Smartpen Test 2018

Die besten Digitalpens im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Smartpen wird auch als Digital-Pen bezeichnet. In Echtzeit wird damit Ihr Handgeschriebenes digitalisiert. Ihre Notizen können damit auf PC oder Tablet gespeichert, verschickt oder weiterbearbeitet werden.
  • Es gibt auch Smartpens, die Audiosignale aufnehmen. In Verknüpfung mit einer bestimmten Notiz gehen diese auch an den PC.
  • Zur Digitalisierung von Notizen ist bei einigen Herstellern Spezialpapier erforderlich. Kleine Punkte auf diesem Papier ermöglichen die Digitalisierung im Stift. Das spezielle Papier kostet mehr als normales.

smartpen test
Wir leben zwar in der Ära von Ultrabook und Tablet. Trotzdem macht man sich – etwa bei Telefongesprächen oder in Meetings – immer wieder auch handschriftliche Aufzeichnungen. Auf einem Blatt Papier lässt es sich neben den gemachten Notizen auch schön kritzeln. Dass dies die Konzentration beflügelt, ist wissenschaftlich belegt. Zwar kann man auch auf Tablets in Apps gut Notizen und Kritzeleien machen, aber viele Nutzer fühlen sich dabei doch an das Malen mit Wachsmalkreide erinnert.
Bevorzugen Sie von der Haptik her auch eher Stift und Papier? Aber haben Sie keine Lust, Ihre handgeschriebenen Notizen und Texte hinterher noch mal auf dem Computer zeitaufwendig und mühselig abzuschreiben? Dann kann ein Smartpen für Sie die optimale Lösung sein. Die digitalen Stifte speichern das Handgeschriebene und senden es an PC, Smartphone oder Tablet. So haben Sie später digitalen Zugriff auf Ihr Geschriebenes und können es ausdrucken, in einem Texteditor weiterbearbeiten oder an andere versenden.
Unsere Kaufberatung gibt Ihnen wichtige Punkte an die Hand, worauf Sie beim Kauf Ihr Augenmerk richten sollten, um den besten Smartpen für sich auszuwählen.

1. Der Smartpen und seine Funktionsweise

smartpenZum Begriff: ″Smart″ und ″pen″ sind die beiden englischen Wörter, aus denen sich Smartpen zusammensetzt. ″Smart″ steht dabei für ″schlau″ oder auch ″geschickt″ und ″pen″ ist das Wort für Kugelschreiber oder Füller.
Was auch immer Sie mit dem Smartpen gerade niedergeschrieben haben: Die Notizen werden sofort digitalisiert. Es gibt Modelle, bei denen die so erfassten Daten zunächst in einen internen Flashspeicher kommen und später dann per USB an den Computer übermittelt werden. Andere Modelle schicken die Mitschrift umgehend per Bluetooth oder Wi-Fi an den ausgewählten PC.
Es gibt Stifte, die mit Hilfe einer App oder PC-Software Ihre Handschrift am Computer dann in digitalen Text umwandeln können. Damit können Sie Ihre Aufzeichnungen besonders flexibel handhaben.
Im Folgenden lesen Sie im Überblick die Vor- und Nachteile eines Smartpens:

  • erspart Ihnen das Einscannen von Notizen
  • verhilft Ihnen zu digitalen Aufzeichnungen mit der Möglichkeit leichter Weiterverarbeitung und Weitergabe
  • ermöglicht auch Audioaufzeichnung
  • erfordert bei einigen Herstellern kostenintensives Spezialpapier
  • wandelt Handgeschriebenes nicht immer sehr genau in digitalen Text um
  • ist permanent wieder aufzuladen
  • hat einen relativ hohen Preis in der Anschaffung

2. Welche Smartpen-Typen sind erhältlich?

Digital-Pens lassen sich auf zwei Arten unterscheiden. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Technik, mit der das Handschriftliche beim Digitalisieren zwischengespeichert wird:

Interner Speicher Speicher am Blattrand
smartpen ohne receiver smartpen receiver
Zum Erfassen der Daten gibt es einen integrierten Flash-Speicher. Eingebaute Infrarot-Kamera, Prozessor und Lithium-Ionen-Batterie wirken zusammen, damit das Geschriebene im Speicher festgehalten werden kann. Mit der Kamera werden die Bewegungen erfasst – hieraus wird das Bild auf dem Bildschirm erzeugt.

Bei dieser Version ist für den Smartpen oft Spezialpapier erforderlich.

Mit Stift und einem ausgelagerten Speicher hat man hier zwei Teile. Infrarot und Ultraschall sorgen für die Positionsbestimmung. Zum Erfassen der Daten dient der externe Speicher – ein ″Kästchen″, das am Blattrand des beschriebenen Papiers zu befestigen ist. Die Verbindung zum Stift erfolgt per Bluetooth.

Großer Vorteil: Der Smartpen braucht bei diesem Verfahren kein Spezialpapier. Damit haben Sie hier keine ständig hohen Kosten.

Empfinden Sie es als störend, ein Kästchen am Blattrand anzubringen? Aber Sie stört es nicht, dass Sie für den Gebrauch Ihres digitalen Stifts spezielles Papier erwerben müssen? Dann sollten Sie einen Smartpen mit integriertem Speicher kaufen. Möchten Sie durch Spezialpapier anfallende Extrakosten vermeiden und nur normales Papier einsetzen? Dann wird eine der Versionen mit Speicher am Blattrand Ihr persönlicher Smartpen-Vergleichssieger werden.

Die zwischengespeicherten Daten müssen nun an PC, Tablet oder Smartphone übermittelt werden, damit ein Abbild der Aufzeichnung entsteht. Auch diesbezüglich lassen sich die Stifte in Kategorien einteilen:

Übertragung per USB-Kabel Kabellose Übertragung per Bluetooth oder Wi-Fi
usb kabel bluetooth
Der Smartpen wird per Mikro-USB-Kabel mit PC, Tablet oder Smartphone verbunden. Danach ist es möglich, die digitale Version der Notizen zu übertragen und sie auf den jeweiligen Geräten in der digitalen Form zu sehen.

Der Nachteil hierbei: Da das Ergebnis erst später betrachtet werden kann, kann dessen Qualität nicht ″live″ überprüft werden.

Die mit Bluetooth ausgestatteten Stifte übertragen mit dieser Technologie die gemachten Notizen etwa auf Ihren Smartphone- oder iPad-Bildschirm. Das heißt: Für diese Kategorie Stift muss Ihr jeweiliges Gerät auch Bluetooth empfangen können.

Daneben sind aber auch digitale Stifte auf dem Markt, die bei der Übertragung der digitalen Daten mit der Wi-Fi-Technik arbeiten.

Möchten Sie Ihre Aufzeichnungen direkt auf PC, Tablet oder Smartphone erhalten und sofort hier weiter damit arbeiten? Dann sollten Sie bei Smartpens im Test bei der Datenübertragung auf Bluetooth oder Wi-Fi achten.

3. Wie unterscheiden sich Smartpen und Stylus?

Ein Smartpen digitalisiert Ihre auf Papier handgeschriebenen Notizen mittels App oder Software. Der Stylus hingegen kann gar nicht auf Papier schreiben; er fungiert nur als Bedienstift für Smartphone oder Tablet. In Verbindung mit dem entsprechenden mobilen Gerät können Stylus-Stifte inzwischen aber mehr leisten. So ist es auf Smartphones oder Tablets mittlerweile auch möglich, mit dem zugehörigen Stylus per Hand zu schreiben – und das Gerät digitalisiert die Handschrift.

4. Kaufberatung für Smartpens: Wichtige Kriterien

4.1. Papierart ist abhängig vom Stift

smartpen
Mit einem Smartpen können Sie einfach Handgeschriebenes digitalisieren.

In diversen Smartpen-Tests werden Sie sowohl digitale Stifte finden, die nur auf speziellem Papier funktionieren und solche, die Sie mit normalem Papier verwenden können.
Normales Schreibpapier gibt es für wenig Geld überall zu kaufen; Sie können Block, Notizbuch oder Heft gleichermaßen für Kuli, Bleistift oder eben Smartpen benutzen. Spezialpapier muss beim Hersteller bestellt werden und kostet ein Vielfaches.

4.2. Sind Stift und Empfangsgerät kompatibel?

Nicht jeder digitale Stift ist mit Android- oder iOS-Geräten kompatibel. Hier sollten Sie die Angaben der Hersteller beachten und checken, welche Geräte der Smartpen unterstützt. So kann ein und derselbe Hersteller Smartpens mit unterschiedlicher Kompatibilität in seinem Portfolio haben.

4.3. Eingebaute Technik

Wenn Sie eine bestimmte Technik bevorzugen, geht damit auch eine Entscheidung für die Handhabung des Smartpens einher. Das gilt genauso umgekehrt. Denn Technik und Handhabung sind miteinander gekoppelt.
Geben Sie also in Sachen Technik einem Digitalstift mit integriertem Speicher den Vorzug, bedeutet das in der Handhabung für Sie: Sie haben Stift und Speicher in einem und müssen nicht ständig einen externen Speicher in Form eines Kästchens mit sich führen und dieses immer wieder vor dem Schreiben am Blattrand befestigen.
Übertragen werden Ihre Notizen an Smartphone, iPad oder andere Geräte entweder mit USB-Kabel oder per Bluetooth und Wi-Fi. Wollen Sie in Sachen Handhabung nicht immer erst ein Kabel einstecken, um Ihre Aufzeichnungen auf dem Bildschirm des Empfängergeräts betrachten zu können? Dann ist ein Smartpen mit der Technik Bluetooth oder Wi-Fi die richtige Wahl.

4.4. Audioaufzeichnung

smartpen
Auch Grafiken lassen sich mit einem Smartpen einfach digitalisieren.

In einem Vergleich für Smartpens finden Sie auch Digitalstifte, mit denen Sie nicht nur schreiben, sondern ebenso Tonaufnahmen machen können. Für besondere Berufsgruppen oder in bestimmten Situationen ist diese Funktion sehr nützlich, so etwa für Studenten und Journalisten. Bei Presseterminen oder Interviews zum Beispiel lässt sich für die spätere Wiedergabe nicht alles wortgetreu mitschreiben – da erweist sich ein Smartpen mit der Möglichkeit zur Audioaufzeichnung als verlässlicher Begleiter. Doch Vorsicht: Bevor Sie die Aufnahme starten, müssen Sie immer erst das Einverständnis des Sprechenden zur Audioaufzeichnung einholen.
Auch ein Artikel von der Stiftung Warentest behandelt das Thema Aufzeichnung mit Handy oder Smartpen. In einem Interview mit dem Anwalt Dr. Markus Junker, Experte für Urheberrecht, wird auf den Straftatbestand in diesem Zusammenhang hingewiesen:

″Bei öffentlichen Veranstaltungen kann es das Urheberrecht verletzen, bei nichtöffentlichen die ″Vertraulichkeit des Wortes″. In beiden Fällen ist schon der Versuch strafbar, das Gerät kann eingezogen werden.″

Stiftung Warentest im Heft 11/2010

4.5. Vom handgeschriebenen zum digitalen Text

Es kann die Arbeit enorm erleichtern, wenn sich die handschriftlichen Notizen zusätzlich in einen digitalen Text umwandeln lassen, mit dem man dann flexibel verfahren kann:

  • smartpensfür die Arbeit in Word
  • für die Arbeit mit einer Präsentation
  • für eine wissenschaftliche Arbeit
  • für das Versenden

Wenn Sie also aus Handgeschriebenem digitale Schrift machen möchten, brauchen Sie neben dem digitalen Stift auch eine entsprechende App oder PC-Software, welche Handschrift umwandelt. Achten Sie darauf, dass diese auch vorhanden ist. Weiterhin gilt zu berücksichtigen: Wenn Sie kein CD-Laufwerk haben, sollte es eine App zur Umwandlung geben.

Fazit: Wenn das Schreiben auf dem Tablet für Sie nicht in Frage kommt und Sie trotzdem Ihre von Hand geschriebenen Aufzeichnungen digitalisiert haben möchten, sollten Sie zum Smartpen greifen. Zwar kann das erste Schreiben mit dem Digital-Pen wegen Dicke und Größe des Stifts anfangs etwas ungewohnt erscheinen. Doch eine große Umstellung geht damit nicht einher.

5. Mit klarer Handschrift geht es besser

Haben Sie Ihren persönlichen Smartpen-Favoriten, der Ihre Handschrift in digitalen Text umwandelt, schon gefunden? Dann sollten Sie auf eine möglichst saubere Handschrift achten. Verschnörkelte Schreibschrift, Krakeln, Kritzeln oder Schmieren werden App oder PC-Software für eine Umwandlung nicht ″entziffern″ können. Steht demnächst eine wichtige Besprechung an, bei der Sie mit Ihrem digitalen Helfer schriftliche Aufzeichnungen machen müssen? Dann gilt es, vorab mit dem Smartpen einige Probeläufe zu starten. So finden Sie heraus, mit welchem Schreibstil das Programm das Geschriebene noch erkennen kann und mit welchem nicht.
Einen guten Einblick in dieses Verfahren gibt das folgende Video, in dem ein Smartpen von Hand Geschriebenes in digitale Schrift umwandelt:

6. Hersteller und Marken

Die Zahl der Anbieter von Smartpens ist begrenzt. Der Stift ist zwar sehr praktisch, zu einer flächendeckenden Marktdurchdringung ist es jedoch nicht gekommen. Wahrscheinlich auch, weil Notiz-Apps, die in Verbindung mit einem Bedienstift funktionieren, eine zum Smartpen günstige Alternative darstellen. Hier eine Auflistung von bekannten Herstellern von Digitalstiften:

  • Livescribe
  • Echo
  • LogiLink
  • Kensington
  • Microsoft
  • IRIS
  • Adonit
  • Wacom

7. Häufige Fragen und Antworten zu Smartpens

7.1. Wie unterscheiden sich Smartpen und Touchpen?

smartpen studenten
Im Studium kann ein Smartpen von großem Nutzen sein.

Ein Touchpen ist im Grunde genommen ein Kugelschreiber mit einem gummibeschichteten Ende. Die Gummispitze des Stiftes ist für die Bedienung druckempfindlicher Oberflächen, etwa von Smartphones oder Tablets, gut geeignet. Ein Touchpen ist nützlich, wenn die Finger zu groß sind, um bequem das Display bedienen zu können, oder beim Tragen von Handschuhen.
Ein Smartpen hingegen ist dafür da, um Handgeschriebenes zu digitalisieren.

7.2. Ist ein Smartpen eine gute Anschaffung für Studenten?

Ein Digitalstift hat zwar einen hohen Anschaffungspreis, kann aber besonders für Studierende hilfreiche Dienste leisten. Zum einen, weil das Gehirn beim Mitschreiben per Hand bei Seminar oder Vorlesung mehr behält als bei digitalen Mitschriften (etwa auf dem Notebook). Zum anderen, weil die vom Smartpen digitalisierten Aufzeichnungen später im Texteditor beliebig weiterbearbeitet und etwa auch für Präsentationen genutzt werden können. Analoges und digitales Arbeiten sind hier hervorragend miteinander verknüpft.
Wenn der Smartpen zudem Tonaufnahmen machen kann, können Studenten besonders wichtige Studienteile auch aufzeichnen.

Aber Achtung: Rechtlich gesehen muss von Ihrem Dozenten oder Gegenüber vor der Aufzeichnung die Einwilligung zur Aufnahme (beim Seminar, bei der Vorlesung etc.) gegeben werden.

7.3. Nimmt ein Smartpen auch handelsübliche Minen?

Für Smartpens ohne Spezialpapier gilt: Sie können die im digitalen Stift enthaltene Mine ohne Probleme durch die normalen Kugelschreiberminen ersetzen, die Sie im Handel bekommen.
Für Smartpens, die Spezialpapier brauchen, gilt: Die hier in den Stiften enthaltenen Minen sind genauso Spezialanfertigungen. Diese sind dann beim Hersteller nachzukaufen.

7.4. Sind auch Smartpens mit farbigen Minen erhältlich?

Hersteller, die in ihrem Smartpen eine Mine haben, die extra für das Schreiben auf Spezialpapier gefertigt wurde, bieten oft auch farbige Nachfüllminen an. Damit können Sie Ihre Aufzeichnungen bunter gestalten.

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