Fotoscanner Test 2018

Die besten Fotoscanner im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Digitale Bilder bieten zwei entscheidende Vorteile: Im Vergleich zu entwickelten Fotos brauchen sie nur geringen (realen) Platz und sie sind besser vor Verfall durch Verwitterung geschützt.
  • Mit einem Fotoscanner können Sie Ihre umfangreichen Fotosammlungen problemlos digitalisieren.
  • Auch Negative und Dias lassen sich digitalisieren. Denn viele Fotoscanner haben dafür eine sogenannte Durchlichteinheit.

Fotoscanner Test

Analog fotografieren? Das war einmal. Auch wenn es immer noch etliche Liebhaber des Knipsens mit echtem Film gibt: Die Umsätze bei analogen Fotoapparaten gehen in unserem digitalen Zeitalter seit Langem zurück. Mehr oder minder große Bilderschätze, die im Analog-Verfahren entstanden sind, lagern jedoch bei allen zu Hause – sei es das Familienalbum, das bis zu den Urgroßeltern zurückreicht, seien es Erinnerungen an fantastische Urlaubsreisen oder aus der Hüfte geschossene Schnappschüsse, ohne die man bestimmte Ereignisse längst vergessen hätte.

Und wenn man mal wieder all diese Fotos hervorgekramt hat und versunken in ihnen blättert, ist es nicht zu übersehen: An einigen nagt schon der Zahn der Zeit. Klar, da gibt es spezielle Dienstleister, die eine Digitalisierung von Fotos vornehmen. Doch bei vielen Bildern ist das zu kostspielig. Das Digitalisieren umfangreicher Bildsammlungen ist hingegen mit einem eigenen Fotoscanner günstig. Damit retten Sie Ihre wertvollen Familien-, Urlaubs-, Hochzeits- und andere Bilder ins digitale Zeitalter. Was alles zu beachten ist, wenn Sie einen Fotoscanner kaufen möchten, und welcher der für Sie beste Fotoscanner ist, erfahren Sie in unserer Kaufberatung 2018.

1. Was macht einen Fotoscanner aus?

Fotoscanner Handgerät
Handscanner können die Bilder direkt in Ihrem Fotoalbum scannen.

Ein Fotoscanner arbeitet mit einem optischen Sensor, der Abbilder von Bildträgern macht, die Sie auflegen. Hierzu gibt es unterschiedliche Verfahren. Auch wenn es technisch gesehen Übereinstimmungen zu den anderen Scannern gibt, unterscheiden sich Fotoscanner meist jedoch in Handhabung und Ausstattung. Mit einem einzigen Scan Fotos zusammen einlesen, aber dann als separate Dateien abspeichern? Das etwa ist mit spezieller Software möglich, über die etliche Fotoscanner verfügen.

Der Markt bietet zudem Geräte, mit denen sich neben Fotos auch Dias und Negative scannen lassen. Möglich macht dies eine sogenannte Durchlichteinheit. Sie gibt den scannenden Lichtsensoren genug Helligkeit – das Auflicht ist bei Diapositiven und Negativfilmen nämlich nicht ausreichend.

Zum grundsätzlichen Verfahren beim Scanner: Die aufgelegten Bildträger werden in digitale Bildinformationen umgewandelt. Dabei wird das Bild zunächst beleuchtet, das Licht wird vom Bild zurückgeworfen und kommt über eine Stablinse an den digitalen Bildsensor. So wird Pixel für Pixel digital umgewandelt. Ob beim Scannen Sensor oder das einzulesende Bild bewegt werden, hängt von der Art des Geräts ab. Es gibt die Scanmethode Singlepass, bei der der Bildträger nur einmal abgetastet wird. Bei Threepass beziehungsweise Multipass werden die Farbräume Rot, Grün und Blau hintereinander im Scan erfasst; die Zusammenfügung erfolgt im Anschluss. Diese Methode sorgt für das vollständige Erfassen der Farbtiefe (die digitale Kompilierung führt ab und an zu Farbunechtheiten). Das mehrfache Abtasten entspricht einer längeren Scandauer – es lässt sich eine höhere Auflösung erreichen.

Die lichtempfindlichen Sensoren haben den bedeutenden Job, Licht in Daten zu übersetzen. Hier sind zwei Technologien vorrangig, die in den meisten Scannern zu finden ist. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick darüber:

Abkürzung Bedeutung Beschreibung
CIS Contact Image Sensor Bei dieser Technologie, die zunächst in Faxgeräten zum Zuge kam, befinden sich tausende lichtempfindliche Sensoren in einer Reihe. Für ein scharfes Bild ist hier fast direkter Kontakt zur Vorlage erforderlich. Von den Kosten her ist die CIS-Technik aber günstig, zudem spart sie Energie und Platz. Sie wird meist in günstigen Fotoscannern eingesetzt.
CCD Charge-Coupled Device Das CCD-Verfahren kommt seit den 1970er Jahren bei der Bildgebung vor. Ursprünglich wurden diese Bauelemente für die Datenspeicherung entwickelt. Ihre Lichtempfindlichkeit verhalf ihnen aber schnell zum Einsatz in vielen optischen Geräten. Willard Boyle und George E. Smith erhielten 2009 für die Erfindung des CCD-Sensors den Nobelpreis für Physik.

2. Welche Fotoscanner-Typen sind erhältlich?

2.1. Flachbettscanner

Flachbettscanner sind bei bildverarbeitenden Geräten am häufigsten zu finden. Für den Scan legen Sie die Objekte auf eine Platte. Dieser Fotoscanner-Typ kann auch teils netzunabhängig mit Akku betrieben werden – das hängt davon ab, welche Sensortechnik eingebaut ist. So braucht die energieeffiziente CIS-Technik wenig Strom, was gut für den mobilen Einsatz ist. Manche Flachbettscanner funktionieren auch im Kopfüber-Betrieb. Das heißt, Sie brauchen hier die Fotos nicht aus dem Album zu nehmen und auf die Scanplatte zu legen. Sondern: Sie platzieren einfach den Scanner auf Ihr Bilderalbum.

2.2. Handscanner

Es gibt von einigen Herstellern auch in der Hand zu haltende Scanner. Dieses kompakte Gerät wird – wie der Name sagt – mit der Hand über die einzuscannende Vorlage, ob Foto oder Dokument, gezogen. Hier ein Überblick über die Vor- und Nachteile von Handscannern im Vergleich zu stationären Scannern:

  • ist von der Größe her kompakt
  • ist schnell einzusetzen
  • funktioniert unabhängig vom Computer
  • verfügt über keine Durchlichteinheit
  • arbeitet mit begrenzter Einsatzzeit
  • digitalisiert die Scans mit meist geringer Auflösung

2.3. Schienenscanner

Fotoscanner Dia
Um Dias und Fotonegative zu digitalisieren, benötigt der Scanner eine Durchlichteinheit.

Etliche Diascanner (auch als Negativscanner oder Filmscanner bezeichnet) können auch Fotos einlesen. Vom Aussehen her erinnern sie an alte Diaprojektoren, sind von ihrer Bauart her also eher kompakt. Sie besitzen eine Schiene, in die Sie Ihre Dias, Negative oder Fotos einführen. Die Bildträger werden dazu in spezielle Rahmen eingelegt und passen so in die Schiene. Mit diesen Geräten lässt sich gut eine größere Anzahl von Dias, Negativen und Fotos scannen. Aber: Dokumente, also etwa DIN-A4-Vorlagen, lassen sich damit nicht digitalisieren.

2.4. Trommelscanner

Bei dieser alten, bewährten Technik werden die Bildträger an der Oberfläche einer Trommel angebracht. Diese rotiert gleichmäßig und bewegt die befestigten Objekte im stets gleichen Abstand am Bildsensor vorbei. Durch ihre Funktionsweise garantieren Trommelscanner die höchsten Auflösungen. Dieses Gerät für hoch qualitative Scans ist enorm sperrig und nur für professionelle Nutzer geeignet.

3. Kaufberatung für Fotoscanner: Wichtige Kriterien

3.1. Bauart

Die unterschiedlichen Bauarten von Fotoscannern machen unterschiedliche Einsatzzwecke möglich.

Wollen Sie in erster Linie Ihre analogen Bilderschätze scannen? Soll Ihr Gerät darüber hinaus auch andere Dokumente verarbeiten? Dann sollten Sie sich durch verschiedene Fotoscanner-Tests für den Alleskönner Flachbettscanner entscheiden. Hiermit können Sie sowohl Ihre Fotos als auch Ihre Dokumente digital archivieren. Allerdings: Flachbettscanner haben häufig keine Durchlichteinheit für Dias und Negative; manchmal kann diese aber nachgerüstet werden. Es gibt auch gesonderte Dokumentenscanner, die für genormte Formate einen Einzug bieten.

Von den analogen Bildträgern unterliegen Dias besonders der zeitlichen Vergänglichkeit. Ein Fotoscanner-Typ mit Schiene rettet Ihre eigene oder die von Opa geerbte Diasammlung. Mehrere Diapositive lassen sich damit gleichzeitig verarbeiten. Die mitgelieferten Schienen ermöglichen das rasche Einlegen von Hand, was hilfreich bei einer größeren Anzahl von einzuscannenden Dias ist. Schienenscanner können meist auch die üblichen Fotoformate digitalisieren. Beiliegende Software für den Fotoscanner kann oft bei kleinen Bildfehlern helfen (Staubkratzer und Ähnlichem), die dann automatisch korrigiert werden.

Müssen Sie beruflich oder privat auf Materialien zugreifen, die sich dauerhaft in einem Archiv befinden? Dann ist ein transportabler Scanner das Richtige für Sie. Auch wenn diese Geräte Scans von geringerer Qualität machen, sind sie doch sehr praktisch für den temporären, mobilen Einsatz.

3.2. Auflösung

Bei Fotoscannern im Vergleich werden Sie viele Modelle finden, die mit einer Auflösung von bis zu 4.800 dpi digitalisieren. Wenn Sie privater Nutzer sind, ist das mehr als genug. Meist ist es nicht nötig, die höchste Fotoscanner-Qualität für das Scannen einzusetzen. Bei höchster Qualität ist auch viel Speicherplatz für die ausgegebenen Dateien erforderlich. Wollen Sie Ihre Fotos, Negative und Dias vor Verwitterung und Verfall bewahren? Dann brauchen Sie für Ihre Scans nicht die höchste Auflösung. Diese ist nur dann von Bedeutung, wenn es darum geht, die Scans in großem Format auszudrucken. Ein Tool für die Berechnung der Scan-Auflösung zeigt Ihnen, welche Auflösung Sie jeweils nehmen sollten.
Eine Auflösung von 300 dpi genügt in der Regel für das Scannen von Fotos. Bei Dias sollte die Auflösung wegen dem Durchlicht-Verfahren etwas höher liegen.

Beachten Sie: Bei der Verdoppelung der Auflösung vervierfacht sich die Dateigröße des Scans. Der Grund dafür ist, dass die Auflösung jeweils Breite und Höhe betrifft.

3.3. Arbeitsweise

Fotoscanner Familie
Damit die Fotos noch wietere jahrzente im Familienbesitz bleiben, sollten Sie diese mit dem Fotoscanner digitalisieren.

Viele Fotoscanner gibt es inzwischen als Stand-Alone-Geräte. Gemeint ist mit dieser Kategorie, dass kein Computeranschluss für den Scanvorgang erforderlich ist. Einstellungen für den Scan sowie dessen anschließende Speicherung werden am Fotoscanner selbst vorgenommen. USB-Schnittstellen oder SD-Format sorgen für die Informationsübertragung zum Computer. Plattformunabhängigkeit ist ein großes Plus der eigenständig arbeitenden Stand-Alone-Geräte. Bei der Bearbeitung der Fotos lässt sich eine SD-Karte dann ebenso gut am Windows-PC wie am Apple iMac lesen.

Etliche Flachbettscanner sind noch nicht als Stand-Alone ausgeführt; sie arbeiten nur, wenn Sie am PC angeschlossen sind. Über Bedienelemente am Scanner wird der Scan-Vorgang gesteuert. Die Verbindung mit dem Computer ermöglicht Ihnen jedoch noch viele Einstellungsmöglichkeiten. Sie speichern Ihre eingescannten Bilder hier direkt auf die Festplatte. Es kann aber Kompatibilitätsprobleme zwischen Scanner und Rechner geben, besonders bei Apple-Geräten.

3.4. Zur beiliegenden Software

Fotoscanner-App

Es gibt Apps, mit denen die Kamera des Smartphones zum Scanner wird. Dies ist hilfreich, um Dokumente schnell digitalisieren zu können. Die kleinen Programme eignen sich aber nicht für die Bearbeitung von Fotos und haben auch nicht die weiteren Funktionen eines Fotoscanners.

Viele Hersteller liefern mit den Fotoscannern ein Software-Paket mit, womit Sie nachträglich noch Bilder bearbeiten können. Nutzer bemängeln allerdings, dass die beigefügten Programme nicht immer übersichtlich sind. Die Software bietet Ihnen meist klassische Fotoscanner-Filter wie Rote-Augen-Korrektur, Staubkratzer-Entfernung, Rauschunterdrückung etc. Wenn Sie aber viel Erfahrung in Bildbearbeitung und dementsprechend hohe Ansprüche haben, kann es sein, dass diese Software Ihre Erwartungen nicht erfüllt.

Bei vielen Flachbettscannern wird zudem OCR-Software angeboten. Die Abkürzung OCR (für „optical character recognition“) bedeutet „optische Zeichenerkennung“. Das Programm OCR nimmt bei gescannten Dokumenten eine Texterkennung vor und speichert diese dann so ab, dass sie sich mit einem beliebigen Editor weiterverarbeiten lassen.

Fotoscanner analoge bilder

4. Tipps für Reinigung und Gebrauch

Hierauf ist vor dem Scannen zu achten: Die Glasplatte, unter der die optischen Sensoren liegen, sollte sauber in dem Sinne sein, dass sie staubfrei und ohne Fingerabdrücke ist. Sonst könnten Ihre Scans beeinträchtigt werden. Genauso gilt es auf die Sauberkeit der zu scannenden Bildträger zu achten. Besonders bei Dias und Negativen können vorhandene Staubpartikel zu schlechten Ergebnissen führen. Um das zu vermeiden, können Sie mit einem weichen Pinsel sowie eventuell einem Blasebalg den abgelagerten Staub auf den Objekten entfernen.

Verfügt Ihr persönlicher Fotoscanner-Vergleichssieger über eine Funktion, die Fehler in der Originalvorlage erkennt? Dann sollten Sie diese auch einsetzen. Eine solche Funktion sorgt meist für ein besseres Ergebnis, als wenn Sie im Nachhinein den Fehler im fertigen Scan mit einer Software bearbeiten. Bei Letzterem kann das Bild deutlich weichgezeichnet erscheinen, das vom Scanner korrigierte (interpolierte) Foto hingegen sieht meist schärfer aus.

Tipp: Wählen Sie zunächst einen Bildträger aus und probieren Sie nur an diesem verschiedene Geräte-Einstellungen aus. So finden Sie leichter zu den Einstellungen, die Sie bevorzugen und mit denen Sie dann Ihre Bildersammlung einscannen.

Hier noch mehr Tipps für beste Fotoscanner-Qualität, zusammengestellt vom amerikanischen Tech-Magazin CNET:

5. Bekannte Hersteller und Marken

  • Grundig
  • Kodak
  • HP
  • Medion
  • Ion
  • Canon
  • Hama
  • Somikon
  • Liten
  • Klarstein
  • Epson
  • Reflecta
  • Nikon
  • Rollei
  • Plustek
  • Kieskeurig

6. Hat Stiftung Warentest einen Fotoscanner-Test durchgeführt?

In der Ausgabe 03/2010 hat Stiftung Warentest Diascanner, Flachbettscanner und Weiteres begutachtet. Die damals getesteten Produkte haben mittlerweile Nachfolger bekommen beziehungsweise sind nicht mehr aktuell. Im Hinblick auf Hersteller und zu beachtende Dinge kann man den Fotoscanner-Test von Stiftung Warentest aber noch berücksichtigen.

7. Häufige Fragen und Antworten zu Fotoscannern

7.1. Wozu brauche ich einen Fotoscanner?

Fotoscanner multifunktional
Einige Fotoscanner können auch Dias und Negative aus älteren Zeiten einscannen.

Wenn Sie entwickelte Negativfilme und Fotos von früher jetzt in digitaler Form möchten, brauchen Sie einen Scanner. Zwar können mit jedem Scanner auch Bilder digitalisiert werden. Ein Fotoscanner hat jedoch besondere auf Fotoformate hin konzipierte Objektträger und zeichnet sich durch spezielle Funktionen bei der Bild-Nachbearbeitung aus. Es gibt stationäre Scanner und Handscanner. Die stationären Geräte werden als Stand-Alone- oder Peripheriegeräte angeboten. Handscanner sind transportable Geräte, die zumeist eine geringere Auflösung bieten.

7.2. Welchen Fotoscanner soll ich kaufen?

Das hängt vom jeweiligen Einsatz ab. Wenn Sie bei Bildträgern allein entwickelte Fotos digitalisieren möchten, reicht ein einfacher Flachbettscanner. Für das Scannen von Dias und Negativen ist eine Durchlichteinheit erforderlich. Ist dabei der Typ mit Diarahmeneinschub oder eher die flache Variante zu bevorzugen? Die Bauart ist für das Scan-Ergebnis nicht entscheidend. Nehmen Sie die von uns genannten Kriterien zu Hilfe und entscheiden Sie nach Ihren Vorlieben, dem Einsatzzweck sowie dem eventuell zur Verfügung stehenden Platz. Foto- und Diascanner, die vom Aussehen an Projektoren erinnern, sind kompakter.

7.3. Was macht ein Fotoscanner alles für mich?

Gute Fotoscanner statten Sie auch mit Software aus, damit Sie Ihre digitalisierten Bilder bearbeiten können. Modelle von hoher Qualität haben eine Funktion zur automatischen Fehlerkorrektur bei Bildern. Mit Hilfe einer Durchlichteinheit können zahlreiche Geräte auch Diapositive und Negativfilme einlesen. Mit Flachbett-Scannern können Sie Ihre vielen Dokumente, die Sie nicht in Papierform brauchen, digital archivieren und schaffen so ordentlich Platz in Ihrem Aktenschrank.

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