Mini-PC Test 2018

Die besten Mini-PCs im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Mini-PC ist bekanntlich sehr kompakt und damit deutlich kleiner, als die sonst üblichen Desktop-PCs. Das Raumvolumen, das ein Mini-PC in Anspruch nimmt, ist oftmals nur zwei Liter groß, da die verbauten Mini-ITX-Platinen eine Baugröße von gerade einmal 17 x 17 cm mitbringen.
  • Hochwertige Mini-PCs können mit einem schnellen CPU (Prozessor) und dank eines guten Grafikchips auch als Gaming-PCs verwendet werden, ansonsten finden die Mini-PCs eher Einsatz im Office oder zum Streamen von Filmen und Videos.
  • Selbst, wenn Sie beim Kauf des Mini-PCs sparen wollen, sollten Sie dabei auf vorhandene Anschlüsse und eine gute Festplatte Acht geben – denn möchte man Filme in guter HD-Qualität streamen, sollte die Festplatte mindestens 200 GB groß erscheinen. Auch benötigt man hierfür einen HDMI- oder Thunderbolt-Anschluss, um die HD-Auflösung auch auf dem Monitor oder Fernseher nutzen zu können.

mini-pc test
Wer sich einen Computer anschafft, macht diesen Kauf auf lange Sicht – denn schließlich soll das Gerät auch einige Zeit erhalten bleiben und gute Leistungen vollbringen. Daher sind vor dem Kauf einige Fragen zu klären, denn das Gerät soll keinen Fehlkauf darstellen und alle eigenen Ansprüche problemlos erfüllen können. Sucht man nach einem mobilen Gerät, das sich leicht transportieren und überall mit hinnehmen lässt, sollte die Wahl sicher auf ein Netbook, Mini-Notebook oder Tablet-PC mit Windows System fallen, die auch für das surfen und Filme-Schauen, sowie für das Gaming gut geeignet sind. Möchte man hingegen anspruchsvolle Games zocken, dann sollte man sich einen hochwertigen Gamer oder Gaming-PC anschaffen, zumindest aber einen leistungsstarken All-in-One-PC zulegen, der rundum als Media-PC genutzt werden kann.

mini pc
Die praktische Alternative zum Laptop – der Mini-PC.

PC-Lüfter können im Büro durchaus nerven, da sie laut betrieben werden und damit Ihre Konzentration stören könnten – zudem nehmen sie eine Menge Platz ein. Daher sollten Sie sich überlegen, ob es nicht eine gute Idee wäre, einen Mini-PC anzuschaffen. Hierbei handelt es sich um einen kompakten Rechner, der leiser arbeitet und Ihnen so die Arbeit mit Ihren Kollegen erleichtert. Damit Sie überhaupt den besten Mini-PC des Marktes für Ihr Home-Office finden, möchten wir Ihnen in unserem Mini-PC-Vergleich 2018 wichtige Details präsentieren, die Sie bei einem Kauf unbedingt beachten sollten.

1. Um was handelt es sich bei einem Mini-PC überhaupt?

Was bedeuten ATX und ITX?
  • ATX, abgekürzt für Advanced Technology Extended, bezeichnet eine Norm für Hauptplatinen, Gehäuse und Steckkarten sowie für Netzteile von Mikrocomputern. Diese Norm wurde 1996 von Intel ins Leben gerufen und definiert bei ATX Hauptplatinen mit einer Größe von 30,5 x 24,4 cm.
  • ITX, kurz für Integrated Technology Extended, bezeichnet den Formfaktor eines Gehäuses und legt die Größe des Mainbords dabei auf 17 x 17 cm fest. Die Norm wurde 2003 von Shuttle erstellt, ein Jahr später wurde die Norm Nano-ITX von VIA definiert, die die Größe 12 x 12 cm vorgibt. Seit 2007 gibt es sogar Pico-ITX, die die Mainbordmaße 10 x 7,2 cm mitbringen.

Schon in den 1960er Jahren wurden die ersten kleinen Computer gebaut und auf den Markt gebracht, sodass der Begriff ″Minirechner″ oder ″Mini-PC″ schon vor einiger Zeit entstand. Damals bedeutete ″klein″ allerdings nur, dass die Rechenmaschinen nicht mehr so groß waren, um ganze Räume auszufüllen und zu belegen – hierbei bestand der Computer allerdings dennoch aus ein oder zwei großen Schränken zum Verwahren. Heute ist dies angesichts der Zeit der Smartphones, Tablet-PCs und Gaming-PCs kaum noch vorzustellen, allerdings handelte es sich bei jenen Geräten damals um die ersten Mini-PCs, die gar nicht mal so ″mini″ waren.

Wer heute den Begriff Mini-PC, Micro-PC oder alternativ die Bezeichnungen ″Fanless PV″, Nano-PC sowie Embedded-PC ausspricht, meint eher Rechner mit einer kompakten Bauform, also Modelle mit dem ″Small Form Factor″ (SFF). Damit werden die Gehäuse der Computer bezeichnet, die nicht mehr im Tower-Format verbaut sind, sondern eher kleine Rechtecke darstellen, die in diversen Mini-PC-Tests sehr handlich ausfallen. Durch ihre Größe sind sie sogar nahezu so groß wie der Standfuß des Monitors oder Flachbildschirms selbst.

Obwohl die Größe eines Mini nicht klar definiert wurde, versteht man allgemein darunter Computer, die kein großes ATX-Mainbord aufweisen. Stattdessen bringen sie ein kleines Mini-ITX, Nano-ITX, Pico-ITX oder sogar ein Mobiles-ITX mit sowie eine Hauptplatine, die bei diesen SFF-PCs nur 17 x 17 cm oder weniger groß sind. Daher nehmen die Rechenbegleiter nur unauffällige zwei Liter des Raumvolumens ein und erweisen sich als platzsparende Arbeitshelfer.
In der Regel ist ein Mini-ITX-PC nicht anders aufgebaut als ein Desktop Computer selbst. Mit einer Hauptplatine mit Prozessor (oder CPU) versehen, bietet das Gerät ebenso wie der Desktop-Computer eine eigene Recheneinheit sowie eine Grafikkarte oder einen Grafikchip. Zusammen mi einem Grafikspeicher und dem Arbeitsspeicher ist bei dem Micro-PC auch bestens für die bildliche Darstellung aller Inhalte auf dem Monitor gesorgt. Daten werden hingegen auf einer SSD-, HDD-, oder SSHD-Festplatte gespeichert.

Wir erklären Ihnen in unserem Mini-PC-Vergleich und in der dazugehörigen Kaufberatung genau, auf was es bei den einzelnen Systemen ankommt und wie deren Vorzüge aussehen. Wie bei einem üblichen Desktop-Computer auch, benötigen Sie zum Betrieb des Mini-PCs eine Maus, eine Tastatur und einen Monitor, welche separat erworben werden – denn anders als bei einem Tablet, Mini-Laptop oder Convertible sind diese nicht in das Gerät mit integriert. Mini-PCs werden übrigens oft auch als Nettops bezeichnet, was sich an Netbooks und Mini-Laptops anlehnt. Ein relativ bekanntes Nettop ist dabei das Asus EeeBox b202 Modell sowie der MSI Wind PC.

mini pc senkrecht
Mini-PCs sind klein und besonders platzsparend.

Nun fragen Sie sich sicher, was Mini-PCs Ihnen überhaupt bieten können – und auch, ob diese in Sachen Leistung an Gamer-PCs, All-in-One-PCs oder Multimedia-PCs heranreichen. Dies lässt sich leider nicht ganz so einfach beantworten, da eine Menge verschiedener Modelle mit unterschiedlichen Leistungen auf dem Markt vorhanden ist. Generell sollten Sie beim Kauf den SFF-PC aber nie nach seinem Äußeren beurteilen, sondern anstatt des Mini-PC-Gehäuses das Innere genauer betrachten. Kann das Mini-ITX-Mainbord des Mini Desktop PCs beispielsweise Filme in HD- oder UHD-Aufläsungen (4K) wiedergeben? Lässt sich das Modell auch beim Gamen durch einen leistungsstarken Onboard-Grafikchip oder eine gute Grafikkarte verwenden? Fest steht, dass Mini PCs durch ihre überaus kompakte Form auch gut auf LAN-Partys mitgebracht werden können, da sie sich einfach transportieren lassen. Und trotzdem kann man immer noch Gaming-PCs vorfinden, die durch ihre beinahe schon protzige Größe auffallen.

Leider gibt es auch einen ganz entscheidenden Nachteil bei Mini-PCs und deren Gehäusen – so kann dieses durch einen Lüfter entweder besonders laut erscheinen oder ohne Lüfter überhitzen. Nachfolgend erklären wir Ihnen genauer, was damit gemeint ist. Da Sie zum Arbeiten sicher einen leisen Desktop-PC erwerben möchten, kann hier ein Modell mit Lüfter und CD-, DVD-, sowie Blu-Ray-Laufwerken Probleme durch zu laute Geräusche machen. Allerdings haben auch lüfterlose PCs dieser Art den ein oder anderen Nachteil vorzuweisen, denn obwohl diese leise arbeiten und Sie daher nicht stören, werden die Komponenten der PCs durch die fehlende Lüftung sehr warm. Damit die Hardware vor einer Überhitzung geschützt werden kann, fährt sich die Software automatisch herunter und schaltet einzelne Komponenten oder den gesamten PC ab. Das ist vor allem dann schlecht, wenn Sie ein leidenschaftlicher Gamer sind und Ihr Team bei einer LAN-Party unterstützen sollen, es so aber mit in den Untergang treiben. Hardcore-Gamer könnten Sie sogar aus der Gamer-Community verbannen, wenn es um Leben oder Tod des Teams ging.

4k aufloesungTipp: Möchten Sie mit Ihrem Mini-Computer oder Mini-Rechner bei LAN-Partys oft punkten können, dann sollten Sie auf ein Modell aus dem Mini-PC-Vergleich mit 4K-Auflösung verzichten. Denn eine einfachere Grafik zeigt zwar Details wie spritzendes Blut des Bösewichts nicht genau an, verhindert dafür aber, dass Ihr Mini-Computer bei LAN-Partys überhitzt und daher ausfällt. Sie können sich auf ein ruhiger laufendes Spiel konzentrieren, das auch flüssig abläuft und Ihnen alle Reaktionen ermöglicht.

Vor- und Nachteile von Mini-PCs in der Übersicht:
  • sind für das Surfen, Arbeiten mit Office und E-Mails völlig ausreichend
  • auch das Streamen von Filmen und Videos in HD-Auflösung möglich
  • durch viele Anschlüsse auch mobil verwendbar
  • Leistungen kommen nicht an Gaming-PCs heran
  • im Gegensatz zu herkömmlichen Desktop-PCs weniger Anschlüsse vorhanden
  • weniger Optionen für das Aufrüsten

2. Welche Typen der Mini-PCs gibt es auf dem Markt?

Obwohl sich viele Mini-PC-Tests oft nur auf Komplett-PCs mit kompletter Computer-Hardware beschränken, gibt es innerhalb der Kategorie der Micro-PCs aber auch Barebone-Modelle, die nur aus einem Gehäuse sowie aus einer Hauptplatine bestehen. Nachfolgend möchten wir Ihnen die Unterschiede zwischen den beiden Arten übersichtlich aufzählen, um Ihnen den Mini-PC-Vergleich vor dem Kauf zu erleichtern.

Komplett-Mini-PC Barebone-Mini-PC
komplett mini pc barebone pc mini
  • lässt sich in Sachen Betriebssystem einfach einrichten und kann leicht mit Maus, Tastatur und Bildschirm verbunden werden
  • startet schnell, da Betriebssysteme meist schon vorinstalliert wurden
  • Mini-PCs als Komplettpaket mit allen Komponenten sind günstiger als Barbone-PCs
  • kaum ein Überblick darüber, welche Komponenten verbaut wurden
  • es wird sich mit der Materie kaum auseinandergesetzt, sodass Unterschiedene einzelner Systeme nicht sehr bekannt sind (Festplatte, Prozessor, Grafikkarte und Soundkarte erhalten kaum Beachtung)
  • in der Anschaffung geringer, da Hardware größtenteils fehlt (dafür aber Folgekosten)
  • Sie beschäftigen sich genauer mit dem Inneren des PCs, da die Hardware aufgerüstet werden muss – und können diesen so an Ihre Bedürfnisse anpassen (Gamer-PC oder doch lieber Mini-Office -PC?)
  • hierbei können wertvolle Erfahrungen mit dem Aufbau gesammelt werden, die sich auf ein Mini-Netbook, einen All-in-One-PC oder Mini-Notebook übertragen lassen
  • der Zusammenbau und die Einrichtung des Mini-PCs als Ganzes erfordern mehr Zeit und Mühe
  • einzelne Komponenten mit hoher Qualität können teurer erscheinen, als bei einem Komplett-PC
Wenn Sie gerade erst in den Bereich der Mini-PCs einsteigen, sind Komplett-PCs eine gute Wahl für Sie – denn der Einrichtungsmanager des Betriebssystems begleitet Sie bis zum Ende der Einrichtung, sodass diese recht einfach abläuft und Sie nicht viel Know-How mitbringen müssen. Danach sind die Mini-PC-Systeme sofort einsetzbar, sodass Ihren Nutzungen nichts mehr im Wege steht.

Übrigens lassen sich Mini-PCs auch ganz ohne Betriebssystem kaufen, sodass Sie beispielsweise das Linux-PC-System, Windows 7 oder Windows XP selbst installieren können. Hierbei kommen allerdings nicht nur zusätzliche Kosten für das Betriebssystem auf Sie zu, sondern auch ein zeitlicher Aufwand.

Barbone-PCs eignen sich eher für den erfahrenen Bastler, der den Mini-PC optimal auf seine Verwendungszwecke abstimmen möchte. Hierbei kann man das Desktop-Mini-Modell nicht nur genauer in Sachen System kennenlernen, sondern auch hochwertige Teile verbauen, um die Leistung zu steigern. Zudem kann das Zusammenbauen eines Mini-PCs durchaus Spaß machen, wenn man das fertige Ergebnis anschließend in aller Ruhe genießt. Weil das Komplettpaket in diesem Fall nicht selbstverständlich ist, lässt sich auch die eigene Grundhaltung zum Konsum deutlich verändern.

3. Welche Kaufkriterien für Mini-PCs Sie beachten sollten

Ob Mac-Mini, Shuttle PC, Acer Mini PC oder Asus Mini PC – Sie erhalten beim Kauf eine breite Auswahl an unterschiedlichen Marken und Modellen, sodass man beim Erwerb des Mini-ITX-PCs durchaus den Überblick verlieren kann. Daher möchten wir Ihnen nicht nur zeigen, woran Sie einen Mini-PC-Vergleichssieger erkennen können, sondern teilen Ihnen in diesem Mini-PC-Vergleich auch mit, welche Kaufkriterien Sie für Ihre Zwecke beachten sollten. So fällt es Ihnen leichter, aus einem Zotac Mini-PC, ASrock Mini PC oder Targa Mini-PC Ihren persönlichen Favoriten auszuwählen.

3.1. Die Wahl des Betriebssystems

betriebssystem
Sofern Ihr Mini-PC nicht bereits ein vorinstalliertes Betriebssystem besitzt, haben Sie die Qual der Wahl.

Wenn Sie entschieden haben, für welche Zwecke Sie Ihren kleinen Computer einsetzen möchten, können Sie sich an die Auswahl des Betriebssystems machen. Schließlich stellt man an einen Mini-PC für das Gamen andere Anforderungen als an einen Mini-PC, der an den eigenen Fernseher angeschlossen werden soll. Die Slim-PCs unterscheiden sich bezüglich des vorinstallierten Betriebssystems teilweise stark.

Während Asus und Acer Mini-PCs oft mit dem vorinstallierten Betriebssystem Windows angeboten werden, hat ein Mac-Mini-PC das Apple Betriebssystem Mac OS X 10.10 Yosemite enthalten. Wenn Sie ein Modell mit Windows 7 oder 8 gekauft haben, können Sie dieses kostenlos auf Windows 10 upgraden, um das neueste Betriebssystem zu nutzen, indem Sie dieses downloaden. Haben Sie stattdessen einen Media-PC ohne Betriebssystem erworben oder mit FreeDos gekauft, können Sie auch das Linux-Betriebssystem nutzen, ohne vorher eine Neu-Formatierung der Festplatte vornehmen zu müssen. Allgemein kommt es auf Ihre Vorlieben und Wünsche an, was den Kauf eines Mini-PCs mit passendem Betriebssystem angeht.

3.2. Der auszuwählende Prozessor

Was der GHz-Wert des Prozessors aussagtcomputer prozessor

Die Frequenz, also der GHz-Wert des Prozessors gibt an, wie schnell der Computer rechnet. Verfügt das Gerät beispielsweise über ein GHz, kann der Mini-PC bis zu 1.000.000.000 Signale in einer einzigen Sekunde verarbeiten. Geben Sie beispielsweise eine 5 im Schreibprogramm ein, muss der Prozessor des PCs hierfür einen Zahlencode verarbeiten, der 0101 lautet, also insgesamt vier Signale beträgt. Nach der Rechnung würde der Mini-ITX-PC nur 0,000000004 Sekunden benötigen, um das Signal zu verarbeiten.

Wenn es um den Motor eines Computers geht, den Prozessor, sollte Power eine große Rolle spielen. Ist dies nämlich nicht der Fall, kann das Gerät Musik und Filme nicht sauber abspielen – sei es bei einem PC-Tablet, Car-PC, All-in-One-Computer oder Mini-Notebook.

Beim Prozessor des Mini-PCs handelt es sich üblicherweise um eine Mini-ITX-Hauptplatine, die mittlerweile mit verschiedenen Prozessoren daherkommen können. Generell gilt die Hauptplatine Mini-PC i7 als besser im Vergleich zur Mini-PC-Intel-Atom, Mini-PC-i3 oder auch Mini-Intel-i5-CPU – egal, ob es sich dabei um einen Mac-Mini-Server, einen Mini-Mac-G4 oder Shuttle-Mini-PC handelt. Das liegt daran, dass die Taktrate des Intel Core i7 deutlich höher ist, als die eines Intel Core i5 als Hauptplatine, was auch den CPU schneller macht. Auch der Intel Core i3 ist deutlich langsamer als die anderen beiden Versionen, dafür aber schneller als eine Intel-Mini-ITX-Atom-Platine, wie einige Benchmark-Tests zeigen können.

Wenn Sie einen leistungsstarken Mini-PC ergattern möchten, sollten Sie die Augen überwiegend nach Mini-PC-Quadcore-Prozessoren Ausschau halten, die mehr als 2,5 GHz mitbringen. Besonders bei günstigen Mini-PCs ist ansonsten zu erwarten, dass diese nur einen Dual Core Prozessor mit 2 GHz haben.

3.3. Der Arbeitsspeicher (RAM) Ihres Mini-PCs

Ein Arbeitsspeicher ist dafür verantwortlich und zuständig, Grafikanwendungen und Spiele zu berechnen. Moderne Spiele kommen meist hochauflösend daher, weshalb kleine PCs einen Arbeitsspeicher von mindestens 4 GB mitbringen sollten. Besser sind aber 8 GB, da hiermit für alle Schatten- und Lichteffekte bestens gesorgt ist. Möchten Sie Ihren Desktop-Mini-PC aber eher nur für Dinge wie das Surfen im Internet nutzen und zum Arbeiten mit Büroaufgaben einsetzen, reicht auch ein Modell mit 2 GB aus.

3.4. Der integrierte Grafikchip

grafikkarte mini pc
Besonders gute Grafikkarten gehören nicht zu den Stärken eines Mini-PCs.

Bei den meisten Mini-PCs können Sie schnell vermerken, dass auf eine Grafikkarte recht wenig Wert gelegt wird. Daher verfügen die meisten Mini-PCs auch nur über einen Onboard-Chip auf der Hauptplatine, der als Mini-PC-Grafikkarte fungiert und dabei aber keine eigenständige Grafikkarte ist. In der Regel werden Intel HD Graphics verbaut, die dafür sorgen, dass Sie 4K-Filme in toller Auflösung anschauen können – für alle Lichteffekte bei anspruchsvollen Spielen von beispielsweise Shooter-Games reichen diese allerdings nicht ganz aus. Möchten Sie jedoch nur Filme anschauen und vielleicht Videos und Musik nutzen, sowie an dem Mini-PC arbeiten, dann sind diese Grafiklösungen dennoch vorzeigbar.

3.5. Die Festplatte

Wenn es um den Speicher des Mini-PCs geht, scheiden sich immer noch die Geister – denn die Varianten SSD, HDD und SSHD konkurrieren auch bei dem Mini-PC miteinander und haben alle ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. In Sachen Haltbarkeit gibt es allerdings kaum Unterschiede zu vermerken. Sie sollten Ihr Augenmerk vor allem auf die Größe des Speichers legen, damit der Mini-PC und dessen Festplatte all Ihren Anforderungen gerecht werden kann. HDD-Festplatten haben einen großen Speicher und helfen daher beim Bewahren großer Datenmengen – SSD-Festplattenspeicher hingegen sind kleiner. Dafür bieten Sie den Vorteil, dass sie wesentlich schneller auf sich zugreifen lassen. Um eine Hybrid-Festplatte handelt es sich bei der SSHD-Version, die schnelle Zugriffe ebenso ermöglicht, aber auch ausreichend viel Speicher für Filme und Ähnliches zu bieten hat.

Wenn Sie sich einen hochwertigen Mini-PC anschaffen möchten, können wir Ihnen Mini-PCs mit SSHD empfehlen – dieser eignet sich vor allem für das leidenschaftliche Gaming gut. Für die einfache Nutzung mobiler Art sind Mini-PCs mit SSD hingegen vollkommen ausreichend. Möchte man allerdings ein Multimedia-Center und Multitalent nutzen, dann ist eine HDD-Festplatte eine gute Wahl, da sie viele Filme und Musikdateien abspeichern kann und sie auch qualitativ gut abspielt.

3.6. Die vorhandenen Anschlüsse

anschluesse mini pc
Achten Sie beim Kauf eines Mini-PCs auch auf die vorhandenen Anschlüsse.

Vor allem die Anschlüsse sind bei Mini-PCs mit Micro-ATX, Mini-ATX oder Mini-ITX-Varianten besonders wichtig, da sie es ermöglichen, das Gerät an anderen Endgeräten anzuschließen und so vielseitig zu nutzen. Generell hat ein normaler Mac-PC sowie jeder Shuttle PC in der Regel mehr verschiedene Anschlüsse vorzuweisen, als ein Mac Mini oder ein Mini Rechner der Marke Shuttle. Wichtig ist, dass Sie auf USB 3.0 Anschlüsse Wert legen, sodass Sie diese auch in ausreichender Anzahl erhalten.

Es ist übrigens gar nicht mal so schwer, einen Mini-PC mit HDMI-Ausgang zu finden, um diesen auch mit dem Fernseher verbinden zu können. Auch lüfterlose Mini-PCs mit HDMI-Modellen sind ausreichend am Markt vorhanden. Eine Ausnahme unter diesen ist der Mac-Mini, denn dieser verfügt über zwei Thunderbolt-Anschlüsse und kann mit ihnen auch Ultra-HD und 4K-Auflösungen bieten – daher wird er auch als High-End-Mini-PC in dem ein oder anderen Mini-PC-Test bezeichnet.

Positiv ist nach dem Mini-PC-Vergleich, dass WLAN, LAN und Bluetooth meistens als Anschlüsse mit integriert wurden, was es Ihnen einfacher macht, Ihren persönlichen Mini-PC-Vergleichssieger mit einer Maus oder Tastatur und dem heimeigenen Netzwerk zu verbinden. Hat der Mini-PC WLAN, dann kann er auch im Wohnzimmer gut genutzt werden – hier kann er den Fernseher um smarte TV-Funktionen erweitern, die mit der fernsehereigenen Hardware nicht besonders effizient und leistungsstark sind. Achten Sie beim Kauf eines Mini-PCs fürs Wohnzimmer allerdings darauf, dass Sie einen Mini-PC-Typen kaufen, der leise arbeitet. Das schaffen Mini-PC-Arten, die lüfterlos und silent erscheinen.

Es ist nicht mehr allzu einfach, ein Modell mit Blu-Ray-Laufwerk zu erhalten. Das liegt daran, dass Kunden mehr Wert darauflegen, dass der Mini-PC mit Micro-ITX oder Mini-ITX-Board leise arbeitet, weshalb selbst der beste Mini-PC mit Laufwerk vom Markt verschwunden ist. Da ein DVD- oder Blu-Ray-Laufwerk viel Krach machen kann, geben solche Mini-PCs keine guten Wohnzimmer-Modelle mehr ab, weshalb diese Kategorie auch immer mehr an Beliebtheit verliert. Zudem kann die Software auch über einen USB-Stick installiert werden, sodass Laufwerke nicht allzu oft benötigt werden. Übrigens gibt es auch kaum Mini-PCs, die eine Firewire-Schnittstelle enthalten.

3.7. Bekannte Hersteller für Mini-PCs und beliebte Marken

  • Acer
  • Alienware
  • Allnet
  • AOpen
  • Apple
  • Archos
  • ASRock
  • Asus
  • AwoX
  • Biostar
  • Captiva
  • Circuito
  • Concept
  • Cubietech
  • Digimate
  • Elitegroup ECS
  • Exone
  • Fantec
  • Fujitsu
  • Giada
  • GigaByte
  • HANNS-G
  • Hardkernel
  • Hewlett-Packard
  • iconBit
  • intel
  • Joy-IT
  • Lenovo
  • Medion
  • MIFcom
  • Minix
  • MSI
  • MyGica
  • NBB
  • NEC
  • PointOfView
  • Rasberry Pi
  • Rikomagic
  • Sapphire
  • Sedatech
  • Shuttle
  • Silva Schneider
  • Sogno
  • Solo Entertainment
  • Tarox
  • Wortmann
  • Xercon
  • Zotac

4. Wie Sie Ihren Mini-PC selbst bauen und zusammenstellen können

In unserem Mini-PC-Vergleich und der dazugehörigen Kaufberatung können Sie nur wenige günstige Barbone-PCs entdecken, in die noch einige Komponenten der Hardware mit eingebaut werden müssen. Dennoch möchten wir Ihnen in diesem Mini-PC-Vergleich vermitteln, wie die Vorgehensweise ausfallen sollte, wenn Sie einen Mini-PC mit passender Hardware ausstatten möchten. Für einen Multi-Media-PC benötigen Sie noch einige Komponenten aus dem Fachhandel, damit sich dieser auch für den TV anwenden lässt. Trotzdem können diese Komponenten auch online erworben werden, wo sie meist auch günstiger zu haben sind. Schließlich geht es beim Eigenbau eines Mini-PCs ja auch darum, hier und da etwas Geld zu sparen. Das nachfolgende Video zeigt Ihnen übrigens, wie Sie Ihren Mini-PC selbst zusammenstellen und aufbauen.

5. Mini-PCs im Test der Stiftung Warentest

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen Mini-PC-Test durchgeführt. Wenn Sie sich aber für einen Tablet-PC interessieren, der mit dem Betriebssystem Windows 7 versehen wurde, können Sie sich den Online-Test vom 17.11.2015 einmal genauer anschauen. Wer hingegen nach einem Touch-PC sucht, kann den Test der Ausgabe 12/2010 interessant finden, der sich mit All-in-One-PCs beschäftigt hat. Mini-PCs mit Touchscreen sind übrigens nicht auf dem Markt erhältlich.

6. Häufige Fragen und Antworten zu den Mini PCs

6.1. Um was handelt es sich bei einer PC-Minibox?

Bei einer PC-Minibox handelt es sich um eine sogenannte Set-Top-Box, die Ihren Fernseher um Internet- und Smart-TV-Funktionen erweitern kann. Daher kann dieser Mini-Computer auch an Ihren Fernseher angeschlossen werden, indem er über die nötigen Anschlüsse verfügt. Eine Fernbedienung bietet das Gerät allerdings nicht. Allerdings können Sie eine Tastatur und Maus durch Bluetooth mit der PC-Minibox verbinden, sodass die Bedienung so komfortabel wie möglich abläuft.

6.2. Wie gut ist ein Mini-PC wirklich?

mini pc
Große PCs nehmen oft viel Platz ein. Trotz ihrer überschaubaren Größe sind Mini-PCs dennoch extrem leistungsstark.

Obwohl man es wegen der kompakten Größe vielleicht nicht denken würde, sind Mini-PC-Linux- und Mini-PC-Windows 7-Modelle meist genauso leistungsfähig wie normale Rechner auch. Viele Mini-PC-Tests zeigen sogar, dass Mini-PCs mit Windows 7 ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 erhalten können. So sind Sie mit der neuesten Technik versorgt und erhalten auch neue Sicherheitseinstellungen, sodass die Mini-PC-Firewall ein wenig vernachlässigt werden kann.

Mini-PCs der Marken Zotac, Asus und Acer sind besonders gut für Office-Anwendungen und das Surfen, aber auch für das gelegentliche Ansehen von Filmen und Videos geeignet. Wenn Sie einen Mini-PC gebraucht kaufen möchten, können Sie diesen übrigens auch mit einer hochwertigen Grafikkarte ausstatten, um diesen als professionellen Gaming-Nettop-PC zu verwenden, mit dem das Zocken ohne Probleme abläuft. Vorteilhaft ist, dass Mini-PCs in der Regel so leise arbeiten, was daran liegt, dass keine Lüfter verwendet werden. Dafür haben die Modelle eine passive Kühlung, die den Geräuschpegel gering hält. Praktisch ist außerdem auch, dass der Stromverbrauch bei einem Mini-PC deutlich geringer ausfällt, als bei einem Multimedia- oder Gamer-PC – weshalb Mini-PCs hierfür oftmals als Server zum Einsatz kommen. Bedenken Sie aber, dass ein Mini-PC im dauerhaften Einsatz durchaus warm werden kann, sodass bei LAN-Partys oft auch Abstriche in Sachen Grafik gemacht werden müssen.

6.3. Gibt es einen guten Android-Mini-PC?

Die Mini-PCs zum Stromsparen kommen nicht selten auch in Verbindung mit einem Fernseher zum Einsatz, was als Linux-Mini-PC oder mit Android Betriebssystem von statten gehen kann. Allerdings nutzen einige Marken und Hersteller auch das Google-Android-Betriebssystem, unter deren Modellen unter anderem der MiniX NEO X7 als Fanless-Mini-PC empfohlen werden kann.

6.4. Gibt es einen idealen Mini-PC für TVs?

In der Regel kann man alle Mini-PCs für den Fernseher verwenden und mit diesem verbinden. Wer keinen größeren Rechner neben dem Fernseher aufbewahren, sondern lieber Platz sparen will, kann den CSL-Computer on a Stick Mini-PC ausprobieren. Hierbei handelt es sich um einen Micro-PC in Form eines kompakten USB-Sticks, der neben seinem leichten Gewicht auch einen besonders günstigen PC-Preis mitbringt. Des Weiteren kann man für seinen Fernseher auch auf einen Mini-Linux-PC setzen, da dieser schnell reagiert.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Bewertungen, Durchschnitt: 4,25 von 5)
Loading...