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ASUSTOR AS3202T

Nachdem wir zuletzt verstärkt NAS-Systeme des Herstellers Synology unter die Lupe genommen haben, werfen wir nun einen Blick auf die Geräte von ASUSTOR. Unsere Wahl fiel auf das brandneue AS3202T, welches durch potente Hard- und Software selbst Power-User zufriedenstellen soll.

Überblick

ASUSTOR, gegründet im Jahr 2011, gehört eng zu ASUS, einem sehr erfolgreichen Hersteller von Mainboards und Grafikkarten, aber mittlerweile auch Komplettsystemen inklusive Notebooks, Tablets und naheliegendem Zubehör wie Monitoren, Netzwerktechnik und mehr.

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ASUSTOR AS3202T

Abbildung 1: ASUSTOR AS3202T (Quelle: ASUSTOR)

Das ASUSTOR AS3202T ist gerade erst der Öffentlichkeit vorgestellt worden und mit einem Intel Celeron Prozessor, der vier Rechenkerne besitzt und bei Bedarf auf bis zu 2.24GHz hochtakten kann, ausgestattet. Gepaart mit den 2GB DDR3 Arbeitsspeicher ergibt sich eine solide Grundlage, um über das Gigabit Ethernet hohe Datenübertragungsraten zu erreichen.

Dies hängt selbstverständlich auch von der Leistungsfähigkeit der verbauten Festplatten ab, welche sowohl als einzelne Disks als auch in den Modi JBOD oder RAID 0 bzw. RAID 1 betrieben werden können und separat erworben werden müssen. Unterstützt werden Festplatten mit einer maximalen Kapazität von jeweils 8 TB. Über insgesamt drei USB-3.0-Anschlüsse können externe Geräte wie Drucker, WLAN-Sticks, Bluetooth-Adapter und Festplatten sowie optische Laufwerke angeschlossen und dann Daten ausgetauscht und auch im Netzwerk freigegeben werden. Bei externen Datenträgern werden die Dateisysteme FAT32, NTFS, EXT3 und 4 sowie HFS+ unterstützt, intern findet EXT4 Verwendung. Der rückseitig verbaute HDMI-Anschluss ermöglicht die Nutzung des Systems als Medienplayer – sogar mit  4K-Auflösung.

Optional ist dazu passend eine Fernbedienung erhältlich. Optisch wirkt das Gerät modern und dezent genug, um es selbst in Wohnzimmern unauffällig zu integrieren. Die Verarbeitung ist makellos hochwertig. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Gerät selbst das Netzteil samt Kabeln, eine Schnellstartanleitung und CD-ROM mit nützlichen Dienstprogrammen, ein Netzwerkkabel sowie die zur Montage der Festplatten benötigten Rändelschrauben.

Abbildung 2: AS3202T mit Zubehör im Karton

Abbildung 2: AS3202T mit Zubehör im Karton

Inbetriebnahme

Um die zwei Festplatten einzubauen, müssen zunächst auf der Rückseite des Geräts zwei Rändelschrauben gelöst werden. Anschließend lässt sich das Gerät in zwei Hälften zerlegen, die Festplatten lassen sich einschieben und mithilfe acht weiterer Rändelschrauben fixieren. Das ist werkzeuglos in deutlich weniger als drei Minuten zu erledigen. Für unseren Test verbauten wir zwei 2-TB-Festplatten vom Typ Western Digital Caviar Green.

Abbildung 3: Montage der Festplatten

Abbildung 3: Montage der Festplatten

Nachdem das Gerät sowohl mit dem Strom- als auch dem Netzwerkkabel verbunden wurde, startet das System durch Drücken des rückseitigen Knopfes innerhalb von einer Minute und bestätigt seine Bereitschaft durch einen Signalton. Über die mitgelieferte CD-ROM installierten wir nun das Control Center, welches bei der Einrichtung und Verwaltung des Systems hilft und neben Windows auch für OS X bereitgestellt wird. Die aktuellste Version kann auch über die Homepage von ASUSTOR bezogen werden. Das Control Center entdeckte unser NAS sofort und durch einen Klick auf Öffnen gelangen wir auf die Weboberfläche, wo wir die Konfiguration starten konnten. Die Konfiguration kann wahlweise als 1-Click-Setup, bei dem lediglich ein Nutzername, Passwort sowie die gewünschte Verwendungsart der Festplatten ausgewählt werden müssen, oder als Custom Setup vorgenommen werden. Obwohl das 1-Click-Setup stimmige Grundeinstellungen auswählt, testeten wir auch das Custom Setup. Bei dieser Variante können direkt auch Zeitzonen- sowie Netzwerkeinstellungen vorgenommen werden, die ansonsten selbstverständlich auch später noch editiert werden können.

Abbildung 4: Optionen Datum und Zeit während Custom Setup

Abbildung 4: Optionen Datum und Zeit während Custom Setup

Die Art der Erstkonfiguration ist also reine Geschmackssache. Sie funktionierte im Test immer problemlos und dauert nur wenige Minuten. Im Falle der Konfiguration mit RAID 1 synchronisiert das Gerät die Festplatten im Hintergrund – dem direkten Einsatz steht also nichts im Wege.

ASUSTOR Data Master

Das ASUSTOR Data Master (kurz: ADM) getaufte Betriebssystem läuft auf allen Geräten von ASUSTOR und ist somit quasi das Gegenstück zu Synologys hochgelobtem und beliebtem DiskStation Manager (kurz: DSM). Auf mehreren frei belegbaren Seiten sind die installierten Apps sichtbar und per Klick aufzurufen. Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine Leiste, die einen Knopf zur Minimierung aller aktuell offenen Applikationen anbietet und selbstverständlich auch diese Applikationen einzeln, wie man es von der Taskleiste in Windows kennt, auflistet. Über das Nutzermenü rechts daneben können eigene ADM-Einstellungen wie beispielsweise die Sprache der Oberfläche, das Hintergrundbild und Kontodaten angepasst, das System schlafen gelegt, neu gestartet oder heruntergefahren und der Logout vorgenommen werden. Die Suchfunktion ganz rechts ist besonders zu Beginn außerordentlich hilfreich, um schnell an die gewünschten Stellen im umfangreichen ADM zu gelangen.

Out-of-the-box ist der ADM per HTTP zu erreichen. Dies kann nach Inbetriebnahme deaktiviert werden, sodass die Verbindung nur noch über gesichertes HTTPS erfolgt.

Abbildung 5: ADM

Abbildung 5: ADM

Unter den vorinstallierten Applikationen befinden sich nur jene, die zum Grundbetrieb essentiell sind. Dank der App Central steht eine Vielzahl weiterer Applikationen, sowohl von ASUSTOR selbst als auch von Drittanbietern, zum Nachinstallieren zur Verfügung, die die Funktionalität deutlich erhöhen.

Abbildung 6: App Central

Abbildung 6: App Central

Installation und Verwaltung der Applikationen gehen leicht von der Hand und lassen bei uns keine Wünsche offen. Die verfügbaren Apps sind in Kategorien unterteilt und können auch per Suchfunktion gefunden werden. Bevor die Installation tatsächlich ausgeführt wird, zeigt ein Dialog eventuelle Abhängigkeiten und Voraussetzungen an. Das Angebot an Apps ist riesig: Neben Entwicklungstools finden sich diverse Medienserver und -player, Content Management System, Datenbanken und vieles mehr. Für besonders empfehlenswert halten wir das „Download Center“, womit Downloads per BitTorrent sowie HTTP und FTP ausgeführt werden können, und der „UPnP Media Server V2“, mit dem auf dem NAS befindliche Medien im lokalen Netzwerk bereitgestellt werden können. So können zum Beispiel Smart-TVs Musik, Fotos und Filme mühelos wiedergeben werden. Dank der Apps zu Microsoft OneDrive, Dropbox, Google Drive und Strato HiDrive Backup lassen sich dort abgelegte Daten automatisch synchronisieren und durch ownCloud kann das NAS sogar selbst Cloud-Storage bereitstellen. Der integrierte DDNS-Updater ermöglicht es auf Wunsch, das NAS via festem Hostname, zum Beispiel wintotal.myasustor.com, auch aus dem Internet zu erreichen.

Die Lokalisierung des ADM ist überwiegend gelungen, lediglich an einigen wenigen Stellen nicht sofort logisch zu erschließen oder gar nicht vorhanden.

Weitere vorinstallierte ADM-Apps im Überblick

Die „Zugangssteuerung“ verwaltet Benutzer sowie Gruppen und Freigabeordner. Benutzer und Gruppen können sowohl lokal vorhanden sein als auch – nach Integration in ein Active Directory – in der Domäne existieren. Rechte können nicht nur für Gruppen, sondern auch für jeden User individuell vergeben werden. Bei der Erstellung von Freigabeordnern können die Verschlüsselung und der Papierkorb aktiviert werden. Je nach Bedarf können auch Apps für Benutzer aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Abbildung 7: Zugangssteuerung

Abbildung 7: Zugangssteuerung

Ähnlich hilfreich ist die „Aktivitätsüberwachung“, die die Auslastungen von Prozessor, Arbeitsspeicher, Netzwerk und Festplatten anzeigt. Darüber hinaus ist eine Liste aller Prozesse einsehbar und nach diversen Kriterien sortierbar.

Abbildung 8: Aktivitätsüberwachung

Abbildung 8: Aktivitätsüberwachung

Die mitgelieferte „Online-Hilfe“ ist eine super Unterstützung, sollten während der Konfiguration Unklarheiten oder Probleme auftreten.

Abbildung 9: Online-Hilfe

Abbildung 9: Online-Hilfe

Mit „Sicherung & Wiederherstellung“ können Backups geplant und ausgeführt werden. Neben internen Backups besteht auch die Möglichkeit, Daten des NAS auf externe Datenträger zu sichern. Auch die Kommunikation über das FTP-Protokoll oder Rsync ist möglich. An eine Backupmöglichkeit für die Systemeinstellungen wurde erfreulicherweise auch gedacht und Nutzer von Amazon S3 können Backups auch dort deponieren.

Abbildung 10: Sicherung & Wiederherstellung

Abbildung 10: Sicherung & Wiederherstellung

Die App „Externe Geräte“ dient sowohl zur Übersicht über angeschlossene Geräte als auch zur Konfiguration und Verwaltung dieser.

Abbildung 11: Externe Geräte

Abbildung 11: Externe Geräte

Der sogenannte „Dateiexplorer“ profitiert zwar von einer JAVA-Installation auf dem PC, mit dem auf den ADM zugegriffen wird, ist aber auch ohne eine solche gut zu bedienen. Neben alltäglichen Operationen wie Verschieben und Kopieren von Dateien und Ordnern können auch .7z-Archive und Freigabelinks erstellt werden. Die Freigabelinks dienen zur Verbreitung von Daten wahlweise im lokalen Netzwerk oder per Internet an Personen, welche kein eigenes Nutzerkonto auf dem Gerät haben. Hierbei können sowohl ein Ablaufzeitpunkt als auch ein Passwort optional gesetzt werden. Eine umfangreiche Suchfunktion ist ebenfalls mit an Bord.

Abbildung 12: Dateiexplorer mit ausgeklappter Suchfunktion

Abbildung 12: Dateiexplorer mit ausgeklappter Suchfunktion

Mit „Services“ können Dienste konfiguriert und an- oder abgeschaltet werden. Bemerkenswert ist, dass bereits ein Web- und ein MySQL-Server vorinstalliert sind. Power-Nutzer werden sich freuen, dass auch ein SSH-Server für die Nutzer root und admin aktiviert werden kann und sogar ein SNMP-Service bereitgestellt wird.

Abbildung 13: Services

Abbildung 13: Services

Mit „Einstellungen“ kann das NAS noch mehr an die eigenen Anforderungen angepasst werden. Trotz der enormen Menge an Optionen verliert man nicht die Übersicht. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle die Anpassbarkeit bezüglich der LEDs sowie der Energiesteuerung, Stromversorgung und Lüftersteuerung. ASUSTOR ermöglicht sogar die Erstellung eines Betriebszeitplans.

Abbildung 14: Einstellungen

Abbildung 14: Einstellungen

Der „Speichermanager“ zeigt Informationen zu den vorhandenen Volumes und Festplatten an und ermöglicht die Konfiguration von iSCSI sowie iSCSI-LUN. Dank des integrierten „Festplattendoktors“ können wir das NAS nach defekten Blöcken suchen lassen und so stets sicher sein, dass die verwendeten Festplatten in Ordnung sind. Detaillierte Ausgaben der S.M.A.R.T.-Status sind einsehbar.

Abbildung 15: Speichermanager

Abbildung 15: Speichermanager

Besonders neugierige Nutzer werden „Systeminformationen“ lieben lernen. Neben Basisinformationen zum Gerät und Netzwerk können ganze Protokolle angezeigt und der Syslog-Client aktiviert werden. „Dr. ASUSTOR“ gibt Tipps, welche Dinge unbedingt noch konfiguriert werden sollten – insbesondere unerfahrenen Nutzern kommt dies zugute.

Abbildung 16: Systeminformationen

Abbildung 16: Systeminformationen

Dienstprogramme

Mit Backup Plan, Control Center und Download Assistant bietet ASUSTOR drei hilfreiche, kostenlose Programme für Windows und, mit Ausnahme von Backup Plan, für OS X an:

Backup Plan fertigt Sicherungen beliebiger Ordner wahlweise lokal oder auf einem ASUSTOR NAS an. Hierbei stehen die Modi „Einmal sichern“, „Synchronisierung“ und „Zeitplansicherung“ zur Verfügung. Mac-Nutzer können mittels der in OS X integrierten „Time Machine“ ihre Daten auf dem NAS sichern.

Abbildung 17: Backup Plan

Abbildung 17: Backup Plan

Das Control Center, welches uns bereits bei der Inbetriebnahme unterstützte, bietet einige hilfreiche Funktionen an, wodurch uns das Einloggen über den Webbrowser erspart bleibt. Es ist beispielsweise möglich, das NAS neu zu starten, schlafen zu schicken oder komplett herunterzufahren. Auch die Aktivierung des Nachtmodus, welcher die LEDs an der Front des Geräts ausschaltet, und das Aufwecken aus dem Schlafmodus per Wake on LAN sind möglich.

Abbildung 18: Control Center

Abbildung 18: Control Center

„Download Assistant“ ist nichts anderes als die ADM-Applikation „Download Center“ – mit dem Unterschied, dass es sich hierbei um eine native Windows-Applikation handelt. Ebenso wie im ADM können Downloads per BitTorrent oder HTTP/FTP angelegt und verwaltet werden.

Abbildung 19: Download Assistant

Abbildung 19: Download Assistant

Mobile Apps

ASUSTOR bietet, sowohl für Android als auch iOS, zahlreiche Apps an. Ein aus unserer Sicht Must-Have ist die geniale App „AiMaster“, welche die Konfiguration und Verwaltung des Geräts bequem vom Smartphone aus ermöglicht, denn der ADM ist im mobilen Browser nicht gut nutzbar. Neben der Möglichkeit, die verschiedenen Betriebsmodi (Ruhezustand o.Ä.) zu wählen, können Protokolle und Informationen eingesehen und die Ressourcennutzung überwacht werden. Durch die „Zugangsteuerung“ steht eine komplette Nutzer- und Gruppenverwaltung bereit, dank „Services“ können Funktionen on-the-fly an- und ausgeschaltet werden. Sogar die „App Central“ wurde in AiMaster integriert und erlaubt die mobile Verwaltung der ADM-Apps. Extrem gut gefallen hat uns die Möglichkeit, per Push-Benachrichtigungen auf dem Laufenden zu bleiben. Je nach Einstellung erhalten wir Benachrichtigungen zu Fehlern, kritischen Meldungen, Warnungen oder üblichen Informationen, wenn beispielsweise ein externes Gerät angeschlossen wurde oder das System in den Ruhezustand wechselt.

Abbildung 20: AiMaster iPhone App (Hauptansicht)

Abbildung 20: AiMaster iPhone App (Hauptansicht)

Abbildung 21: AiMaster iPhone App (Festplattennutzung)

Abbildung 21: AiMaster iPhone App (Festplattennutzung)

Abbildung 22: AiMaster iPhone App (App Central)

Abbildung 22: AiMaster iPhone App (App Central)

Mit „AiRemote Control“ steht eine weitere nützliche App bereit, mit der das Mediencenter des AS3202T gesteuert werden kann. Damit nicht genug, können mit „AiData“ die gespeicherten Daten durchsucht und geteilt werden. Auch das Hochladen von Fotos und cloud-übergreifende Dateitransfers werden unterstützt. Zur Steuerung der ADM-App „Download Center“ gibt es „AiDownload“ und Musik-Fans kommen mit „AiMusic“, die Musik vom NAS auf das Smartphone streamt, voll auf ihre Kosten. Analog zu „AiMusic“ gibt es „AiFoto“ und „AiFoto V2“ für Fotos sowie „AiVideos“ für Videomaterial. Die letzte im Apple App Store zum Download freigegebene App „AiSecure“ dient der Kontrolle von an das NAS angeschlossenen Überwachungskameras. Nutzern von Smartphones auf Android-Basis wird sogar eine weitere App namens „AiCast“ als Betaversion angeboten. Hiermit soll die Steuerung von Kodi noch einfacher und intuitiver werden.

Einsatz als Medienplayer

Dank ASUSTOR Portal und eines HDMI-Anschlusses ist das AS3202T dazu prädestiniert, mit einem TV gepaart zu werden. Auf ASUSTOR Portal basierend können Google Chrome sowie YouTube genutzt werden.

Abbildung 23: ASUSTOR Portal Startbildschirm

Abbildung 23: ASUSTOR Portal Startbildschirm

Abbildung 24: ASUSTOR Portal YouTube-App

Abbildung 24: ASUSTOR Portal YouTube-App

Des Weiteren können über App Central ein komplettes Mediencenter, Kodi (ehemals XBMC) sowie andere Erweiterungen installiert und in Betrieb genommen werden. Kodi läuft butterweich und ist dank der enormen Erweiterbarkeit ein wahres Prachtstück.

Abbildung 25:Kodi Hauptmenü

Abbildung 25:Kodi Hauptmenü

Die Steuerung über die optional erhältliche, kompakte Fernbedienung funktioniert gut. Sie liegt angenehm in der Hand und benötigt zum Betrieb lediglich zwei Batterien des Typs AAA.

Abbildung 26: ASUSTOR Fernbedienung (Quelle: ASUSTOR)

Abbildung 26: ASUSTOR Fernbedienung (Quelle: ASUSTOR)

Alternativ hierzu kann, geeigneter TV vorausgesetzt, mittels eines USB-HDMI-CEC-Adapters und des in App Central erhältlichen Media-Packs auch die TV-Fernbedienung genutzt werden. Die bereits in diesem Testbericht erwähnte Smartphone-App „AiRemote Control“ war letztendlich unser Mittel der Wahl, da sie sogar ein Touchpad und eine virtuelle Tastatur bietet und wir unser Smartphone ohnehin fast immer bei uns tragen.

Abbildung 27: Kodi Wiedergabe (Videoquelle: http://www.sample-videos.com)

Abbildung 27: Kodi Wiedergabe (Videoquelle: http://www.sample-videos.com)

Alternativ ist bei eingestecktem, optionalem Bluetooth-Adapter sogar die Option gegeben, eine kabellose Maus und Tastatur zu verbinden.

Geschwindigkeitstest

Um die Geschwindigkeit des Systems zu testen, verwendeten wir, wie bei früheren Reviews von Synology-Geräten, ATTO Disk Benchmark. Getestet wurde das System mit den Festplattenkonfigurationen RAID 0 sowie RAID 1 in einem Gigabit-Netzwerk.

Die Ergebnisse sind verblüffend: Das AS3202T erreicht Geschwindigkeiten, die im Gigabit-Netzwerk gerade noch so möglich sind:

Abbildung 28: Geschwindigkeit RAID 0

Abbildung 28: Geschwindigkeit RAID 0

Abbildung 29: Geschwindigkeit RAID 1

Abbildung 29: Geschwindigkeit RAID 1

Die maximalen Werte für Lesen und Schreiben liegen bei fast 119 MB/s. Beim Kopieren großer Dateien bestätigt der Windows Explorer diese Ergebnisse: Die Übertragungsraten liegen durchgängig bei deutlich über 100 MB/s.

Wer besonderen Wert auf Datensicherheit legt, wird neben RAID1 auch die Hardwareverschlüsselung aktivieren. Hierbei zeigte sich, dass die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten teilweise etwas geringer ausfallen.

Abbildung 30: Geschwindigkeit RAID 1 verschlüsselt

Abbildung 30: Geschwindigkeit RAID 1 verschlüsselt

Insgesamt gibt es an dieser Stelle absolut nichts zu bemängeln, im Gegenteil: Die Leistung ist selbst bei aktivierter Verschlüsselung beeindruckend.

Eindrücke aus dem Alltagsbetrieb

Über den gesamten Testzeitraum leistete sich das AS3202T keinen Absturz und gehorchte unseren Befehlen treu ergeben. Der Geräuschpegel des Lüfters war, bei einer Umgebungstemperatur von rund 22°C, stets deutlich niedriger als die Betriebsgeräusche der Festplatten und somit niemals aufdringlich. Inkompatibilitäten mit bestimmten Geräten sind uns nicht begegnet, sodass sich das NAS astrein in das bestehende Heimnetzwerk integriert hat. Die Gewöhnung an den uns bisher unbekannten ADM erfolgte rasch und ohne große Hürden. Wer sich vor dem Kauf mit dem ADM beschäftigen möchte, ist mit der Live Demo bestens versorgt.

Fazit

Wer behauptet, es gäbe keine eierlegende Wollmilchsau, der könnte schon bald nicht mehr richtig liegen. Unser Testgerät kommt, so unser Eindruck, dieser umgangssprachlichen Redewendung erstaunlich nahe und leistet sich nur kleinere Anlässe für Kritik, sodass wir allen Nutzern, die auf der Suche nach einem (neuen) NAS sind, empfehlen, sich auch in den Regalen von ASUSTOR umzuschauen. Das ausgereifte Betriebssystem, welches uns denen der Konkurrenz ebenbürtig scheint, harmoniert wunderbar mit der kraftvollen Hardware, die für viele Haushalte vielleicht schon fast zu viel des Guten sein könnte – nicht umsonst wird das NAS sogar auch für Power-User beworben. Der auf der Verpackung aufgedruckte Slogan „More Than Just Storage“ passt wie die Faust aufs Auge. In Anbetracht dieses tollen Gesamtpakets ziehen wir unseren Hut und sind extrem gespannt, wie sich die Geräte von ASUSTOR weiterhin auf dem Markt behaupten werden.

Eine komplette Übersicht zum AS3202T ist auf der Herstellerhomepage zu finden.

ASUSTOR AS3202T

ASUSTOR AS3202T

 

Hersteller: ASUSTOR
Preis ca. 400 Euro
System: Windows, MacOS, Linux
Positiv: Sehr leistungsfähig, lokale HDMI-Multimediaausgabe
Negativ:

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