beim Festplattenrecorder-Test kommt es auf den Speicher an

Damit Ihr neuer digitaler Festplattenrecorder auch wirklich das richtige Modell für Sie ist, haben wir im Folgenden einige wichtige Punkte zusammengestellt, die bei der Auswahl entscheidend sind. Das Hauptkriterium sollte dabei die Größe des Festplattenspeichers sein. Doch auch die Größe des Geräts, die Zusatzfunktionen und nicht zuletzt die Art der verfügbaren Anschlüsse spielen eine Rolle beim Kauf eines Festplattenrecorders.

3.1. So viel Gigabyte Speicher brauchen Sie wirklich

Was bedeutet 1 Gigabyte?

Ein Byte ist die Maßeinheit für eine Datenmenge und kommt immer dann zum Einsatz, wenn man entweder Dateigrößen oder Speichervolumen beziffern möchte. 1 Gigabyte sind 1 Milliarde Bytes und gelten momentan als Standardgröße für Festplatten und andere Massenspeicher. Zukünftig dürften Speicherkapazitäten aber vermehrt mit Terrabytes angegeben werden, also Billionen Bytes.

Die reine Zahlenangabe beim verfügbaren Speicherplatz sagt leider für die meisten Kunden nicht viel aus. Ob Sie letztendlich 120, 250 oder 1000 GB benötigen, lässt sich anfangs meist nur schwer abschätzen. Etwas klarer wird die Sache durch konkrete Beispiele. So können Sie grob davon ausgehen, dass eine Stunde HD-Film etwa 5 GB an Speicherplatz benötigt. Ein richtiger Blockbuster mit zwei Stunden Spielzeit benötigt also 10 GB. Das heißt, wenn Sie einen DVD-Recorder mit Festplatte und 250 GB Speicher kaufen, können Sie darauf maximal 25 HD-Filme von je zwei Stunden Länge speichern, ehe Sie anfangen müssen zu löschen oder Filme auf andere Datenträger zu transferieren. Wenn Sie nur in SD aufnehmen, verringert das natürlich den Speicherbedarf, allerdings auch die Wiedergabequalität.

Tipp: Rechnen Sie pro Film in HD mit 10 GB Speicherbedarf und überlegen Sie vor dem Kauf, ob Sie die aufgenommenen Filme archivieren und behalten möchten. Wenn ja, sparen Sie nicht am falschen Ende, sonst müssen Sie später ständig Filme auf DVD oder andere Festplatten überspielen.

Mittlerweile gibt es Blu-ray-Recorder mit Festplatte, deren Speicherplatz schon in den Terrabyte-Bereich geht. Das klingt auf den ersten Blick nach utopisch viel. Doch müssen Sie bedenken, dass auch die Daten pro Mediendatei aufgrund der immer höheren Qualität immer größer werden. Auf 1 Terrabyte passen letztlich auch „nur“ rund 50 Filme, 8 Serienstaffeln und ein Dutzend Fußballspiele.

3.2. Moderne Geräte sind klein und kompakt

wlan recorder
Wählen Sie ein Modell mit WLAN, um störende Kabel zu vermeiden.

Moderne HD-Festplattenrecorder sind klein, kompakt und meist sehr schön designt. So wirklich nach Größe auswählen müssen Sie eigentlich nicht mehr. Es spielt allerdings schon eine Rolle, ob Sie beispielsweise noch ein optisches Laufwerk brauchen, um Filme von oder auf DVD zu übertragen. Dieses physische Laufwerk nimmt nun einmal Platz im Gerät ein. Das Gerät selbst lässt sich aber meist sehr gut in die Wohnlandschaft integrieren. Falls Sie viel Wert auf einen aufgeräumten Stil in Ihrem Wohnzimmer legen noch ein Tipp: Geräte mit WLAN ersparen Ihnen lästige Kabel bei der Anbindung an Ihr Heimnetzwerk.

3.3. Wählen Sie die passenden Zusatzfunktionen

Gleich mehrere Modelle auf dem Markt verfügen teils über interessante Zusatzfunktionen, die für den Kunden von großer Bedeutung sind. Wir listen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Optionen bei Recordern auf:

Funktion Funktionsbeschreibung
Integrierter Receiver
  • in den meisten Geräten vorhanden
  • ermöglicht digitalen TV-Empfang
Timeshift
  • ermöglicht zeitversetztes Fernsehen und pausieren
  • Werbepausen können vorgespult werden
EPG
  • elektronische Programmzeitschrift
  • dient zum Auswählen der Programme, die aufgenommen werden sollen
Twin/Triple Tuner
  • ermöglicht gleichzeitiges Sehen von bis zu drei Programmen
  • ermöglicht ebenfalls das Aufnehmen von bis zu drei Sendungen simultan
Schnittfunktion
  • ermöglicht das Zuschneiden von Programmen nach der Aufnahme
  • Werbeblöcke können so ganz einfach entfernt werden
Upscaling
  • qualitative Aufwertung des Bildmaterials möglich
  • SD-Programm kann in HD wiedergegeben werden
Optisches Laufwerk
  • ermöglicht das Abspielen von CDs, DVDs und Blu-Rays
  • Voraussetzung zum Archivieren der DVD-Sammlung auf der Festplatte
Brennerfunktion
  • dient dem Übertragen der Aufnahmen auf CDs, DVDs oder Blu-Rays
  • ideal, um Programme transportabel zu machen
Integriertes WLAN
  • zur kabellosen Integration ins Heimnetzwerk
  • ermöglicht Datenaustausch mit PC, Laptop, Smartphone und Tablet
Steuerung per App
  • ermöglicht Programmierung auch von unterwegs
  • App-Steuerung vom Handy aus

3.4. Diese Anschlüsse sollte Ihr Recorder haben

Ein wichtiges Kriterium für den Kauf eines Festplattenrecorders sind die Anschlüsse, die geboten werden. Wir geben Ihnen hier eine kleine Übersicht dazu:

Anschluss Beschreibung
HDMI (2.0)
hdmi anschluss
Die HDMI Schnittstelle ist mittlerweile der Standard für Bild und Ton, denn er bietet beste Qualität ohne Übertragungsverluste. Mit dem neuen HDMI 2.0 wird sogar Ultra-HD mit 8 Millionen Pixeln sowie 5.1 Surround Sound möglich.
CI+
ci plus modul
Ein CI+ Modul dient dem Empfang von verschlüsselten Signalen, wie sie vor allem von den Pay-TV-Anbietern ausgestrahlt werden. Wenn Sie also zum Beispiel SKY-Kunde sind, lohnt sich dieser Anschluss.
Ethernet
ethernet
Mit einer Ethernet-Buchse für Ihr Netzwerk zuhause können Sie Ihren Recorder in Ihr Heimnetzwerk integrieren und beispielsweise mit Ihrem PC verbinden.
USB
usb
Ein USB-Port ist essentiell, wenn Sie Daten von oder zu anderen externen Speichermedien übertragen möchten.
SD-Slot
sd slot
Analog zum USB-Port ist oft auch eine SD-Schnittstelle sinnvoll. Damit lassen sich beispielsweise Urlaubsbilder und -videos im Nu von der SD-Karte aus einer Digitalkamera auf den Recorder übertragen.
SCART
scartkabel
SCART-Anschlüsse sind kaum mehr an modernen Recordern zu finden, allerdings können sie nützlich sein, wenn Sie Ihre alten VHS-Kassetten digitalisieren wollen.

4. Welcher ist der beste Festplattenrecorder im Test?

Von der Stiftung Warentest gibt es derzeit leider keinen aktuellen Test zu Festplattenrecordern. Es gibt sehr viele Modelle von den verschiedensten Anbietern auf dem Markt, sodass Sie ohne einen konkreten Festplattenrecorder-Test schnell den Überblick verlieren können.

Dank der vorangegangenen Kapitel wissen Sie nun aber, worauf Sie besonders achten sollten, wenn Sie einen neuen Recorder kaufen wollen. Ob Sie sich letztlich für den Panasonic Festplattenrecorder mit Blu-Ray und 500 GB Speicherplatz entscheiden oder ob es doch der Sony Festplattenrecorder sein soll – dank unserer Kaufberatung finden Sie schnell und sicher Ihren persönlichen Festplatten-Vergleichssieger.

4.1. Welche sind die wichtigsten Hersteller und Marken für Festplattenrecorder?

Zu den wichtigsten Herstellern von Festplattenrecordern gehören vor allem:

  • Panasonic
  • Samsung
  • Sony
  • TechniSat
  • Humax
  • Philips
  • Kathrein
  • TCOM
  • Topfield
  • Gigablue
  • VU+

5. Die häufigsten Fragen und Antworten rund um Festplattenrecorder

5.1. Wie funktioniert ein Festplattenrecorder?

Im Grunde funktioniert ein Festplattenrecorder wie ein DVD-Player mit Festplatte oder ein Blu-Ray-Player mit Festplatte, nur dass das Programm auf einem fest installierten Speicher und nicht mehr auf entnehmbaren Datenträgern gespeichert wird. Möglich wird dies durch die weitaus größeren Speicherkapazitäten in modernen Festplatten sowie eine verbesserte Übertragungstechnik. Die Daten aus der Quelle – also dem Fernseher – werden direkt im Gerät gespeichert und entweder von dort aus wiedergegeben oder per Brenner auf eine DVD oder Blu-Ray gebrannt.

5.2. Wie schließe ich einen Festplattenrecorder an?

In den allermeisten Fällen werden Festplattenrecorder-Kabel ganz einfach über den HDMI-Port am Fernseher angeschlossen. HDMI hat den Vorteil, dass es sowohl Bild- als auch Tonsignale mit hoher Qualität übertragen kann. Der neue HDMI 2.0 Standard schafft sogar Ultra-HD mit 5.1-Surround-Sound. Eine Alternative ist das DVI-Kabel mit Adapter, falls Ihr TV kein HDMI unterstützt. Andere Anschlüsse wie Komponentenkabel oder S-Videokabel sind eher selten zu finden. Eine genaue Anleitung findet sich hier.

Achtung: Bei Komponentenkabeln und S-Videokabel benötigen Sie zusätzlich L/R Audio-Kabel für die Tonspuren.

5.3. Welcher Festplattenrecorder für Kabelfernsehen?

Viele Modelle beinhalten neben der reinen Aufnahme- und Abspielfunktion auch die Funktion eines Receivers für TV-Signale wie DVB-T, DVB-C und DVB-S. Damit sparen Sie sich den zusätzlichen Receiver für den Fernsehempfang. Allerdings unterstützen zwar fast alle Festplattenrecorder DVB-C, die meisten Festplattenrecorder Sat, aber längst nicht alle Festplattenrecorder DVB-T2.

Also ist Vorsicht geboten, wenn Sie per Antenne empfangen. Für digitale HD-Sender wie dem Pay-TV Anbieter Sky braucht Ihr neuer Festplattenrecorder zudem einen CI+ Kartenschacht.

5.4. Wie bekomme ich Filme vom Festplattenrecorder?

Wenn die interne Festplatte des Recorders voll ist oder Sie den einen oder anderen aufgenommenen Film gern auf DVD haben möchten, dann braucht Ihr Recorder ein optisches Laufwerk mit Brenner. Das ist der einfachste Weg, Filme vom DVD-Festplattenrecorder zu bekommen. Alternativ können Sie das Gerät aber auch über die Ethernet-Buchse oder WLAN an Ihr Heimnetzwerk anschließenund so Daten transferieren.

Hinweis: Der Datentransfer eines Filmes mit 10 GB über WLAN dauert üblicherweise recht lang. Wenn Sie die Aufnahmen des Recorders im Heimnetzwerk transferieren möchten, empfehlen wir die Nutzung eines Netzwerkkabels.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (45 Bewertungen, Durchschnitt: 4,49 von 5)
Loading...