Verlängerungskabel Test 2018

Die besten Verlängerungskabel im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
  • Verlängerungskabel für außen und innen sind gekennzeichnet durch unterschiedliche Anforderungen. Die Kabeldicke und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser müssen im Garten wesentlich größer als in der Wohnung sein.
  • Stecker und Kupplung entsprechen in Europa einem Standard. Bei Verlängerungskabeln mit 25 m oder noch größeren Verlängerungskabeln mit 50 m wird dies fast ausnahmslos der Schutzkontaktstecker sein.
  • Um ein Stromkabel zu verlängern, sollte stets nur eine einzelne Erweiterung genutzt werden. Genügt in einem solchen Fall ein Verlängerungskabel von 1 nm, ist dies auch die beste Wahl.

Verlängerungskabel-Test
Der Ventilator im Büro, der Beamer an der Wohnzimmerdecke, die Heckenschere für den Garten. In vielen Situationen genügt das fest verbaute Stromkabel von Elektrogeräten im praktischen Einsatz nicht. Anders als beispielsweise beim Staubsauger wäre es jedoch keinesfalls zielführend, jedes Stand- oder Handgerät mit einem 5 Meter Verlängerungskabel auszustatten oder mehr.

In einem sorgfältigen Verlängerungskabel-Test zeigen sich die Unterschiede zwischen Steckerformen, Kabelaufbau und angedachtem Einsatzgebiet am besten. Damit Sie sich selbst ein Bild davon machen können, worauf zu achten ist, lohnt sich das Studium unserer Test- und Vergleichstabelle.

Ob ein Verlängerungskabel 2 m oder 10 m lang sein muss, ergibt sich aus der Situation. Für welche Geräte es ein Schuko-Stecker sein sollte und welche Schutzart ratsam ist, erfahren Sie in der folgenden Kaufberatung.

Im Garten, hinter Multimedia-Anlage im Wohnzimmer oder der eigenen Werkstatt kann es sehr sinnvoll sein, dass Sie sich je nach Einsatzzweck grundverschiedene Verlängerungskabel kaufen. Einige der jeweils besten Verlängerungskabel finden Sie in unserem aktuellen Verlängerungskabel-Vergleich 2018.

1. Die wichtigen Formen für den universellen Einsatz

Sie müssen nicht weit gereist sein, um deutliche Unterschiede bei den Stromanschlüssen in verschiedenen Ländern bemerkt zu haben. Wenn ein Elektrogerät in jedem Land einen anderen Adapter braucht, entpuppt sich diese Vielfalt schnell als Handelshindernis.

Um dem entgegenzuwirken, wurde zumindest innerhalb der EU beschlossen, dass die jeweiligen Stecker und damit auch jedes Verlängerungskabel miteinander zu funktionieren haben. Es sind zwei Formen übriggeblieben, die sich vor allem im Anwendungsbereich unterscheiden.

Steckertyp Einsatzgebiet
EU-Stecker
EU-Stecker
  • schlanke Bauform
  • oft als besonders flaches Verlängerungskabel zu finden
  • höchste Kompatibilität mit anderen Systemen
  • ungeeignet für stromstarke Geräte
Schutzkontaktstecker
Schuko-Stecker
  • besonders sichere Steckverbindung
  • vorauseilender Schutzkontakt für mehr Sicherheit
  • höchste Kompatibilität mit anderen Systemen
  • geeignet für lange Verlängerungskabel und hohe Stromstärken bis 16 Ampere

Abgesehen von Großbritannien und Irland, die eine andere Form von Stecker nutzen, kann man mit diesen Beiden im Grunde überall in Europa Strom aus den Steckdosen ziehen. Während der EU-Stecker bei kleinen und stromsparenden Elektrogeräten zum Einsatz kommt, sind die Stromkabel mit Schuko-Stecker für alle im Haushalt üblichen Geräte geeignet.

  • Schutzkontakt schließt zuerst
  • starke Beanspruchbarkeit
  • Kontakte nicht mit Fingern erreichbar
  • sicher bei hohen Stromstärken
  • groß dimensioniert
  • Verpolung des Schutzkontakts möglich

Die bessere Ausstattung für die Sicherheit spricht für das Verlängerungskabel mit Schutzkontakt. Wo wenig Platz ist – und sei es aus optischen Gründen – und kleine Ströme fließen, kann aber bedenkenlos ein schlankes Kabel mit EU-Stecker verwendet werden.

2. Immer auf die wichtigen Kenndaten achten

2.1. Draußen oder drinnen

Schutzart

Damit wird beschrieben, wie widerstandsfähig ein elektrisches Bauteil oder Gerät gegenüber Umwelteinflüssen ist. IP bedeutet in diesem Zusammenhang „International Protection“. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegenüber Fremdkörper oder vor Berührung. Die zweite den Schutz vor dem Eindringen von Wasser. Null bedeutet stets keinen vorhandenen Schutz. Merksatz: Je höher die Zahlen, desto besser.

Bei den Produkteigenschaften lesen Sie häufiger IP20 oder IP44. Bei ersterem ist der Kontakt mit Wasser unbedingt zu meiden. Die 44 hingegen steht für einen Schutz vor Fremdkörpern und insbesondere Spritzwasser. Allerdings ist auch ein solches Verlängerungskabel keineswegs wasserdicht.

Für Fälle, in denen tatsächlich Regengüsse ausgehalten werden müssen, gibt es spezielle Boxen und zum Beispiel Gartensteckdosen, welche die Kupplungen zusätzlich schützen. In einem Verlängerungskabel-Test kann es wegen der offenen Kontakte keine höhere Einordnung als IP44 geben.

2.2. Die Stromstärke sollte bekannt sein

Die Angabe der Amperezahl darf an keinem Verlängerungskabel fehlen. Ein Verlängerungskabel von 2 m und EU-Steckern liegt hier in der Regel bei 2-3 Ampere. Ein Verlängerungskabel von 10 m und Schuko-Steckern liegt mindestens bei 10 Ampere, in der Regel aber sogar bei 16 Ampere. In Kombination mit der Netzspannung von 230 Volt ergibt sich die maximale Belastbarkeit.

Von entscheidender Bedeutung ist also die Leistung der angeschlossenen Geräte. Dünne Verlängerungskabel schaffen etwa 500 Watt und sollten höchstens Lampen oder kleine Unterhaltungselektronik versorgen. Mit einem starken Kabel, das circa 3.500 Watt aushält, lassen sich elektrische Rasenmäher und im Grunde alle anderen Geräte für den Privathaushalt versorgen.

Ein paar Elektrogeräte und typische Wattzahlen:

Art geschätzte Wattzahl
Wasserkocher 1.000 bis 3.000 Watt
Mikrowelle 800 Watt
Elektro-Kettensäge 2.000 Watt
Laptop 20 bis 100 Watt
LED-Schreibtischlampe 5 Watt
Gaming-PC 700 Watt
LED-Fernseher 40 Zoll 100 Watt
Heimkinoanlage 600 Watt

Die Werte sind natürlich nur als grobe Schätzung für eine erste Orientierung zu verstehen. Was ein Gerät maximal an Strom verbraucht, ist stets daran vermerkt.

Noch stärker belastbar ist im Normalfall eine Kabeltrommel von 50 m und mit Mehrfachsteckdose. Sie überschreitet die Amperezahl der besten Verlängerungskabel häufig um ein Vielfaches.

Achtung: Eine Kabeltrommel mit aufgerolltem Kabel entspricht vom Grundprinzip her einer Spule. Sind Geräte angeschlossen, die eine hohe Stromstärke erfordern, steigt der Widerstand im Kabel durch Selbstinduktion schnell an. Kurzschlüsse und Brandentwicklung sind möglich.

2.3. Kabelquerschnitt sorgt für Toleranz

Stromkabel-Adern
Bei den drei Adern im Stromkabel ist die Erde immer durch eine bunte Isolierung gekennzeichnet.

Sowohl ein günstiges Verlängerungskabel mit 3 m Länge als auch der Verlängerungskabel-Vergleichssieger für weite Distanzen setzen für die Stromleitung auf Kupfer. Das liegt daran, dass nur Silber Strom noch effizienter leiten würden, aber dann doch etwas zu teuer ist. So lässt sich der Leitungsquerschnitt, also die sichtbare Metallfläche eines durchgeschnittenen Kabels, gut vergleichen.

Im Verlängerungskabel-Vergleich fällt schnell auf, dass immer wieder 1,5 beziehungsweise 2,5 Quadratmillimeter genannt werden. Der kleinere Wert genügt, um die Stromstärke von 16 Ampere zu leiten. Besser ist aber der größere Wert, weil dadurch ein Puffer entsteht. Außerdem ist der Widerstand geringer, was vor allem bei sehr langen Kabeln ausschlaggebend ist.

2.4. Die Ummantelung variiert nach Preis und Einsatzgebiet

Grundlegend werden für den Mantel zwei Materialien eingesetzt. PVC ist etwas günstiger, relativ steif und wird bei Sonneneinstrahlung mit der Zeit porös. Gummi dagegen ist langlebiger und flexibler. Er findet sich bei fast allen Verlängerungskabeln für außen.

Darüber hinaus gibt es noch Sonderformen. Kabel, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind, werden mit einem Gewebe aus Kunststofffasern überzogen, um widerstandsfähig zu werden. Spezielle Leitungen im Campingbereich werden teilweise mit besonderem Neoprengummi umhüllt.

3. Beim Verlegen gibt es viel zu beachten

Es sind nicht allein ästhetische Gesichtspunkte, die ein sorgsames Verlegen der Verlängerungskabel nötig machen. Auch als Stolperfalle sind Stromkabel bestens geeignet. Gleichzeitig können bei einem solchen Sturz-Szenario zusätzlich die angeschlossenen Elektrogeräte Schaden nehmen.

3.1. Flache Verlängerungskabel für den Wohnbereich

Diese sind wegen ihrer Form optimal geeignet, um unter dem Teppich, hinter Schränken oder in vorhandenen Spalten entlang geführt zu werden. Gleichzeitig können sie nicht sehr viel Strom führen. Heutzutage verbraucht die heimische Unterhaltungselektronik jedoch vergleichsweise geringe Strommengen, sodass diese Verlängerungskabel problemlos verwendet werden können.

3.2. Kabel bündeln für Platzersparnis

Mit Kabelbindern können Verlängerungskabel zusammengefasst und bestimmte Wege entlang geleitet werden. Auf ähnliche Weise lassen sich Kabelschläuche verwenden, die durch eine gleichmäßige Oberfläche einen weniger provisorischen Eindruck erwecken.

Tipp: Fußleisten eignen sich ideal, um Kabel dahinter zu verstecken. Besonders in Neubauten sind nicht selten solche Lösungen verbaut, die zusätzliche Leitungen aufnehmen.

3.3. Die Farbe hat Wirkung

Kabeltrommel
Eine Trommel kann mehr Strom leiten als ein gewöhnliches Verlängerungskabel. Allerdings müssen die Steckdosen dies ebenfalls verkraften können.

Im Innenbereich sind die Kabel meist Weiß, Grau oder Schwarz. Mit dieser Farbwahl bleiben sie unauffällig und lassen sich dezent versteckt. Bei einer Kabeltrommel oder einem langen Verlängerungskabel für den Außeneinsatz wird dagegen auf Gelb oder leuchtendes Orange gesetzt. Diese Signalfarben sollen verhindern, dass die meist spontan gelegten Kabel nicht übersehen und beschädigt werden.

3.4. Eine gute Position für den Stromverteiler

Ein sicherer Weg, um ein Verlängerungskabel zu überlasten, ist der Anschluss einer Steckdosenleiste dahinter. Der Stromverteiler gehört unmittelbar in die Steckdose. Erst dahinter wird die Verlängerung eingesetzt. Ein solches System sollte insgesamt ebenfalls mit nicht mehr als 16 Ampere belastet werden.

4. Auftretende Fragen zum Thema Verlängerungskabel

4.1. Gibt es spezielle Verlängerungskabel für Wohnmobile?

Das sogenannte „Camping-Kabel“ wird speziell bei Wohnmobilen eingesetzt. Es besitzt allerdings einen dreipoligen CEE-Stecker, der es mit den normalen Stromkabeln zu Hause nicht kompatibel macht. Ansonsten entsprechen die Kabel den Anforderungen an ein Verlängerungskabel für den Außenbereich. Der Einsatz von Neopren ist dabei eher werbewirksam, weil die Kupplungen weiterhin nur Spritzwasser widerstehen.

4.2. Welche Hersteller von Kabeln sind empfehlenswert?

Die Bandbreite an Marken und Produzenten ist wie üblich groß. Zu den bekannteren Namen zählen Brennenstuhl und as-Schwabe. Einen Verlängerungskabel-Test für eine klare Empfehlung gibt es von Stiftung Warentest dazu leider noch nicht. Es existieren aber klare Sicherheitsstandards, die stets eingehalten werden müssen.

Häufig anzutreffende Marken sind:

  • Brennenstuhl
  • as-Schwabe
  • SIMBR
  • ACAR
  • Wentronic
  • Meister
  • Commel
  • Bachmann
  • Vivanco
  • InLine

4.3. Weshalb sind USB-Verlängerungskabel so viel dünner als übliche Stromkabel?

Steckdosenleiste
Mit einem integrierten Schalter lassen sich Geräte vom Netz nehmen, die ansonsten im Standby weiter Strom verbrauchen.

Via USB wird eine viel geringere Leistung übertragen als es bei einem gewöhnlichen Verlängerungskabel der Fall wäre. Im Verhältnis ist es nur ein Bruchteil im niedrigen Prozentbereich. Deshalb können die genutzten Kabel hier deutlich dünner sein.

4.4. Wie viele Verlängerungskabel dürfen hintereinander angeschlossen werden?

Nach einem Verlängerungskabel ist Schluss. Wird die Wegstrecke des Stroms durch weitere Kabel verlängert, steigt der elektrische Widerstand im gleichen Atemzug an. Das führt dazu, dass die angegebenen Belastungsgrenzen nicht eingehalten werden können.

An eine Kabelrolle können hingegen zusätzlich Verlängerungen angebracht werden, weil diese für höhere Belastungen gebaut ist.

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