Teleobjektiv Test 2020

Die besten Teleobjektive im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Teleobjektiv holt weit Entferntes nah an die Kamera heran.
  • Ein Teleobjektiv vor der Kamera ist wie ein Fernglas vor den Augen – aber mit stufenlos einstellbarer Vergrößerung – wenn es ein Zoom ist.
  • Entfernte Motive nah heranzuholen ist nur ein Teil dessen, was ein Teleobjektiv möglich macht – man kann auch geniale Effekte mit der Tiefenschärfe erzeugen.

teleobjektiv-test

So stellt man sich eine professionelle Kamera vor: ein kleiner Kasten mit allerlei elektronischen Gimmicks darin – und davor ein großes Objektiv. Die größten Objektive sind Teleobjektive. Diese sind fast wie ein Fernglas vor der Kamera und dienen in erster Linie dazu, weit entfernte Motive ‚heranzuholen‘.

Damit Sie, wenn Sie das beste Teleobjektiv suchen, oder schlicht ein günstiges Teleobjektiv kaufen möchten, keinen Fehlkauf tätigen, legen wir Ihnen einen Teleobjektiv-Vergleich 2020und eingehende Teleobjektiv-Tests nahe. Mit der richtigen Kaufberatung sind Sie bestens gewappnet.

1. Häufig vorkommende Fachbegriffe kurz erklärt

1.1. Tiefenschärfe

In einem Bild mit nahen und entfernten Objekten ist oftmals das eine oder das andere nicht scharf. Dies kann gewollt sein, damit der Fokus auf einem bestimmten Objekt liegt. Bei Objektiven mit großer Tiefenschärfe kann ein großer Bereich bei den Entfernungen zum Motiv gleichzeitig scharf abgebildet werden.

1.2. Brennweite

Es gibt eine klare Definition für die Brennweite: Es handelt sich dabei um den Abstand zwischen der Hauptebene einer optischen Linse und dem Brennpunkt. Damit ist gemeint, dass parallele Lichtstrahlen auf eine Linse oder einen gewölbten Spiegel fallen.

In allen Fällen treffen sich die Strahlen, nachdem sie den Spiegel oder die Linse passiert haben, in einem Punkt. Dies ist der Brennpunkt oder Fokus. Der Abstand zur Linse ist die Brennweite.

Es gibt für jede Brennweite passende Objektive. In unserer Tabelle haben wir eine kleine Übersicht der Typen und Arten verschiedener Kategorien erstellt.

Typ / Abkürzung Abbildung / Beispiel Beschreibung
Objektiv für den Nahbereich Canon Objektive EF 75-300 4-5.6 III
canon-objektiv-fuer-nahbereich
Passend für Canon EOS
Mit 58mm Filtergewinde
Objektiv für den Makrobereich Nikon Objektive AF Nikkor 50mm 1:1,8D
nikon-objetiv-fuer-makrobereich
Für extreme Nahaufnahmen
Mit 52mm Filtergewinde
Objektiv für den Nah- bis Mittelbereich Nikon Teleobjektiv AF Zoom-Nikkor 80-400mm
nikon-teleobjektiv-nahbereich-mittelbereich
Sehr großer Spielraum beim Zoom
Mit 77mm Filtergewinde
Objektiv für beste Bildqualität Sony Teleobjektiv sal300 F28g2 sal300 F28gii G
sony-teleobjektiv-beste-bildqualitaet
Fixes Tele für beste Qualität
300mm Brennweite
Objektiv für große Entfernungen Canon Teleobjektiv 150-600 mm F5,0-6,3 DG OS HSM von Sigma
canon-teleobjektiv-fuer große-entfernungen
Verstellbar bis zu einer Brennweite von 600mm

1.3. Bildwinkel

Der Bildwinkel definiert mit dem Abstand zum Motiv die Größe des Bildausschnitts. Da bei einem Teleobjektiv das Licht mehrere Linsen passiert, sind die Bildwinkel entsprechend klein, da sonst die vorderste Linse sehr groß sein müsste. Man kann bei großen Teleobjektiven dennoch sehen, wie die Linsen Schritt für Schritt größer werden.

1.4. Vollformat

Das Vollformat ist ein Begriff aus der Welt der digitalen Kameras. Er wird verwendet, wenn der Bildsensor, der das Foto aufnimmt, die Größe von 35mm einer Standard Kleinbildkamera hat. Heutzutage sind Sensoren auf dem Markt erhältlich, die wesentlich größer als Vollformat sind. Damit steigt die Anzahl der Bildpunkte, oft in Megapixel ausgedrückt, und damit die Qualität der Bilder.

1.5. Naheinstellgrenze

Die Naheinstellgrenze bezeichnet den kleinsten möglichen Abstand eines Motivs zum Teleobjektiv, bei dem es gerade noch scharf ist. Geht man näher heran, wird das Bild zwangsläufig unscharf. Mit einem Distanzring lässt sich an dieser Grenze noch etwas verlagern.

Sehen Sie hier die Vor- und Nachteile:

  • Ein Teleobjektiv ermöglicht es, ohne Objektivwechsel stufenlos zwischen Nah- und Fernaufnahmen zu wechseln
  • Ein Teleobjektiv erlaubt es, aus einem sehr räumlichen Bild jede Tiefe herauszunehmen
  • Teleobjektive sind schwer und recht kostspielig

2. Die wichtigsten Teleobjektive

2.1. Teleobjektiv mit fixer Brennweite

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Der Rolls Royce unter den Teleobjektiven, das Teleobjektiv Sigma F2,8 EX DG – mit einem VK von über 20.000,- Euro kein typisches Einsteigermodell, aber ein Teleobjektiv für Bilder in bester Qualität.

Gemeinhin wird unter einem Teleobjektiv der klassische ‚Zoom‘ verstanden, was fachlich nicht korrekt ist. Auch ein Teleobjektiv mit fixer Brennweite, welches also keine Zoom-Funktion besitzt, ist ein Teleobjektiv.

Tele, wie die Teleobjektive oft abgekürzt werden, sind vor allem für Aufnahmen aus großer Entfernung die erste Wahl. Mit einem Teleobjektiv 2000mm fühlen Sie sich mitten im Geschehen.

2.2. Teleobjektiv mit Zoom

Ein Telezoom-Objektiv ist das Standardobjektiv für Sport- und Konzertfotografen. Da sich, ob auf dem Spielfeld oder auf der Bühne, immer etwas bewegt, ist man mit dem Zoom jederzeit in der Lage, den Bildwinkel und den Bildausschnitt an das gewünschte Motiv anzupassen.

Zudem ist man oft gezwungen, aus großer Entfernung zu fotografieren. Ein Tele-Zoomobjektiv mit dem gewünschten Spielraum bei der Brennweite löst dieses Problem.

Tipp: Da eine Zoomfunktion immer einen winzig kleinen Spielraum für die Linsen vorsieht, sich zu bewegen, sind Fotos mit einem Teleobjektiv mit fixer Brennweite gemeinhin schärfer.

2.3. Teleobjektiv mit Motor-Zoom

Bei handlichen Digitalkameras wird der Zoom in manchen Fällen durch einen Servomotor bedient. So kann man beide Hände an der Kamera lassen und mit dem Zoom-Taster die Entfernung einstellen. Dabei kommen üblicherweise USM, also Ultraschall-Motoren zum Einsatz.

Dies ist jedoch nur bei Kameraobjektiven mit kleinerer Brennweite gebräuchlich, weil bei großen und entsprechend schweren Objektiven ohnehin eine Hand am Zoom-Einstellring verbleibt.

2.4. Teleobjektiv für Smartphones

Mit der stetig wachsenden Qualität der Kameras, die in Smartphones verbaut werden, sind sie zur echten Alternative zu Kompaktkameras geworden. Der Fokus wird elektronisch geregelt und die Blende in der Nachbearbeitung ins Bild hineingerechnet. Mit einem Teleobjektiv für das Handy kann das Smartphone zur real einsatzbaren Kamera für hochqualitative Bilder werden.

2.5. Marken und Hersteller

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Mit einem Teleobjektiv fürs iPhone können wirklich professionelle Bilder gemacht werden.

Die folgenden Marken zeigen Ihnen, dass Sie einen renommierten Hersteller vor sich haben:

  • Canon
  • Nikon
  • Sigma
  • Sony
  • Tampron
  • Panason
  • Top-Max
  • Leica

Geräte dieser Hersteller belegen oft die oberen Plätze in Teleobjektiv-Tests, und die Teleobjektiv-Vergleichssieger sind in den meisten Fällen Markenprodukte.

3. Teleobjektive im Test bei Stiftung Warentest & Co.

Wir Besitzer von Canon, Nikon sowie spiegellosen Systemkameras von Olympus, Panasonic und Sony finden im Teleobjektiv-Test bei Stiftung Warentest empfehlenswerte Telezooms. Leichte und günstige Produkte konkurrieren hierbei mit teuren Modellen, die aber lichtstärker sind. Als Teleobjektiv-Vergleichssieger beim Teleobjektiv-Test ist das 45-200-Millimeter-Objektiv für 410 Euro von Panasonic.

Das Panasonic Leica DG Vario-Elmar 4-6.3 100-400 mm war übrigens Vergleichssieger beim Teleobjektiv-Test auf testberichte.de Das Canon EF 24-70mm 1:2,8l II schnitt am besten im Teleobjektiv-Test bei Digitalfoto ab. Ein Teleobjektiv-Vergleich lohnt sich also.

4. Fragen, die oft gestellt werden

4.1. Wie fotografiere ich mich mit einem Teleobjektiv?

Makroaufnahmen ohne Makroobjektiv

Wer extreme Nahaufnahmen machen möchte, greift normalerweise auf ein Makroobjektiv zurück. Wenn Nahaufnahmen selten sind, scheut manch einer die Investition – stattdessen kann auch einem Standardobjektiv mit einem Zwischenring beigebracht werden, näher an das Motiv zu gehen, und dabei scharfe Bilder zu liefern.

Das Teleobjektiv wird verwendet wie ein Normalobjektiv – und zwar immer dann, wenn das Motiv für ein normales Objektiv zu weit entfernt ist.

4.2. Wie funktioniert ein Teleobjektiv?

Ein Teleobjektiv hat eine Serie von Linsen hintereinandergeschaltet. Da sich mit jeder Linse der Bildwinkel vergrößert, müssen die Linsen jedes Mal ein wenig größer werden, als die vorangegangene.

Man kann die Anzahl der Stufen, mit denen das Tele sich näher an das Motiv bringt, an der Zahl der Stufen ablesen, in denen das Objektiv dicker wird.

4.3. Wann wurde das Teleobjektiv erfunden?

Es gibt kein offizielles Datum für die Erfindung, weil die Entwicklung in Schritten erfolgte. Im Jahr 1928 entwickelte Hugh Ivan Gramatzki den Transfokator, der fortan von Siemens hergestellt wurde. Es dauerte dennoch bis ins Jahr 1959, bis ein Zoom für den Massenmarkt vorgestellt wurde, welches auf Spiegelreflexkameras passte.

4.4. Wann benutzt man ein Teleobjektiv?

Das Teleobjektiv wird bei einer Systemkamera aufgesteckt und verriegelt, wie dies mit allen anderen Kameraobjektiven auch geschieht. Bei extrem großen und schweren Teleobjektiven sollte ein Stativ verwendet werden. Der Anschluss für das Stativ sitzt aus Gründen der Gewichtsverteilung dann direkt auf dem Objektiv.

4.5. Welche Objektive braucht man?

Wer diese Frage einem Fotografen mit jahrelanger Erfahrung stellt, erhält als Antwort feuchte Augen und eine endlos lang scheinende Liste. Seit Kameras mit wechselbaren Objektiven ausgestattet werden können, ist dem Eifer beim Sammeln immer neuer Zubehörteile keine Grenze mehr gesetzt. Eine Grundausstattung kann aber sein:

  • Ein lichtstarkes, schnelles Objektiv – für Sport- und Actionfotografie und Aufnahmen in schlechten Sichtverhältnissen
  • Ein Weitwinkelobjektiv – für Landschaftsaufnahmen bei gutem Licht
  • Ein Makroobjektiv – für Nahaufnahmen und Dokumentenfotografie

Ein Fisheye-Objektiv ist ein Weitwinkelobjektiv mit besonders großem Bildwinkel. Ist der Bildwinkel einer Fixfokus- oder einer Lochkamera maximal 180° groß, kann ein Fisheye oder Fischauge noch darüber hinausgehen. Dies ist jedoch nur in solch seltenen Fällen nötig, dass auf die Anschaffung zu Beginn verzichtet werden kann.

Auch ein Makroobjektiv ist nicht vom ersten Tag an nötig. Die Keyfact-Box erklärt einen simplen Trick, mit dem Nahaufnahmen auch ohne neues Objektiv möglich sind.

4.6. Was ist ein Teleobjektiv?

Eine Teleobjektiv-Definition in kurzen Worten: Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv, das im Vergleich zum Normalobjektiv eine längere Brennweite und einen kleineren Bildwinkel hat.

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