Sat-Receiver mit Festplatte Test 2018

Die besten Sat-Receiver mit Festplatte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Günstige Sat-Receiver mit Festplatte gibt es schon ab rund 100 Euro. Dann muss die Festplatte an sich aber meist separat gekauft und extern angeschlossen werden.
  • Achten Sie bei hochwertigen Geräten auf die Unterstützung von 4K-Bildauflösung, mindestens Twin-Tuner und eine CI-Schnittstelle.
  • Der Receiver sollte den neuen Antennenstandard DVB-T 2 unterstützen, denn DBV-T 1 wird spätestens Mitte 2019 komplett abgeschaltet.

sat receiver mit festplatte

Sat-Receiver mit Festplatte bieten Ihnen viele Vorteile: Die Hardware macht das alte TV-Gerät ohne Sat-Receiver fit, ermöglicht die Aufnahme der Lieblingsserie und sorgt für Fernsehvergnügen in HD. Doch wie viel Speicher sollte die Festplatte eines Sat-Receivers eigentlich haben? Und wie genau empfange ich Sender auch tatsächlich in HD oder sogar Full-HD?

Unser Sat-Receive-mit-Festplatte-Vergleich 2018 befasst sich intensiv mit diesen und allen weiteren wichtigen Fragen rund um die TV-Receiver mit Festplatte. Sie erfahren, was der Tuner können muss, wie Sie einen Sat-Receiver überhaupt anschließen können und warum die Hardware DVB-T 2 unterstützen muss.

1. Aufnahme und Empfang: Diese Eigenschaften weist ein Sat-Receiver mit Festplatte auf

Full-HD

Damit Sie wirklich in den Genuss von Full-HD kommen können, muss nicht nur Ihr neuer Receiver, sondern auch der Fernseher dieses Format unterstützen. Mit Ultra-HD (4K) gibt es zudem schon eine neue, in etwa vier Mal so scharfe Bildqualität wie Full-HD. Aber auch hierfür müssen beide Endgeräte gebaut sein.

Brauche ich überhaupt einen Sat-Receiver mit Festplatte, wenn mein Fernseher doch ohnehin über einen eingebauten Receiver verfügt? Klare Antwort: Ja, die Anschaffung kann trotzdem sinnvoll sein. Denn der Sat-Festplattenreceiver kombiniert die Eigenschaften eines klassischen Receivers mit den Funktionen eines Festplattenrecorders:

  • Empfangen von Fernsehsignalen auch in HD
  • Aufnahme von Sendungen und späteres Anschauen
  • Je nach Gerät sind Anschauen und Aufnehmen gleichzeitig möglich

Die meisten Vergleiche von Sat-Receivern mit Festplatte beziehen dabei nur noch solche Geräte ein, die ein wirklich gestochen scharfes Bild in Full-HD anbieten können. Schließlich ist diese Übertragungsart mittlerweile bereits flächendeckend eingeführt worden, ein guter Receiver muss die Bildsignale entsprechend empfangen können.

Sie müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Sie für die Festplatte gegenüber Typen ohne Speicher einen kleinen Aufpreis zahlen. Der lohnt sich nur, wenn sie relativ regelmäßig Sendungen aufnehmen und anschließend anschauen möchten. Weiterer Vorteil: Sie können die meisten, aufgenommenen Shows und Filme ganz einfach vorspulen und so die Werbung umgehen.

Die wesentlichen Vor- und Nachteile von Satelliten-Receivern mit Festplatte haben wir nochmal für Sie zusammengefasst:

  • Aufnehmen und Speichern von TV-Sendungen
  • gleichzeitig fungiert das Gerät als Empfänger des TV-Signals
  • grundsätzliche Unterstützung von Full- und Ultra-HD
  • teurer als einfache Receiver ohne Festplatte
  • Abspielen der Filme auf anderen Geräten oft durch Kopierschutz verhindert

2. Kaufberatung: Darauf sollten Sie bei digitalen Receivern mit Festplatte achten

2.1. Die verschiedenen Tuner-Varianten im Vergleich

Der sogenannte Tuner ist der Empfänger des TV-Signals. Er kann verschiedenste Signale empfangen und diese anschließend in Bildmaterial umwandeln. Zu unterscheiden ist in Bezug auf den Tuner zwischen dem Twin Sat-Receiver mit Festplatte, einfachen Versionen und der Triple-Variante:

Typ Eigenschaften
Single
single tuner
Der Single-Tuner kann nur ein einziges Signal gleichzeitig empfangen. Wenn Sie beispielsweise gerade eine TV-Show anschauen, können sie den Receiver nicht gleichzeitig als Recorder nutzen.
Twin
twin tuner
Beim Twin-Tuner ist genau das möglich: Sie können gleichzeitig einen Film aufnehmen und eine andere Sendung anschauen. Wahlweise können Sie auch zwei Sendungen aufzeichnen.
Tripple
triple tuner
Hingegen schafft es der Tripple-Tuner sogar, drei solcher Empfangssignale bestehend aus Audio und Video zu verarbeiten.

Welche der drei Varianten Ihr persönlicher Vergleichssieger bei den Sat-Receivern mit Festplatte wird, hängt stark von der Nutzung und der Haushaltsgröße ab. Wir empfehlen aber generell, einen Twin-Tuner zu nutzen. Denn auch wenn Sie alleine leben, kann es vorkommen, dass sich beispielsweise ein Fußballspiel und Ihre Lieblingsserie überlappen.

Dann brauchen Sie einen Twin-Tuner, um eine Sendung anzuschauen und die andere aufzuzeichnen. Die Kategorie „Tripple“ rentiert sich nur, wenn Sie zusammen mit Kindern in Ihrem Haushalt leben.

2.2. Wie viel Film passt drauf: Speicherplatz als wichtiges Kriterium

Speicherplatz ist ein wichtiger Faktor bei Sat-Receivern, mit denen die Aufnahme von Sendungen möglich ist. Als Richtwert kann hier eine minimale Kapazität von 500 Gigabyte dienen. Oder anders ausgedrückt:

  • Aufnahme von rund 60 Stunden Videos/Filmen in HD
  • Aufnahme von rund 225 Stunden Videos/Filmen in normaler SD-Qualität

Die besten Sat-Receiver mit Festplatte verfügen mittlerweile über einen Speicherplatz von 1.000 bis 2.000 Gigabyte. Damit können Sie bis zu 7 Tage lang am Stück in hochauflösendem HD Filme und Serien aufzeichnen.

2.3. Player und Laufwerk: So genießen Sie Filme auf Blu-Ray und DVD

integriertes dvd laufwerk
Ein integriertes DVD-Laufwerk ist nur in hochpreisigen Modellen vorhanden.

Alle Arten von Sat-Festplattenreceivern bieten Ihnen die Möglichkeit, die aufgenommenen Filme in der Mediathek anzuschauen. Die Bedienung erfolgt über eine mitgelieferte Fernbedienung und ist in der Regel sehr simpel.

Als zusätzliches Extra kann auch ein physikalisches Laufwerk im Gerät verbaut sein. Dann können Sie etwa DVDs oder Blu-rays abspielen. Die meisten Tests von Sat-Receivern mit Festplatte zeigen aber, dass das aktuell nur bei höherpreisigen Geräten möglich ist. Und ob das Abspielen von Blu-rays in Zeiten von Netflix, Amazon Prime und Co. wirklich notwendig ist, darf bezweifelt werden.

2.4. SmartCard für den Empfang von Pay-TV

Möchten Sie mit Ihrem Receiver Bezahldienste wie beispielsweise Sky oder HD+ nutzen, so muss das Gerät über einen sogenannten CI-Slot verfügen. Es handelt sich um einen Kartenschacht, in den SmartCards gesteckt werden können. Diese SmartCards werden von den Anbietern wie Sky verschickt, wenn Nutzer einen Vertrag mit dem Unternehmen abschließen und dienen zum Empfang der Bezahlsender.

2.5. Streaming dank Netzwerkfunktion

Besonders moderne Receiver können nicht nur per USB oder HDMI mit verschiedenen Endgeräten verbunden werden. Sie dienen dank Netzwerkfunktion als Schaltzentrale des Wohnzimmers und bringen beispielsweise Streaming, Empfang von Bezahlsendern und hochwertige HiFi-Lautsprecher zusammen. Der Vorteil: Mit nur einer Fernbedienung und einem Gerät bedienen Sie Ihr komplettes Entertainment-System.

3. Diese Schnittstellen besitzt ein digitaler Sat-Receiver

usb schnittstelle
Über eine USB-Schnittstelle lassen sich sogar Daten auf PC oder Laptop übertragen.

Fast alle Sat-Receiver mit Aufnahmefunktion sind sowohl mit analogen als auch mit digitalen Anschlüssen versehen. Relevant ist der Anschluss vor allem dann, wenn Ihr Fernseher sehr alt ist.

Die Geräte lassen sich meist noch über Scart, FBAS oder S-Video ansteuern.
Die deutlich modernere Schnittstelle ist allerdings HDMI. Ist Ihr Fernseher nicht älter als 10 Jahre, ist er zu 99 Prozent über diese Schnittstelle mit dem Receiver kompatibel. Dabei bietet der digitale HDMI-Anschluss den Vorteil, Signale in voller Auflösung – also in HD – übertragen zu können. Das ist bei alten Anschlüssen nicht der Fall.

Praktisch kann auch ein USB-Port am Receiver sein. Dann haben Nutzer die Möglichkeit, das Gerät mit einem Laptop oder PC zu verbinden. Aufnahmen können bequem weitergeleitet und von unterwegs aus angeschaut werden. Auch das Brennen auf DVDs oder Blu-rays ist auf diesem Wege möglich.

Achtung: Nicht alle Receiver unterstützen die Verbindung mit einem Computer bzw. das Kopieren der Filme auf den Speicher des Computers. Weil die Sendungen teilweise urheberrechtlich geschützt sind, blockieren einige Receiver solche Kopiervorgänge pauschal, um möglichen Missbrauch zu vermeiden. Achten Sie daher darauf, ob das Endgerät einen solchen „DRM-Schutz“ unterstützt.

4. DVB-T, DVB-T 2 und DVB-C: Die Unterschiede im Überblick

Preis für Netzwerk-Receiver mit Festplatte

Weil die Netzwerk-Technologie noch relativ neu ist, zahlen Sie für die Funktionen viel Geld. Die Geräte kosten zwischen 400 und 600 Euro, sind damit gut 100 bis 200 Euro teurer als herkömmliche Receiver.

Vorab: Ihr Receiver sollte in jedem Fall ein sogenannter „DVB-T 2 Receiver mit Festplatte“sein. Warum, zeigt der kurze Blick auf die unterschiedlichen Signale:

  • DVB-T: DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting Terrestrial“ und ist damit nichts anderes als das bekannte Antennenfernsehen, das per Satellit empfangen wird. Seit März 2017 bzw. November 2017 wird DVB-T 1 allerdings nicht mehr flächendeckend angeboten bzw. sogar eingestellt.
  • DVB-T 2: Auch die Version 2 betrifft das Antennensignal. Es wurde 2017 eingeführt, um ein stärkeres Signal auch in HD und Full HD anbieten zu können. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk möchte bis Mitte 2019 komplett auf DVB-T 2 umstellen, die privaten Sender schon deutlich früher.
  • DVB-C: Über DVB-T 2 sind rund 40 Sender zu empfangen. Wer mehr will, bucht über das Kabel-Fernsehen weitere Sender hinzu. Die bekanntesten Anbieter in diesem Bereich sind Kabel Deutschland und Sky, sie sind ausschließlich über externe Receiver zu empfangen.

5. Sat-Receiver mit Festplatten im Test

Auch die Stiftung Warentest überprüft den Markt für Sat-Receiver immer wieder. Der letzte große Test von Sat-Receivern mit Festplatte stammt allerdings aus dem Jahr 2015. Damals bemängelte die Verbraucherorganisation vor allem, dass mit einigen der Geräte der Empfang der privaten Sender nicht immer in HD möglich war – das hat sich mittlerweile fast vollständig geändert.

Zum Vergleichssieger kürte die Stiftung Warentest damals den Kathrein UFSconnect 916 und den TechniSat Digit Isio S2.

6. FAQ zu Sat-Receivern mit Festplatte

6.1. Gibt es Satelliten-Receiver mit Festplatte auch von TechniSat?

technisat
TechniSat zählt zu den bekanntesten Herstellern für Sat Receiver.

Die TechniSat Digital GmbH ist einer der bekanntesten deutschen Hersteller für Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie.

Unter anderem stellt die Marke auch verschiedene HD-Sat-Receiver mit Festplatte her, die meist höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Preislich beginnen die TechniSat-Receiver ab rund 100 Euro, die teuersten Versionen kosten bis zu 600 Euro.

6.2. Brauche ich den Sky-Receiver mit Festplatte?

Wer ein Abo beim bekannten PayTV-Sender Sky abschließt, erhält meist noch die Möglichkeit, einen Sat-Receiver zu erwerben. Mal stellt das Unternehmen diesen leihweise kostenlos zur Verfügung, in anderen Fällen gibt es einen Preisnachlass.

Aber: Streng genommen brauchen Sie den speziellen Sky-Receiver nicht, wenn Sie Bundesliga, Champions League und Co. in HD empfangen wollen.
Auch herkömmliche Receiver, die mit einem CI-Slot ausgestattet sind, können Signale des Senders empfangen. In diesem Fall schickt Ihnen der Pay-TV-Anbieter eine SmartCard, die Sie dann in das Kartenfach Ihres Receivers legen. Nach der Freischaltung durch Sky können Sie Ihr gebuchtes Paket dann in vollem Umfang nutzen.

6.3. Ist ein Humax Sat-Receiver mit Festplatte zu empfehlen?

Ob Sie einen Sat-Receiver mit Festplatte kaufen sollten, der von Humax produziert worden ist, hängt von Ihren Wunschvorstellungen ab. So gilt die Marke allgemein als preiswert, bietet aber teilweise nicht den Komfort und die Qualität der Konkurrenz.

Beispielsweise müssen Sie bei einigen Receivern eine separate Festplatte erwerben, um Filme speichern zu können. Auch WLAN gehört längst nicht bei allen Geräten zum Standard.

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